News-Ticker zur Corona-Pandemie

Fix: Bund und Länder wollen am Sonntag über Lockdown beraten

Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Söder
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Bund und Länder wollen am Sonntagvormittag über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. 
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (11. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 212,4, Landkreis Rosenheim 214,3, Landkreis Traunstein 267,3, Landkreis Berchtesgadener Land 144,4, Landkreis Mühldorf 233,9, Landkreis Altötting 201,8 (Quelle/Stand: RKI, 11. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1968, Landkreis Rosenheim 7186, Traunstein 4792, Berchtesgadener Land 2247, Mühldorf 2648, Altötting 2432 (Quelle/Stand: RKI, 11. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 26, Landkreis Rosenheim 257, Traunstein 129, Berchtesgadener Land 46, Mühldorf 49, Altötting 77 (Quelle/Stand: RKI, 11. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 20.970 Todesfälle in Deutschland (4723 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.41 Uhr - Bund und Länder wollen am Sonntag über Lockdown beraten

Bund und Länder wollen am Sonntagvormittag über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. Ab 10 Uhr soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten geben. Über den genauen Zeitpunkt gab es lange Unklarheit. Erwartet wird eine Entscheidung über einen bundesweiten Lockdown. Einige Bundesländer haben bereits verschärfte Einschnitte in das private und öffentliche Leben beschlossen.

Die von den Gesundheitsämtern übermittelten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden waren von Donnerstag auf Freitag um über 6000 auf insgesamt 29.875 hochgeschnellt. 598 Todesfälle wurden übermittelt. Beides war jeweils ein neuer Höchstwert.

Update, 19.27 Uhr - Corona-Zahlen schnellen hoch - Länder verschärfen den Kurs

Immer mehr Bundesländer stemmen sich mit verschärften Einschnitten in das private und öffentliche Leben gegen die sich dramatisch ausbreitende Corona-Pandemie in Deutschland. Bereits vor einem Treffen der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigten Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein weitere Beschränkungen an. Am Wochenende wird eine Entscheidung für einen bundesweiten Lockdown erwartet. Für die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel beschlossene Lockerungen stehen wieder auf dem Prüfstand. „Die Lage ist bitterernst“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Freitag in Berlin.

Die von den Gesundheitsämtern übermittelten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden schnellten von Donnerstag auf Freitag um über 6000 auf insgesamt 29.875 hoch. 598 Todesfälle wurden übermittelt. Beides war jeweils ein neuer Höchstwert.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich eindringlich für einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten aus: „Wir müssen handeln, und zwar so schnell wie möglich.“

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte bei einem gemeinsamen Termin mit ihm in Nürnberg, es brauche „ohne Zweifel auch bundesweit einheitlich zusätzliche Maßnahmen - besser früher als später“. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte dem „Spiegel“ (Freitag): „Die einzige Chance, wieder Herr der Lage zu werden, ist ein Lockdown, der aber sofort erfolgen muss.“

Die Länderchefs wollen voraussichtlich an diesem Samstag oder Sonntag mit Merkel über schärfere Corona-Regeln beraten. Konsens ist nach Einschätzung Kretschmanns, dass es nach Weihnachten bis mindestens zum 10. Januar einen bundesweiten Lockdown geben wird. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, hatte zuvor schon gesagt, es zeichne sich ab, „dass ab 20. es doch erhebliche Einschnitte gibt“ und der Einzelhandel „deutlich“ heruntergefahren werde.

Update, 17.40 Uhr - Zehn weitere positive Testergebnisse nach Reihentestung in Inzeller Asylunterkunft

Das Landratsamt Traunstein berichtet von zehn neuen Corona-Fällen in der Asylunterkunft Inzell. Bei der am 9. Dezember durchgeführten Reihentestung erfolgten die zehn weiteren positiven Nachweise. Die Quarantänemaßnahmen in der Unterkunft verlängern sich daher bis 25. Dezember.

