News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder verkündet Ausgangssperre für ganz Bayern: „Corona ist außer Kontrolle geraten“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
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  • Martin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (13. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 226,6, Landkreis Rosenheim 228,4, Landkreis Traunstein 289,3, Landkreis Berchtesgadener Land 157,7, Landkreis Mühldorf 240,8, Landkreis Altötting 204,5 (Quelle/Stand: RKI, 13. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2015, Landkreis Rosenheim 7346, Traunstein 4956, Berchtesgadener Land 2300, Mühldorf 2731, Altötting 2512 (Quelle/Stand: RKI, 13. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 26, Landkreis Rosenheim 259, Traunstein 129, Berchtesgadener Land 48, Mühldorf 52, Altötting 80 (Quelle/Stand: RKI, 13. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 21.787 Todesfälle in Deutschland (4848 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.03 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen aus den Kreisen Altötting und Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf ist eine weitere Person in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Wie das Landratsamt weiterführend informiert, wurden seit der letzten Meldung vom Samstag weitere 18 bestätigte Fälle gemeldet.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 445 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 52. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 239,9.

Aufgrund von jeweils einem Infektionsfall sind außerdem folgende Klassen beziehungsweise Gruppen in Quarantäne:

  • Eine Gruppe des Städtischen Kindergartens 5 in Mühldorf
  • Eine Gruppe des Kindergartens St. Vitus in Neumarkt-St. Veit
  • Eine 1 Klasse der Staatl. Realschule Waldkraiburg

Für den Landkreis Altötting meldete das Landratsamt 19 Neuinfektionen. Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz beträgt 204,5

Update, 16.39 Uhr - Nach Corona-Ausbruch in Altersheim bei Gstadt am Chiemsee: Heimleiter klagt Behörden an

Nach einem schweren Corona-Ausbruch in einem Altersheim im Gstadter Ortsteil Gollenshausen, bei dem alle 54 Bewohner positiv auf das Virus getestet wurden, beklagt Heimleiter Thomas Mühlnike fehlende Unterstützung der Behörden. „Die Heimaufsicht hat uns Hllfe verweigert“, so Mühlnicke gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Alles über den Corona-Ausbruch im Altersheim in Gollenshausen könnt Ihr in einem Extra-Artikel des OVB nachlesen (Paid-Content).

Update, 16.30 Uhr - Bayerisches Kabinett will Lockdown am Montag beschließen

Das bayerische Kabinett will den ab Mittwoch (16. Dezember) geplanten harten Lockdown mit breiten Geschäftsschließungen in einer vorgezogenen Sitzung an diesem Montag formal beschließen. Am Dienstag soll dann der Landtag darüber beraten und abstimmen. Das verlautete am Sonntag aus Regierungskreisen in München.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bereits eine Schließung aller Schulen und Kitas angekündigt. Es soll dann Distanzunterricht und zudem Notbetreuungs-Möglichkeiten geben, und Eltern sollen bezahlten Urlaub nehmen können. Zudem kündigte Söder eine nächtliche Ausgangsgssperre für ganz Bayern an.

Update, 12.54 Uhr - Polizei löst Corona-Party in Oberpframmern auf

Am Samstagabend, 12. Dezember, gingen bei der Polizei Ebersberg mehrere Mitteilungen über eine größere Personengruppe in Oberpframmern (Landkreis Ebersberg) ein. Mehrere Personen sollen bei einer Hütte vor einem Wirtshaus zusammen stehen, Heißgetränke genießen und keinen Abstand einhalten, hieß es. Bei der Überprüfung durch eine Streife gegen 20 Uhr versuchten mehrere Beteiligte zu flüchten.

Es konnten jedoch letztlich alle sieben Personen festgestellt und kontrolliert werden. Allerdings zeigten sich einige sehr uneinsichtig, verweigerten zunächst die Angaben ihrer Personalien und folgten den Anweisungen der Beamten nur widerwillig. Alle Beteiligten erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Die „Veranstaltung“ wurde seitens der Polizei selbstredend sofort für beendet erklärt.

