News-Ticker zur Corona-Pandemie

Sieben-Tage-R-Wert in Deutschland steigt wieder über 1 - Bundeswehr unterstützt Landkreis Rosenheim

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  • Benjamin Schneider
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 19. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 36,2, Landkreis Rosenheim 51,7, Landkreis Traunstein 85,2, Landkreis Berchtesgadener Land 88,7, Landkreis Mühldorf 75,9, Landkreis Altötting 73,5 (Quelle/Stand: RKI, 19. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2822, Landkreis Rosenheim 10.398, Traunstein 7336, Berchtesgadener Land 4225, Mühldorf 4476, Altötting 3811 (Quelle/Stand: RKI, 19. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 52, Landkreis Rosenheim 421, Traunstein 190, Berchtesgadener Land 90, Mühldorf 120, Altötting 159 (Quelle/Stand: RKI, 19. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 67.206 Todesfälle in Deutschland (12.042 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.51 Uhr - Bayern setzt Sonntagsfahrverbot für Lkw bis Ende Februar aus

Lastwagen ab 7,5 Tonnen dürfen in Bayern vorübergehend auch an Sonn- und Feiertagen unterwegs sein. Das Fahrverbot werde bis einschließlich 28. Februar ausgesetzt, teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag mit.

Ziel sei es, die Transportlogistik zu unterstützen und „für funktionierende Lieferketten und Warenströme zu sorgen“. Geschäfte und Firmen müssten bestmöglich mit Waren beliefert werden.

Hintergrund sind laut Herrmann die derzeitigen Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol. Verzögerungen entstünden beispielsweise, wenn Lastwagen-Fahrer den erforderlichen negativen Corona-Testnachweis nicht dabei hätten oder die digitale Einreiseanmeldung fehle.

Update, 21.08 Uhr - Coronavirus-Verbreitung: R-Wert wieder über 1

Die sogenannte Reproduktionszahl des Coronavirus liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Deutschland erstmals seit längerem wieder über der Schwelle von 1.

Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert in seinem täglichen Lagebericht am Freitagabend mit 1,01 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken.

Liegt der R-Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik. Laut den RKI-Lageberichten lag der R-Wert zuletzt über mehrere Wochen teils deutlich unter 1. Noch am Mittwoch gab ihn das RKI mit 0,85 an.

Experten hatten befürchtet, dass das Infektionsgeschehen aufgrund der weiten Verbreitung von ansteckenderen Corona-Varianten wieder an Fahrt aufnehmen könnte. „Es besteht durch das Auftreten verschiedener Virusvarianten ein erhöhtes Risiko einer erneuten Zunahme der Fallzahlen“, schrieb das RKI am Freitag im Lagebericht.

Update, 20.17 Uhr - Bundeswehr unterstützt Landkreis Rosenheim am Schnelltestzentrum an der A93

Die Bundeswehr unterstützt den Landkreis Rosenheim ab sofort bei den Testungen am Corona-Schnelltestzentrum an der Rastanlage Inntal-Ost an der A93.

Damit kann ein Großteil der Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen vor Ort abgelöst werden, die das Testzentrum am vergangenen Samstag und Sonntag in kürzester Zeit aufgebaut und bisher betrieben haben. Neben dem BRK waren beim Aufbau der Teststation auch das THW, Feuerwehren, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Ambulanz Rosenheim sowie die Bergwacht beteiligt.

Die Hilfsdienste in der Region leisten seit Beginn der Pandemie eine unglaubliche Arbeit. Doch auch sie stoßen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, darum haben wir Unterstützung bei der Bundeswehr angefordert“, sagte Stefan Forstmeier, Leiter des Sachgebiets öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Rosenheim.

Die insgesamt 30 Kräfte der Bundeswehr, darunter zehn Sanitäter, wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BRK Kreisverbandes Rosenheim, der Ambulanz Rosenheim, der Wasserwacht und der DLRG, die bisher die Schnelltestungen durchführen, bereits in die zu übernehmenden Aufgaben eingewiesen.

