News-Ticker zur Corona-Pandemie

150 Münchner beim Feiern in der Innenstadt erwischt - Polizei greift hart durch

Polizei
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In München kam es zu mehrern Verstößen gegen die Corona-Maßnhamen.
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (9. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 217,1, Landkreis Rosenheim 173,3, Landkreis Traunstein 238,6, Landkreis Berchtesgadener Land 141,6, Landkreis Mühldorf 201,9, Landkreis Altötting 227,8 (Quelle/Stand: RKI, 9. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1912, Landkreis Rosenheim 6928, Traunstein 4618, Berchtesgadener Land 2174, Mühldorf 2542, Altötting 2376 (Quelle/Stand: RKI, 9. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 26, Landkreis Rosenheim 254, Traunstein 125, Berchtesgadener Land 40, Mühldorf 44, Altötting 72 (Quelle/Stand: RKI, 9. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 19.932 Todesfälle in Deutschland (4518 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.14 Uhr - 150 Münchner beim Feiern in der Innenstadt erwischt - Polizei greift hart durch

Am Dienstag (8. Dezember) kam es zu mehreren Einsätzen im Stadtgebiet München wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung. So wurde gegen 19.15 Uhr durch die Polizeiinspektion gemeldet, dass sich im Bereich des Wedekindplatzes circa 150 Personen aufhielten und dabei Getränke konsumierten.

Aufgrund dessen mussten weitere Einheiten hinzugezogen werden, sodass mittels kommunikativer Mittel ein Großteil der vor Ort befindlichen Personen selbstständig den Platz verließen. Bei den dort verbliebenen Personen mussten letztlich 13 Verstöße gegen die angezeigt werden.

Im Verlauf des weiteren Abends hielten sich auch mehrere hundert Personen im Bereich der Schellingstraße/Türkenstraße/Georg-Elser-Platz sowie Thalkirchner Straße/Pestalozzistraße auf. Auch diese waren hauptsächlich dort, um Getränke zu konsumieren und hielten sich zum Teil nicht an die Vorgaben.

Auch hier wurden wieder Kräfte hinzugezogen und mittels kommunikativer Mittel auf die vor Ort befindlichen Personen eingewirkt, sodass diese sich nach und nach zerstreuten. Auch hier wurden gegen verbliebene Personen sieben Verstöße zur Anzeige gebracht. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei München.

Update, 19.09 Uhr - 28 Neuinfektionen und zwei Todesfälle in BGL

Aus dem Berchtesgadener Land wurden zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit bestätigten Corona-Infektionen gemeldet. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 32 und 75 Jahren. Die Zahl der Todesfälle steigt somit auf 40. Davon sind insgesamt zwei Personen mit COVID-19 und 38 Personen an COVID-19 verstorben.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert weiter , dass es seit gestern 28 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.180 (Meldestand: 9. Dezember, 10 Uhr). 

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 141,6 (Stand: 9. Dezember, 0 Uhr)

Update, 17.46 Uhr - Ausgangssperre in 27 bayerischen Landkreisen und Städten

In insgesamt 27 bayerischen Landkreisen und Städten gilt ab heute, 9. Dezember 2020, ab 21 Uhr bis 5 Uhr zusätzlich zu den landesweiten Ausgangsbeschränkungen eine Ausgangssperre. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitgeteilt. Maßgeblich für diese Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen ist, ob ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) die 7-Tages-Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hat.

Die Maßnahmen gelten dann bis zur Aufhebung durch die Kreisverwaltungsbehörde. Herrmann kündigte die strikte Kontrolle der Maßnahmen durch die Bayerische Polizei an. „Wir müssen das Virus in den Griff bekommen. Das wird uns nur gelingen, wenn sich alle an die Regeln halten. Deshalb werden wir das auch konsequent kontrollieren, auch mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei. Insbesondere in den Hotspots gilt: Bleiben Sie daheim!“

Demnach gilt auf der Grundlage der RKI-Zahlen ab Mittwoch, den 9. Dezember für folgende Landkreise und kreisfreien Städte eine Ausgangssperre:

