News-Ticker zur Corona-Pandemie

Holetschek: In 98 Prozent der Alten- und Pflegeheime wurden Erstimpfungen verabreicht

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Holetschek zieht Bilanz über Impfungen
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    Daniel Pichler
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag, 13. Februar, und Sonntag, 14. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 69,2, Landkreis Rosenheim 43,2, Landkreis Traunstein 90,2, Landkreis Berchtesgadener Land 100,1, Landkreis Mühldorf 67,3, Landkreis Altötting 70,8 (Quelle/Stand: RKI, 14. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2813, Landkreis Rosenheim 10.303, Traunstein 7235, Berchtesgadener Land 4150, Mühldorf 4396, Altötting 3748 (Quelle/Stand: RKI, 14. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 51, Landkreis Rosenheim 416, Traunstein 189, Berchtesgadener Land 89, Mühldorf 117, Altötting 159 (Quelle/Stand: RKI, 14. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 64.960 Todesfälle in Deutschland (11.679 in Bayern)
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 23.04 Uhr - Fünf neue Fälle im Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting haben sich fünf Personen mit Corona infiziert, wie das Landratsamt mitteilt. Dabei handelt es sich um zwei Personen aus Feichten, eine aus Garching, eine aus Burgkirchen sowie eine aus Tüßling. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 70,8.

Update, 20.23 Uhr: Holetschek: In 98 Prozent der Alten- und Pflegeheime wurden Erstimpfungen verabreicht

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek zog am Sonntag Bilanz über die Corona-Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen. Holetschek betonte: „In einem großen gemeinschaftlichen Kraftakt haben die Mobilen Impfteams seit Ende Dezember fast alle Alten- und Pflegeheime besucht. Insgesamt haben sie schon in 98 Prozent der Einrichtungen Erstimpfungen verabreicht (Stand 11.2.). Rund 98.000 Heimbewohner haben eine Erstimpfung erhalten, das sind mehr als drei Viertel der Bewohner. Eine Zweitimpfung – und damit den vollen Immunschutz – haben schon rund 65.000 Bewohnerinnen und Bewohner, also mehr als die Hälfte.“

Der Minister ergänzte: „Ich bin optimistisch, dass wir in den Einrichtungen schon bald alle Impfwilligen erreicht haben werden. Das ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen das Virus. Ich sehe es als eine unserer obersten Pflichten, alles für den Schutz der verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft zu tun.“

Auch beim Infektionsgeschehen in den Einrichtungen ist ein positiver Trend erkennbar. Holetschek erläuterte: „Aktuell sind rund 1,9 Prozent (2.411) der Bewohnerinnen und Bewohner an Corona erkrankt (Stand 9.2.). Verglichen mit den Zahlen vor gut einem Monat sehen wir einen Rückgang um fast zwei Drittel (minus 65 Prozent; Stand 5.1.: 6.949 Erkrankungen). Das zeigt, dass wir mit unserem Kurs des konsequenten und entschlossenen Handelns auf dem richtigen Weg sind.“

Update, 18.35 Uhr - „Inakzeptabel“ - „Unausgegoren“ - „Chaos“ - Eiszeit zwischen Bayern und Österreich

Die verschärften Grenzkontrollen führen zu ernsthaften diplomatischen Verwerfungen zwischen Bayern und Österreich. Während sich am Samstag Tirols Landeshauptmann Günther Platter mit ungewöhnlich scharfen Worten an Ministerpräsident Markus Söder wandte, legen am Sonntag österreichische Regierungsmitglieder nach.

„Die de facto Sperre des großen und kleinen deutschen Ecks für Österreicherinnen und Österreicher ist absolut inakzeptabel. Diese Maßnahme von Bayern ist unausgegoren und löst nur Chaos aus“, sagte Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Sonntag.

Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg forderte laut „Standard“ Maß und Ziel strengerer Maßnahmen. Er warnte vor „überschießenden Schritten, die mehr schaden als nützen. Das habe ich heute auch meinen deutschen und italienischen Amtskollegen Heiko Maas und Luigi Di Maio mitgeteilt“.

