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Stimme kann am 17. September abgegeben werden

„Politikverdrossenheit ist groß“ - Kolbermoorer Jugendtreff initiiert „U-18 Wahl“

Sozialpädagoge Max Mank will mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen. Hinter ihm hängen die Infoplakate zu verschiedenen Themen und die unterschieldichen Haltungen der einzelnen Parteien dazu.
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Sozialpädagoge Max Mank will mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen. Hinter ihm hängen die Infoplakate zu verschiedenen Themen und die unterschieldichen Haltungen der einzelnen Parteien dazu.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Die Kolbermoorer, die unter 18 Jahren alt sind, werden am Freitag, 17. September, von 15 bis 18 Uhr im Jugendtreff zur Wahlurne gebeten. Was dahinter steckt.

Kolbermoor – . „Wie bei der Bundestagswahl“, sagt Max Mank, Sozialpädagoge im Kolbermoorer Jugendtreff. Er und Jugendtreff-Leiter Christian Spazier haben den Koolbermoorer Jugendtreff bei der Aktion „U-18 Wahl“, einer Initiative des Bundesjugendringes, angemeldet.

Niederschwellig ins Gespräch kommen

Ab sofort informieren die Sozialpädagogen die Jugendlichen über die Wahl. „Wir machen keinen Infoabend oder so, wir probieren einfach so, mit denn Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Ganz niederschwellig“, erklärt Mank. „Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen eine Haltung bekommen.“

Jeder, der seine Stimme abgegeben hat, bekommt einen Stempel – „wie in der Disko“, erklärt Max Mank.

Ähnliche Aktion gab es schon zur Landtagswahl

Mank erzählt auch, dass so eine Aktion bei der letzten Landtagswahl in Kolbermoor stattgefunden hat. Damals haben sie rund 200 Jugendliche erreicht, die dann an de r Wahl im Jugendtreff und in der Pauline-Thoma-Schule teilgenommen haben.

Ziel der Aktion ist es, die die Jugendlichen „ein bisschen zu fordern, indem sie überlegen, was sie politisch wählen möchten“, so Manke. Und das sei wichtig, denn die „Politikverdrossenheit ist groß“. Einige sagen: „Es ist doch egal, was wir wählen, sie machen eh was sie wollen.“

Infos zu 95 Prozent aus dem Handy

Und genau vom Gegenteil sollen die Jugendlichen überzeugt werden, so Mank. Thema sei öfter der „Palästin-Konflikt“, so Mank. „Die Jugendlichen haben ihre Infos zu 95 Prozent aus dem Handy“, so Mank. Instagram, Tictoc, Facebook. „Dann erzählen sie mir von israelischen Soldaten, die Richtung Palästina schießen. Wir sprechen dann über den Konflikt, der ja seit Jahrzehnten besteht.“ Auch über Corona werde geredet: Diskos geschlossen – und auch der Jugendtreff war zu.

Wahlgang als selbstverständlich etablieren

Langfristiges Ziel sei, dass sie so später als Wahlberechtigte den Wahlgang als selbstverständlichen Akt der demokratischen Beteiligung wahrnehmen. Anhand einer spielerischen Auseinandersetzung mit Politik und demokratischen Prozessen soll frühzeitig ein Interesse an Politik geweckt sowie die politische Meinungsbildung gestärkt werden.

Plakate hängen hinter Billardtisch

Mank hat im Jugendtreff jetzt schon Plakate gleich neben dem Billardtisch aufgehängt: Verschiedene Fragen sind angeordnet, wie beispielsweise „Mit welchen konkreten Maßnahmen wollen Sie die nationalen Klimaschutzziele bis 2030 erreichen“ und „Wie kann den vielen Obdachlosen geholfen werden“. Unterhalb dieser Fragen sind die Parteien angeordnet und kurz und knapp werden deren Ziele dort formuliert.

Erstwähler als wichtiges Potenzial

Wichtig sind Mank auch die Erstwähler, die bei der Bundestagswahl am 26. September erstmals ihr Kreuzchen machen. Für sie wird ein „Erstwählercheck“ angeboten. Hierbei setzten wir uns mit den Interessen, Visionen und der politischen Haltung der Erstwähler auseinander und beleuchten gemeinsam die Parteienlandschaft um dem Erstwähler die Möglichkeit zu geben eine selbstbestimmte Wahl zu treffen.

Hierfür können die jungen Menschen während der Ferien telefonisch einen Termin im Jugendtreff machen. „Nach den Ferien gehen wir auf die jungen Menschen zu und suchen das Gespräch.“

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