News-Ticker zur Corona-Pandemie

Knapp 58.000 Selbsttests für Schulen im Kinderbetreuungseinrichtungen im Kreis Rosenheim geliefert

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Schule (Symbolbild)
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag, 9. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 111,7, Landkreis Rosenheim 80,0, Landkreis Traunstein 69,9, Landkreis Berchtesgadener Land 91,6, Landkreis Mühldorf 106,2, Landkreis Altötting 100,4 (Quelle/Stand: RKI, 9. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2952, Landkreis Rosenheim 10.920, Traunstein 7631, Berchtesgadener Land 4481, Mühldorf 4770, Altötting 4099 (Quelle/Stand: RKI, 9. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 423, Traunstein 193, Berchtesgadener Land 96, Mühldorf 127, Altötting 175 (Quelle/Stand: RKI, 9. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 72.189 Todesfälle in Deutschland (12.679 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.29 Uhr - Knapp 58.000 Selbsttests für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen geliefert

Der Landkreis Rosenheim hat die erste Lieferung mit Selbsttests für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen von der Bayerischen Staatsregierung erhalten. Insgesamt fünf Paletten mit 2.880 Testkits hat das THW für den Landkreis in München abgeholt. Ein Testkit besteht aus 20 Einzeltests. Als Nächstes werden die Testkits von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des THW kommissioniert, sodass sie am Donnerstag ausgegeben werden können. Bei der Herausgabe wird ein Testkit aus zwanzig Einzeltests bestehen, die dann in den Einrichtungen einmal geteilt werden. Damit kann sich zum Beispiel eine Lehrkraft, wie vorgeschrieben, fünf Wochen lang zweimal pro Woche selbst auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen.

Insgesamt rund 350 Einrichtungen im Landkreis Rosenheim werden am Donnerstag Selbsttests erhalten. Da die erste Lieferung nicht ausreicht, um den Bedarf vollständig zu decken, wurde ein Verteilerschlüssel erarbeitet, über den die Testkits herausgegeben werden. Es wurde bereits eine weitere Lieferung bei der Bayerischen Staatsregierung angefordert, um zeitnah alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen mit entsprechenden Tests versorgen zu können.

Neben Lehrern, Erziehern und Betreuern zählen dazu auch die Mitarbeiter in den Verwaltungen der Einrichtungen sowie die Hausmeister und Reinigungskräfte. Wenn genügend Selbsttests zur Verfügung stehen, sollen in einem nächsten Schritt auch Schüler ab 15 Jahren mit Selbsttests versorgt werden.

Die Testkits werden am Donnerstag von den Schulen beim THW in Bad Aibling abgeholt. Die Abholung der Testkits für die Kinderbetreuungseinrichtungen wird von der jeweiligen Kommune übernommen.

Update, 16.55 Uhr - Briten-Mutation bei über 40 Prozent der neuen Corona-Fälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 365 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 69,9. Seit der letzten Pressemitteilung am 8. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 22 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 7653 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7095 Personen (73 Personen mehr seit der Meldung vom 8. März).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 193 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 11 COVID-19-Patienten behandelt, davon 6 auf der Normalstation und 5 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 11.783 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 5.513 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Britische Mutation macht über 40 Prozent der Neuinfektionen in einer Woche aus

In der Kalenderwoche 9 (01.-07. März) wurden unter insgesamt 116 positiven COVID-19-Nachweisen im Landkreis Traunstein 48 Befunde mit der britischen Mutation nachgewiesen. Dies entspricht 41,38 Prozent. Nachweise anderer Varianten erfolgten nicht.

Update, 16.31 Uhr - 15 Neuinfektionen im Kreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 15 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 11 Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.481 (Meldestand RKI: 9. März, 00.00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 91,6 (Stand: 9. März, 0.00 Uhr).

Von den insgesamt 4.481 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.261 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 124 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 20 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 97 neue COVID-19-Fälle.

Die Testergebnisse der mobilen Testungen am vergangenen Mittwoch, 3. März in Teisendorf liegen mittlerweile vor. Demnach wurden insgesamt 211 Personen getestet. Davon wurde eine Person positiv getestet.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 325 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 14 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden zwei Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 16.08 Uhr - 22 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn

Wie das Landratsamt Mühldorf mitteilt, gibt es im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 08. März 22 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 9. März, 00:00 Uhr). 