Wie die „TT“ berichtet, wurde der deutsche Botschafter in Wien vom österreichischen Außenministerium einbestellt. Bei dem Treffen soll es zum einen um praktikable Lösungen für den Güterverkehr gehen, andererseits um die Durchreisemöglichkeit für Tiroler über das Kleine und Große deutsche Eck.

Update, 18.10 Uhr - Wirtschaft und EU üben heftige Kritik an Grenzkontrollen - Das sagt Söder

Die schärferen Einreiseregelungen an den Grenzen zu Tschechien und Österreich sind wenige Stunden nach Inkrafttreten am Sonntag bereits gelockert worden. Berufspendler mit wichtigen Aufgaben in systemrelevanten Branchen dürften nun doch nach Deutschland einreisen, teilten Bund und Freistaat am Sonntag mit. «Wir gehen pragmatisch vor, wo immer das möglich ist», betonte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Die Autoindustrie fürchtet trotzdem, dass am Montag einige Werke stillstehen könnten.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wies am Sonntag bei einem Besuch in Schirnding an der tschechischen Grenze Kritik an den Maßnahmen zurück. Die Kontrollen bedeuteten nicht das Ende des freien Europas, wie manche sagten. «Was für ein Unsinn.» Er sei überzeugt, dass es Europa stärke, wenn es gelinge, eine neue Corona-Welle zu verhindern. Momentan sei unklar, wie in Tschechien das Corona-Management weitergehe, sagte Söder. «Ich darf ausdrücklich sagen: Wir sind befreundet. Wir helfen, wir nehmen auch tschechische Patienten gerne auf. Aber wenn es jenseits der Grenze überhaupt keine Maßnahmen mehr geben sollte, dann bedeutet das eine erhebliche Gefährdung.»

Die Autoindustrie sieht trotz der Erleichterungen Probleme - vor allem, weil auch Lkw-Fahrer einen aktuellen Coronatest vorlegen müssen. «Diese neue Testpflicht für LKW-Fahrer ist so kurzfristig gar nicht umzusetzen», erklärte der Branchenverband VDA. Weil die Maßnahmen so kurzfristig gekommen wären, hätten die Werke sich keine Zulieferkomponenten auf Vorrat legen können. Die Automobilproduktion werde ab Montagmittag deshalb größtenteils zum Erliegen kommen, erklärte ein Sprecher. «Die Werke in Ingolstadt, Regensburg, Dingolfing, Zwickau und Leipzig sind als erste betroffen.»

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides kritisierte die deutschen Einreiseregeln ebenfalls. «Die Furcht vor den Mutationen des Coronavirus ist verständlich. Aber trotzdem gilt die Wahrheit, dass sich das Virus nicht von geschlossenen Grenzen aufhalten lässt», sagte die Politikerin aus Zypern der «Augsburger Allgemeinen».

Update, 15.37 Uhr - „Mutationen sind ja schon unterwegs“ - Söder verteidigt Grenzkontrollen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat bei seinem Besuch an der tschechischen Grenze die neuen Grenzkontrollen verteidigt. Sie seien wichtig und richtig, sagt Söder laut der „welt“. Schließlich gelte es, die Ausbreitung der Mutationen einzudämmen: „Es ist ein strenges Einreiseregime.“ Auch in Zukunft werde es Zurückweisungen geben. „Die Mutationen sind ja schon unterwegs.“ Bis Dienstag will Söder Ausnahmen für Pendler klären.

Update, 13.55 Uhr - Drei Corona-Neuinfektionen im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Samstag, 13. Februar drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 14. Februar 2021, 00.00 Uhr). 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 147 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 14. Februar 2021, 00.00 Uhr) bei 67,3.

