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Bürgerinitiative Nordzulauf Kolbermoor: "Müssen die Menschen wachrütteln"

„Wer sich jetzt nicht wehrt,lebt später zwischen Westtangente und Brennernordzulauf“, so lautet die Aufschrift eines Banners an der Staatsstraße, aufgestellt von der Bürgerinitiative „Nordzulauf Kolbermoor“. Riediger
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„Wer sich jetzt nicht wehrt, lebt später zwischen Westtangente und Brennernordzulauf“, so lautet die Aufschrift eines Banners an der Staatsstraße, aufgestellt von der Bürgerinitiative „Nordzulauf Kolbermoor“.

„Die Jugend muss ausbaden, was hier verbockt wird“, sagt Ralf Exler, Sprecher der Bürgerinitiave „Nordzulauf Kolbermoor“. Obendrein erklärte er, dass sich der Stadtrat zur Brennertrasse klar positionieren müsse.

Kolbermoor –  „Die Stadt soll klar Position beziehen“, sagte Ralf Exler, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) „Nordzulauf Kolbermoor“ in der jüngsten Stadtratssitzung. Dort hielt er einen Vortrag zum aktuellen Stand in puncto Brennernordzulauf. Und? Sind mittlerweile alle Stadträte vertreten? „Einige der CSU-Fraktion fehlen noch, Auch den Republikanern habe ich ein Formular zugesandt. Grüne, SPD und Parteifreie Kolbermoor sind komplett vertreten“, sagt Exler auf Anfrage unserer Zeitung.

Ziele der Bürgerinitiatve

Derzeit habe die Bürgerinitiative etwas über 1100 Mitglieder – gut fünf Prozent der Kolbermoorer Bevölkerung. Aber es müssen mehr werden – ganz nach dem Motto der Aufschrift der großen Banner in der Stadt: „400 Züge pro Tag – wenn ihr sie hört, ist es zu spät“ und „Wer sich jetzt nicht wehrt, lebt später zwischen Westtangente und Nordzulauf“. Ralf Exlers Ziel ist es, mindestens zehn Prozent der Kolbermoorer als Mitglieder zu in der Bürgerinitiative verzeichnen. Exler betont: „Wir müssen die Menschen aufmerksam machen und wachrütteln“, sagt er. Denn wenn die Trasse kommt, habe das verheerende Folgen für die Kolbermoorer.

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„So bangen die Landwirte beispielsweise um ihre Existenz. Arbeiter, Tonnen von Material – alles muss zur Baustelle gebracht werden. Es gibt nicht einmal Straßen dorthin.“ Kurz: „Die Lebensqualität sinkt massiv.“ Ein Einblick: eine komplette Neubaustrecke, 400 Züge am Tag, Länge der Züge bis zu 750 Meter – so könnte es kommen. Alle Fraktionen betonten in der Sitzung, dass sie geschlossen hinter der Bürgerinitiative stehen. Bürgermeister Peter Kloo sagte: „Als Stadt ist es für uns schwer, weil wir auf eine Bundesplanung keinen Einfluss haben.“

Die Planungsparameter seien einfach falsch. „Der Bundesverkehrswegeplan ist in den 90er-Jahren entstanden und die Bundesregierung hat nicht den Mut ihn zu erneuern.“ Bei den derzeit fünf aktuell in Erwägung gezogenen Grobtrassen wäre Kolbermoor dreimal betroffen.

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Exler ist wichtig: „Es darf nicht nach dem Floriansprinzip verfahren werden. Es muss ein vernünftiges Verkehrskonzept her.“ Er betont gegenüber unserer Zeitung: die Güter müssen auf die Schienen – da seien sich die 17 Bürgerinitiativen mit rund 10 000 Mitglieder im Planungsbereich einig. „Wir fordern einen Planungsstopp nach dem derzeit geltenden Bundesverkehrswegeplan, dessen Vorgaben seinen veraltet, obendrein liege keinerlei Verkehrskonzept für das Inntal zugrunde. „Erst wenn ein Verkehrskonzept für unsere Region existiert, kann mit einer sinnvollen Planung begonnen werden.“

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Sind Aktionen seitens der BI geplant? Unter anderem eine Trassenbegehung, die vom Siedlungsverein Kolbermoor vorangetrieben wird – 15. September, 10 Uhr, Treffpunkt am Tennisplatz/Hermann-Löhns-Straße. Der Verein ist im Frühjahr übrigens komplett der BI beigetreten. Außerdem sollen auch Demonstration stattfinden, so Exler.

Des Weiteren wird seitens aller Bürgerinitiativen eine Petition hinsichtlich der Änderung des Bundesverkehrswegeplans angestrebt, die sei allerdings noch nicht genehmigt.

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