Eine Gruppe des Kindergartens Kindernest in Niedertaufkirchen befindet sich aufgrund eines positiven Falls in Quarantäne. Bereits am Montag, den 9. März, wurde aufgrund eines positiven Falles eine Gruppe des Waldorfkindergartens Felizenzell in Buchbach unter Quarantäne gesetzt.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 176 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 09. März 2021, 03:11 Uhr) bei 106,2. Die weitere Vorgehensweise bei Schulen und Kitas wird derzeit mit der Regierung von Oberbayern abgestimmt.

Update, 15.07 Uhr - Wirbel um Foto von Söder beim Friseur - Doch das steckt in Wahrheit dahinter

Nach Monaten im Corona-Lockdown durften am 1. März bundesweit Friseure wieder öffnen. Beim Haareschneiden gibt es strenge Hygienemaßnahmen: Kunden müssen eine FFP2-Maske tragen, Friseure mindestens medizinische Gesichtsmasken. Über soziale Medien wird nun ein vermeintlich aktuelles Foto von Markus Söder beim Friseur verbreitet. Die Aufnahme zeigt ihn ohne Mund-Nasen-Schutz, auch der Friseur im Bild trägt keine Maske. Hat Bayerns Ministerpräsident gegen die Corona-Bestimmungen verstoßen?

Die Aufnahme entstand allerdings im Dezember 2016, mehr als drei Jahre bevor das Coronavirus erstmalig in Deutschland nachgewiesen wurde, wie die „dpa“ berichtet.

Markus Söder postete die Original-Aufnahme schon am 29. Dezember 2016 auf seiner Facebook-Seite. Nach eigenen Angaben wär Söder Kunde eines Friseurs in Nürnberg. Auch auf der Facebook-Seite des Friseursalons wurde die Aufnahme von Söder noch am gleichen Tag geteilt.

In einen aktuellen Zusammenhang gestellt wurde das Foto von Söder beim Friseur scheinbar ursprünglich von einer humoristischen Meme-Seite auf Instagram mit der Überschrift „Ob ihr auch beim Friseur sitzt, I doubt it!“ am 15. Februar 2021. Von hier aus verbreitete sich das Meme auch über andere soziale Plattformen, ohne dass dabei der satirische Kontext mittransportiert wurde.

Update, 14.42 Uhr - Mehr Coronavirus-Infektionen bei stärkerem Pollenflug    

Wie ein internationales Team unter Leitung von Forschern der Technischen Universität München (TUM) berichtet, gibt es einen Zusammenhang zwischen Pollenflug und Corona-Infektionen: Demnach erhöht starker Pollenflug der durchgeführten Studie zu Folge das Corona-Risiko. An Orten ohne Lockdown-Regelungen stieg die Infektionsrate im Schnitt um vier Prozent, wenn sich die Anzahl der Pollen in der Luft um 100 pro Kubikmeter erhöhte. In manchen deutschen Städten seien im Untersuchungszeitraum zeitweise pro Tag bis zu 500 Pollen auf einen Kubikmeter gekommen – dabei stiegen die Infektionsraten um mehr als 20 Prozent

Der Grund laut dem Forscherteam: Der Körper reagiert bei Pollenflug nur in abgeschwächter Form auf Viren der Atemwege. Die Körperabwehr produziere dann unter anderem weniger sogenannte antivirale Interferone. Die täglichen Infektionsraten korrelierten mit der Pollenzahl in Ländern mit und ohne Lockdown. Galten in den untersuchten Gebieten Lockdown-Regeln, halbierte sich die Zahl der Infektionen im Schnitt bei vergleichbarer Pollenkonzentration in der Luft. 