Update, 12.54 Uhr - Umfrage: Zufriedenheit der Bayern mit Ministerpräsident Söder sinkt

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Popularitätsbonus durch sein anfängliches Krisenmanagement in der Corona-Pandemie wieder weitgehend eingebüßt. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“ sind derzeit weniger als die Hälfte der Bürger im Freistaat mit Söders Arbeit zufrieden. Der Wert sank von 71 Prozent auf dem Höhepunkt der ersten Pandemiewelle auf nur noch 48 Prozent, wie die Zeitung am Samstag schreibt.

Zugleich stieg der Anteil derer, die ausdrücklich unzufrieden mit Söders Arbeit sind, auf 42 Prozent. Auf ähnliche Werte kam der CSU-Chef zuletzt im Februar 2019 knapp ein Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Der Rest antwortete auf die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder“ unentschieden.

Söders Zufriedenheitswerte liegen damit der Umfrage im Auftrag der Zeitung nur noch knapp über denen der CSU: Wäre am Sonntag Landtagswahl, würden sich zufolge 46 Prozent der Bayern für die Christsozialen entscheiden und der Regierungspartei damit eine absolute Mehrheit im Landtag bescheren. Zweitstärkste Kraft wären die Grünen mit 19 Prozent, gefolgt von der SPD mit neun und den Freien Wählern mit 7 Prozent. Die AfD käme aktuell auf sieben Prozent der Stimmen. Die FDP würde mit vier und die Linke mit drei Prozent den Einzug in den Landtag mit den derzeitigen Ergebnissen verpassen.

Söder und Herrmann informieren über Corona-Grenzkontrollen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kommt an den deutsch-tschechischen Grenzübergang Schirnding, um sich über die Kontrollen zu informieren. Die verschärften deutschen Einreiseregeln an den Grenzen zu Tschechien und zum österreichischen Bundesland Tirol zum Schutz vor gefährlichen Varianten des Coronavirus sind in der Nacht zu Sonntag in Kraft getreten.

Update, 11.30 Uhr - Fallzahlen in der Region entwickeln sich weiter unterschiedlich

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 14. Februar 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Städten und Landkreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut den neuesten RKI-Daten sind die Werte in der Stadt Rosenheim (von 66,1 auf 69,2) und dem Landkreis Traunstein (88,0 auf 90,2) gestiegen.

Im Berchtesgadener Land (103,8 auf 100,1) sowie dem Kreis Altötting (79,8 auf 70,8) und Mühldorf am Inn (87,2 auf 67,3) fiel die 7-Tage-Inzidenz. Im Landkreis Rosenheim sank der Wert ebenfalls von 45,9 auf 43,2.

In der Region wurden laut RKI keine weitere Todesfälle gemeldet.

Update, 10.04 Uhr - Verkehrskollaps droht: Tirol will Lkw-Verkehr aus Italien drosseln

Wegen der neuen deutschen Einreiseregeln will das österreichische Bundesland Tirol schon ab Sonntag den Lastwagenverkehr aus Italien drosseln, um einen extremen Rückstau und einen Verkehrskollaps im Inntal zu verhindern. „Wir lassen es nicht zu, dass Tirol der Parkplatz Europas wird. Aus diesem Grund wird in Abstimmung mit dem Bund eine Verordnung erlassen, die uns Kontrollen bereits am Brenner ermöglicht“, erklärten am Samstag Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe.

Hintergrund ist demnach die deutsche Vorgabe, dass Lkw-Fahrer vorab bereits online für die Einreise registriert sind, die entsprechenden Dokumente haben und überdies einen negativen Covid-Test mitführen, der nicht älter ist als 48 Stunden. Laut Platter dürfte dies am Sonntag nicht allen Lastwagenfahrern in vollem Umfang bekannt sein. Daher werde Österreich die Ausreisevoraussetzungen von Tirol nach Deutschland bereits bei der Einreise nach Tirol am Brenner überprüfen.
Durchschnittlich nutzen die Inntalautobahn bei Kufstein den Angaben zufolge innerhalb von 24 Stunden rund 4000 bis 5000 Lkw für den Gütertransport.

