News-Ticker zur Corona-Pandemie

Weitere Corona-Ausbrüche im Landkreis Traunstein gemeldet - Fünf weitere Todesfälle im BGL

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  • Julia Volkenand
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    Martin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (10. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 195,1, Landkreis Rosenheim 193,2, Landkreis Traunstein 249,8, Landkreis Berchtesgadener Land 148,2, Landkreis Mühldorf 208,9, Landkreis Altötting 211,6 (Quelle/Stand: RKI, 10. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1933, Landkreis Rosenheim 7051, Traunstein 4701, Berchtesgadener Land 2209, Mühldorf 2592, Altötting 2413 (Quelle/Stand: RKI, 10. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 26, Landkreis Rosenheim 256, Traunstein 128, Berchtesgadener Land 45, Mühldorf 45, Altötting 74 (Quelle/Stand: RKI, 10. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 20.372 Todesfälle in Deutschland (4621 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.07 Uhr - Weitere Corona-Ausbrüche im Landkreis Traunstein

Das Landratsamt Traunstein hat diverse weitere Corona-Fälle aus einem Traunsteiner Fleischereibetrieb, dem Alten- und Pflegeheim Chiemgaustift Inzell und der Asylunterkunft Traunstein gemeldet. Diese neuen Fälle ergaben sich aus Reihentestungen, die nach dem Bekanntwerden von bereits bekannten Fällen durchgeführt wurden. Alle weiteren Informationen zu den Fällen sowie die zusammengefassten aktuellen Zahlen für den Landkreis Traunstein findet ihr in einem extra Artikel.

Update, 18.21 Uhr - Verschärfte Kontrollen im Corona-Hotspot Erding

Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts hat Erding den Inzidenzwert von 200 überschritten. Damit gelten in diesem Bereich laut der 10. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung seit Mittwoch-Nacht für den Bereich Erding strengere Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord hat mit besonderem Augenmerk auf die nun geltende Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr größer angelegte Kontrollen durchgeführt. Die Beamten und Beamtinnen der Polizeiinspektionen Erding und Dorfen zeigten verstärkte Präsenz in ihrem Dienstbereich. Es sollten nicht nur vorliegende Verstöße streng geahndet, sondern durch die noch weiter gesteigerte Polizeipräsenz auch ein Präventiveffekt erzielt werden.

Zur Verstärkung der beiden Dienststellen in Erding und Dorfen setzte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord auch Einsatzkräfte der Operativen Ergänzungsdienste Erding ein. Auch die Polizeiinspektion Flughafen München war maßgeblich an den Kontrollen beteiligt.

Bei insgesamt 254 Kontrollen der geltenden Beschränkungen, Ausgangssperre und Maskenpflicht wurden 28 Verstöße erkannt und von der Polizei unterbunden. Durch die Polizeiinspektion Flughafen wurden bei 64 Kontrollen weiter 2 Verstöße erkannt und unterbunden.

Es ist erfreulicherweise festzustellen, dass die Beschränkungen und Auflagen von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung in allen Bereichen angenommen werden. Auf Ansprache etwaiger Verstöße reagierten alle Bürger durchwegs einsichtig und verständnisvoll. In diesem Zusammenhang mussten die neuen Regeln noch häufig erklärt werden.

Alle an den Kontrollen beteiligten Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord haben ihre Maßnahmen konzertiert durchgeführt. Sie und auch zukünftig involvierte Dienststellen des Präsidiums werden ihre Zusammenarbeit zur Überwachung der Ausgangssperren auch weiter eng abstimmen sowie sich gegenseitig unterstützen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Update, 16.45 Uhr - Weitere Corona-Fälle in RoMed Klinik Wasserburg

Erneut meldet das RoMed Klinik Wasserburg am Inn Corona-Fälle. Seit Mittwoch sind acht weitere Patienten und acht weitere Mitarbeiter über mehrere Stationen hinweg positiv getestet worden. Das hat jetzt auch Auswirkungen auf den Klinikalltag. Schwangere zum Beispiel werden zur Entbindung wenn möglich in andere Kliniken verlegt.

Update, 16.35 Uhr - Fünf weitere Todesfälle im Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass seit Mittwoch 44 weitere Corona-Fälle bestätigt wurden. Sechs davon waren bereits in Quarantäne. Damit steigt die Zahl der seit März Infizierten im Landkreis auf 2.224 (Stand: 10. Dezember, 10 Uhr)-

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 148,2 (Stand: 10. Dezember, 0 Uhr).

Es sind außerdem fünf weitere Personen an Corona gestorben. Es handelt sich um drei Frauen (83, 84, 88) und zwei Männer (67 und 87).

