News-Ticker zur Corona-Pandemie

550 Menschen an einem Tag: Impfzentrum in Rosenheim erstmals voll ausgelastet - Zahlen aus der Region

Impfzentrum Rosenheim
+
Ein Bild vom 4. Februar zeigt das noch relativ leere Impfzentrum an der Loretoweise in Rosenheim. Am 12. Februar war das Impfzentrum zum ersten Mal voll ausgelastet.
Alle Autoren
    schließen
  • Benjamin Schneider
    Benjamin Schneider
  • Daniel Pichler
    Daniel Pichler
  • Martina Hunger
    Martina Hunger
  • Martin Weidner
    Martin Weidner

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 12. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 69,2, Landkreis Rosenheim 45,9, Landkreis Traunstein 90,8, Landkreis Berchtesgadener Land 102,9, Landkreis Mühldorf 92,3, Landkreis Altötting 77,1 (Quelle/Stand: RKI, 12. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2801, Landkreis Rosenheim 10.273, Traunstein 7188, Berchtesgadener Land 4126, Mühldorf 4382, Altötting 3730 (Quelle/Stand: RKI, 12. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 51, Landkreis Rosenheim 415, Traunstein 189, Berchtesgadener Land 89, Mühldorf 117, Altötting 158 (Quelle/Stand: RKI, 12. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 64.191 Todesfälle in Deutschland (11.547 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Ihr braucht FFP2-Masken? Hier mit dem OVB24-FFP2-Shopping-Deal profitieren

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.51 Uhr - Erstmals Vollbetrieb im Impfzentrum Rosenheim

Die Malteser Rosenheim melden, dass am 12. Februar zum ersten Mal das Impfzentrum Rosenheim voll ausgelastet war seit Beginn der Corona-Impfungen im Landkreis. 550 Menschen wurden in den sechs Impfstraßen an der Loretowiese gegen das Coronavirus geimpft.

„Ernst Schütz als medizinischer Leiter des Impfzentrums, Birgit Lotter und das ganze Team sind froh, dass sie nach den Impfungen in den Heimen nun auch im Impfzentrum so richtig loslegen können.“ berichten die Malteser Rosenheim auf ihrer Facebook-Seite.

Update, 18.22 Uhr - 23 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 676 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 90,8.

Seit der letzten Pressemitteilung am 11. Februar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 23 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 7204 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 6339 Personen (38 Personen mehr seit der Meldung vom 11. februar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 189 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 29 COVID-19-Patienten behandelt, davon 22 auf der Normalstation und sieben auf der Intensivstation.

Update, 17.54 Uhr - 25 neue Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 11. Februar 25 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.126 (Meldestand RKI: 12.02.2021, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut bei 102,9 (Stand: 12.02.2021, 0 Uhr).

Von den insgesamt 4.126 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 3.845 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Aktuell gibt es 192 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 17 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 109 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 29 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden zwei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 17.16 Uhr - 10 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 11. Februar 10 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 12. Februar 2021, 0 Uhr).

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 4.371 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 4.054 wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 200 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 117. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 12. Februar 2021, 0 Uhr) bei 92,3.

Mit Stand 11.02.2021 sind im Landkreis Mühldorf a. Inn 4.092 Personen mindestens einmal geimpft, davon 1.704 in den Alten- und Pflegeheimen und 2.388 im Impfzentrum. 2.165 Personen haben bereits die zweite und damit abschließende Impfung erhalten.

Die Fallzahlen der Gemeinden im Landkreis Mühldorf.

Update, 16.31 Uhr - Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown

Weil der Andrang auf den ersten Termin nach dem Lockdown riesig ist, will ein Bayreuther Friseur diesen nun für einen guten Zweck versteigern. Mehr als 150 Anrufe habe er erhalten, seit klar ist, dass er am 1. März wieder öffnen dürfe, sagte Friseur Andreas Nuissl (57) am Freitag auf Nachfrage. Zuvor hatte der „Kurier“ berichtet.