An den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol treten in der Nacht zum Sonntag schärfere Einreiseregeln in Kraft. Aus Angst vor den dort verbreiteten, ansteckenderen Varianten des Coronavirus wird an den entsprechenden Grenzübergängen in Bayern und Sachsen scharf kontrolliert. Laut einer Verordnung des Bundesinnenministeriums dürfen aus den betroffenen Gebieten nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Ärzte, Kranken- und Altenpfleger sowie für Lastwagenfahrer und landwirtschaftliche Saisonkräfte.

Update, 14. Februar, 7.10 Uhr - RKI meldet 6114 Corona-Neuinfektionen und 218 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6114 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 218 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Am Sonntag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8616 Neuinfektionen und 231 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 57,4. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.334.561 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.119.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 64 960.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,90 (Vortag 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Update, 13. Februar, 22.47 Uhr - Massive Attacke von Platter auf Ministerpräsident Söder

Das Verhältnis zwischen Tirol und Bayern trübt sich weiter deutlich ein. Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter hat den bayerischen Ministerpräsidenten nun in ungewöhnlicher Schärfe attackiert. Auf die Pendler-Frage angesprochen, fordert Platter noch am Samstag eine Lösung. Des Weiteren bezeichnete Platter gegenüber der ORF-Sendung „Tirol heute“ die jüngsten Äußerungen von Bayerns Ministerpräsident als „letztklassig“: „Die Äußerungen von Söder waren in letzter Zeit dermaßen abschätzig gegenüber Tirol und auch Ischgl“. Er habe sich lange zurückgehalten, „aber so geht‘s nicht“, so Platter.

Auf Facebook setzte Platter nach: „Seit Wochen lässt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder keine Gelegenheit aus, um Attacken gegen Tirol zu reiten. Diese ständigen abschätzigen Bemerkungen sind letztklassig und eines Ministerpräsidenten nicht würdig. So geht man mit Nachbarn nicht um.“

Update, 19.35 Uhr - Komplett-Verwirrung um Verordnung - was gilt jetzt für Tiroler Pendler?

Momentan herrscht komplette Verwirrung um die bayerische Landesverordnung, welche am Sonntag in Kraft treten soll. Schien es zunächst so, dass Personen, „deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar ist“, einreisen dürften - dies beträfe auch Pendler aus Tirol - scheint dies wieder in Frage gestellt.

Das Problem: Zwar erlaubt es die bayerische Landesverordnung laut der „Tiroler Tageszeitung“ dem dringend benötigten Personal einzureisen. Aber: Ab Sonntag gelten ebenfalls die strengeren Bestimmungen der deutschen Bundesverordnung. Ein Sprecher der Bundespolizeidirektion München sagte der APA nämlich am Samstagabend auf Anfrage, dass Pendler bei den Ausnahmen nicht angeführt seien. Da die Abklärungen zwischen den Behörden liefen, könne man aber am Sonntag mehr sagen.

Laut dem Bundespolizeisprecher dürfen ab Sonntag deutsche Staatsbürger, ansässige Unionsbürger, Beschäftigte im Gütertransport, Gesundheitspersonal, Diplomaten sowie Personen aus humanitären Gründen aus Tirol nach Deutschland einreisen, so die „TT“.

In der ab Sonntag geltenden bayerischen Landesverordnung ist dagegen ja - wie erwähnt - von Personen die Rede, „deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar ist“.

Ein Hinweis auf die bayerische Landesverordnung erging bereits an die zuständigen Behörden in Wien. Nach APA-Informationen ist diese Bestimmung aber wegen der strengeren deutschen Verordnung gegenstandslos.

Update, 19.07 Uhr - 14 Neuerkrankungen im Berchtesgadener Land, sechs im Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag 14 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.140 (Meldestand RKI: 13. Februar, 00:00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 103,8 (Stand: 13. Februar, 00:00 Uhr).

