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Das letzte Wochenende

Abtrieb von der Flötzinger-Alm in Kolbermoor: Warum das Lokal jetzt schließt

Im Sommer 2020 wurde die Flötzinger-Alm an der Rosenheimer Straße in Kolbermoor eröffnet. Foto: riediger
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Im Sommer 2020 wurde die Flötzinger-Alm an der Rosenheimer Straße in Kolbermoor eröffnet.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Vor knapp zwei Jahren wurde das Lokal in der großen Holzhütte an der Rosenheimer Straße eröffnet. Warum jetzt bald Schluss ist.

Kolbermoor – Am Freitag wird das letzte Wochenende der Flötzinger-Alm an der Rosenheimer Straße mit Steckerlfisch eingeläutet. Bis einschließlich Sonntag haben die Bürger noch die Möglichkeit, an diesem Ort Platz zu nehmen und verschiedene Schmankerl zu genießen.

Aus Notlösung wurde Dauereinrichtung

Danach ist das Lokal Geschichte. Die Alm wird abgebaut, da sie wieder für verschiedene Veranstaltungen gebucht wurde, wie Manfred Werner von der Wirtsfamilie Werner erkärt. Die Familie führt die Flötzinger-Alm gemeinsam.

Nach der Demontage geht die Hütte wieder auf Tour. Denn das war bis vor der Corona-Pandemie die eigentliche Bestimmung der Alm: Sie kann für Volksfeste, Hochzeiten, Geburtstage und andere Veranstaltungen gebucht werden und wird am jeweiligen Ort auf- und wieder abgebaut.

Aber von vorne: Im Sommer 2020 wurde die Almhütte an der Rosenheimer Straße 47 a eröffnet. Das war eigentlich aus der Not herausgeboren, da in der Coronazeit keine Volksfeste stattfinden konnten und auch andere Veranstaltungen abgesagt wurden, so Werner.

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Manfred Werner war für die Steckerfische zuständig, die es freitags immer gab.

Die Familie hatte sich damals um einen Platz bemüht, an dem sie die Hütte für eine längere Zeit stehen konnte, um sie als Lokal zu nutzen. Schließlich erfuhren die Werners von einem Areal der Flötzinger Brauerei an der Rosenheimer Straße. Die Familie nahm Kontakt auf: „Sie haben sofort zugesagt und uns den Platz kostenlos zur Verfügung gestellt.“ Seit Sommer 2020 gab es die Alm in Kolbermoor. Der Bau zählt zu den fliegenden Bauten und darf drei Monate aufgebaut sein. Sollte es länger sein, braucht man eine Baugenehmigung – „wie bei einem Wohnhaus“. Die wurde für die Alm erteilt.

„Der Sommer 2020 war bombastisch“, so Werner. Dann folgte coronabedingt und wegen des Lockdowns ein Auf und Ab. Und Werner erzählt, dass die Hütte auch beheizt werden musste, als man nicht öffnen durfte. Andernfalls wären die Wasserleitungen im Winter eingefroren.

Hütte gehtwieder auf Tour

Nun können die Bürger Abschied von der derzeit festinstallierten Alm nehmen: „Für den heutigen Freitag sind wir schon komplett ausgebucht, aber Samstag und Sonntag haben wir noch freie Plätze“, sagt er.

Dann wird die Alm-Hütte binnen zehn Tagen demontiert. Sind Küche, Bar und Co. abgebaut, benötigen fünf Männer zwei Tage, um die Alm in ihre Einzelteile zu zerlegen, erzählt Werner.

Hütte passt in zwei Sattelschlepper

Sie wird dann mit zwei Sattelschleppern zunächst in ein Lager gebracht. Bisher ist die Hütte bereits zehn Mal gebucht, so Werner. dann geht der fliegende Bau wieder auf Reisen.