Immer wieder sei nach dem ersten freien Termin am 1. März um 8 Uhr gefragt worden, deshalb habe er sich entschlossen, ihn nicht direkt zu vergeben, sondern auf Ebay zu versteigern. Das Schlussgebot will Nuissl anschließend an die Tafel Bayreuth und eine Hilfsorganisation spenden, die sich für bedürftige Kinder einsetzt. Am frühen Freitagnachmittag lag das höchste Gebot bei 282 Euro.

Nach Bekanntwerden der Versteigerung hatte eine Kundin die Spendenaktion erweitert: Sie hat einen späteren Termin am selben Tag gebucht - für 500 Euro, die Nuissl ebenfalls spenden will.

Zwar könne er das Geld gerade selbst gut gebrauchen, sagte der 57-Jährige aus Oberfranken, aber „auf einen Haarschnitt mehr oder weniger“ komme es jetzt auch nicht mehr an.

Friseurgeschäfte durften seit dem neuerlichen Lockdown vom 16. Dezember an keine Dienstleistungen mehr anbieten. Dieses Verbot wurde am vergangenen Mittwoch nach einem Bund-Länder-Gipfel zum 1. März aufgehoben.

Update, 15.52 Uhr - Söder kritisiert Impf-Vordrängler heftig - AWO-Landesverband will Aufklärung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für die Einhaltung der festgelegten Impfreihenfolge geworben. «Keiner sollte sich vordrängen», sagte er am Freitag in seiner Regierungserklärung im Landtag in München. Er warnte auch davor, sich von Dritten zu unberechtigten Impfungen überreden zu lassen. Es dürfe nicht sein, dass auf der einen Seite «sozusagen eher ein Büro komplett geimpft wird, anstatt die über 80-Jährigen, die es dringend brauchen und darauf warten». Derzeit sei es leider noch so, dass es zu wenig Impfstoff gebe. Solange dies so sei, müsse jede Impfdose an die gehen, die es dringend brauchen, sagte Söder.

Jüngst hatte es immer wieder Berichte über Vorfälle gegeben, in denen sich Personen gegen Corona impfen ließen, obwohl sie dafür eigentlich nicht berechtigt waren. Dies waren etwa Kommunalpolitiker als auch Lebenspartner von Heimleitern im Umfeld der schwäbischen Arbeiterwohlfahrt (AWO). Auch der Augsburger Bischof Bertram Meier war wegen einer sehr frühen Impfungen in die Kritik geraten.

Update, 14.50 Uhr - Zugverkehr von und nach Tirol bis auf weiteres eingestellt

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Covid-19 Maßnahmen, ist seit heute, dem 12. Februar 2021, kein grenzüberschreitender Zug- und Busverkehr zwischen Tirol und Deutschland mehr möglich. Das vermeldete der Verkehrsverbund Tirol (VVT) laut „Tiroler Tageszeitung“ in einer Aussendung.

Die Bayerische Regiobahn, kurz BRB, fährt die Strecke München – Kufstein im Netz Chiemgau-Inntal ebenfalls bis auf weiteres nur noch bis zum Bahnhalt Kiefersfelden. „Wir müssen so handeln, weil laut neuester ministerieller Verordnung aus Österreich dieses Mal, im Gegensatz zu früheren Verordnungen, keine Ausnahme für den Personenverkehr besteht“, erläutert der technische Geschäftsführer der BRB, Arnulf Schuchmann. Dies habe ihm das zuständige österreichische Ministerium auf seine Nachfrage zu den aktuellen Ein- und Ausreisebestimmungen von und nach Tirol mitgeteilt.

„Wir können für unser Zugpersonal die Testpflicht alle 48 Stunden unmöglich umsetzen, deshalb enden und wenden unsere Züge jetzt in Kiefersfelden, nach Kufstein fahren wir derzeit nicht mehr“ , so Schuchmann. Die Regelung, nicht über die deutsch- österreichische Grenze zu fahren, gelte auch deshalb, weil in einer Verordnung des deutschen Bundesgesundheitsministeriums von Ende Januar steht, dass nur Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik Deutschland grenzüberschreitend befördert werden dürfen. Im Übrigen hat die DB ihren Fernverkehr Richtung Kufstein komplett eingestellt.