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PK im Livestream:

Update, 13.49 Uhr - Eine Regel soll Eltern/Schülern mehr Kontinuität bieten

Der Stufenplan für Lockerungen sieht im Wesentlichen drei verschiedene Inzidenzstufen vor - unter 50, zwischen 50 und 99 und 100 höher. rosenheim24.de hatte dazu bereits einen Extra-Artikel verfasst (Plus-Artikel). Für einen etwaigen Wechsel zwischen den Inzidenzstufen ist dabei nun jeweils die 7-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis/der jeweiligen Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen entscheidend. So hatte beispielsweise ab Dienstag, 0 Uhr, in der Stadt Rosenheim die „Notbremse“ gegriffen, nachdem die Inzidenz zuvor an drei Tagen in Folge (Samstag, Sonntag und Montag) jeweils die 100er-Grenze überschritten hatte.

Um Eltern und Schülern jedoch ein gewisses Maß an Kontinuität bieten zu können, gibt es für den Schulbereich eine entscheidende Abweichung. Auf Nachfrage eines Journalisten machte Kultusminister Piazolo auf §18 der 12. bayerischen Infektionsschutzverordnung aufmerksam, wonach die jeweilig zuständige Kreisverwaltungsbehörde ab sofort jeweils am Freitag jeder Woche die jeweils maßgebliche Inzidenzstufe festlegen soll. Diese gilt dann jeweils für die gesamte darauffolgende Kalenderwoche von Montag bis einschließlich Sonntag. Bedeutet im Klartext: Sagt das zuständige Landratsamt an einem Freitag, dass in der kommenden Woche in einem Landkreis Präsenz-/Wechselunterricht stattfindet, bleibt dies die gesamte Woche so - unabhängig vom möglichen Wechsel des Landkreises in eine andere Inzidenzstufe. In der darauffolgenden Woche wird dann am Freitag wieder eine neue Bewertung vorgenommen.

Update, 13.27 Uhr - Besuchsregeln in Altenheimen sollen gelockert werden

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) berichtete von der Gesundheitsminister-Konferenz, wo besprochen worden sei, dass die regionalen Impfzentren aufrechterhalten und gleichzeitig die Hausärzte ebenfalls verstärkt in die Impfstrategie miteinbezogen werden sollen. Hinzu kämen Bürger-Schnelltests und Antigen-Schnelltests als „Teil des Systems, um Infektionen schnell zu erkennen und Infektionsketten früher zu durchbrechen“, sagte Holetschek.

Derweil habe sich die Situation in den Alten- und Pflegeheimen massiv verbessert. Die bereits erfolgten Impfungen hätten hier den entscheidenden Beitrag geleistet, betonte der Minister. Deswegen sollen bis Ende März auch die Besuchsregeln gelockert werden. „Das Ausbruchsgeschehen hat sich hier glücklicherweise dramatisch verringert“, sagte Holetschek.

Update, 13.22 Uhr - „Tag des offenen Klassenzimmers“ in Mühldorf und Altötting?

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) konstatierte, dass der Leistungsstand von bayerischen Schülern derzeit vor allem von zwei Dingern abhängig sei: Zum einen vom Inzidenzwert im jeweiligen Landkreis, wovon auch abhängt, ob Schulen Präsenz- oder nur Distanzunterricht anbieten können. Zum andere gäbe es eine „stärkere Binnendifferenzierung innerhalb der Klasse“ - also Schüler, die entweder besser oder schlechter mit der längeren Phase des Distanzunterrichts zurecht gekommen seien. Um diese Unterschiede bestmöglich auszugleichen, kündigte Piazolo ein „Maßnahmenpaket“ an, das sich die Staatsregierung insgesamt rund 40 Millionen Euro kosten lassen wird.

Für Corona-Hotspots, also Städte/Landkreise, für die es derzeit keine Öffnungsperspektive für Schulen gibt, sagte Piazolo, dass es einen „Tag des offenen Klassenzimmers“ geben soll - vor allem im Grundschulbereich. Dies sei „kein verpflichtendes Angebot“, sondern erfolge auf freiwilliger Basis. Mit der Maßnahme solle das Lernen im Distanzunterricht „pädagogisch begleitet“ werden und soziale Kontakte wieder hergestellt werden. Allerdings gelte es hier regional zu differenzieren - beispielsweise zwischen Landkreisen wie Mühldorf oder Altötting, die knapp über 100 liegen oder Städten wie Hof, die eine Inzidenz von über 300 aufweisen.

