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Ansage bei Besuch in Kolbermoor

Partei soll schärferes Profil erhalten: So will CSU-General Martin Huber das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen

Im direkten Gespräch mit den neuen CSU-Mitgliedern im Kesselhaus in Kolbermoor: (von links) Daniel Artmann, Daniela Ludwig, Dr. Martin Huber, Landrat Otto Lederer und Klaus Stöttner.
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Im direkten Gespräch mit den neuen CSU-Mitgliedern im Kesselhaus in Kolbermoor: (von links) Daniel Artmann, Daniela Ludwig, Dr. Martin Huber, Landrat Otto Lederer und Klaus Stöttner.
  • VonJohannes Thomae
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Mäßige Umfragewerte und Personalprobleme: Die CSU befand sich zuletzt in schwierigem Fahrwasser. Das soll sich nun zum Besseren wenden. Wie das gelingen soll, skizzierte der neue CSU-Generalsekretär Martin Huber bei seinem Besuch in Kolbermoor.

Kolbermoor – „Menschen treten nicht in eine Partei ein, weil sie einen Diskussionsclub suchen. Sie treten ein, weil sie handfest bei der Lösung von Problemen mit anpacken wollen. Die CSU bietet diese Möglichkeit. Das muss wieder deutlich werden“, so Dr. Martin Huber beim auf dem Neumitgliederempfang des Rosenheimer Kreisverbände Rosenheim-Stadt und Rosenheim-Land in Kolbermoor.

Es war dies einer seiner ersten Auftritte im neuen Amt. Er sprach vor rund 120 Gästen im Kolbermoorer Kesselhaus. Das Motto für den Vormittag hatten der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner und Daniel Artmann vom Kreisverband Rosenheim-Stadt vorgegeben. Klaus Stöttner sagte: „Alles neu macht bekanntlich der Mai. Um eine Erneuerung geht es auch für die CSU. Es muss ein Wiederaufbruch auf der Basis unserer alten Tugenden sein.“ Daniel Artmann führte aus, worum es sich bei diesen Tugenden handele: „Um Verlässlichkeit und einen klaren Kompass“.

Klarer Kompass

Gerade dieser klare Kompass werde an der Basis als ungeheuer wichtig empfunden. Es gelte hier Vertrauen zurückzugewinnen. Für Martin Huber ist der Verlust einer eindeutig klaren Linie auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass man sich in Bayern in einer Koalitionsregierung befinde, sich im Bund lange Zeit in einer solchen befunden habe. „Dabei verliert man Profilschärfe, das geht allen Parteien so“. Gerade deshalb habe Markus Söder ja darauf gedrängt, rechtzeitig vor der nächsten Landtagswahl ein neues Grundsatzprogramm zu entwerfen. Der neue Generalsekretär war schon vor seiner Berufung in dieses Amt mit dem Programm befasst: Als einer der beiden Leiter der Kommission, der den Entwurf ausarbeiten soll.

„Großartige Chance“

Für den 44-jährigen Martin Huber ist die Erarbeitung des Programmes „eine großartige Chance“, an dem aktiv mitzugestalten zu dürfen, was für die nächsten Jahre als Markenkern der CSU gelten soll. Die CSU sei, so der neue Generalsekretär, die Partei, die es schaffe, bei der Lösung von Problemen verschiedene Aspekte konstruktiv zu Neuem zu verbinden.

Bei den Zukunftsaufgaben verbinde die CSU den Klimaschutz nicht einfach mit Verboten, sondern mit aktiver Technologie- und Wirtschaftsförderung. Wesentlich sei, dass man sich selbst über die Stärken klar werde, um sie auch nach außen tragen zu können.

Bevölkerungsschichten erreichen

Denn dann sei die CSU als Volkspartei das Medium, das alle Bevölkerungsschichten wie auch alle Altersgruppen erreichen könne. Wie dies geschehen kann, ist für Martin Huber ebenfalls klar: durch miteinander reden und einander zuhören. Dies war zumindest an diesem Vormittag tatsächlich auch für ihn selbst Programm. Er hatte es, wie er sagte, absichtlich bei einer kurzen Rede von etwa 20 Minuten Dauer belassen, die übrigens von jeder Polemik absolut frei war.

Zuvor hatte ihm die Bundestagesabgeordnete Daniela Ludwig die Verkehrssituation im Landkreis Rosenheim infolge der Blockabfertigung dargelegt. Die Situation sei mittlerweile untragbar. Äußerungen von österreichischer Seite, man müsse in Deutschland halt mit dem Brennernordzulauf schneller vorankommen, seien alles andere als hilfreich: „Es geht nicht an“ so Ludwig, „dass die Blockabfertigung hier als Druckmittel eingesetzt wird“.

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