Die Fahrgäste finden auf der Webseite (www.brb.de) Informationen zu den Bestimmungen, die laufend aktualisiert werden.

Update, 14.01 Uhr - Söder zitiert aus SMS von Traunsteins MdL Klaus Steiner

Sonder-Plenarsitzung im Bayerischen Landtag live:

„Ich bin heute etwas erleichtert - aber noch nicht entspannt“, fasste Söder die aktuelle Corona-Situation aus seiner Sicht zusammen. Zudem ließ er nochmals den Pandemie-Verlauf der letzten Wochen und Monate Revue passieren. „Ich respektiere jede andere Meinung. Aber ich habe meine Meinung, die auf eine breite wirtschaftliche Expertise gestützt ist. Ja, wir haben sicherlich Einzelfehler gemacht, aber die grundlegende Strategie war richtig“, verteidigte Söder das Vorgehen der Verantwortlichen.

Söder dankte abschließend der Regierungskoalition und weiten Teilen der Opposition im Landtag für ihre Unterstützung in den letzten Monaten. Diese gute Zusammenarbeit der parlamentarischen Kräfte habe auch zur großen Akzeptanz der Maßnahmen bei der Bevölkerung beigetragen. Abschließend zitierte Söder noch eine SMS, die er vom Traunsteiner Landtagsabgeordneten Klaus Steiner erhalten. Steiner war selbst an Corona erkrankt. Darin hieß es unter anderem: „In den buchstäblich atemlosen Nächten wird einem erst bewusst, vor welcher Herausforderung wir eigentlich stehen. (…) Und es wird einem auch bewusst, wie kleinkariert und manche Forderungen sind!“

Update, 13.53 Uhr - Söder erwartet Debatte über Vorteile für Geimpfte

Impfen ist die einzige echte Langzeitstrategie. Alles andere hilft nur temporär“, sagte Söder zur inzwischen angelaufenen Impfkampagne im Freistaat. Impfung ermögliche auch den wirtschaftlichen Neustart, hieß es weiter. Nichts desto trotz machte Söder keinen Hehl daraus, dass er mit der Verfügbarkeit der Impfstoffe überhaupt nicht zufrieden ist.

„Wir müssen mit der Situation umgehen“, sagte Söder und erklärte, dass er im zweiten Quartal des Jahres mit einer deutlichen Verbesserung der Situation zu rechnen sein. Für Mitte des Jahres rechnet der Ministerpräsident mit einer Diskussion über die Frage, ob man Geimpfte von einigen Beschränkungen befreien könne. Dies sei eine „gesellschaftlich spannende Debatte“, so Söder, der aber erneut klar stellte, dass es eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland und Bayern nicht geben werde.

Update, 13.48 Uhr - Söder verteidigt Öffnung von Friseursalons

Im Zusammenhang mit der Öffnung der Friseure zum 1. März erläuterte Söder, dass es hierbei für viele Menschen um Hygiene, Respekt und Selbstachtung gehe. „Wir müssen auch in einer solch schwierigen Situation die Lebensrealität der Menschen erkennen und stehe deswegen zu dieser Entscheidung“, so Söder.

Für Handel, Tourismus, Sport und Gastronomie sollen demnächst entsprechende Konzepte erarbeitet und vorgestellt werden. Söder kann sich hier - Stand jetzt - auch ein schrittweises Vorgehen vorstellen. Beschlossen wurde bereits, dass die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie über die nächsten eineinhalb Jahre verlängert wurde. Zudem sei es nun wichtig, dass die Auszahlung der beantragten Hilfsgelder an die Betroffenen so schnell wie möglich erfolge, so Söder. Auch für die Kulturbranche kündigte Söder weitere Hilfen an.