Update, 12.09 Uhr - Ausgangssperre kommt für ganz Bayern

In Bayern werden von Mittwoch, 16. Dezember, an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Pressekonferenz als „klare Regelung“ an. Es werde dann Distanzunterricht und zudem Notbetreuungs-Möglichkeiten geben - und Eltern sollten bezahlten Urlaub nehmen können. Zudem kündigte Söder strikte nächtliche Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern an.

Bislang habe man eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr in Hotspots mit einer Inzidenz von über 200 umgesetzt - da der Freistaat nun aber insgesamt über diesem Wert liege, werde man das jetzt „für ganz Bayern machen“, sagte Söder. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist dann nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt.

Pressekonferenz mit Merkel und Söder:

Update, 12.05 Uhr - So will Söder die Not-Betreuung für kleine Kinder sicherstellen

Auf die Frage, dass die Schließung der Kindergärten und Grundschulen die Betroffenen, berufstätige Eltern, vor große Herausforderungen bei der Betreuung ihrer Kinder stellen würde, entgegnete Söder: „Es ist wichtig, dass wir eine einheitliche Regelung haben jetzt.“

In Bayern würden all diejenigen, die es brauchen, auch eine Not-Betreuung bekommen. Schließlich gehe es ja nur um drei Tage, betonte Söder. Zudem soll es für Eltern die Möglichkeit geben, kurzfristig bezahlten Urlaub zu nehmen. „Ich glaube, das hilft sehr“, sagte Söder.

Update 12 Uhr - Merkel, Müller und Söder verteidigen Entscheidungen

„Die jetzigen Maßnahmen haben eine breite Wirkung auf viele, viele Menschen, aber sie werden auch eine Wirkung darauf haben, dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird“, sagte Merkel, die die „Ernsthaftigkeit“ und das „gute Miteinander“ zwischen Bund und Ländern in den letzten Tagen ausdrücklich lobte.

„Wir haben immer wieder nachgeschärft. Auch im Oktober und November gab es schon weitreichende Beschlüsse“, verteidigte unterdessen Müller die politischen Entscheidungen der letzten Wochen. Man habe sich gemeinsam weiterentwickelt, den „Königsweg“ habe logischerweise vorher aber niemand gekannt.

„Wenn wir alles immer perfekt wüssten, wäre alles einfacher“, sagte Söder dazu und verwies in diesem Zusammenhang auch auf den demokratischen Prozess, der zwar manchmal Maßnahmen den einen oder anderen Tag verzögere, aber letztlich für einen breiteren Konsens sorge.

Update, 11.50 Uhr - Scholz: „Das Virus feiert kein Weihnachten“

„Das Virus feiert kein Weihnachten“, betonte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), der erneut umfangreiche und weitreichende Wirtschafts- und Überbrückungshilfen für die betroffenen Branchen angekündigte. Die Konzepte würden dabei fortlaufend an die aktuelle Situation angepasst.

Es könne bis zu 500.000 Euro Hilfe für direkt und indirekt betroffene Betriebe im Monat geben, hieß es. Der Bund beziffert die Kosten für das gesamte Maßnahmenpaket mit rund 11 Milliarden Euro pro Monat.„Es kommt unbedingt auf uns alle an. Jeder von uns muss seinen Beitrag leisten, damit die Bürger geschützt werden.

Die Kontakte müssen so weit wie möglich reduziert werden“, appellierte auch Scholz abschließend.

Update, 11.45 Uhr - Maßnahmen gelten bis 10. Januar - oder sogar länger?

Die von Merkel verkündeten Maßnahmen gelten vorerst bis zum 10. Januar, auch in Bayern. Söder stellte aber jetzt schon klar: „Danach kann ich mir jedoch nicht vorstellen, dass alles normal weitergeht!“ Der Ministerpräsident appellierte an den Zusammenhalt der Bevölkerung und bat darum, die Maßnahmen zu unterstützen.

Diese könnten nur wirken, wenn alle mitmachen würden. „Wir wollen die Schäden so klein wie möglich halten“, machte Söder deutlich und bat alle Bürger: „Es kommt auf jeden Einzelnen an - niemand steht außen vor!“ Die vor uns liegende „staade Zeit“ sei vielleicht die beste Zeit, um das Land herunterzufahren und die Pandemie wieder unter Kontrolle zu bringen, hieß es.