  • Landkreis Altötting
  • Landkreis Coburg
  • Landkreis Erding
  • Landkreis Freyung-Grafenau
  • Landkreis Günzburg
  • Landkreis Hof
  • Landkreis Landshut
  • Landkreis Main-Spessart
  • Landkreis Mühldorf a. Inn
  • Landkreis Neumarkt i. d. Oberpfalz
  • Landkreis Nürnberger Land
  • Landkreis Passau
  • Landkreis Regen
  • Landkreis Traunstein
  • Landkreis Wunsiedel
  • Stadt Augsburg
  • Stadt Fürth
  • Stadt Hof
  • Stadt Kaufbeuren
  • Stadt München
  • Stadt Nürnberg
  • Stadt Passau
  • Stadt Rosenheim
  • Stadt Schwabach

Darüber hinaus haben folgende Kommunen bereits für heute Abend eine Ausgangssperre verfügt:

  • Landkreis Augsburg
  • Stadt Coburg
  • Landkreis Neu-Ulm

Zusätzlich zu den genannten Kommunen gilt ab morgen, 10. Dezember 2020 in folgenden Landkreisen und kreisfreien Städte eine Ausgangssperre:

  • Stadt Landshut
  • Landkreis Straubing-Bogen
  • Landkreis Roth

In den genannten Kommunen ist damit der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung in dieser Zeit grundsätzlich untersagt. Weitergehende Regelungen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörden bleiben hiervon unberührt. Neben täglichen Presseinformationen wird das Innenministerium ab Mittwoch täglich über jene Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern informieren, für die eine Ausgangssperre gilt. Die Übersicht ist künftig täglich ab 17.30 Uhr unter www.stmi.bayern.de/miniwebs/coronavirus/hotspotregionen/ abrufbar.

Die Liste ist ebenso auf der Homepage des bayerischen Gesundheitsministeriums zu finden (www.stmgp.bayern.de).
Aktuelle Informationen gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Innenministeriums (www.instagram.com/baystmiwww.facebook.com/BayStMI/ und www.twitter.com/BayStMI).

Update, 16.50 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1547 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 238,6.

Seit der letzten Pressemitteilung am 8. Dezember sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 79 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 4698 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 3023 Personen (25 Personen mehr seit der Meldung vom 8. Dezember).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein weiterhin insgesamt 128 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 62 COVID-19-Patienten behandelt, davon 49 auf der Normalstation und 13 auf der Intensivstation.

Update, 16.20 Uhr - Ein weiterer Toter im Kreis Mühldorf, Ausbruch in Asylunterkunft

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist erneut eine Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 8. Dezember gibt es 33 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 9. Dezember, 8 Uhr).

Im Rahmen einer Reihentestung wurden mehrere positive Fälle in drei Familien der Asylunterkunft GU Mühldorf Friedhofstraße ermittelt, der entsprechende Teilbereich befindet sich in Quarantäne. Aufgrund jeweils eines Corona-Infektionsfalles wurde eine Klasse der Grundschule Neumarkt- St. Veit, die Mittagsbetreuungsgruppe der Mittelschule Neumarkt- St. Veit und eine Gruppe des Kindergartens St. Rupert in Heldenstein unter Quarantäne gestellt.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 322 aktive Fälle. Die Zahl der mit dem Corona-Virus Verstorbenen erhöht sich auf 44. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 204,54.

Update, 15.40 Uhr - Erste Spezialkühlschränke für Impfstoff nach Bayern geliefert

Die Vorbereitungen für Corona-Impfungen in Bayern schreiten weiter voran. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte: „Die bayernweite Auslieferung der Ultratiefkühlschränke an die entsprechenden Lagerzentren in den Regierungsbezirken ist in vollem Gange. Sie hat am Montag in Oberfranken begonnen und wird am Freitag abgeschlossen sein. Diese sind nur ein Teil der vielfältigen Vorbereitungen, die gerade auf allen Ebenen stattfinden. Bayern hat bereits frühzeitig mit der Beschaffung wichtiger Sachmittel für die Corona-Impfungen begonnen, damit wir nach der für den Dezember oder Januar erwarteten Auslieferung des Impfstoffs direkt loslegen können.“