Update, 13.41 Uhr - „Wenn die Zahlen es hergeben, öffnen wir mit Freude“

„Vorsicht mit Perspektive“ lautet die Devise des Freistaates für die kommenden Wochen, womit Söder auch noch einmal den aktuellen Kurs der Staatsregierung verdeutlichte. „Wenn die Zahlen es hergeben, öffnen wir mit Freude. Aber wir öffnen nicht aus Sorge“, so Söder. Der Lockdown in Bayern bleibt - wie bereits bekannt - bis mindestens 7. März bestehen. Auch Kontakt-, Abstands- und Maskenregeln gelten weiterhin wie bisher.

Die nächtliche Ausgangssperre wird dahingehend geändert, dass diese ab Montag, 15. Februar, dann nur noch in Hotspots mit einer Inzidenz von über 100 gilt - und dann auch erst ab 22 Uhr statt wie bisher 21 Uhr. Außerdem erklärte Söder noch einmal, warum sich die Staatsregierung zu einer teilweisen Wiedereröffnung der Schulen ab 22. Februar durchgerungen habe und sprach dabei auch von „Entwicklung“ und einer „sozialen Frage“. Masken-, Test- und Sozialkonzepte sollen dabei den bestmöglichen Schutz für Schüler und Lehrer gleichermaßen sicherstellen.

Update, 13.30 Uhr -„Einmal Ischgl reicht! Lieber auf Nummer sicher gehen!“

Söder sprach im Zusammenhang mit den neuen Virus-Mutationen von „realen Gefahren“. „Wer die Gefahr der Mutation herunterspielt, der riskiert am Ende Leben“, sagte Söder. In Bayern machen dabei vor allem die britische und südafrikanische Mutation Sorgen - vor allem in den Grenzregionen des Freistaates nach Tschechien. Im Landkreis Wunsiedel seien beispielsweise 73 Prozent der Neu-Infektionen zuletzt mit der britischen Variante erfolgt.

Deswegen begrüßte der Ministerpräsident ausdrücklich die Ausweisung von „Mutationsgebieten“, wie Tschechien oder Tirol. Zudem verteidigte Söder die Einführung von stationären Grenzkontrollen zu diesen Gebieten, die in der Nacht auf Sonntag anlaufen werden. Personen ohne negativen Corona-Test würden dann konsequent zurückgewiesen. Allerdings soll es für Beschäftigte im medizinischen und wirtschaftlichen Bereich „sinnvolle, praxisbezogene Ausnahmen“ geben, hieß es. Söder stellte klar: „Einmal Ischgl reicht. Lieber auf Nummer sicher gehen - das ist der richtige Weg!“

Update, 13.22 Uhr - Abbruch wäre falsch - „Wir sind noch nicht am Ziel“

„Wenn der Trend sich so positiv fortsetzt, dann könnte es uns tatsächlich gelingen, bis Ende Februar, Anfang März eine landesweite Inzidenz von unter 50 zu haben“, so Söder. Wenn die Maßnahmen in den letzten Wochen so nicht ergriffen worden wären, hätte man im Freistaat mit mehr als 1000 Toten mehr rechnen müssen, rechnete der Ministerpräsident weiter vor.

Ein vorzeitiger Abbruch der Maßnahmen wäre jedoch falsch. „Wir sind noch nicht am Ziel“, betonte Söder. „Wenn wir jetzt die Nerven verlieren und wir unseren Weg nicht fortsetzen, dann werden wir Erreichtes schneller verspielen, als wir glauben wollen“, sagte der CSU-Chef weiter und verwies auf Negativbeispiele in Europa wie Irland, Tschechien oder Südtirol. Einen „Stop-and-Go-Kurs“ wolle die Staatsregierung unbedingt vermeiden, hieß es weiter. Denn dann sinke auch die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Maßnahmen spürbar, mahnte Söder.

Update, 13.17 Uhr - Söder: „Heute ist etwas Licht am Horizont!“

Seit dem Mittag (13 Uhr) findet eine weitere Sondersitzung des bayerischen Landtages statt. Erneut geht es dabei um das weitere Vorgehen des Freistaates im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Zu Beginn hält Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erneut eine Regierungserklärung, um damit das Vorgehen der Staatsregierung zu erläutern.

