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Kaspar Öttl gibt Regentschaft ab

Aschau - «In anderen Gemeinden müssen die Faschingsgarden die Rathäuser stürmen, wir erhalten ohne Gewalt die Schlüssel zu Rathaus und Kasse, wir werden ins Rathaus eingeladen und sind dort stets willkommen», sagte Daniela Max, die Präsidentin der Aschauer Faschingsgilde beim Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde in der Festhalle Hohenaschau.

«Das Rathaus ist in guten Händen», sprach Aschaus regierender Bürgermeister Kaspar Öttl, «doch bringt mir die Schlüssel rechtzeitig zurück, ein paar andere möchten sie nach dem 2. März auch gerne haben». So überreichte er seiner Tollität Prinz Toni IV., vom Schloss der Gendarmen und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Barbara I., vom funkelnden Steuerpalast, beim Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde in der Festhalle Hohenaschau freiwillig die Schlüssel zum Rathaus. Beide werden in den kommenden, kurzen närrischen Wochen über Aschau und das weite Umland bis hinein nach Sachrang regieren. Seit 23 Jahren übergibt Kaspar Öttl - im Austausch gegen einen Orden und ein Bussi von der Prinzessin - den Rathausschlüssel beim ersten großen Aschauer Faschingsball an das amtierende Prinzenpaar und hat ihn, die Gemeindekasse und die Verantwortung für die Gemeinde nach den tollen Tagen noch jedes Mal unbeschadet zurückerhalten.

Die Aschauer Festhalle, phantasievoll dekoriert und mit zahllosen flackernden Kerzen erleuchtet, war beim 34. Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde gut besucht. Die Ballbesucher erlebten ein ganz in blau gekleidetes Prinzenpaar, das zu den Klängen des Walzers von der «Schönen blauen Donau» einen gefühlvollen Prinzenwalzer und einen temperamentvollen Showtanz zeigte. Vor dem Prinzenwalzer zeigte die Aschauer Prinzengarde in ihren neuen Monturen - zur Freude der Damen und zum Entzücken der Herren auf den vorderen Plätzen - den «Gardemarsch 2008», einstudiert von den drei ehemaligen Prinzessinnen Andrea Schuster, Elisabeth Scheck und Michaela Noichl. Hofmarschall Sebastian Bichler führte durch den langen Abend und war durch nichts aus seinem Nicht-Konzept zu bringen.

Prinz Toni IV. war als Faschingsneuling mit seinen Aufgaben als Herrscher über den Aschauer Fasching mit den Gepflogenheiten bisher noch nicht ganz vertraut; doch nach dem glanzvollen Krönungsball mit dem wunderschönen gelungenen Prinzenwalzer, den tausend Ordensverleihungen und ebenso vielen Bussis links und rechts, dürfte ihn künftig nichts mehr erschüttern. Ihre Lieblichkeit Prinzessin Barbara kommt aus der sturmerprobten Aschauer Garde. Sie kennt damit alles rund um den Fasching, das Lächeln, die Auftritte und das Repräsentieren. Seit August haben beide in der Tanzschule Kesmarki in Rosenheim ihren Prinzenwalzer und den Showtanz geprobt.

Ebenfalls seit August üben bereits die zwölf Gardistinnen auf ihren großen Auftritt hin. Unter dem Kommando von Gardemajor Karin Ramsauer haben sich mit Elisabeth Angerer, Franziska Hamberger, Kathi Bauer, Katja Steiger, Marianne Beeker, Marianne Riepertinger, Sandra Hamberger, Monika Ruhsamer, Marina Hamberger, Niki Hirner, Marina Steiger und Marie Stockmeier wieder ein Dutzend Mädchen in der ruhmreichen Aschauer Garde zusammengefunden. Andrea Schuster Elisabeth Scheck und Michaela Noichl exerzierten mit den zwölf Mädchen den «Gardemarsch 2008» und studierten den Showtanz «Engel und Teufel» ein.

Das letztjährige Prinzenpaar Prinz Bernhard I., funkelnde Hoheit von der Dachstuhlburg und ihre Lieblichkeit Prinzessin Elisabeth III., glitzernde Discoqueen vom Pferdeschloss übergab seinen Nachfolgern die Insignien der Macht über die Faschingsgilde. Beide wünschten viel Glück zu ihrer Aufgabe, den Menschen in den kommenden Wochen Freude zu bringen. Mit einem Ausschnitt aus ihrem Prinzenwalzer vom vergangenen Jahr verabschiedeten sie sich vom Aschauer Publikum.

Die beiden Aschauer Bürgermeisterkandidaten Siegfried Loer und Werner Weyerer mussten bei der Aschauer Wertung der Sendung «Wer wird Bürgermeister» zeigen, ob sie beim bundesweiten Wettbewerb Chancen im Bereich des Wissens um Aschau hätten. «Welche Farbe hat die Gondel Nummer 49 der Kampenwandseilbahn», diese Frage hätten auch bei Günter Jauch nur absolute Insider beantworten können.

Mit einem Walzer der Prinzessin nahm die Faschingsgilde Abschied von Bürgermeister Kaspar Öttl, der 24 Jahre lang alle Inthronisationsbälle besucht und sich stets für die kniffligen Bürgermeistereinlagen der Gilde zur Verfügung gestellt hatte.

Die Band «Einfach so» spielten den Aschauern nach der Inthronisation und den obligatorischen Ordensverleihungen in der Festhalle noch zum Tanz auf und so endete der Ball für manche Ballbesucher früher, für manche aber viel später.

reh

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