Die Ministerin, die anlässlich der ersten Lieferungen das Impfstoff-Lagerzentrum in Oberfranken am Montag besucht hatte, ergänzte: „Diese Woche wurden allein vier Ultratiefkühlschränke im Regierungsbezirk Oberfranken ausgeliefert.“ Die Ultratiefkühlschränke gewährleisten bayernweit die Möglichkeit einer gleichzeitigen Einlagerung von bis zu drei Millionen Impfdosen mit einem entsprechenden Kühlbedarf. Die 40 Ultratiefkühlschränke verfügen über besondere Schutzmaßnahmen zur Ausfallsicherheit und sind in den Lieferzentren an ein entsprechendes Überwachungssystem angeschlossen. Weitere Geräte wurden bereits auch an Lagerzentren in Unterfranken, Schwaben und Mittelfranken geliefert.

Update, 15.10 Uhr Bayerischer Verwaltungsgerichtshof fällt Urteil zu Infektionschutzmaßnahmen

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat es in einem Normenkontrolleilverfahren abgelehnt, die Regelungen der Neunten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (9. BayIfSMV) zu Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und zu Gastronomieschließungen vorläufig außer Vollzug zu setzen.

Dabei hat sich der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat erstmals mit der Verfassungsmäßigkeit des durch das Dritte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 18. November neu geschaffenen § 28a Infektionsschutzgesetz (IfSG) geäußert.

Der Senat hat festgestellt, dass keine schwerwiegenden Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des § 28a IfSG bestehen. Zwar seien die dort geregelten Befugnisse der Infektionsschutzbehörden zum Teil sehr weitgehend und in die Grundrechte der Betroffenen tief eingreifend.

Auf der anderen Seite seien sie allein auf die Corona-Pandemie zugeschnitten. Dass der Deutsche Bundestag mit der für entsprechende Eingriffe notwendigen Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite seinen Gestaltungsspielraum überschreite, sei nicht ersichtlich. Der Gesetzgeber habe den Behörden und Fachgerichten auch genügend Spielraum belassen, um eine verhältnismäßige Anwendung der Befugnisnormen im Einzelfall sicherzustellen.

Die bisher geäußerten Zweifel des Senats im Hinblick auf den Parlamentsvorbehalt habe der Gesetzgeber mit der Neuregelung weitgehend ausgeräumt. Ausgehend hiervon und angesichts der aktuell deutlich zugespitzten Infektionslage hielt das Gericht – wie bereits in früheren Entscheidungen – die angegriffenen Regelungen der 9. BayIfSMV für erforderlich und angemessen.
Der Beschluss des Senats ist unanfechtbar.
Pressemeldung BayVGH, Beschluss vom 8. Dezember 2020

Update, 15 Uhr - Landkreis Altötting weiterhin Hotspot

Schon seit dem 6. November liegt der Landkreis Altötting über der 7-Tage-Inzidenz von 200. Daher gilt es hier einige Sonderregeln zu beachten. Eine Übersicht findet Ihr hier.

Update, 14.46 Uhr - Rentnerin beruft sich auf göttliche Befreiung von Maskenpflicht

Angeblich von Gott persönlich ist eine Rentnerin am Münchner Hauptbahnhof von der Maskenpflicht befreit worden. Als vermeintlichen Beweis habe die Frau ohne Mund-Nasen-Bedeckung eine ausgedruckte Version des biblischen Psalms 91 vorgezeigt, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Laut dem Schutzversprechen hält Gott unter anderem tödliche Krankheiten fern.

Auf dem Zettel stand unter anderem: „Wenn Tausend neben dir tot umfallen, ja, wenn Zehntausend um dich herum sterben, dich selbst trifft es nicht!“ Die Bundespolizisten vor Ort überzeugte die „göttliche Verfügung“ laut Mitteilung nicht. Nach der Kontrolle am Dienstagabend erwartet die 74-Jährige nun eine Anzeige.