Landkreisweit werden unterdessen insgesamt 65 Neuinfektionen gemeldet. 71 Menschen gelten seit der gestrigen Meldung als genesen von ihrer Corona-Infektion.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit 68 Covid-19-Patienten behandelt, davon 54 auf der Normalstation und 14 auf der Intensivstation.

Update, 16.30 Uhr - Weitere Corona-Fälle am RoMed Klinikum Wasserburg

Erneut weitet das Infektionsgeschehen an der RoMed Klinik Wasserburg aus. Zehn Patienten, die noch bei der Aufnahme einen negativen Test hatten, wurden inzwischen positiv getestet, teilte das Klinikum am Freitag mit.

Update 15.44 Uhr - Ausbrüche in mehreren Seniorenheimen im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn sind drei weitere Personen verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Seit Donnerstag, 10. Dezember, gibt es 54 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 11. Dezember, 8 Uhr).

Im Seniorenheim Stift St. Veit in Neumarkt-St. Veit wurden weitere acht Mitarbeiter und sieben Bewohner positiv getestet. Insgesamt sind fünf Mitarbeiter und 17 Bewohner eines Stockwerks des Seniorenheimes Kursana in Ampfing infiziert, der entsprechende Bereich wurde isoliert. 

Aufgrund jeweils eines Infektionsfalles befinden sich folgende Kita-Gruppen bzw. Klassen in Quarantäne:

  • Eine Gruppe des Kindergartens am Kalander Waldkraiburg
  • Eine Gruppe des Kindergartens am Kalander Waldkraiburg
  • Eine Gruppe des Kindergartens Maria Schutz Waldkraiburg
  • Eine Klasse am Gymnasium Waldkraiburg
  • Eine Klasse der Wirtschaftsschule Gester
  • Eine Klasse der Mittelschule Mühldorf

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 2.653 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 2.208 wieder genesen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 233,9. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 396 aktive Fälle.

Update, 15.05 Uhr - Ein weiterer Todesfall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 23 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle steigt somit auf 2.247 (Meldestand: 11. Dezember, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt aktuell bei 144,4 (Stand: 11. Dezember, 0 Uhr).

Im Landkreis gibt es aktuell 173 aktive Fälle. Seit der gestrigen Meldung wurden dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen 88-jährigen Mann. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 46.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 49 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden drei Patienten intensivmedizinisch betreut

Update, 14.40 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 2.497 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 2013 Personen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen, 88 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

396 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 11. Dezember 201.76

Update, 13.57 Uhr - Aktuelle Lage im Kreis Rosenheim

Nun liegt auch der 7-Tage-Inzidenzwert des Landkreises Rosenheim bei über 200. Er erreichte den Wert von 213,9, berichtet das Landratsamt. Damit gelten auch für den Kreis die strengeren Maßnahmen, wie eine Sperrstunde um 21 Uhr. Eine Übersicht über die Fallzahlen der einzelnen Gemeinden und das Infektionsgeschehen an Schulen und Pflegeheimen findet Ihr hier.

Update, 13.50 Uhr - Durchsichtige Kunststoffmasken nicht mehr zugelassen

Das bayerische Gesundheitsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass die durchsichtigen Klarsicht-Masken nicht ausreichend vor Corona schützen und daher nicht mehr als Mund-Nasen-Schutz zulässig sind. Eine Studie der Hochschule München hatte die Wirksamkeit der Masken heftig hinterfragt, da Aerosole unter ihnen austreten und sich verbreiten können, berichtet der BR.

Update, 13.33 Uhr - Auch Innenminister Seehofer fordert sofortigen Lockdown

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat eindringlich davor gewarnt, mit schärferen Corona-Maßnahmen bis nach Weihnachten zu warten. „Die einzige Chance, wieder Herr der Lage zu werden, ist ein Lockdown, der aber sofort erfolgen muss”, sagte der CSU-Politiker dem „Spiegel” am Freitag. Sollte man bis nach den Festtagen warten, werde man noch Monate mit den hohen Infektionszahlen zu kämpfen haben.

