News-Ticker zur Corona-Pandemie

Klinik: Corona-Patienten im Schnitt zwei Wochen auf Intensivstation - schwerste Fälle bis zu 60 Tage

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Symbolbild Klinik.
  • Martina Hunger
    vonMartina Hunger
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  • Martin Weidner
    Martin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 25. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 129,0, Landkreis Rosenheim 118,2, Landkreis Traunstein 135,9 , Landkreis Berchtesgadener Land 209,6, Landkreis Mühldorf 172,6, Landkreis Altötting 128,2 (Quelle/Stand: RKI, 25. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2688, Landkreis Rosenheim 9834, Traunstein 6727, Berchtesgadener Land 3727, Mühldorf 3999, Altötting 3437 (Quelle/Stand: RKI, 25. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 49, Landkreis Rosenheim 385, Traunstein 174, Berchtesgadener Land 82, Mühldorf 99, Altötting 136 (Quelle/Stand: RKI, 25. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 52.087 Todesfälle in Deutschland (9671 in Bayern)
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.15 Uhr - Klinik: Corona-Patienten im Schnitt zwei Wochen auf Intensivstation

Schwer kranke Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, bleiben laut München Klinik im Schnitt mehr als zwei Wochen auf der Intensivstation. Die Verweildauer dort betrug laut Mitteilung vom Montag im Schnitt 15,5 Tage. Bei anderen Patienten liege diese Zeit bei vier Tagen. Das zeige, wie aufwendig die intensivmedizinische Versorgung von Covid-19-Patienten im Vergleich zu anderen Krankheitsbildern sei. An dem bundesweit zweitgrößten kommunalen Klinikum waren vor einem Jahr die ersten Corona-Patienten Deutschlands behandelt worden.

Seitdem wurden an der München Klinik rund 2000 Covid-19-Patienten versorgt, davon rund 450 auf der Intensivstation. Schwerste Fälle blieben bis zu 60 Tage oder länger in der Klinik.

Vor einem Jahr waren die ersten Patienten mit fast durchweg leichten Symptomen in die Klinik gekommen, alle Mitarbeiter der Firma Webasto. Die Patienten seien nur leicht erkrankt in der Klinik gewesen, „schauten Fußball und langweilten sich viel“, wie der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in Schwabing, Clemens Wendtner, sagt. „Wir behandeln sonst schwerkranke Menschen, wer würde schon mit erhöhter Temperatur oder Halsweh einen Monat lang ins Krankenhaus gehen?“ In 80 Prozent der Fälle müssten Infizierte nicht ins Krankenhaus. Die Webasto-Patienten hätten damals aber geholfen, das Virus besser zu verstehen.

„Glücklicherweise wissen wir heute mehr über die Erkrankung als noch im Frühjahr und können den Menschen dadurch besser und schneller helfen“, sagt Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Die Impfung ist ein wichtiger Schritt. Dann habe ich Hoffnung, dass wir nächstes Jahr nicht den zweiten Jahrestag begehen müssen.“

Update, 19.35 Uhr - Wie geht es weiter? Kabinett berät am Dienstag mit Experten über Corona-Mutation

Die neue Corona-Mutation bringt neue Risiken mit sich. Die Variante aus Großbritannien scheint deutlich ansteckender zu sein. Besonders über dieses Thema berät das bayerische Kabinett am Dienstag um 10 Uhr - wie üblich per Video. Diesmal sollen auch mehrere Experten zugeschaltet werden, darunter der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner. Die Sorge vor einer Ausbreitung der britischen Mutation des Coronavirus, die inzwischen als deutlich ansteckender gilt, wird dieses mal im Zentrum stehen.

Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Sozialministerin Carolina Trautner (alle CSU) wollen im Nachgang über die Ergebnisse, Erkenntnisse und die Bedeutung für die weitere Corona-Politik informieren. Die Erstattung von Kita-Gebühren, wenn Eltern ihre Kinder wegen des Corona-Lockdowns nicht betreuen lassen, könnte auch thematisiert werden.

Update, 17.12 Uhr - Corona-Kontrollen: Polizeipräsidium Oberbayern Süd zieht erste Bilanz

Auch im neuen Jahr haben die Auswirkungen und Einschränkungen der Corona-Pandemie weite Teile des öffentlichen Lebens im Griff. Das Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zieht für die ersten Wochen des Jahres 2021 eine erste Bilanz.