Das Corona-Schnelltestzentrum an der Inntalautobahn ist ein Back-up für die Grenzkontrollen. Hier werden nur Personen getestet, die einreiseberechtigt sind, aber bei der Einreise keinen Corona-Test vorweisen können. Es gibt hier nicht die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren, um sich testen zu lassen.

Seit Beginn des Betriebes des Corona-Schnelltestzentrums an der A93 am Sonntag wurden bis Donnerstagabend 1.132 Corona-Schnelltests durchgeführt. Allein am Donnerstag waren es 175 Testungen. Nur in einem Fall war das Testergebnis bisher positiv.

Update, 19.01 Uhr - Testpflicht bei Ausreise aus Tirol wird um zehn Tage verlängert

Die Corona-Testpflicht bei der Ausreise aus dem österreichischen Bundesland Tirol wird um zehn Tage bis 3. März verlängert.

Das habe das Gesundheitsministerium entschieden, teilte das Land am Freitag mit. Seit 12. Februar müssen alle Ausreisenden wegen der in Tirol vermehrt aufgetretenen Südafrika-Variante des Coronavirus einen negativen Coronatest vorweisen, wenn sie in die angrenzenden Bundesländer Salzburg und Vorarlberg oder nach Deutschland wollen.

An den 44 Kontrollstellen wurden in der ersten Woche laut Polizei knapp 100.000 Reisende kontrolliert. Fast 2000 Personen wurde die Weiterfahrt untersagt, weil sie keinen gültigen Coronatest bei sich hatten. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Es drohen Strafen von bis zu 1450 Euro. Ausgenommen von der Testpflicht ist die Durchreise ohne Zwischenstopp. Auch Kinder bis zu zehn Jahren brauchen keinen Test.

Die Corona-Situation in Tirol ist weiterhin stabil. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 73. Das ist der zweitbeste Wert unter den Bundesländern in Österreich.

Update, 18.25 Uhr - Acht neue Covid-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 18. Feburar acht weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 4 Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation.

Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut bei 88,7 (Stand: 19.02.2021, 0 Uhr).

Von den insgesamt 4.225 Covid-19-Fällen sind mittlerweile 3.962 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 173 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis, davon 19 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 94 neue Covid-19-Fälle.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 30 Covid-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden drei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 17.48 Uhr - Zehn neue bestätige Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 18. Februar zehn neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 19. Februar 2021, 0 Uhr).

Im Landkreis Mühldorf liegen damit insgesamt 4.464 bestätigte Fälle vor. Bislang wurden insgesamt fünf Fälle der britischen Virus-Mutation und zwei Fälle der südafrikanischen bzw. brasilianischen Mutation im Screening-Test gefunden.

4.196 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 148 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 120. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 19. Februar 2021, 3.10 Uhr) bei 75,9.

Mit Stand 18. Februar sind im Landkreis Mühldorf a. Inn 4.901 Personen mindestens einmal geimpft, davon 1.704 in den Alten- und Pflegeheimen und 3.197 im Impfzentrum. 2.795 Personen haben bereits die 2. und damit abschließende Impfung erhalten.

Update, 17.05 Uhr - 26 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein gemeldet

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 590 aktive Covid-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 85,2.

Seit der letzten Pressemitteilung am 18. Februar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 26 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 7358 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 6578 Personen (11 Personen mehr seit der Meldung vom 18.Februar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 190 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 26 Covid-19-Patienten behandelt, davon 19 auf der Normalstation und sieben auf der Intensivstation.

Update, 16.35 Uhr - Söder wirbt für „Öffnungsmatrix“ - Chance für Osterurlaub

Trotz der aktuell unklaren Perspektiven in der Corona-Krise wegen Virusmutationen sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder noch Chancen für einen Osterurlaub in diesem Jahr. „Ostern ist noch völlig offen. Der Osterurlaub entscheidet sich in den nächsten drei Wochen“, sagte der CSU-Chef am Freitag nach einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und 96 bayerischen Kommunalpolitikern. Wer es jetzt sehr überstürze, „der gefährdet den Osterurlaub mehr als jemand, der es jetzt etwas langsamer angehen lässt“. Bei der Konferenz von Bund und Ländern am 3. März könne dies besser eingeschätzt werden.