Seehofer zeigte sich verärgert, dass Deutschland den Vorteil, den es sich im Frühjahr in der Pandemie erkämpft habe, jetzt verspielt habe. Grund dafür sei nicht die Disziplinlosigkeit der Bürger, sondern vor allem unzureichende Maßnahmen, fügte er an. Bereits nach den Beratungen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel Ende Oktober habe Seehofer das Gefühl gehabt, dass nicht alle Regierungschefs den Ernst der Lage richtig erkannt hätten, sagte der Innenminister. „Ich habe danach schlecht geschlafen.”

Update, 12.55 Uhr - Malteser Mühldorf in Seniorenheim in Altötting im Einsatz

Nach einem Corona-Ausbruch im St. Grignion Alten- und Pflegeheim in Altötting wurde die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung der Malteser Mühldorf im Rahmen des Katastrophenfalles durch die Integrierte Leitstelle Traunstein alarmiert. Mit Unterstützung durch das verbliebene Küchenpersonal bereiten jetzt täglich ein Feldkoch und ein Verpflegungshelfer für etwa 40 Personen Mittag- und Abendessen zu. 

Zum Start gab es Kürbiscremesuppe, Gemüsepflanzerl mit Kartoffeln und Paprikagemüse“, erklärt Florian Schubert von den Maltesern Mühldorf. „Wir legen großen Wert auf die Zubereitung mit frischen Zutaten wie zum Beispiel Kartoffeln, Paprika oder Zwiebeln.“ Auch auf ihren gewohnten Nachmittagskaffee bzw. Tee mussten die Bewohner nicht verzichten. „Wir servieren Gebäck und Kuchen, jeder soll sich wohl fühlen“, lacht Schubert. Das Personal ist froh über diese Unterstützung, denn ohne die Hilfe der Malteser wäre der normale Küchenablauf nicht mehr möglich, gewesen.

Update, 11.59 Uhr - Söder: „Wir müssen handeln - und zwar so schnell wie möglich“

Beim Besuch des Impfzentrums in Nürnberg hat sich Ministerpräsident Markus Söder ganz klar für einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachen ausgesprochen: „Wir müssen handeln und zwar so schnell wie möglich.“ Bund und Länder müssten nun überlegen, die Ferien vorzuziehen und auch Geschäfte früher zu schließen. „Ein Tag weniger verschlechtert nicht die Lebensqualität, er kann aber helfen“, so Söder weiter.

Die Regierungschefs der Länder wollen am Wochenende mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut über schärfere Corona-Regeln beraten. Mehrere Länder haben bereits strengere Maßnahmen angekündigt, zuletzt Baden-Württemberg einen Lockdown und Ausgangssperren. Söder betonte, der „Süden“ werde auch handeln, wenn nicht alle mitmachen würden.

Update, 11.51 Uhr - Spahn fordert „konsequentes staatliches Handeln“

Gesundheitsminister Spahn (CDU) betonte, dass es jetzt „konsequentes staatliches Handelns“ einerseits, als auch zusätzlicher bundesweit einheitlicher Maßnahmen andererseits brauche. Bei der Festlegung dieser Maßnahmen könne man beispielsweise auch keine Rücksicht darauf nehmen, ob die Menschen ihre Weihnachtsgeschenke bereits beisammen hätten oder eben nicht. Sonst würde Weihnachten ganz schnell zum „Fest des Virus“.

Anschließend ging Spahn auf die geplante Impfstrategie ein. Zuerst sollen besonders gefährdete Personengruppen geimpft werden, auch mit mobilen Teams. Der Minister stellte klar, dass hier klar priorisiert werden müsse, weil es in den ersten Wochen/Monaten so sein wird, dass nicht genügend Impfstoff für alle Interessenten vorhanden ist.