Von den insgesamt 4.140 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 3.884 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 167 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 110 neue COVID-19-Fälle.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 238 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 29 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 2 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Landkreis Altötting: Sechs neue Corona-Infektionen

Wie das Landratsamt Altötting mitteilt, kam es im Landkreis zu sechs Neuinfektionen. Demnach haben sich drei Personen in Burghausen, zwei in Burgkirchen und eine Person in Altötting mit Corona infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz des Landratsamts Altötting liegt bei 79,8.

Update, 16.40 Uhr - Medienberichte: Bayern erlaubt doch Pendlerverkehr aus Tirol, Bestätigung erforderlich

Wenige Stunden vor der deutschen Grenzschließung für Tirol ist laut Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ ein kleines Schlupfloch für Pendler nach Bayern aufgegangen.

Personen, „deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar ist“, dürfen demnach laut einer bayerischen Landesverordnung, die am Sonntag in Kraft treten soll, einreisen. Die bayerischen Behörden verlangen jedoch eine entsprechende Bescheinigung des Dienstherrn, Arbeitgebers und Auftraggebers.

Diese Bescheinigung sei ab Mittwoch „bei jeder Einreise mitzuführen“ und auf Verlangen vorzulegen, heiße es laut dem Medienbericht in der bayerischen Verordnung zur Änderung der Einreise-Quarantäneverordnung.

Damit dürfte sich laut Bericht der „TT“ zu Beginn der Arbeitswoche für jene Tiroler Pendler, die an ihren bayerischen Arbeitsorten unabkömmlich sind, nichts ändern. Sie haben nämlich noch zwei Arbeitstage Zeit, die entsprechende Bescheinigung bei ihrem Arbeitgeber in Deutschland einzuholen.

Update, 13.49 Uhr - Unerlaubter Urlaub zum Valentinstag - Polizei kontrolliert

Besuch von der Polizei haben drei Paare in einem Hotel im Bayerischen Wald bekommen. Bei der Kontrolle einer Chalet-Anlage in Bodenmais (Landkreis Regen) hatte die Polizei nach eigener Aussage erhebliche Zweifel am beruflichen Aufenthalt der Gäste. Die Beamten gingen mit Blick auf den Valentinstag von einem privaten Hintergrund aus, teilte die Polizei am Samstag mit. Sie hatte demnach telefonisch einen Hinweis auf die Hotelgäste erhalten.

Die drei Paare stammen aus München, Wiesbaden und Rosenheim. Sie müssen ein Bußgeld zahlen. Der Betreiber der Anlage erhielt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Angsichts der Corona-Krise sind private Urlaubsreisen zurzeit verboten.

Update, 12.30 Uhr - Zehn Neuinfektionen im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 12. Februar zehn neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 13. Februar 2021, 0 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 173 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 13. Februar, 0 Uhr) bei 87,2.

Pressemeldung Landratsamt Mühldorf

Update, 11.30 Uhr - Grenzkontrollen wegen Corona - Keine Ausnahmen für Pendler

Die ab Sonntag geltenden neuen Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen sehen keine Ausnahmen für Berufspendler vor. Hintergrund des Verbots ist die Verbreitung neuer Varianten des Coronavirus in Nachbarstaaten. Wie das Bundesinnenministerium am Freitagabend mitteilte, dürfen aus Tschechien und weiten Teilen des österreichischen Bundeslandes Tirol ab Sonntag vorübergehend nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland, landwirtschaftliche Saisonarbeitskräfte und Gesundheitspersonal einreisen.

Tschechien und Tirol (mit Ausnahme des politischen Bezirks Liens, der Gemeinde Jungholz sowie des Rißtals im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee) waren am Donnerstag als „Virusvarianten-Gebiete“ eingestuft worden. Am Freitag kam die Slowakei hinzu. Für Großbritannien, Portugal und einige andere Staaten gilt dies schon länger.

„Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die Virus-Mutation zu uns rüber schwappt“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Grenzkontrollen im Herzen Europas seien schmerzhaft, „aber wir können das Virus derzeit nicht anders stoppen“.