Update, 14.24 Uhr - Corona-Ausbruch in Schechener Seniorenheim - zwei Tote

Im Seniorenheim PiHa in Schechen gab es einen Corona-Ausbruch mit mehreren positiv getesteten Fällen. Alle 50 Bewohner und Bewohnerinnen sowie alle 28 Mitarbeiter wurden daraufhin auf das Corona-Virus getestet. Eine Corona-positive Person muss derzeit im Krankenhaus medizinisch versorgt werden, zwei Patienten sind verstorben

rosenheim24.de berichtet in einem Extra-Artikel über die Details.

Update, 14.03 Uhr - Corona-Ausbruch in Wasserburger Krankenhaus

Corona-Ausbruch im RoMed-Krankenhaus Wasserburg: Ein Arzt war bei einer Routinekontrolle positiv getestet worden. Außerdem sind fünf Patienten Corona-positiv. Über die Klinik wurde aktuell ein Aufnahmestopp verhängt.

ovb-online.de berichtet in einem Extra-Artikel über die Details des Corona-Ausbruchs (Plus-Artikel).

Update, 12.48 Uhr - Merkel plädiert für schärferen Lockdown gegen Corona-Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Corona-Infektions- und Todeszahlen eine Verschärfung des Teil-Lockdowns noch vor Weihnachten verlangt. „Die Zahl der Kontakte ist zu hoch. Die Reduktion der Kontakte ist nicht ausreichend“, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in der Generaldebatte des Bundestags zum Bundeshaushalt 2021. Selbst wenn man Länder mit sehr starkem Anstieg wie Sachsen herausrechne, gebe es Anstiege. 590 Todesfälle am Tag wie am Mittwoch gemeldet seien nicht akzeptabel. „Und weil die Zahlen so sind, wie sie sind, müssen wir etwas tun, und zwar Bund und Länder gemeinsam.“

Merkel betonte, es müsse verhindert werden, dass die Infektionszahlen wieder ein exponentielles Wachstum erreichen. Das Ziel heiße nicht, nach Tagen zu rechnen, sondern nach Resultat. „Sonst entgleitet uns die Pandemie wieder und wieder.“ Ziel bleibe es, auf 50 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen herunter zu kommen. Die Kanzlerin stellte sich ausdrücklich hinter die Empfehlungen der Wissenschaftsorganisation Leopoldina vom Vortag. Die Politik tue gut daran, das, was die Wissenschaft sage, „auch wirklich ernst zu nehmen“.

Merkel betonte, Glühweinstände und Waffelbäckereien in manchen Städten würden sich nicht mit den Vereinbarungen von Bund und Ländern zum Teil-Lockdown vertragen. Und wenn die Wissenschaft „uns geradezu anfleht“, vor Weihnachten und dem Besuch bei den Großeltern eine Woche Kontaktreduzierung vorzunehmen, dann müsse man noch einmal darüber nachdenken, die Schulferien schon vor dem 19. Dezember beginnen zu lassen.

Update, 11.58 Uhr - 95 Patienten in InnKlinikum stationär in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit 95 Patienten stationär behandelt - 29 in Mühldorf, 44 in Burghausen und 22 in Altötting. Am Vortag waren es noch 99 Personen gewesen. Von den 95 Betroffenen liegen neun auf einer Intensivstation, acht davon müssen auch beatmet werden (Stand: 9. Dezember, 9.20 Uhr).

Zudem gab die Klinik-Gruppe auch vier Todesfälle bekannt. Es handelt sich dabei um vier Männer im Alter zwischen 78 und 85 Jahren, drei davon aus dem Landkreis Altötting und einer aus dem Landkreis Mühldorf. Zudem meldete das Gesundheitsamt Altötting nun 24 neue Corona-Fälle. Die Gesamtzahl stieg damit seit Pandemie-Beginn auf 2414 Betroffene in Stadt und Landkreis Altötting.

Update, 11.15 Uhr - Das sind die 10 Corona-Hotspots in Deutschland

Die Deutschlandkarte des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist aktuell in vielen Teilen orange, rot und teilweise sogar pink. Trauriger Spitzenreiter ist derzeit noch immer der niederbayerische Landkreis Regen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 569,7.