Landrat Bernhard Kern äußerte sich wie folgt: „In den letzten Wochen bzw. Tagen stieg bundesweit die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bereits deutlich an. Diese beklemmende Tatsache hat nun leider auch das Berchtesgadener Land erfasst. Seit 3. Dezember sind unserem Gesundheitsamt 10 weitere durch Todesbescheinigung bestätigte COVID-19-Todesfälle gemeldet worden.

Allen Bürgerinnen und Bürgern im Berchtesgadener Land, die seit Beginn der Corona-Pandemie auf diese Weise einen Angehörigen verloren haben, möchte ich auf diesem Wege mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen. Mir ist bewusst, dass nicht nur für diejenigen, die den Verlust eines geliebten Menschen verarbeiten müssen, sondern auch für Ärzte, Pflegepersonal und Mitarbeiter in den Kliniken, Pflege- und Seniorenheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung usw. sowie für viele weitere Berufsgruppen die Belastungen in der momentanen Zeit extrem hoch sind.

Ihnen allen danke ich für ihre wertvolle Arbeit! Damit wir aber hier nicht dauerhaft Überlastungen mit schwerwiegenden Folgen bekommen, fordere ich zum wiederholten Male dazu auf, die aktuell gültigen Kontaktbeschränkungen und Regelungen der bayerischen Staatsregierung einzuhalten und die AHA-L-Regeln zu befolgen.“

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 42 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden drei Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Update, 16.05 Uhr - Zwei weitere Tote im Kreis Mühldorf

Das Landratsamt Mühldorf meldet, dass seit dem 9. Dezember zwei weitere Personen verstorben sind, die mit Corona infiziert waren. Es sind außerdem 47 neue Infektionen dazugekommen (Stand 10. Dezember, 8 Uhr).

Aufgrund jeweils eines Corona-Infektionsfalles wurde eine Klasse der Mittelschule Mühldorf und eine Gruppe der Kindertagesstätte Maria Schutz in Waldkraiburg unter Quarantäne gestellt.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis derzeit bei 208,86.

Update, 15.10 Uhr - Traunsteiner Demo-Organisator distanziert sich von „Querdenkern“

Ungeachtet steigender Infektionsraten veranstalten die Chiemgauer und Rupertiwinkler Gegner der Coronamaßnahmen wieder eine Kundgebung „für Demokratie und Freiheit und gegen die angeordneten Maßnahmen“, wie es in der Ankündigung der Organisatoren heißt. Diesmal allerdings wieder, wie auch im Frühsommer bei Beginn der Kundgebungen, ohne Bezug zur Querdenker-Bewegung, betont Franz K. Lindlacher, einer der Organisatoren.

Man habe im Frühsommer als eigenständige, örtliche Bewegung mit politischen Aktionen begonnen. Als man gesehen habe, wie erfolgreich und engagiert es die Querdenker geschafft hätten, hunderttausende Menschen bei den Großdemonstrationen zu motivieren, habe man sich dieser Bewegung angeschlossen.

Dabei seien zu wenig die Kontakte der Querdenkerführung mit den Rechtsradikalen beachtet worden. Mittlerweile sei, so Lindlacher, deutlich geworden, dass diese Kontakte zu AfD und Reichsbürgern keine „Ausrutscher“ waren, sondern Teil der Politik der Querdenkerorganisation. Lindlacher erklärt, dass alle im Internet unter Querdenker kursierenden Webseiten und Telegram-Gruppen im Chiemgau nichts mit seiner Gruppe zu tun hätten.

Gelegenheit zur Aussprache bestehe bei der Kundgebung in Traunstein, am kommenden Samstag, 12. Dezember, um 14.30 Uhr am Stadtplatz.

Update, 14.24 Uhr - Aktuelle Lage in Standorten von InnKlinikum

Wie das InnKlinikum Altötting und Mühldorf in einer Pressemeldung mitteilt, befinden sich derzeit 89 Corona-Patienten in stationärer Behandlung in allen Standorten. Davon sind 32 in Mühldorf, 34 in Burghausen, 21 in Altötting und 2 in Haag untergebracht. In Mühldorf befinden sich sieben dieser Patienten auf der Intensivstation (drei davon werden beamtet), in Altötting sind es drei, die alle beatmet werden

Zehn weitere Patienten sind mit Verdacht auf Corona in Mühldorf untergebracht, eine in Haag (Stand: 10. Dezember, 10.55 Uhr). Im Vergleich zum Vortag sind in den Standorten Mühldorf, Altötting und Burghausen je ein Patient verstorben. Die Verstorbenen waren 91, 76 und 81 Jahre alt.

Update, 14 Uhr - Stadt Rosenheim gibt Standort für Impfzentrum bekannt

Die Stadt Rosenheim hat einen Standort für ihr Impfzentrum bekannt gegeben. Ab dem 15. Dezember soll in Inntalhalle gegen das Corona-Virus immunisiert werden können.