Update, 13.13 Uhr - Herrmann: „Die Gefahr ist noch nicht gebannt!“

Große Sorgen bereiten der Staatsregierung nach wie vor die sogenannten „Variants of concern“ (besorgniserregende Virusvarianten). Die Mutationen würden die Gefahr eines (erneuten) exponentiellen Anstiegs der Fallzahlen/der Ausbreitung erhöhen. „Wir haben deswegen nach wie vor ein sehr dynamisches Infektionsgeschehen“, sagte Herrmann, der aber von großen Fortschritten beim Schutz der besonders vulnerablen Personengruppen sprach.

Zur Auslastung der Intensivstationen in den bayerischen Kliniken machte Herrmann deutlich, dass die Zahlen hier glücklicherweise weiterhin leicht rückläufig seien. Allerdings hätten Mediziner zu verstehen geben, dass es mit den neuen Mutationen relativ schnell gehen könne, dass sich dies wieder ändert. Und: Dann könnten auch verstärkt jüngere Menschen betroffen sein und auch die Verweildauer in den Kliniken ist bei einer Infektion mit einer Mutation meist länger. „Die Gefahr ist also noch nicht gebannt. Wir müssen eine dritte Welle vermeiden, ansonsten kann das Gesundheitssystem wieder überlastet werden“, so Herrmann.

Update, 13.07 Uhr - Herrmann: „Richtige Balance finden und Fortschritte nicht verspielen“

Am Mittag sind Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) vor die Presse getreten, um über die Ergebnisse der Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung am Vormittag zu informieren. Im Mittelpunkt stand dabei einmal mehr das Vorgehen des Freistaates im Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Wir haben heute keine weiteren Beschlüsse gefasst, sondern uns über den aktuellen Sachstand und die weitere Vorgehensweise intensiv beraten“, sagte Herrmann zu Beginn. Es gehe weiterhin darum, die „richtige Balance“ zu halten. Man dürfe jetzt nicht die erreichten Fortschritte verspielen und nicht über die eigenen Füße stolpern, hieß es.

In Bayern wurden am Dienstag 776 Neu-Infektionen und 38 Todesfälle gemeldet (Vorwoche: 442). Dies sei „keine Seitwärtsbewegung mehr, sondern schon ein Anstieg“, betonte Herrmann. Die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz im Freistaat beträgt derzeit 74,2. Vor allem in den ostbayerischen Kreisen und in Stadtgebieten seien erhöhte Inzidenzwerte verstärkt feststellbar, hieß es weiter. Im ganzen Freistaat gäbe es eine „deutliche Spreizung“ der Inzidenzen, wie beispielsweise von 18,1 im Landkreis Eichstätt bis hin zu 338,2 in der Stadt Hof.

Update, 12.48 Uhr - PK um 13 Uhr live

Erneut hat bayerische Kabinett in einer Sitzung über die aktuelle Corona-Lage in Bayern beraten. Über die Ergebnisse informieren Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) im Anschluss an die Kabinettssitzung.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Pressekonferenz um 13 Uhr.

Update, 12.40 Uhr - Bayerns Impfzentren weiter unter Kapazität - Druck auf Politik steigt

Angesichts der nach wie vor schleppenden Corona-Impfungen steigt der politische Druck auf Bund und Länder für einen Kurswechsel. Die bayerische Landesärztekammer forderte am Dienstag die schnellstmögliche Beteiligung der niedergelassenen Mediziner an der Impfkampagne. „Wir sind an einem gewissen Wendepunkt angekommen, an dem das staatliche Impfstoff-Monopol nicht mehr weiter aufrechterhalten werden kann“, kritisierte Ärztekammerpräsident Gerald Quitterer am Dienstag in München. Vergangene Woche hatten bereits viele große Unternehmen an den Bund appelliert, bald Betriebsärzte an den Impfungen zu beteiligen.

„Wir haben die Landkreise angewiesen, die Kapazitäten in den kommenden Wochen auszubauen und bis April rund 110.000 Impfungen pro Tag zu ermöglichen“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums - dafür hatte Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) den Begriff „Impfturbo“ erfunden.