Derzeit sei Deutschland in einer „hochsensiblen Phase“ der Pandemie, sagte Söder. Es sei eine Gratwanderung zwischen Sorgen und Wünschen. Es zeige sich, dass die Infektionszahlen aktuell nur noch leicht sinken würden, zugleich aber der Anteil der nachgewiesenen Infektionen mit Virusmutationen steil steige.

Die Politik dürfe deshalb nicht „irgendwelchen kurzfristigen Stimmungen“ nachgeben, sondern müsse weiter sorgfältig vorgehen, betonte Söder. „Wir brauchen eine intelligente Öffnungsmatrix, keinen starren Stufenplan, aber eine Öffnungsmatrix, die ein breites Instrumentarium bietet, um entsprechend zu reagieren.“ Hierzu zähle ausdrücklich auch die Option, auch bei Verschlechterungen schnell reagieren zu können.

Dies beinhalte auch die Möglichkeit für regionale Differenzierungen, wenn die jeweiligen Infektionszahlen deutlich auseinander lägen. In jedem Fall müsse durch eine kluge Steuerung verhindert werden, dass es zu einem Shopping-Tourismus komme, bei dem auch Menschen aus Hotspots in andere Kommunen fahren. Im Handel seien hierfür etwa Öffnungskonzepte mit kleinen Quadratmeterzahlen pro Kunde oder Terminvergaben an Kunden denkbar.

Update, 15.25 Uhr - Party trotz Corona - Polizisten verletzt, mutmaßlicher Dealer in Haft

Trotz Corona haben mehrere Jugendliche mit Alkohol und lauter Musik an einem Bolzplatz in Nürnberg gefeiert. Bei einer Kontrolle seien zwei Beamte durch Pyrotechnik verletzt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Auch in Freising fand eine illegale Party statt, einer der Feiernden ist nun in Untersuchungshaft.

Die Feier mit etwa 20 Jugendlichen in Nürnberg beobachtete ein Fußgänger am Donnerstag. Als die Beamten eintrafen, ergriffen mehrere Feiernde die Flucht. 13 Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren wurden kontrolliert.

Als Beamte die Tasche eines 13-Jährigen durchsuchten, sei ein Abschussgerät für Pyrotechnik losgegangen. Aus einer Kartusche sei ein „blitzartiger Flammstrahl mit einem Schallimpuls von etwa 150 Dezibel“ entwichen, sagte ein Sprecher der Polizei. Zwei 22-jährige Beamte mussten demnach ärztlich behandelt werden, einer der beiden kann noch nicht wieder arbeiten.

Schon am Samstag feierten etwa 25 Personen in einer Wohnung in Freising eine illegale Party. Dabei stellten Polizisten ein halbes Kilo Drogen sicher, darunter rund 140 Gramm Marihuana. Zudem fanden die Beamten bei einem 32-Jährigen ein Kampfmesser und 1000 Euro Bargeld. Der mutmaßliche Drogendealer ist nun in Untersuchungshaft.

Pressekonferenz nach dem Kommunalgipfel:

Update, 13.46 Uhr - Hoffnung in Bayern, aber es bleiben Sorgen

Es gibt Hoffnung in Bayern, aber es bleiben Sorgen. „Die Zahlen sinken, aber nur noch leicht - umgekehrt steigt die Mutation, dafür steil“, fasst Söder zusammen. Man dürfe jetzt keinen kurzfristigen Stimmungen nachgeben, sondern man müsse sorgfältig vorgehen.

„Das was wir tun in den nächsten Wochen, soll auch für Monate gelten. Und das was wir tun, soll belastbar und nicht planlos sein. Und das was wir tun, soll nicht dazu führen, dass wir drei Wochen später wieder alles umkehren und von vorne anfangen müssen“, erklärt Söder. Er wolle jetzt nichts verspielen und einen möglichen dritten Lockdown riskieren. Darüber seinen sich alle einig und für diese Ziel gelte es jetzt zu kämpfen.