Die Ausstattungsarbeiten für das neue Impfzentrum laufen bereits. Die medizinische Betreuung der Einrichtung wird vom Malteser Hilfsdienst übernommen.

Update, 13.31 Uhr - So laufen die Vorbereitungen für die Corona-Impfungen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml besuchte am Donnerstag nein Lagers für Impfmaterial im Landkreis Landsberg am Lech, „Seit Dienstag wird im großen Stil Impfmaterial angeliefert. Am Dienstag sind in diesem Lager bereits mehr als 1,6 Millionen Spritzen und 7,9 Millionen Kanülen eingegangen, am Mittwoch sind erneut mehr als 15,8 Millionen Kanülen angekommen. Für heute ist die Lieferung von 1,2 Millionen Spritzen sowie 1,2 Millionen Kanülen geplant“, wurde Huml in einer Pressemeldung des Gesundheitsministeriums zitiert.

Insgesamt hat das Gesundheitsministerium bereits 40 Ultratiefkühlschränke sowie 34 Millionen Spritzen und 58 Millionen Kanülen bestellt. Weitere Beschaffungsvorgänge laufen noch.

Huml ergänzte: „Wichtig ist auch die persönliche Schutzausrüstung für die Mitarbeiter in den Impfzentren. Dieses Material liegt in unserem Pandemiezentrallager in Garching bereit und wird von dort ebenfalls vom THW an die Impfzentren geliefert.“

Auch der Aufbau der Impfzentren komme gut voran. Aktuell stehen bereits 93 Standorte fest. Weitere sind in Planung. Mit der aktuell vorgesehenen Kapazität der Impfzentren sind täglich mehr als 30.000 Impfungen möglich.

Neben dem Impfmaterial wurde am Mittwoch auch eine weitere Tranche von 900.000 Antigen-Schnelltests angeliefert. Auch diese Lieferung wird die nächsten Tage umgehend nach einem Verteilschlüssel durch das THW konfektioniert und zur Auslieferung vorbereitet. Zeitgleich wurden zu diesem Wareneingang knapp 500.000 Schnelltests parallel aus an 42 Kreise und Städte in Bayern ausgeliefert.

Update, 12.56 Uhr - Lichter für offene Grenzen in Bayerisch Gmain

Lichter am Grenzübergang zwischen Bayerisch Gmain und Österreich.

Zwei Mitglieder der Grünen in Bayerisch Gmain (Landkreis Berchtesgadener Land) haben am dortigen Grenzübergang nach Österreich jetzt zwei Lichter aufgestellt. Mit dieser symbolischen Geste wollen sie auf die aus ihrer Sicht „absurden Quarantäne-Verordnungen im Grenzgebiet“ aufmerksam machen und für offene Grenzen werben. „Für uns sind diese Grenzen nicht mehr präsent, die Gemeinden sind zusammengewachsen“, hieß es in der Mitteilung an BGLand24.de.

Update, 11.35 Uhr - RKI warnt deutlich: Corona-Lage steht auf der Kippe

Die Corona-Lage in Deutschland hat sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) seit vergangener Woche deutlich verschlechtert und könnte schnell kippen. Nachdem die Fallzahlen seit Wochen auf einem hohen Plateau gelegen hätten, sehe man aktuell wieder einen Anstieg, sagte RKI-Präsident Dr. Lothar Wieler am Donnerstagvormittag. Das sei besorgniserregend. Das Plateau, auf dem man sich befinde, sei „äußerst fragil“, so Wieler. „Immer noch infizieren sich zu viele Menschen mit Sars-CoV-2“, so der RKI-Präsident weiter. Die Fallzahlen könnten deswegen rasch wieder exponentiell ansteigen, hieß es weiter.

Zudem seien Gesundheitsämter zunehmend erschöpft, in einigen Regionen hätten Krankenhäuser ihre Belastungsgrenze erreicht. „Wir sehen immer mehr Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen“, sagte Wieler. Und auch die Zahl der schweren Verläufe und Todesfälle nehme zu. Das Virus zirkuliert den Angaben nach zunehmend in Risikogruppen. Mehr als 13.000 der insgesamt 20.372 Toten nach Corona-Infektionen in Deutschland seien 80 Jahre und älter (Stand: 10. Dezember, 0 Uhr).

Update, 11.21 Uhr - Polizei-Razzia nach illegaler Sex-Party

Das gibt ganz sicher Corona-Ärger in großem Stil: In Karlsruhe hat die Polizei am vergagenen Wochenende eine illegale Swinger-Party in einem Hotel im Stadtteil Hagsfeld aufgelöst. Zusätzlich zu Sex waren offenbar auch noch Drogen „serviert“ worden. Wie die Polizei mitteilte, erwischten die Beamten nach einem Insider-Tipp rund 40 „überwiegend nur sehr spärlich“ bekleidete Frauen und Männer in flagranti bei ihren Spielchen.

