LESERFORUM

„17000 Kilometer prima fürs Klima“

Zum Bericht „17000 Kilometer auf dem Tacho sind noch zu wenig“ im Lokalteil:

17 000 Kilometer sind prima fürs Klima: 17 000 Kilometer sind, wenn sie auf dem Rad statt mit dem Auto gefahren wurden, keineswegs zu wenig, sondern prima fürs Klima. Seit wann geht es beim Stadtradeln ausschließlich um höher, schneller, weiter? Seit wann geht es für Kolbermoor nur darum, besser als Bad Aibling und Bruckmühl zu sein oder in diesem Jahr mehr Kilometer melden zu können als im letzten?

Dieser Artikel lässt die eigentliche Motivation für die Teilnahme am Stadtradeln völlig vermissen – nämlich eine Gemeinschaftsaktion zum Anlass zu nehmen, um jeden Einzelnen mit Spaß dazu zu bewegen aus seiner Komfortzone rauszukommen und in diesem Fall vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen.

Der Wettbewerbsgedanke ist dabei vielleicht hilfreich, sollte aber nicht im Vordergrund stehen.

Und wenn nach der Radl-Aktion der ein oder andere den neu gewonnenen Schwung ausnutzt und für seine täglichen Kurzfahrten auch weiterhin vom Auto aufs Fahrrad umsteigt, dann ist für Kolbermoor, seinen Verkehr und seine Luft mehr gewonnen, als wenn es im Städtevergleich die Nase vorn hat.

Helga Butz

Kolbermoor

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