Update, 11.40 Uhr - Söder: „Ausgangssperren in Bayern gelten auch an Silvester“

Söder bezeichnete die jetzt getroffenen Entscheidungen als „richtige Dosis“. Deutschland brauche jetzt den harten Lockdown und müsse - so lange es nötig sei - heruntergefahren werden. Bayern werde die Maßnahmen maximal umsetzen, sagte der Ministerpräsident im Hinblick auf den Freistaat. „Die Philosophie heißt zuhause bleiben und Kontakte reduzieren“, so Söder. In Bayern werden ab Mittwoch alle Schulen und Kindergärten/Kitas geschlossen.

Es soll auf Distanzunterricht umgestellt werden. Eine Not-Betreuung soll eingerichtet werden. Söder stellte im Hinblick auf den Jahreswechsel klar: „Das wird heuer ein stilles Silvester!“ Er ging auf das de-facto-Böllerverbot ein und machte auch klar, dass die bestehenden Ausgangssperren in Bayern auch am Silvesterabend Gültigkeit haben. Ab 21 Uhr würden die bayerischen Bürger deswegen sowieso zuhause bleiben, so der Ministerpräsident.

Update, 11.28 Uhr - Söder: „Corona ist außer Kontrolle geraten“

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) schloss sich den Worten der Kanzlerin an und betonte, dass es oberste Priorität habe, Kontakte massiv zu reduzieren und dabei sich selbst und seine Familie zu schützen. Er erläuterte auch die Beweggründe, warum sich die Politik nicht bereits Anfang November für einen harten Lockdown entschieden hat. Die Politik habe sich für „einen sehr verantwortungsvollen Weg“ entschieden, den es jetzt mitzutragen gelte.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte klar: „Die Lage ist fünf vor zwölf. Corona ist außer Kontrolle geraten.Corona sei die größte Krise der letzten 50 Jahre, betonte Söder. Es gelte jetzt, „konsequente Entscheidungen schnell umzusetzen“. Er räumte ein, dass der „Lockdown light“ nicht ausgereicht habe. „Deswegen mussten wir und müssen wir handeln“, so Söder.

Update, 11.20 Uhr - Merkel verkündet einschneidende Maßnahmen

Wir sind zum Handeln gezwungen und handeln jetzt auch“, sagte Bundeskanzlerin Merkel (CDU) zu Beginn der Pressekonferenz. Das Land werde ab Mittwoch, 16. Dezember, bis mindestens 10. Januar 2021 heruntergefahren, hieß es. Der Einzelhandel wird ab Mittwoch geschlossen, darunter fallen auch Friseure. Nur noch Läden für Lebensmittel und ganz wenige andere sollen offen bleiben dürfen.

Schulen und Kindergärten werden ebenfalls ab Mittwoch geschlossen. Die Präsenzpflicht in den Schulen wird aufgehoben und auf Distanzunterricht umgestellt. Zudem wird es an Silvester/Neujahr deutschlandweit ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper geben. Merkel dankte den Menschen für ihr Verständnis und bat um zuverlässige Umsetzung der Beschlüsse.

Update, 10.59 Uhr - Lockdown kommt am 16. Dezember - PK in Kürze live

Das nennt man in der Tat „blitzschnell“: Wie die Bild-Zeitung soeben berichtet, haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schaltkonferenz auf einen Komplett-Lockdown ab Mittwoch, 16. Dezember, geeinigt. In Kürze sollen weitere Details auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden!

Update, 10.55 Uhr - Vier weitere Todesfälle in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 13. Dezember).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Fallzahlen haben sich in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut den neuesten RKI-Daten (Stand: 13. Dezember, 0 Uhr) meldeten lediglich die Landkreise Mühldorf (von 249,4 auf 240,8) und Altötting (von 213,4 auf 204,5) leicht fallende Inzidenzen.