Update, 13.40 Uhr - Keine Aussichten für Gastronomie

Man wolle keinen „starren Öffnungsplan, sondern flexible Strategien“ entwickeln. Vor allem wolle man aufgrund der Mutationen nichts übereilen, auch hier seien laut Söder alle Verantwortlichen einer Meinung gewesen. Über mögliche Öffnungen von Gastronomie habe man nicht gesprochen, dies sei eindeutig noch zu früh. 

Hingegen sei aber auch klar, dass es eine Strategie zur Öffnung des Handels geben müsse, wenn die Inzidenzen in einzelnen Bezirken unter 35 liegen. Man habe jetzt einige Zeit Vorlauf, „eine Öffnungsmatrix“ für Bayern zu entwickeln, um diese beim nächsten Bund-Länder-Gipfel vorstellen zu können. Keine Wortmeldung habe sich grundlegend gegen die Strategie zur Pandemiebekämpfung gerichtet, betont Söder.

Update, 13.30 Uhr - Söder spricht von „sensibler Phase“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) tritt nach dem sogenannten Kommunalgipfel mit Lokalpolitikern, Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn vor die Presse und spricht über die Ergebnisse der Beratungen. Söder spricht von sehr produktiven Gesprächen mit unter anderem 96 Landräten und Oberbürgermeistern.

Alle seien sich in fast allen Punkten einig gewesen. „Es ist eine hochsensible Phase. Es gibt weiterhin Sorgen, aber auch Wünsche“, so Söder. „Wir suchen keinen kurzfristigen Applaus, sondern langfristige Erfolge“. Man wolle jetzt nicht alles öffnen und nach drei Wochen wieder alles schließen müssen.

Update, 12.45 Uhr - Söder-Pressekonferenz nach Kommunalgipfel

Ab 11 Uhr tagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Lokalpolitikern aus dem Freistaat beim sogenannten Kommunalgipfel. Gegen 13 Uhr wird Söder dann vor die Presse treten und über die aktuellen Ergebnisse der Beratungen informieren. Söder hatte im Vorfeld bereits grob skizziert, wie etwaige Lockerungsschritte in Bayern aussehen könnten: erst Gärtnereien und Kontakte, dann der Einzelhandel. „Aber auch hier muss die Zahl stimmen“, sagte Söder im Hinblick auf den angepeilten Inzidenzwert von 35.

rosenheim24.de berichtet ab 13 Uhr natürlich wieder live!

Update, 12.27 Uhr - Polizei sichert Demos in Wasserburg mit Großaufgebot

Am Sonntagnachmittag, 21. Februar, finden am Festplatz in Wasserburg am Inn zwei Demonstrationen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie statt. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bereits vorab mitteilte, werden die Beamten mit einem Großaufgebot im Einsatz sein, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass am Veranstaltungstag im Umfeld des Festplatzes keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Zudem wird die Alkorstraße auf Höhe der Schmerbeckstraße ab 10.30 Uhr bis zum Veranstaltungsende für den kompletten Verkehr gesperrt. Aus gegebenem Anlass macht die Polizei auch darauf aufmerksam, dass auch bei einer Anreise mit Fahrzeugen die Kontaktbeschränkungen der aktuellen elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten. Dies bedeutet konkret, dass nur maximal eine Person eines anderen Hausstands im Fahrzeug sein darf. Zudem gilt für beide Veranstaltungen eine allgemeine Maskenpflicht.

Update, 11.45 Uhr - Bereits 11 Nachweise von britischer Mutation im Kreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 15 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf 3815 (Stand: 19. Februar, 10.30 Uhr). Aktuell gibt es 131 aktive Fälle. Bei der Differenzierung positiver PCR-Ergebnisse wurde im Landkreis Altötting bislang 11 Mal die britische Variante des SARS-CoV-2 nachgewiesen. Dies teilte das Landratsamt soeben mit. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 73,5.

Update, 10.58 Uhr - Endlich Hoffnungsschimmer für Amateursportler?