Rund 28.500 Polizeikontrollen (Stand 25. Januar) wurden im Rahmen der Überwachung der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung anlässlich der Corona-Pandemie vom 1. Januar 2021 bis zum Morgen des heutigen Montag, 25. Januar 2021 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd durchgeführt.

+++ovb24.de hat zu diesem Thema einen Extra-Beitrag verfasst+++

Update, 16.45 Uhr - Holetschek hält statt Söder Corona-Regierungserklärung im Landtag

Premiere für Gesundheitsminister Klaus Holetschek: Er wird statt Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU) die für diesen Mittwoch geplante Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag halten.

Das verlautete am Montag aus Regierungskreisen. Für Holetschek ist es nach nicht einmal drei Wochen im Amt die erste Regierungserklärung. In den vergangenen Monaten hatte stets Söder die Corona-Politik der Staatsregierung im Landtag erläutert.

Update, 16.16 Uhr - 71 Neuinfektionen und ein Todesfall im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1238 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 135,9. Seit der letzten Pressemitteilung am 22. Januar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 71 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 6730 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 5318 Personen (133 Personen mehr seit der Meldung vom 22. Januar). Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine 73-jährige Frau.

Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 174 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 60 COVID-19-Patienten behandelt, davon 47 auf der Normalstation und 13 auf der Intensivstation.

Update, 15.45 Uhr - 40 neue Corona-Fälle und ein Todesfall im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag 40 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich drei Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 3.727 (Meldestand RKI: 25. Januar, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 209,6 (Stand: 25. Januar, 0 Uhr).

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen 74-jährigen Mann. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 82.
 

Update, 14.39 Uhr - Ausflugsverbot im Landkreis Miesbach aufgehoben

Im oberbayerischen Landkreis Miesbach sind von Dienstag an touristische Ausflüge für Besucher aus anderen Gegenden wieder erlaubt. Angesichts der weiter niedrigen Corona-Zahlen werde die entsprechende Allgemeinverfügung aufgehoben, teilte das Landratsamt am Montag mit. Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 70. Der Landkreis mit Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee zählt zu den beliebten Naherholungszielen unter anderem der Münchner. Aber auch aus anderen Gegenden kommen Besucher gerne.

Der 15-Kilometer-Bewegungsradius für Bewohner des Landkreises galt bereits seit Samstag nicht mehr. Die Beschränkung war nach den landesweiten Vorgaben am 11. Januar automatisch in Kraft getreten, als in dem oberbayerischen Landkreis die Inzidenz über 200 stieg. Drei Tage später setzte Landrat Olaf von Löwis (CSU) auch das Verbot für touristische Ausflüge in Kraft, das damit gekoppelt werden kann. Auch mehrere andere Landkreise verhängten Ausflugsverbote, etwa der Landkreis Berchtesgadener Land.

Update, 13.35 Uhr - Polizei muss in München mehrere Partys auflösen

Am Wochenende (von Freitag, 22. Januar, bis Montag, 25. Januar, jeweils 6 Uhr) führte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis über 3800 Kontrollen bezüglich der Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln durch. Dabei gab es rund 250 Anzeigen, wobei auch 65 Verstöße gegen die bestehende nächtliche Ausgangssperre festgestellt wurden.

Ein Einsatzschwerpunkt bildeten dabei verbotene Partys. Am späten Freitagabend waren mehrere Notrufe eingegangen, wonach im Stadtteil Hasenbergl eine lautstarke Feier in einer Wohnung stattfinden würde. Vor Ort stellten die Beamten gegen 23.45 Uhr acht Personen fest, die aus vier unterschiedlichen Haushalten stammten. Die Personen im Alter zwischen 16 und 46 Jahren konsumierten Alkohol, hörten laute Musik, trugen keine Masken und hielten keine Abstände zueinander ein. Es gab entsprechende Anzeigen. Die Party wurde beendet, die haushaltsfremden Personen nach Hause geschickt.

In der Nacht auf Sonntag meldete ein Zeuge dann via Notruf mehrere Personen im Keller eines Lokals im Stadtteil Untersendling. Da zunächst auch ein Einbruch nicht ausgeschlossen werden konnte, rückte die Polizei mit insgesamt zehn Streifen an. Vor Ort wurden gegen 0.25 Uhr dann zehn Personen festgestellt, die unterschiedliche Wohnsitze hatten bzw. wohnsitzlos waren und dort eine Party feierten. Auch hier gab es entsprechende Anzeigen. Eine 18-Jährige bekam noch eine weitere Anzeige obendrauf, nachdem sie einen Polizisten sittlich abwertend beleidigt hatte. Alle Beteiligten erhielten Platzverweise.