JETZT LIVE: Söder und Spahn besuchen Impfzentrum in Nürnberg

Update, 11.40 Uhr - Söder macht klare „Lockdown-Ansage“

„Wir müssen das öffentliche Leben runter fahren. Da kann es keine Schlupflöcher mehr geben. Wir spüren, die Zahlen laufen uns davon und zerrinnen uns zwischen den Fingern. Wir müssen daher eine klare Lösung noch vor Weihnachten finden. Warum warten und zögern, wenn wir wissen, dass es notwendig ist“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einem Besuch des Impfzentrums in Nürnberg, gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Es gehe jetzt „um konsequente Entscheidungen“. Zudem forderte Söder auch noch weitere Einschränkungen für Silvester - und die könnte es möglicherweise auch noch für Weihnachten geben. Es könne „keine große Weihnachtsparty“ heuer geben, betonte der Ministerpräsident. „Wir sind in einer gefährlichen Situation wie noch nie“, so Söder und sprach auch über vorzeitige Schulschließungen vor Weihnachten und Geschäftsschließungen als Diskussionsgrundlage für das geplante Bund-Länder-Treffen am Wochenende.

Update, 11.15 Uhr - Stadt Rosenheim zieht Corona-Zügel an

Seit Mittwoch, 9. Dezember, 0 Uhr ist die 10. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BaylfSMV) der Bayerischen Staatsregierung in Kraft. Die Verordnung gibt weitergehende Corona-Beschränkungen vor, speziell für Kommunen, die den 7-Tage-Inzidenzwert von 200 überschritten haben. rosenheim24.de hatte dazu bereits einen Extra-Artikel verfasst.

Nun hat auch die Stadt Rosenheim ihre Allgemeinverfügung daran angepasst und veröffentlicht. Darin weisen Stadt und Ordnungsamt auf einige Bestimmungen besonders hin. Es geht unter anderem um eine Erweiterung der Maskenpflicht, Feuerwerksverbote an Silvester und Besuchsregelungen für Krankenhäuser und Altenheime.

rosenheim24.de hat die Bestimmungen für die Stadt Rosenheim in einem Extra-Artikel zusammengefasst!

Update, 11.04 Uhr - Zehn weitere Todesfälle in Region gemeldet

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 11. Dezember).

Die Corona-Fallzahlen und 7-Tage-Inzidenzen haben in der Region größtenteils erneut angezogen. Nach neuesten RKI-Daten (Stand: 11. Dezember, 0 Uhr) liegen - bis auf den Landkreis Berchtesgadener Land - nun wieder alle Städte und Landkreise unserer Region über der „Hotspot-Grenze“, die bei einer Inzidenz von 200 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage beginnt. Nur in den Landkreisen Altötting (von 211,6 auf 201,8) und Berchtesgadener Land (von 148,2 auf 144,4) fielen die Inzidenzen leicht, alle anderen Kreise/Städte aus der Region meldeten steigende Werte. 

Auch Stadt (von 195,1 auf 212,4) und Landkreis Rosenheim (von 193,2 auf 214,3) liegen nun wieder über der 200er-Marke. Zudem wurden in der Region zehn weitere Todesfälle gemeldet - vier aus dem Landkreis Mühldorf, drei aus dem Landkreis Altötting sowie je einer aus den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land.

Update, 10.17 Uhr - Einzelhandel befürchtet langen Lockdown und etwaige Panikkäufe

Der Einzelhandel in Deutschland fürchtet angesichts der ausbleibenden Erfolge in der Corona-Eindämmung einen monatelangen Lockdown für große Teile der Branche. In einem Brief an Kanzleramtsminister Helge Braun warnte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser: „Wir befürchten damit in einen perspektivlosen Zustand mit einem wochen- oder monatelangen Lockdown zu geraten, den der überwiegende Teil des innerstädtischen Einzelhandels nicht überleben wird.“ Deshalb müsse schon jetzt klargestellt werden, dass ein möglicher Jahresend-Lockdown nicht verlängert werde, hieß es.

Sanktjohanser warnte vor Überlegungen, den Nicht-Lebensmittelhandel schon ab dem 21. Dezember zu schließen: „Eine solche politische Entscheidung hätte nicht nur fatale wirtschaftliche Folgen für unsere Branche, sondern würde auch einen Kundenansturm bis hin zu Panikkäufen auslösen.“ Das sei mit Blick auf die in der Pandemie gebotene Entzerrung der Kundenströme völlig kontraproduktiv.