Zudem wird in den kommenden Wochen deutlich mehr Impfstoff erwartet. Nach Bayern sollen in den fünf Wochen von Anfang März bis Anfang April 1,67 Millionen Impfdosen geliefert werden. Das wären innerhalb eines Monats mehr als seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember.

Update, 12.24 Uhr - Mehr Menschen wollen Öffnung von Handel und Gastro   

Nur etwas mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland hält laut einer Umfrage die coronabedingte Schließung von Geschäften noch für angemessen. Lediglich 37 Prozent der Befragten im am Dienstag veröffentlichten „Corona-Monitor“ des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR) sprachen sich dafür aus - Anfang Januar waren es noch über 61 Prozent. Auch der Schließung der Gastronomie (52) und der Kultureinrichtungen (60 Prozent) stimmen deutlich weniger Menschen zu als noch zu Jahresbeginn. Die Allermeisten befürworten dagegen weiterhin die Abstandsregeln (92) und die Maskenpflicht sowie das Absagen von Veranstaltungen (84).

Die repräsentative Befragung erhebt seit März vergangenen Jahres Sorgen und Einstellungen der Bürger zur Pandemie und ihrem Umgang damit. „Wir sehen im Zeitverlauf, dass die große Mehrheit der Bevölkerung die zentralen Schutzmaßnahmen umsetzt“, kommentierte BfR-Präsident Andreas Hensel. Erstmals fragten die Forscher in der vergangenen Woche auch nach Corona-Tests: 43 Prozent gaben an, bisher auf das Virus getestet worden zu sein.

Update, 11.37 Uhr - Italien produziert als erstes EU-Land Sputnik V

Wie die „Welt“ berichtet, wird Italien als erstes EU-Land das russische Corona-Vakzin Sputnik V produzieren. Errichtet wird die Produktionsstätte vom russischen Staatsfonds RDIF sowie dem Schweizer Pharmakonzern Adienne, wie die italienisch-russische Handelskammer mitteilt. Dem Impfstoff wird eine Wirksamkeit von fast 92 Prozent bescheinigt, was vergleichbar mit dem Vakzin von Biontech ist. Das Zulassungsverfahren für Sputnik V bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA läuft noch, Italien will aber nicht abwarten.

Geht alles nach Plan, wird die Produktion im Juni starten. Bis Jahresende sollen zehn Millionen Impfeinheiten hergestellt werden.

Update, 10.52 Uhr - Österreich riegelt ganze Stadt ab - Heer im Einsatz

In Österreich wird wegen der hohen Corona-Inzidenz eine ganze Stadt abgeriegelt: Das knapp 46.000 Einwohner zählende Wiener Neustadt weist laut „kurier.at“ eine 7-Tages-Inzidenz von 563 auf. Die Ausreise aus Wiener Neustadt ist ab Mittwoch nurmehr mit einem negativen Corona-Test möglich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Ebenfalls ausreisen darf, wer eine eine ärztliche Bestätigung vorweisen kann, dass er in den letzten sechs Monaten an Corona erkrankt war. Die Kontrollen werden zwischen 5 und 21 Uhr stattfinden, dazwischen gelten Ausgangssperren, welche von der Polizei kontrolliert werden.

Weil in der Stadt Testkapazitäten fehlen, werden diese nun ausgeweitet. Täglich sollen bis zu 15.000 Tests durchgeführt werden können. Personell wird die Stadt ein Assistenzansuchen von über 300 Mann an das österreichische Heer stellen.

Update, 10.13 Uhr - Holpriger Start bei Corona-Schnelltests

Am Montag gingen die kostenlosen Corona-Schnelltests in Deutschland an den Start. Doch das lief am ersten Tag teils wegen mangelnder Verfügbarkeit teilweise noch sehr holprig, wie eine Abfrage aus den für die Verteilung zuständigen Bundesländern ergab. Viele Apotheken und Arztpraxen konnten am Montag noch keine kostenlosen Schnelltests anbieten - auch mit Verweis darauf, dass die entsprechende Bundesverordnung noch nicht vorliege. In den Testzentren herrschte zum Teil großer Andrang, wie etwa die Länder Berlin und Sachsen berichteten. Bund und Länder hatten bei ihrem jüngsten Treffen am Mittwoch vereinbart, dass der Bund von Montag an allen Bürgern mindestens einen Schnelltest pro Woche zahlt. Für die Bereitstellung sind die Bundesländer verantwortlich. 