„Heute ist es etwas heller. Heute ist etwas Licht am Horizont“, sagte der Landeschef zu Beginn im Hinblick auf das Abflauen der zweiten Corona-Welle. Im Vergleich zum Höhepunkt der Pandemie seien Infektions- und Todeszahlen im Freistaat bis heute um bis zu 90 Prozent zurückgegangen. „Der Einsatz war nötig und die Dosis war richtig“, sah sich Söder in der Linie der Staatsregierung bestätigt und dankte den Bürgern für das Mitwirken und ihr Verständnis.

Update, 12.40 Uhr - Ab 13 Uhr live: Regierungserklärung von Ministerpräsident Söder

Nach dem Kabinett gestern findet heute ab 13 Uhr eine Sondersitzung des bayerischen Landtags statt. Er berät über den weiteren Fahrplan im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Dabei geht es diesmal auch um Lockerungen statt nur um Verlängerungen und Verschärfungen. Zu Beginn der Sondersitzung wird Ministerpräsident Markus Söder erneut eine Regierungserklärung abgeben.

rosenheim24.de berichtet von der Regierungserklärung Söders wie gewohnt live.

Update, 12.21 Uhr - Impfzentrum Rosenheim am Freitag erstmals in Vollbetrieb

Am Freitag, 12. Februar, ist es soweit: Erstmals sind im Impfzentrum auf der Loretowiese in Rosenheim alle sechs Impfstraßen in Betrieb. Insgesamt 550 Personen mit Priorität 1 haben an diesem Tag einen Termin zur Erst- oder Zweitimpfung. Ernst Schütz, Medizinischer Leiter des Impfzentrums von Stadt und Landkreis Rosenheim, ist froh, dass für diesen Tag der Impfstoff in der angekündigten Menge geliefert wurde und keine Termine abgesagt werden mussten. Auch der Einsatz des Personals muss diesmal nicht – wie so oft – umgeplant werden. 

Ernst Schütz, Medizinischer Leiter im Impfzentrum Rosenheim, und Malteser Notfallsanitäterin Birgit Lotter sind froh, dass erstmals im Vollbetrieb geimpft werden kann.

Für jede Impfstraße wird ein Team aus einem Arzt, einer Medizinischen Fachkraft und einer Verwaltungskraft benötigt. Sie betreuen und begleiten die Impflinge auf dem Weg durch das Impfzentrum: Registrierung, Warteraum, Beratungszimmer, Impfzimmer, Ruheraum und Check-Out. Immer wieder stehen auch Personen ohne Termin vor dem Impfzentrum. „Bitte kommen Sie nicht spontan zum Impfzentrum“, bittet Schütz. „Es gibt keine Möglichkeit, Personen außerhalb der vereinbarten Termine zu impfen.“

Update, 11.57 Uhr - Wegen Mutationen: InnKlinikum verschärft Besuchsregeln deutlich

Aufgrund der zu erwartenden erhöhten Infektionsgefahr durch Corona-Mutationen passt das InnKlinikum in seinen vier Häusern (Altötting, Mühldorf, Burghausen und Haag) die Besuchsregelung an. Ab Aschermittwoch, 17. Februar, können Patienten erst ab dem fünften Tag des stationären Aufenthalts besucht werden. Bisher war dies ab dem vierten Tag möglich.

Zusätzlich müssen Besucher einen negativen COVID-PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Das negative Testergebnis muss bei der Einlasskontrolle vorgezeigt werden, entweder am Smartphone oder in Papierform. Des weiteren gilt in den Kliniken eine strikte FFP2-Maskenpflicht.

Update, 11.29 Uhr - 53 Patienten in InnKlinikum stationär in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 53 Patienten im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung stationär behandelt - 14 in Mühldorf, 14 in Burghausen und 25 in Altötting (Stand: 12. Februar, 9 Uhr). Der Standort in Haag ist weiterhin „coronafrei“. Insgesamt neun Betroffene befinden sich auf einer Intensivstation, wobei sechs Personen auch beatmet werden müssen. Weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag wurden nicht gemeldet.

