News-Ticker zur Corona-Pandemie

Münchner Polizei im Dauerstress: 336 Anzeigen innerhalb von 72 Stunden

Polizei in München (Archivbild).
+
Polizei in München (Archivbild).
  • Martina Hunger
    vonMartina Hunger
    schließen
  • Martin Weidner
    Martin Weidner
    schließen

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 15. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 66,1, Landkreis Rosenheim 45,9, Landkreis Traunstein 87,4, Landkreis Berchtesgadener Land 112,3, Landkreis Mühldorf 76,8, Landkreis Altötting 71,7 (Quelle/Stand: RKI, 15. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2816, Landkreis Rosenheim 10.321, Traunstein 7250, Berchtesgadener Land 4170, Mühldorf 4415, Altötting 3759 (Quelle/Stand: RKI, 15. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 51, Landkreis Rosenheim 416, Traunstein 189, Berchtesgadener Land 89, Mühldorf 117, Altötting 159 (Quelle/Stand: RKI, 15. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 65.076 Todesfälle in Deutschland (11.692 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Ihr braucht FFP2-Masken? Hier mit dem OVB24-FFP2-Shopping-Deal profitieren

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 13.57 Uhr - 336 Anzeigen innerhalb von 72 Stunden in München

Im Zeitraum von Freitag, 12.02.2021, 6 Uhr, bis Montag, 15.02.2021, 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt- und Landkreis München), um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen. Über 3200 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 336 Verstöße angezeigt. In 46 Fällen ging es um die Ausgangssperre.

Update, 13.14 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 14 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 14. Februar 14 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 15. Februar 2021, 0 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 151 aktive FälleDie 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 15. Februar 2021, 0 Uhr) bei 76,8.

Update, 12.20 Uhr - Etwa 100 Faschingsnarren ohne Hygiene-Regeln bei Faschingsfeier

In einem Ortsteil der Stadt Marienberg im sächsischen Erzgebirgskreis haben sich mehrere Personen ohne Beachtung von Hygienemaßnahmen zum Ski-Fasching versammelt. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es Hinweise, dass es sich dabei um etwa 100 Personen gehandelt habe. Die Feier am Sonntagnachmittag sei ohne Mund-/Nasen-Bedeckungen und ohne Einhalten der Abstandsregeln abgehalten worden.

Mit dem Eintreffen der Polizei konnte ein Großteil der Feiernden die Veranstaltung zügig auf ihren Skiern verlassen. Die genaue Personenanzahl könne deshalb nicht bestätigt werden. Die Polizei ermittelt nun wegen Nichteinhaltung der sächsischen Corona-Schutzverordnung.

Update, 11.10 Uhr - Ausgangssperre im Kreis Altötting vor der Aufhebung

Die Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen (7-Tage-Inzidenz) liegt in Stadt und Landkreis Altötting seit dem 9. Februar beständig unter dem Wert von 100. Die nächtliche Ausgangssperre entfällt, wenn dieser Wert an sieben aufeinander folgenden Tagen unterschritten wird. Dies wird im Landkreis Altötting aller Voraussicht nach am Dienstag, 16. Dezember, der Fall sein.

Update, 10.11 Uhr - Paar aus Rosenheim bei Valentinstags-Urlaub erwischt

Besuch von der Polizei bekamen am Wochenende auch drei Paare in einem Hotel im Bayerischen Wald. Bei der Kontrolle einer Chalet-Anlage in Bodenmais (Landkreis Regen) hatte die Polizei eigenen Angaben zufolge erhebliche Zweifel am angeblich beruflich bedingten Aufenthalt der Gäste.

Die Beamten gingen mit Blick auf den Valentinstag von einem privaten Hintergrund aus, hieß es. Sie hatte demnach telefonisch einen Hinweis auf die Hotelgäste erhalten. Die drei Paare stammen aus München, Wiesbaden und Rosenheim. Sie müssen ein Bußgeld zahlen. Der Betreiber der Anlage erhielt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 9.19 Uhr - Landkreis Altötting meldet fünf neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt fünf neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3754 Personen (Stand: 14. Februar, 14.30 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 71,7.