Gleichzeitig sind seit Samstag auch Laien-Selbsttests zur Anwendung Zuhause im Einzelhandel erhältlich. Sie waren binnen weniger Stunden ausverkauft, wie die Discounter Aldi und Lidl mitteilten. Nach den Discountern peilen auch die Drogeriemarkt-Ketten dm und Rossmann den Start des Verkaufs von Corona-Selbsttests an. Sofern die Lieferungen wie geplant kämen, „können wir den Corona-Schnelltest voraussichtlich im Laufe der Woche in unseren Verkaufsstellen anbieten“, teilte Rossmann mit. Von dm hieß es ebenfalls, man gehe davon aus, im Laufe dieser Woche starten zu können. Edeka will die Tests „in Kürze“ anbieten.

Update, 9.20 Uhr - Weitere Details zu Corona-Party in Bad Feilnbach

Am Samstagabend, 6. März, sorgte ein verbotene Corona-Party im Gemeindebereich von Bad Feilnbach für Ärger und Aufregung - weitere Informationen dazu finden Sie hier in einem Extraartikel (Plus-Artikel ovb-online). Demnach handelte es sich bei der Party um den 18. Geburtstag von Christina Weingast, der Tochter des gleichnamigen Gasthauses im Ortsteil Kematen.

Während sich Vater Rupert im Gespräch mit dem OVB „wie ein Schwerverbrecher“ vorkam, bleibt die Polizei bei ihrer Darstellung, wonach eine Party. mit bis zu 30 Gästen stattgefunden habe, der Einsatz mit elf Streifenwagen verhältnismäßig gewesen sei und der Ermessensspielraum der Beamten in diesem Fall „gegen null“ tendiert hätte.

Update, 8.19 Uhr - Landkreis Altötting meldet 14 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 14 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4103 Personen (Stand: 8. März, 17 Uhr). Aktuell gibt es im Landkreis 198 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (31), Altötting (30) und Burgkirchen (29). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 100,4.

Update, 7.23 Uhr - Auch Kreisen Mühldorf und Altötting droht Notbremse

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 9. März 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen sind in den Städten und Kreisen er Region im Vergleich zum Vortag durchweg gestiegen. Während in der Stadt Rosenheim - dort stieg der Wert von 107,0 auf 111,7 - seit 0 Uhr die Corona-Notbremse bereits greift, droht nun auch zwei weiteren Landkreisen diese „Bremse“: Im Kreis Mühldorf stieg die Inzidenz von 92,3 auf 106,2, im Landkreis Altötting von 95,1 auf 100,4. Bleibt der Wert in beiden Kreisen jetzt noch zwei weitere Tage hintereinander über der 100er-Marke, gibt es wieder schärfere Corona-Regeln, wie etwa Schulschließungen oder eine nächtliche Ausgangssperre.

Steigende Zahlen meldeten auch die Landkreise Rosenheim (von 76,1 auf 80,0), Traunstein (von 65,4 auf 69,9) und Berchtesgadener Land (von 78,4 auf 91,6). Zudem wurde ein weiterer Todesfall aus dem Landkreis Rosenheim gemeldet. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Opfers gab es bislang nicht.

RKI meldet 4252 neue Fälle und 255 weitere Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen eines Tages 4252 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 255 weitere Todesfälle verzeichnet (Stand: 9. März, 0 Uhr). Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3943 Neuinfektionen und 358 neue Todesfälle verzeichnet (News-Ticker Montag, 8. März).

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 67,5 - und damit etwas niedriger als am Vortag (68,0). Vor vier Wochen, am 9. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 72,8 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.509.445 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.319.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 72.189. In Bayern kamen 38 weitere Todesopfer hinzu (gesamt nun 12.679).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,03 (Stand: 8. März; Vortag 1,06). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 103 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/dpa

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