Update 12.29 Uhr -  „Bürgerkrieg”: Niederlande geschockt von Corona-Krawallen

Am Tag nach den schweren Krawallen von Gegnern der Corona-Maßnahmen in den Niederlanden bieten viele Städte ein Bild der Verwüstung. Straßen und Plätze sind besät mit Glasscherben, ausgebrannten Autos und Steinen. In mehr als zehn Städten im Land waren am späten Sonntagabend Proteste gegen die Corona-Maßnahmen und Ausgangssperren eskaliert. Die Polizei sprach von den schlimmsten Krawallen in 40 Jahren und rechnet mit weiteren Unruhen in den kommenden Tagen. Bislang wurden rund 3000 Personen festgenommen.

Anti-Corona-Proteste erschüttern Holland.

Über die sozialen Netzwerke war zu Protesten gegen die Ausgangssperre aufgerufen worden. Die Polizei geht in ersten Analysen davon aus, dass unterschiedliche Gruppierungen sich an der Gewalt beteilig hatten. Dazu gehörten Corona-Leugner, Fußball-Hooligans und Neo-Nazis. Am Samstagabend war erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Besonders heftig waren die Krawalle in Eindhoven, im Osten des Landes. Der Bahnhof wurde demoliert, Läden geplündert. “Hooligans kamen aus allen Ecken des Landes, sie hatten sich über die sozialen Medien verabredet”, sagte der Bürgermeister von Eindhoven, John Jorritsma. “Wenn man auf diese Weise das Land in Brand steckt, dann ähnelt das einem Bürgerkrieg.”

Update, 12.05 Uhr - Landkreis Altötting meldet 21 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 21 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3444 Personen (Stand: 24. Januar, 14 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befindet sich auch eine 15-jährige Person aus Burghausen. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 128,2.

Update, 11.34 Uhr - Verschärfte Testpflicht führt zu langen Staus an Grenzübergängen

Wegen der verschärfen Einreiseregeln für Berufspendler aus Tschechien haben sich am frühen Montagmorgen bereits Fahrzeuge an den Grenzübergängen in der Oberpfalz gestaut, in Oberfranken lief es zunächst ruhig ab. Ein Polizeisprecher aus Oberfranken berichtete von einem ruhigen Start an der Station Schirnding (Landkreis Wunsiedel). Die Station sei seit 5 Uhr in Betrieb und es habe zunächst keine Verkehrsbehinderungen gegeben. „Ich gehe davon aus, dass sich die meisten Pendler bereits am Wochenende haben testen lassen und demnach kein Problem haben”, sagte der Sprecher. Die Berufspendler dürfen mit einem höchsten 48 Stunden alten, negativen Test einreisen.

Anders sah es am Morgen an den Stationen in der Oberpfalz aus: In Waldmünchen (Landkreis Cham) standen etwa 300 Fahrzeuge, in Furth im Wald (Landkreis Cham) um die 400, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Anzahl der Fahrzeuge und damit der Stau „baut sich gerade erst auf”, so der Sprecher am Morgen. Der Rückstau reichte am frühen Morgen bereits bis nach Tschechien hinein.

Update, 10.59 Uhr - 16 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 24. Januar 16 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 25. Januar 2021, 0 Uhr).
Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 270 aktive FälleDie 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 25. Januar 2021, 0 Uhr) bei 172,6.

Update, 10.11 Uhr - 7-Tage-Inzidenzen in Region (moderat) gestiegen

Corona-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 25. Januar 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen sind in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag überall (moderat) gestiegen. Sowohl Stadt (von 127,5 auf 129,0) als auch Landkreis Rosenheim (von 115,6 auf 118,2) meldeten steigende Werte. Auch in den Kreisen Traunstein (von 131,4 auf 135,9), Berchtesgadener Land (von 203,9 auf 209,6), Mühldorf (von 168,3 auf 172,6) und Altötting (von 123,7 auf 128,2) zogen die Inzidenzen an.

Die Zahl der Todesfälle hat sich hingegen nur um zwei Fälle erhöht - und zwar um je einen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land. Näheres zu Alter und/oder Wohnort der Opfer wurde bislang nicht bekannt.