Pünktlich zum Frühlingsbeginn dürfen sich nun auch die Hobbysportler Hoffnungen auf die Rückkehr zu ein klein wenig Normalität machen. Angesichts der in weiten Teilen Bayerns sinkenden Corona-Infektionszahlen erwartet Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU) zeitnahe Lockerungen im Bereich Amateursport: „Insbesondere Sport an der frischen Luft hat gute Chancen, bald wieder möglich zu sein, aber auch für die Sportausübung in Fitnessstudios und Vereinshallen erarbeiten wir Lösungen.“

„Wir arbeiten derzeit intensiv an einem Lockerungsplan für den Amateur- und Breitensport in Bayern, damit dieser unter entsprechenden Hygieneauflagen - so schnell es geht - wieder möglich wird“, betonte Herrmann. Für die Umsetzung in Bayern solle es eine Arbeitsgruppe mit dem Gesundheitsministerium, dem Landes-Sportverband und weiteren Vertretern des organisierten Sports geben. „Mein Ziel ist, konkrete Perspektiven zu schaffen“, sagte Herrmann. Konkrete Termine nannte er aber keine.

Pressekonferenz der Bundesregierung:

Update, 9.58 Uhr - Holetschek: „Grenzkontrollen ein wichtiges Instrument“

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bezeichnete die aktuellen Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol als „wichtiges Instrument“, um die Ausbreitung der neuen Virus-Mutationen bestmöglich bekämpfen zu können. In Bayern werde alles getan, um die besonders betroffenen Landkreise in diesem Zusammenhang bestmöglich zu unterstützen, hieß es.

Ein zweiter Eckpfeiler, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, sei das Impfen, so der Minister. Zudem begrüßte Holetschek ausdrücklich die geplanten Corona-Schnelltests. Weitere Details sollen auch beim Kommunalgipfel mit bayerischen Lokalpolitikern besprochen werden. Daran nehmen ab 11 Uhr auch Kanzlerin Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) teil.

Update, 9.50 Uhr - RKI erwartet viele Ausbrüche bei jüngeren Menschen

RKI-Präsident Dr. Lothar Wieler betonte, dass die Kurve der rückläufigen Fallzahlen in den letzten Tagen deutlich abgeflaut sei. „Es sieht derzeit danach aus, als dass viele Bundesländer derzeit auf ein Plateau zusteuern würden - und leider ist dieses Plateau immer noch zu hoch“, sagte Dr. Wieler und sprach sogar von steigenden Fallzahlen in Thüringen. Zudem gebe es nach wie vor zu viele Todesfälle in Deutschland. Vermutet wird, dass die neuen Virus-Mutationen daran entscheidenden Anteil haben.

Wieler appellierte an die Menschen, die gültigen Corona-Regeln weiterhin konsequent einzuhalten. „Alle Impfstoffe, die in Deutschland zugelassen sind, sind absolut sicher und helfen auch gegen die neuen Virus-Varianten“, warb Wieler für eine Corona-Impfung. Zugleich erwartet das RKI wegen der neuen Mutationen in den nächsten Wochen auch mehr Ausbrüche unter jüngeren Menschen, Jugendlichen oder sogar Kindern. „Dass wir uns alle an die Maßnahmen halten, ist das mächtigste Mittel im Kampf gegen die Pandemie“, so der Professor abschließend.

Update, 9.43 Uhr - Spahn dementiert Starttermin für Impfungen in Arztpraxen

Darüber hinaus stellte der Minister klar, dass es sich bei der Meldung, ab dem 1. April werde in deutschen Arztpraxen mit den Corona-Impfungen begonnen, um eine Falschinformation handelt. Ein konkretes Datum habe sein Ministerium bislang nie genannt, stellte Spahn klar.

Zudem bemühe sich das Gesundheitsministerium, schnellstmöglich Corona-Schnelltests für alle Bürger in Deutschland zur Verfügung stellen zu können, hieß es weiter. Laien-Selbsttests sollen darüber hinaus bis spätestens Anfang März zugelassen werden. „Diese beiden Elemente helfen, besser mit dem Virus leben und die Pandemie besser kontrollieren zu können“, so Spahn.

