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Nach schwerem Auffahrunfall auf A8: Neun Verletzte – davon einer schwer

Rückstau wohl noch bis in den Abend

Nach schwerem Auffahrunfall auf A8: Neun Verletzte – davon einer schwer

A8/Rosenheim – Am Sonntagvormittag (3. Juli) ist es auf der A8 München Richtung Salzburg zwischen …
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Nein, es sind keine Ufos

Lichterketten für besseres Internet - Satelliten von SpaceX auch in der Region zu sehen

Eine Lichterkette zieht sich über den Nachthimmel über Aschau.
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Eine Lichterkette zieht sich über den Nachthimmel über Aschau.
  • Alexandra Schöne
    VonAlexandra Schöne
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Hell leuchtende Punkte, dicht an dicht, ziehen sich über den Nachthimmel über Aschau. Sie formen eine gerade Linie, wirken wie eine Kette. Bei manchen Menschen lösen solche Bilder Schnappatmung aus. Sind etwa Ufos über den Chiemgau geflogen?


Aschau - Die für Ufo-Fanatiker wohl enttäuschende Antwort: Nein. Es handelt sich dabei um sogenannte Starlink-Satelliten. Aschaus Tourismus-Chef Herbert Reiter hat die Lichterperlen am Freitagmorgen am Himmel über Aschau entdeckt und sie mit der Kamera festgehalten.

Ins Weltall befördert hat die Satelliten das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk. Seit 2019 läuft das Projekt. Am 2. Februar befanden sich laut SpaceX 1868 Satelliten im Weltraum. Sie kreisen in einer Höhe von rund 540 Kilometern. Einer wiegt rund 260 Kilogramm. Die Satelliten sollen in einer erdnahen Umlaufbahn Hochgeschwindigkeits-Internet für die ganze Welt generieren. Besonders soll das für Regionen möglich sein, in denen Zugang zu einer Internetverbindung unzuverlässig oder gar nicht verfügbar ist, heißt es vonseiten des Unternehmens.

Satelliten leuchten hell

Astronomen sehen das Projekt kritisch. So auch Dr. Michael Rappenglück, Zweiter Vorsitzender des Forschungsfördervereins Chiemgau Impakt. Der Verein untersucht das südostbayerische Meteoritenkrater-Streufeld. „Wir schauen besorgt auf das, was Elon Musk macht“, sagt der Astronom. „Starlink ist eine totale Verschmutzung des Erdorbits.“ Dazu gehöre auch die Gefahr, dass die Satelliten mit anderen künstlichen Raumkörpern kollidieren. Denn im All befänden sich schon Tausende Trümmerteile.

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Zu sehen seien die Lichterperlen theoretisch jeden Tag. Weil sie relativ hell leuchten, seien sie mit bloßem Auge gut erkennbar. Es muss aber besonders dunkel am Himmel sein. Deshalb sind Rappenglück zufolge die Stunden vor der Morgendämmerung und nach der Abenddämmerung besonders günstig.

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SpaceX befördert kontinuierlich weitere Satelliten ins All. Elon Musk hat viel vor. „SpaceX hat bis 2027 eine befristete Genehmigung, 12 000 Satelliten ins All zu befördern“, sagt Rappenglück. „Und es gibt weitere Anträge für bis zu 30 000 Stück.“

Satelliten „extrem störend“

Für ihn ist das ein Wahnsinn. Astronomen wie er machen Bilder von Galaxien, um sie zu erforschen. Das kann manchmal mehrere Stunden dauern. Währenddessen fliegen laut Rappenglück immer wieder Lichterketten durch die Fotografien, die Starlink-Satelliten. Das sei „extrem störend“, und man könne sie nur schwer aus den Aufnahmen tilgen. „Astronomen ärgern sich enorm darüber. Die Wissenschaft wird behindert.“ Auch Petitionen gegen das Starlink-Programm wurden deshalb schon gestartet.

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