Update, 8.25 Uhr - Inzidenzen in vier Kreisen der Region gestiegen

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 15. Februar 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGestiegen sind die Inzidenzen in den Kreisen Altötting (von 70,8 auf 71,7), Berchtesgadener Land (von 100,1 auf 112,3), Mühldorf (von 67,3 auf 76,8) und dem Kreis Rosenheim (von 43,2 auf 45,9). Gesunken sind die Inzidenzen in der Stadt Rosenheim (von 69,2 auf 66,1) und dem Kreis Traunstein (90,2 auf 87,4).
In der Region wurde laut RKI keine weiteren Todesfälle gemeldet.

Update, 7.58 Uhr - Polizei löst Corona-Partys und illegalen „Werbefilm-Dreh“ auf

Die Polizei hat am Wochenende in Bayern mehrere illegale Corona-Partys und Veranstaltungen aufgelöst. Teils erhielten die Beamten sehr kreative Ausreden. So etwa in Traitsching in der Oberpfalz, wo ein Wirt der Polizei eine Faschingsparty als Werbefilm-Dreh verkaufen wollte. Zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten hätten sich in seiner Gaststätte in Traitsching (Landkreis Cham) zum Feiern getroffen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Party vom Samstagabend übertrugen sie per Livestream im Internet. Dem Wirt zufolge handelte es sich dabei um einen Werbefilm für seine Gaststätte. Eine Genehmigung hierfür lag laut Polizei allerdings nicht vor. Der Mann und seine Gäste wurden angezeigt.

In Jachenau im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen trafen sich rund 60 Mitglieder eines Clubs von Eisschwimmern. Sie hatten sich am Walchensee versammelt. Ein Autofahrer, der das Treffen beobachtete, verständigte die Polizei. Die Veranstaltung sei danach aufgelöst worden, berichtete ein Polizeisprecher. Mehrere Dutzend Menschen erhielten Anzeigen. In Weidenberg in Oberfranken nutzte eine 15-Jährige die Abwesenheit ihrer Eltern, um eine Hausparty abzuhalten. Die Polizei traf zwölf Gäste im Alter von 14 bis 21 Jahren an. Bei einem der Partygäste fanden die Beamten eine geringe Menge einer Marihuana-Tabakmischung.

Update, 6.48 Uhr - Wo in der Region noch die Ausgangssperre gilt

Seit Montag, 15. Februar, 0 Uhr, gilt in Bayern die nächtliche Ausgangssperre nur noch in „Corona-Hotspots“ mit einer 7-Tage-Inzidenz von 100 und höher. Betroffen sind (Stand: Montag, 15. Februar) derzeit noch 25 Landkreise und zehn Städte im Freistaat. Bei den Städten sind dies Amberg, Ansbach, Aschaffenburg, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Hof, Memmingen, Passau und Weiden. In der Region sind derzeit noch die Kreise Altötting, Mühldorf, Traunstein und Berchtesgadener Land betroffen.

Corona-Pandemie: Geltungsbereich der nächtlichen Ausgangssperre

Die geringste Inzidenz aller 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern gab es dem Robert Koch-Institut zufolge am Wochenende in Schweinfurt mit 5,6. Der Landkreis Tirschenreuth an der Grenze zu Tschechien liegt weiter an der Spitze mit einem Wert von 309,5. Generell befinden sich die Corona-Hotspots am den Außengrenzen Bayerns, vor allem an der Ostgrenze zu Tschechien. Die nächtliche Ausgangssperre wurde zudem modifiziert: Sie gilt in den Hotspots nun erst ab 22 Uhr, statt bislang wie bereits um 21 Uhr. Sie endet jeweils um 5 Uhr morgens.

RKI meldet rund 4400 neue Fälle und 116 Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages jetzt 4426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 116 weitere Todesfälle verzeichnet (Stand: 15. Februar, 0 Uhr). Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4535 Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle verzeichnet. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen (News-Ticker Wochenende, 13./14. Februar).

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 58,9. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.338.987 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.128.800 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 65.076. In Bayern kamen 13 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 11.692).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,88 (Stand: 14. Februar; Vortag 0,90). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mh/dpa

Kommentare