Update, 9.37 Uhr - Spahn: „Müssen beim Öffnen behutsam und vorsichtig sein!“

Die Corona-Mutationen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Unter anderem zu diesem Thema informieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), RKI-Präsident Dr. Lothar Wieler und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) derzeit bei einer Pressekonferenz.

Das Virus gibt nicht einfach auf“, betonte Spahn zu Beginn und warnte vor einem „steigenden Anteil von besorgniserregenden Virus-Mutationen in Deutschland“. Jeder fünfte positiv Getestete in der Bundesrepublik sei inzwischen mit der britischen Virus-Variante infiziert. Zudem gebe es bei den Fallzahlen derzeit eher eine Seitwärts- anstatt einer Abwärtsbewegung, hieß es.

Wir müssen beim Öffnen sehr behutsam und vorsichtig sein, um das Erreichte nicht zu gefährden“, so Spahn, der anschließend auf die aktuellen Impfzahlen einging. Inzwischen seien in Deutschland fünf Millionen Erst- und bereits rund drei Millionen Zweitimpfungen verabreicht worden.

Update, 9.07 Uhr - PK mit Spahn, Wieler und Holetschek um 9.30 Uhr

In Deutschland sind die neuen Corona-Mutationen immer weiter auf dem Vormarsch, die Zahlen an sich scheinen sich dagegen auf einem niedrigen Niveau einzupendeln. Ab 9.30 Uhr informieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), RKI-Präsident Dr. Lothar Wieler und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), gleichzeitig Vorsitzender der Länder-Gesundheitsministerkonferenz, zur aktuellen Situation auf einer Pressekonferenz.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz wie gewohnt live!

Update, 8.55 Uhr - Kein weiterer Todesfall in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 19. Februar 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Kreisen und Städten der Region haben sich laut den neuesten RKI-Daten (Stand: 19. Februar) im Vergleich zum Vortag nur moderat verändert. In der Stadt Rosenheim (von 37,8 auf 36,2) sowie in den Landkreisen Traunstein (von 91,4 auf 85,2), Berchtesgadener Land (von 94,4 auf 88,7) und Mühldorf (von 78,5 auf 75,9) sank die Inzidenz jeweils leicht. Steigende Werte wurden dagegen aus den Landkreisen Rosenheim (von 50,5 auf 51,7) und Altötting (von 67,3 auf 73,5) gemeldet. Weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag wurden aus der Region glücklicherweise nicht gemeldet.

Update, 7.31 Uhr - „Kommunalgipfel“ mit Merkel und Söder ab 11 Uhr

Der Ruf nach Lockerungen in der Corona-Pandemie wird auch in Bayern immer lauter. Über das weitere Vorgehen beraten deswegen am Freitag, 19. Februar, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Lokalpolitiker aus dem Freistaat auf einem sogenannten „Kommunalgipfel“. Die Videoschalte beginnt um 11 Uhr. Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) genügt einen Kommunalpolitikern ein „offener Austausch“, andere wiederum haben bereits konkrete Forderungen - unter anderem weitere Hilfen aus Berlin.

„Wir brauchen Perspektiven“, sagte beispielsweise der Wunsiedler Landrat Peter Berek (CSU) und nannte dabei konkret „Familien und unsere vielen Betriebe und Einrichtungen, die derzeit geschlossen“ sind. Der Unterallgäuer Landrat Alexander Eder (Freie Wähler) ging sogar noch einen Schritt weiter und verlangte im Vorfeld einen „zügigen, kontrollierten Ausstieg aus dem Lockdown“.

RKI meldet über 9000 neue Fälle und 508 weitere Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages jetzt 9113 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 508 weitere Todesfälle verzeichnet (Stand: 19. Februar, 0 Uhr). Am Freitag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9860 Neuinfektionen und 556 neue Todesfälle verzeichnet (News-Ticker Donnerstag, 18. Februar). Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden, er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 56,8 - und damit geringfügig niedriger als am Vortag (57,1). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.369.719 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67.206. In Bayern kamen 97 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 12.042).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,94 (Stand: 18. Februar; Vortag 0,85). Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/dpa

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