In den restlichen Landkreisen stiegen die Werte dagegen - im Landkreis Traunstein sogar um fast 30 Zähler von 261,1 auf 289,3. Damit bewegt sich der Kreis nun auch wieder gefährlich nahe der 300er-Grenze. Zudem wurden in der gesamten Region vier weitere Todesfälle registriert - zwei im Landkreis Berchtesgadener Land und je einer in den Landkreisen Rosenheim und Mühldorf. Bis auf den Landkreis Berchtesgadener Land liegen alle Städte und Kreise der Region weiterhin über der „Hotspot-Grenze“, die bei einer Inzidenz von 200 beginnt.

Update, 9.28 Uhr - Söder: „Dürfen keine Zeit mehr verlieren“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seine Forderungen nach einem schnellen Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bekräftigt: „Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Wir brauchen einen kompletten Lockdown. (...) Die Zahlen sind so schlimm wie nie. Wir dürfen uns nicht mehr in Einzelmaßnahmen verheddern.“ Das Land müsse zum Schutz der Bevölkerung jetzt „klug heruntergefahren werden“. Nur so könne man Corona in den Griff bekommen, hieß es.

Söder will sich beim Bund-Länder-Gipfel (Beginn: Sonntag, 10 Uhr) dafür einsetzen, dass der harte Lockdown so schnell wie möglich umgesetzt wird. Der Ministerpräsident sprach sich im Vorfeld wiederholt für bundesweit geltende Ausgangsbeschränkungen, Schließung von Geschäften, Betriebsferien und verlängerte Schulferien aus. Zudem bat Söder die Menschen in Bayern, ab sofort zuhause zu bleiben. „Bleiben Sie daheim, reduzieren Sie Ihre Kontakte“, schrieb er auf Facebook.

Update, 8.02 Uhr - Harter Lockdown: Geht es am Dienstag oder Mittwoch los?

Der harte Lockdown kommt: Ab 10 Uhr kommen die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Videokonferenz zusammen und werden mit großer Wahrscheinlichkeit sehr deutliche Verschärfungen der geltenden Regeln beschließen. Nun ist durchgesickert, wann es losgehen soll: Laut dem Magazin „Business Insider“ soll der Lockdown spätestens ab dem 16. Dezember gelten. Darauf hätten sich die Chefs der Staatskanzleien mit dem Kanzleramt am Samstagabend verständigt. Weiter hieß es, das Kanzleramt wolle lieber schon den 15. Dezember als Starttermin. Eine endgültige Entscheidung soll am Vormittag fallen.

Zudem sind weitere Einschränkungen geplant: Private Treffen sollen nach dem Bericht weiterhin auf zwei Haushalte und maximal fünf Personen beschränkt werden - Kinder unter 14 Jahren nicht eingerechnet. Vom 24. bis 26. Dezember werde die Obergrenze auf maximal zehn Personen erhöht. Dann sollen auch mehr als zwei Haushalte erlaubt sein - aber nur wenn es sich um direkte Verwandte handele.

Der umstrittenste noch offene Punkt ist dem Bericht zufolge das Thema Schulen und Kitas. Grundsätzlich einig sei man sich, dass es bis 10. Januar keinen Präsenzunterricht geben soll. Wie das konkret umgesetzt werde, hänge von den Regelungen der einzelnen Länder ab. Bei den Kitas plädiere das Kanzleramt für eine Schließung, die Länder wollten sie offen halten. Streit ist auch wegen den möglichen Ladenschließungen garantiert, schließlich gilt der Dezember als umsatzstärkster Monat des Jahres.

RKI meldet 20.200 neue Fälle und 321 weitere Todesopfer

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 20.200 neue Corona-Infektionen übermittelt (Stand: 13. Dezember, 0 Uhr). Der Höchststand war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 17.767 gelegen (News-Ticker Samstag, 12. Dezember).

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 321 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In Bayern wurden 36 weitere Tote gemeldet (gesamt nun 4848). In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Corona-Infektion gestorben sind, stieg auf 21.787.

Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1.320.716 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Nach RKI-Schätzungen gelten rund 967.900 Menschen inzwischen als wieder genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,11 (Stand: 12. Dezember; Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 111 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/dpa

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