Update, 10.32 Uhr - Fallzahlen in der Region entwickeln sich unterschiedlich

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 13. Februar 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Städten und Landkreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut den neuesten RKI-Daten sind die Werte in der Stadt Rosenheim (von 69,2 auf 66,1 ) und den Landkreisen Traunstein (90,8 auf 88,0) und Mühldorf (92,3 auf 87,2) gesunken.

Im Berchtesgadener Land (102,9 auf 103,8) sowie dem Kreis Altötting (77,1 auf 79,8) stieg die 7-Tage-Inzidenz. Im Landkreis Rosenheim stagnierte der Wert bei einem Wert von 45,9.

Zudem wurden zwei weitere Todesfälle in der Region gemeldet - jeweils einer aus dem Landkreis Altötting und Stadt Rosenheim. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Opfer wurden bislang nicht bekannt.

Update, 8.45 Uhr - Seehofer zu EU-Kritik an Grenzkontrollen: „Jetzt reicht‘s!“

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) weist Kritik aus Brüssel an den Grenzkontrollen entlang der tschechischen und österreichischen Grenzen erneut scharf zurück. „Jetzt reicht‘s! Die EU-Kommission hat bei der Impfstoffbeschaffung in den letzten Monaten genug Fehler gemacht“, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung (Samstag). „Die EU-Kommission sollte uns unterstützen und nicht durch wohlfeile Hinweise Knüppel zwischen die Beine werfen.“

Angesichts neuer Einreisebeschränkungen aus Tschechien und Tirol hatte die EU-Kommission Deutschland aufgefordert, Ausnahmen etwa für Pendler zu gewähren. Ein Sprecher der Behörde erinnerte am Freitag daran, dass die EU-Staaten sich erst kürzlich auf gemeinsame Empfehlungen für das Reisen in Corona-Zeiten geeinigt hätten. Man erwarte, dass alle Länder danach handelten. Die ab Sonntag geltenden neuen Beschränkungen und Grenzkontrollen sehen jedoch solche Ausnahmen nicht vor.

Wie das Bundesinnenministerium am Freitagabend mitteilte, dürfen aus Tschechien und weiten Teilen des österreichischen Bundeslandes Tirol ab Sonntag vorübergehend nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland, landwirtschaftliche Saisonarbeitskräfte und Gesundheitspersonal einreisen.

Ehepartner, eingetragene Lebenspartner, minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder dürfen demnach auch kommen, aber nur wenn sie gemeinsam mit dem deutschen Angehörigen die Grenze passieren. Auch Lastwagenfahrer und sonstiges Transportpersonal im Güterverkehr sind von dem Verbot ausgenommen. Außerdem sollen Einreisen aus dringenden humanitären Gründen - etwa bei einem Todesfall - erlaubt sein.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter empörte sich darüber, dass es keine Ausnahmen für die Berufspendler geben soll. Dies würde tausenden Tirolern, die zur Arbeit nach Bayern pendeln, das Arbeiten verunmöglichen, erklärte er. Auch in Deutschland wohnhafte Personen, die in Tirol arbeiten, müssten sich demnach bei der Rückreise in Bayern in Quarantäne begeben. „Damit würde ein grenzüberschreitendes gemeinsames Arbeiten und Wirtschaften in den Grenzregionen so gut wie zum Erliegen kommen, was auch nicht im Sinne Deutschlands sein kann. Wir erwarten uns - so wie auch von der Europäischen Kommission gefordert - dass Deutschland hier entsprechende Ausnahmeregelungen schafft“, erklärte Platter.

8354 Corona-Neuinfektionen und 551 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8354 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 551 neue Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. (News-Ticker Freitag, 12. Februar)

Am Samstag vergangener Woche waren das RKI binnen eines Tages 10.485 Neuinfektionen und 689 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 60,1. Vor vier Wochen, am 16. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 139 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.328.447 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13. Februar, 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.112.000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 64.742

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,87 (Vortag 0,85). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

dp/fgr/dpa

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