Die Personen im Alter zwischen Mitte 20 und Mitte 50 mussten sich nach Eintreffen der Polizei schleunigst anziehen und erhielten Platzverweise - selbstverständlich wurden auch noch die Personalien zuvor festgestellt. Alle erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Außerdem drohen Geldstrafen in vierstelliger Höhe. Der Tipp für die Polizei soll nach Informationen der Neuesten Badischen Nachrichten übrigens von einem „Möchtegern-Gast“ gekommen sein, dem die Organisatoren angeblich die Teilnahme an der Sex-Party zuvor verwehrt hatten.

Update, 10.24 Uhr - Landkreis Altötting meldet 40 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat jetzt 40 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl stieg damit seit Pandemie-Beginn auf 2454 Fälle in Stadt und Landkreis Altötting (Stand: 9. Dezember, 17 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befindet sich auch ein neunjähriges Kind aus Altötting. Derzeit gibt es 398 aktive Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz lag laut Angaben des Landratsamtes zum o.g. Zeitpunkt bei 211,6.

Update, 9.04 Uhr - 13 weitere Todesfälle in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 10. Dezember).

Die 7-Tages-Inzidenzen und Fallzahlen in der Region sind laut den neuesten Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) im Vergleich zum Vortag größtenteils gestiegen (Stand: 10. Dezember, 0 Uhr). Im Landkreis Rosenheim stieg die Inzidenz sogar um 20 Punkte von 173,3 auf 193,2. Damit nähert sich der Kreis nun auch wieder ganz stark der „Hotspot-Grenze“ von 200, womit derzeit dann auch nächtliche Ausgangssperren verbunden wären. Steigerungen meldeten auch die Kreise Traunstein (von 238,6 auf 249,8), Berchtesgadener Land (von 141,6 auf 148,2) und Mühldorf (von 201,9 auf 208,9). Der Wert in der Stadt Rosenheim fiel dagegen unter die 200er-Marke auf 195,1 (bisher 217,1). Im Landkreis Altötting sank die Inzidenz von 227,8 auf 211,6.

Auch die Todeszahlen in der Region bleiben auf sehr hohem Niveau. Alleine in den letzten 24 Stunden wurden 13 weitere Fälle bekannt - fünf im Landkreis Berchtesgadener Land, drei im Landkreis Traunstein, je zwei in den Landkreisen Rosenheim und Altötting und einer im Landkreis Mühldorf. Weitere Angaben zum Alter und/oder Geschlecht der Verstorbenen gibt es bislang nicht.

Update, 7.05 Uhr - Söder will „kompletten Lockdown“ ab Weihnachten

Bayern und Sachsen machen Druck für bundesweit noch schärfere Corona-Auflagen. Für dringend notwendig halten dies auch Ärztevertreter, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Möglicherweise beraten Bund und Länder noch vor Weihnachten noch einmal über ein gemeinsames Vorgehen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“, dies könne wegen der Termine der Kanzlerin beim EU-Gipfel aber frühestens am Wochenende oder Anfang nächster Woche geschehen.

Söder sprach sich für einen „kompletten Lockdown“ von Weihnachten bis zum 10. Januar aus: „Einfach mal alles runterfahren von den Geschäften bis hin zu den Betriebsferien in vielen Unternehmen. Wenn alle mitmachen, wäre das super. Dann hätten wir knapp drei Wochen, in denen wir einfach Kontakte reduzieren können. Eine bessere Zeit als diese Zeit zwischen Weihnachten und 10. Januar wird man im ganzen Jahr nicht mehr finden.“

Weit über 23.000 Fälle: Neuer Rekord bei Neu-Infektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 23.679 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden (Stand: 10. Dezember, 0 Uhr). Der bisherige Rekordwert war am 20. November mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. In der Vorwoche waren es am Donnerstag 22.046 neue Fälle.

Die Zahl der Todesfälle stieg über die Marke von 20.000 (gesamt jetzt 20.372). Das RKI verzeichnete am Donnerstag 440 neue Todesfälle binnen eines Tages. Am Vortag war mit 590 Toten ein Höchstwert gemeldet worden (News-Ticker Mittwoch, 9. Dezember). In Bayern kamen im Vergleich zum Vortag 103 weitere Todesfälle dazu (gesamt nun 4621).

Insgesamt zählt das RKI seit Beginn der Pandemie 1.242.203 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Nach Schätzungen sind rund 922.100 Menschen inzwischen wieder genesen. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,99 (Stand: 9. Dezember; Vortag: 1,02). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/dpa

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