Update, 9.21 Uhr - Zwei Schwerverletzte nach Corona-Party in Schwaben

Die bayerische Polizei hatte in verschiedenen Regierungsbezirken am Wochenende alle Hände voll zu tun, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu gewährleisten. In Weißenhorn in Schwaben (Landkreis Neu-Ulm) gab es sogar zwei Schwerverletzte. Die Betroffenen waren aus einem Fenster im zweiten Stock eines Wohnhauses gesprungen, um vor der Polizei zu flüchten. Diese war gerufen worden, nachdem dort eine verbotene Corona-Party gemeldet worden war. Insgesamt stellten die Beamten 13 Teilnehmer aus unterschiedlichen Haushalten fest. Alle Teilnehmer, auch die beiden schwerverletzten Männer, die offene Brüche erlitten hatten, erhielten entsprechende Anzeigen.

Weitere verbotene Feiern gab es auch in Weiden, Schwandorf (Oberpfalz), Memmingerberg, Röfen (Schwaben), Deggendorf und Egglham (Niederbayern). Im Norden von Regensburg (Oberpfalz) musste die Polizei sogar ein ganzes Haus umstellen, nachdem Partygäste auch dort versucht hatten, mit Sprüngen aus Fenstern im zweiten Stock zu flüchten. Weitere Partygäste versuchten über das Treppenhaus zu entkommen - jedoch vergeblich. Auch diese „Veranstaltung“ wurde aufgelöst und auch hier gab es entsprechende Anzeigen. Besonders dreist war eine Dame in Forchheim (Oberfranken). Sie feierte ihren 28. Geburtstag mit mehreren Gästen - direkt gegenüber der Polizeiinspektion.

Update, 8.24 Uhr - 300 Querdenker marschieren trotz Ausgangssperre durch München

Am Sonntagabend, 24. Januar, marschierten - trotz Ausgangssperre - rund 300 Anhänger der sogenannten „Querdenker“-Bewegung auf der Ludwigstraße bei einer grundsätzlich genehmigten Demonstration durch München. Die Teilnehmer protestierten zwischen 20 Uhr und 22.15 Uhr gegen die derzeit geltenden Corona-Regeln. Vor dem Verwaltungsgerichtshof stellten sich die Beschränkungs-Gegner auf, skandierten etwa „Söder muss weg!” Insgesamt nahmen rund 100 Menschen mehr an der Demonstration teil, als vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof genehmigt worden waren. Das Gericht hatte mit der Genehmigung das Demonstrationsrecht über den Gesundheitsschutz der Bevölkerung gestellt.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot von rund 500 Beamten im Einsatz, unter anderem um die Einhaltung der Maskenpflicht zu kontrollieren. Dabei kam es nach Polizeiangaben zu vereinzelten Verstößen. Zudem wurde eine Person wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt. Eine weitere Person verteilte Flyer an Fahrzeugen und wurde nach dem Straßen- und Wegegesetz angezeigt. Zudem gab es einen Ausschluss von der Versammlung und eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht. Eine Gegenveranstaltung mit rund 35 Teilnehmern verlief nach Polizeiangaben störungsfrei.

Update, 7.03 Uhr - Ab sofort droht FFP2-Maskenmuffeln hohe Geldstrafe

Seit Mitternacht ist die Kulanzwoche bei der FFP2-Maskenpflicht vorbei. Seither drohen in öffentlichem Nahverkehr und Geschäften in Bayern 250 Euro Bußgeld, wenn Fahrgäste oder Kunden nicht eine solche oder mindestens gleichwertige Maske aufsetzen. Die bayerische Polizei wird nach Angaben aus dem Innenministerium die Einhaltung der Maskenpflicht im Nahverkehr „verstärkt kontrollieren“ - zudem soll es auch Kontrollen der Betreiber geben. Die Bußgelder dürfen allerdings nur von der Polizei oder Ordnungsdiensten verhängt werden.

In der ersten Woche der Maskenpflicht sei die neue Regelung bereits von den allermeisten Kunden und Fahrgästen befolgt worden, wie Betreiber und Verbände versicherten. Die neue Regelung hat teilweise zu erhöhten Preisen für FFP2-Masken und Engpässen in einzelnen Geschäften geführt. Die Versorgung sei aber gesichert, versicherten Innenministerium, Handelsverband und Apothekerverband zuletzt.

RKI meldet 6729 neue Fälle und 217 Tote

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6729 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 217 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet (Stand: 25. Januar, 0 Uhr). Vergangenen Montag hatte das RKI 7141 Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen zudem meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten (News-Ticker Sonntag, 24. Januar).

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.141.665 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 52.087. In Bayern kamen 88 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 9671). Etwa 1.823.500 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,01 (Stand: 24. Januar; Vortag: ebenfalls 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mh/dpa

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