Update, 11.22 Uhr - Freistaat Bayern vereinfacht Anmeldung für Corona-Impfungen

Bayern hat die Anmeldungen für Corona-Impfungen im Internet vereinfacht. Seit Freitag können sich bis zu fünf Menschen mit einer einzigen E-Mail-Adresse für eine Impfung registrieren. Bislang konnte sich pro E-Mail-Adresse nur ein Mensch registrieren.

Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hingewiesen: „Das ist ein wichtiger Schritt, um gerade Senioren mit wenig Routine im Umgang mit digitaler Kommunikation den Weg zum Impfen zu erleichtern. Mir war es wichtig, die Nutzung einer gemeinsamen E-Mail-Adresse für mehrere Menschen zuzulassen. Deshalb habe ich eine Anpassung der Software im Registrierungsportal BayIMCO angestoßen.“ BayIMCO steht für „Bayerisches Impfmanagement gegen Corona“ und ist der Name der Software, die der Freistaat für das Impfmanagement entwickelt hat.

Bundespressekonferenz im Livestream:

Update, 10.39 Uhr - Spahn: Stand jetzt wurden 3,8 Millionen Deutsche geimpft

Zum Abschluss geht Spahn noch auf den aktuellen Stand bei den Impfungen in Deutschland ein. Pflegeheimbewohner seien zu 80 Prozent erstgeimpft. Stand heute seien 5,7 Millionen Impfdosen ausgeliefert worden, so der Minister. Nächste Woche würden es dann acht Millionen Impfdosen werden. Nach aktuellen Stand seien 3,8 Millionen Deutsche bislang geimpft.

Update, 10.34 Uhr - Spahn: „Wenn wir jetzt öffnen, verspielen wir den bisherigen Erfolg“

Inzwischen ist auch Gesundheitsminister Spahn eingetroffen und ergreift das Wort. Zwar würden die Zahlen sinken, für Lockerungen seien diese jedoch noch immer zu hoch. „Wenn wir jetzt öffnen, verspielen wir den bisherigen Erfolg“, so Spahn. „Besser jetzt noch eine Weile durchhalten, als einen Rückschlag zu erzielen.“

„Wir müssen unser Land vor dem Eintrag weiterer Viren schützen“, so Spahn. Deshalb habe die Bundesregierung ein Beförderungsverbot für Tirol, die Niederlande und Tschechien entschieden. „Die Entscheidung schmerzt“, so Spahn. Aber sie sei zum jetzigen Zeitpunkt unumgänglich.

Update, 10.25 Uhr - Wieler: Akute Grippewelle bleibt bislang aus

RKI-Chef Lothar Wieler eröffnet die Bundespressekonferenz. Gesundheitsminister Spahn (CDU) verspätet sich, da er aktuell noch im Deutschen Bundestag ist, will aber im Laufe der Veranstaltung hinzustoßen. Laut Wieler sei es bislang gut gelungen, eine Grippewelle in diesem Jahr zu verhindern. Normalerweise bekäme das RKI Anfang des Jahres immer 10.000 Grippefälle pro Woche gemeldet. Momentan seien es mit 20 bis 30 Grippefällen die Woche Fallzahlen wie im Sommer.

„Erfreulicherweise gehen die Zahlen zurück“, meint RKI-Chef Wieler im Bezug auf die aktuellen Corona-Fallzahlen in Deutschland. Dennoch würden noch immer zu viele Menschen an Covid-19 sterben. Trotzdem sei man auf einem guten Weg, auch wenn sich die Mutationen immer mehr verbreiten würden. Wieler appellierte abschließend erneut an alle Bürger, sich an die Maßnahmen zu halten und Kontakte zu reduzieren. Denn: „Die Maßnahmen wirken“, so der RKI-Chef.

Update, 9.48 Uhr - PK um 10.15 Uhr: Spahn und Wieler zur aktuellen Corona-Lage

Nach der Lockdown-Verlängerung in Deutschland informieren Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), RKI-Chef Lothar Wieler und die Virologie-Professorin Sandra Ciesek in der Bundespressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland.