Das sind die Corona-Hotspots in Deutschland:

  • Landkreis Regen 569,7
  • Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 526,5
  • Landkreis Bautzen 493,7
  • Landkreis Altenburger Land 459,8
  • Landkreis Meißen 451,4
  • Landkreis Hildburghausen 443,1
  • Landkreis Zwickau 422,2
  • Kreisfreie Stadt Ludwigshafen 419,7
  • Landkreis Saale-Orla-Kreis 412,1
  • Landkreis Erzgebirgskreis 401,1

Update, 10.05 Uhr - Strenge Regeln um 0 Uhr in Kraft getreten

Seit 0 Uhr gelten im Freistaat Bayern deutlich strengere Corona-Regeln. rosenheim24.de hat diese in einem Extra-Artikel zusammengefasst. In Hotspots gilt zwischen 21 Uhr und 5 Uhr sogar eine nächtliche Ausgangssperre. Auch der kleine Grenzverkehr wurde eingeschränkt.

Update, 9.23 Uhr - Huml: „Hohe Sterbezahlen sind beunruhigend“

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Bürger zum Durchhalten im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen und zum Umsetzen der neuen Schutzmaßnahmen aufgefordert: „Wir brauchen jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung. Die anhaltend hohen Infektions- und Todeszahlen zeigen deutlich, dass wir mehr tun müssen als der bisherige Lockdown light. Deswegen handeln wir jetzt entschlossen und kraftvoll. Was mich besonders beunruhigt, sind die hohen Sterbezahlen. (...) Das müssen wir mit allen Mitteln stoppen.

Der Bayerische Landtag hatte am Dienstag die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bestätigt. Huml erläuterte: „Die neuen Regeln treten mit der 10. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft. Damit gelten ab sofort weitere Vorschriften unter anderem für Alten- und Pflegeheime, Schulen und den Grenzverkehr sowie strengere Ausgangsregelungen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Zahl der Kontakte deutlich zu reduzieren – denn solange wir noch nicht flächendeckend impfen können, sind strenge Kontaktbeschränkungen das einzige Mittel, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken.“

Update, 7.56 Uhr - Sieben weitere Todesfälle in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 9. Dezember).

Die Corona-Fallzahlen bzw. die 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich im Vergleich zum Vortag moderat entwickelt. In den Landkreisen Berchtesgadener Land (141,6) und Mühldorf (201,9) gab es bei dem Inzidenzwert laut neuesten RKI-Daten sogar überhaupt keine Änderungen. Leicht fallende Werte wurden für die Stadt Rosenheim (von 229,7 auf 217,1) und den Landkreis Traunstein (von 251,5 auf 238,6) gemeldet.

Steigerungen gab es dagegen in den Landkreisen Altötting (von 226,9 auf 227,8) und Rosenheim (von 164,5 auf 173,3) zu verzeichnen. Zudem wurden sieben weitere Todesfälle in der Region gemeldet - drei aus dem Landkreis Rosenheim und jeweils zwei aus den Kreisen Mühldorf und Berchtesgadener Land. Im Landkreis Altötting wurde die Todeszahl dagegen um einen Fall nach unten korrigiert (gesamt derzeit 72).

Knapp 21.000 neue Infektionen - und Rekord bei Todesfällen

Die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft angestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 590 neue Todesfälle innerhalb eines Tages (Stand: 9. Dezember, 0 Uhr). Das sind über 100 Fälle mehr als beim bisherigen Rekordstand von 487 Toten vom vergangenen Mittwoch. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 20.815 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (News-Ticker Dienstag, 8. Dezember). Am Mittwoch in der Vorwoche lag der Wert noch bei 17.270. Den bisher höchsten Tageswert gab es am 20. November mit 23.648 Fällen.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Mittwoch auf 19.932. In Bayern kamen 107 weitere Todesfälle dazu (gesamt nun 4518). der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde.

Für ganz Deutschland gab das RKI außerdem einen neuen Höchstwert von 149,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen an. Zu Beginn des Teil-Lockdowns im November waren es um die 120 gewesen. Bund und Länder wollen erreichen, dass es weniger als 50 werden - so könnten Gesundheitsämter Infektionsketten wieder nachverfolgen. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.218.524 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Nach Schätzungen sind rund 902.100 Menschen inzwischen genesen.

mw/mh/dpa

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