Update, 9.21 Uhr - Nächster Bund-Länder-Gipfel wohl am Sonntag

Die Hinweise verdichten sich, dass es bereits an diesem Sonntag, 13. Dezember, den nächsten Bund-Länder-Gipfel geben könnte. Darauf haben sich die CDU-geführten Bundesländer offenbar bereits verständigt. Das hatte zunächst Nachrichtensender NTV berichtet. Auch die Bild-Zeitung geht in einem Bericht am Donnerstagmorgen von einem Treffen am Sonntag aus. Thema sollen mögliche Verschärfungen der Corona-Regeln, Schulschließungen und Maßnahmen für Handel und Geschäfte - kurzum: ein harter Lockdown - sein, hieß es.

Update, 9.04 Uhr - 16 neue Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat jetzt 16 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl in Stadt und Landkreis Altötting stieg damit seit Pandemie-Beginn auf 2470 Fälle (Stand: 10. Dezember, 17 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befindet sich unter anderem auch ein nur elf Monate altes Baby aus Töging. Die meisten aktiven Fälle gibt es derzeit in Töging (104), gefolgt von Altötting und Neuötting mit jeweils 63 Fällen. Die 7-Tage-Inzidenz lag nach Angaben des Landratsamtes zum o.g. Zeitpunkt bei 201,8.

Update, 7.05 Uhr - Harter Lockdown kommt offenbar schon VOR Weihnachten

Deutschland steuert auf einen bis zu drei Wochen dauernden harten Lockdown noch VOR Weihnachten zu. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte am Donnerstagabend, es zeichne sich in den Gesprächen ab, „dass es ab 20. doch erhebliche Einschnitte gibt“ und der „Einzelhandel deutlich heruntergefahren“ werde. Die Schulferien hätten dann ohnehin begonnen, viele Menschen gingen nicht mehr arbeiten und im Nahverkehr werde es ruhiger. „Zwischen dem 20. Dezember und 10. Januar haben wir praktisch drei Wochen massiver Einschränkungen, die auch mit Sicherheit auch dazu führen werden, dass die Inzidenzen runtergehen“, sagte Müller in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) setzt auf die Gemeinsamkeit der Länder: „Ich rate uns zu einem einheitlichen Vorgehen und hoffe dabei auf die Ministerpräsidentenkonferenz.“ In Bayern gelten schon seit Mittwoch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbot in Innenstädten und Ausgangssperren in Hotspots. „Es braucht bundesweit Ausgangsbeschränkungen, nächtliche Ausgangssperren in Hotspots, Geschäftsschließungen, Betriebsferien und überall verlängerte Schulferien“, so Söder weiter. Nur Läden für den alltäglichen Bedarf wie Lebensmitteln sollen offenbleiben.

Neue Rekordwerte: Fast 30.000 neue Fälle und fast 600 Tote

Die Zahl der binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Todesfälle haben einen neuen, traurigen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter übermittelten jetzt binnen 24 Stunden 29.875 Neuinfektionen (Stand: 11. Dezember, 0 Uhr). Das sind über 6000 mehr als am Vortag, als mit 23.679 Fällen ebenfalls ein Rekord erreicht worden war. Außerdem meldete das RKI am Freitag mit 598 neuen Todesfällen den zweiten Höchstwert binnen kurzer Zeit. Der bisher höchste Tagesstand von 590 Toten war am Mittwoch erreicht worden (News-Ticker Donnerstag, 10. Dezember).

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 20.970. In Bayern kamen 102 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 4723). Insgesamt zählt das RKI seit Beginn der Pandemie jetzt 1.272.078 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,03 (Stand: 10. Dezember; Vortag: 0,99). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 103 weitere Menschen anstecken. Der Wert schwankt seit einigen Wochen um 1 herum und bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/dpa

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