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Projekt Baukulturregion Alpenvorland

Klimakrise, Kostenexplosion und demografischer Wandel: Wie wird in Zukunft in unserer Region gebaut?

Gemeinsam Baukultur erleben: nur eine der Aufgaben, denen sich die Projektgemeinden in der Baukulturregion Alpenvorland stellen.
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Gemeinsam Baukultur erleben: nur eine der Aufgaben, denen sich die Projektgemeinden in der Baukulturregion Alpenvorland stellen.
  • VonNicolas Bettinger
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Baukultur ist ein zentrales Thema von größter Bedeutung und umfasst drängende Fragen unserer Zeit. Welche das sind erklärt Professor Dr. Florian Kluge vom Projektleitungsteam Baukulturregion Alpenvorland.

Kolbermoor – Ziel des Projektes Baukulturregion Alpenvorland ist es, Baukultur als ein wichtiges Thema in der Region zu verankern. In der Baukulturregion Alpenvorland haben sich die drei bayerischen Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Rosenheim mit den acht Gemeinden Bad Aibling, Bad Feilnbach, Dietramszell, Gmund, Holzkirchen, Kiefersfelden, Neubeuern und Samerberg zusammengeschlossen, um die Baukultur auf regionaler und lokaler Ebene voranzubringen. Am Montag, 16. Mai, treffen sich alle Engagierten und Interessierten zu einer „Baukulturwerkstatt“ namens „Wir kümmern uns um Baukultur“ in Kolbermoor in der Alten Spinnerei ab 14 Uhr. Professor Dr. Florian Kluge vom Projektleitungsteam spricht vorab im Interview über die Besonderheiten des Projektes.

Herr Dr. Kluge, Wie wichtig ist es, das Thema Baukultur in der Region zu verankern?

Dr. Florian Kluge: Baukultur ist ein zentrales Thema von größter Bedeutung: Es umfasst drängende Fragen unserer Zeit: Wie soll in Zeiten des Klimawandels gebaut werden? Wie kann bezahlbares Wohnen ermöglicht werden? Wie muss mit der endlichen Ressource Grund und Boden umgegangen werden? Was bedeutet der demografische Wandel für das Bauen der Zukunft? Was sind Wohnmodelle der Zukunft, die allen Generationen gerecht werden? Wie bewahren wir unsere lokale Identität? Der regionale Ansatz ist von besonderer Bedeutung, um über die Grenzen jeder Kommune hinauszudenken, (das Kirchturmdenken zu überwinden) und die Herausforderungen der Zeit nicht in Konkurrenz, sondern gemeinsam als Region anzugehen. Gemeinsam sind die Kommunen stärker.

Welche genauen Ziele verfolgen Sie?

Kluge: Als Arbeitsgemeinschaft Baukultur konkret ist es unser Auftrag, die acht Gemeinden im Thema Baukultur zu beraten und die lokale Baukultur aktiv mit ihnen voranzutreiben. Wir wollen das wichtige Thema Baukultur – kommunal, regional, landes- und bundesweit - als wesentlichen Pfeiler der Entwicklung jeder Gemeinde verstehen und fest in den Köpfen und Plänen verankern. Es geht darum, unsere gebaute Umwelt bewusst zu gestalten, lokale und regionale Identität zu bewahren und zu stärken und Menschen einbeziehen und mitgestalten zu lassen, Erbe wertschätzen und bewahren – und daraus lernen. Gleichzeitig: Verantwortung für die Zukunft übernehmen.

Dr. Florian Kluge.

Was soll mit der Baukulturwerkstatt erreicht werden?

Kluge: Die Baukulturwerkstatt verfolgt vier Ziele. Erstens: Die acht Kommunen arbeiten mit uns, der Arbeitsgemeinschaft Baukultur konkret, nun bereits seit zweieinhalb Jahren zusammen. Wir wollen sichtbar machen, wieviel wir schon gemeinsam erreicht haben. In vielen verschiedenen Formaten haben wir die unterschiedlichen Facetten der Baukultur diskutiert, bearbeitet und vorangebracht. Das gilt es zu zeigen, zu würdigen und bekannt zu machen. Zweitens: Die Baukulturwerkstatt bringt Baukulturschaffende der ganzen Region zusammen und schafft Austausch und Vernetzung. Menschen aus Politik, Verwaltung und der Planerschaft, aber auch Bürgerinnen und Bürger, Ehrenamtler, Aktive und Engagierte kommen zusammen, lernen sich kennen und tauschen sich aus. Die acht Kommunen haben jeweils Baukultur-Beauftragte benannt. Diese stellen sich der Öffentlichkeit vor und stellen dar, welche Rolle sie künftig einnehmen werden.

Was ist noch wichtig?

Kluge: Das dritte Ziel: Im Arbeitsteil der Werkstatt wird an vier Tischen in drei Runden gemeinsam mit externen Baukultur-Experten diskutiert und an regional relevanten Baukultur Themen gearbeitet. Viertens: Abschließend soll ein Ausblick auf die nächsten Monate, die anstehenden Aufgaben und die weiteren Schritte gegeben werden. Gerahmt wird das Programm von Grußworten von Ilse Aigner sowie Bürgermeister Peter Kloo, einer Percussion zum Thema „Baukultur wosisndes?“ sowie abschließenden klugen Gedanken von Gerhard Polt.

Wie gut funktioniert die Arbeit der zahlreichen Bürgermeister und Beteiligten?

Kluge: Die Bürgermeister der Region kennen sich seit jeher gut. Über das Projekt ist das Thema Baukultur und die Notwendigkeit regionaler Zusammenarbeit näher in den Fokus gerückt. Beim monatlichen „Bürgermeisterfrühstück“ wurde der Austausch intensiviert. Das die eine Kommune da aktiver ist als die andere, ist da normal. Die anderen Beteiligten wurden mit unterschiedlichsten Formaten angesprochen: Über Vorträge, Diskussionsrunden, Bürgerversammlungen, studentische Workshops, Spaziergänge. So wurde eine Vielzahl von Akteuren zusammengebracht, die sich auf verschiedensten Wegen in das Projekt einbringen konnten.

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