Update, 9.17 Uhr - Landtag berät über verlängerten Lockdown - Regierungserklärung von Söder

Nach dem Kabinett muss nun auch der bayerische Landtag die Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März beschließen. In der Sondersitzung am Freitag (13 Uhr) geht es aber nicht nur um die Verlängerung, in den Beschluss inkludiert sind auch Lockerungen.

Aus der Opposition im Landtag gab es viel Kritik über das weitere Vorgehen in Bayern. FDP-Fraktionschef Martin Hagen sprach von „enttäuschenden Beschlüssen“, die Regierung bleibe den Menschen eine echte Öffnungsperspektive schuldig. SPD-Fraktionschef Horst Arnold sprach wegen fehlenden Perspektiven für Kultur, Einzelhandel und Hochschulen von „lückenhaften“ Lockerungen. AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner kritisierte, dass „minimale Zugeständnisse“ als Lockerungen verkauft würden.

Die Verordnung tritt erst nach der Landtagsdebatte am Freitag in Kraft. Geplant ist zu Beginn der Landtagsdebatte erneut eine Regierungserklärung von Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

rosenheim24.de berichtet um 13 Uhr wie gewohnt live aus dem Bayerischen Landtag.

Update, 8.23 Uhr - RKI meldet vier weitere Todesfälle in der Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 12. Februar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGestiegen ist die Inzidenz im Kreis Berchtesgadener Land (von von 96,3 auf 102,9). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen im Landkreis Rosenheim (von 50,5 auf 45,9; erstmals seit Mitte Oktober unter 50), dem Kreis Traunstein (von 91,9 auf 90,8), dem Kreis Altötting (von 83,4 auf 77,1) und dem Kreis Mühldorf (von 117,4 auf 92,3). Gleich geblieben ist die Inzidenz in der Stadt Rosenheim (69,2).

In der Region wurde laut RKI vier weitere Todesfälle gemeldet (Landkreis Traunstein). Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.28 Uhr - Testpflicht bei Ausreise aus Tirol in Kraft getreten

Für das österreichische Bundesland Tirol sind strenge Ausreisebeschränkungen in Kraft getreten. Ein Verlassen des Bundeslands in Richtung Deutschland oder in angrenzende österreichische Bundesländer ist in den nächsten zehn Tagen nur mit einem negativen Corona-Test möglich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Maßnahme soll helfen, eine Verbreitung der in Tirol gehäuft aufgetretenen südafrikanischen Corona-Variante zu verhindern. Rund 1200 Polizisten und Soldaten werden nach Angaben der Behörden für die engmaschigen Kontrollen eingesetzt. Ein Verstoß kann bis zu 1450 Euro kosten. Ausgenommen von dieser Vorschrift sind Kinder sowie der Güterverkehr und die Durchreise ohne Zwischenstopp.

Die Bundesregierung will ab Sonntag mit eigenen Maßnahmen auf die Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante in Tirol reagieren. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden Tschechien und Tirol am Donnerstag als sogenannte Virusmutationsgebiete eingestuft. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe entschieden, ab Sonntag neben den seit der Flüchtlingskrise bestehenden Binnengrenzkontrollen zu Österreich auch an den Grenzen zu Tschechien vorübergehende Grenzkontrollen einzuführen, teilte ein Sprecher mit. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erläuterte am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“, dass jeder, der dann aus Tirol oder Tschechien einreise, einen negativen Corona-Test vorlegen müsse. Es gebe dabei keine Ausnahmen.

RKI meldet knapp 10.000 neue Fälle und 556 weitere Tote

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen eines Tages 9860 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 556 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet (Stand: 12. Februar, 0 Uhr). Am Freitag vergangener Woche hatte das RKI 12.908 Neuinfektionen und 855 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen (News-Ticker Donnerstag, 11. Februar).

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 62,2. Vor vier Wochen, am 13. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 155 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.320.093 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.101.000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 64.191. In Bayern kamen 77 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 11.547).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,85 (Stand: 11. Februar; Vortag 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mh/dpa

Kommentare