News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder über längeren und schärferen Lockdown: „Machen keine Experimente“ - Aktuelle Zahlen in der Region

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (rechts).
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Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (rechts) und Berlins regierender Bürgermeister Müller (links).
  • Martina Hunger
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  • Martin Weidner
    Martin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag, 5. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 163,6, Landkreis Rosenheim 173,0, Landkreis Traunstein 186,7, Landkreis Berchtesgadener Land 293,6, Landkreis Mühldorf 138,1, Landkreis Altötting 96,0 (Quelle/Stand: RKI, 5. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2373, Landkreis Rosenheim 8790, Traunstein 5883, Berchtesgadener Land 2954, Mühldorf 3429, Altötting 2982 (Quelle/Stand: RKI, 5. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 36, Landkreis Rosenheim 331, Traunstein 155, Berchtesgadener Land 67, Mühldorf 79, Altötting 106 (Quelle/Stand: RKI, 5. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 35.518 Todesfälle in Deutschland (7163 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.08 Uhr - Aktuelle Zahlen aus den Landkreisen Traunstein, Mühldorf am Inn und Berchtesgadener Land

18 neue bestätigte Corona-Fälle und ein Todesfall im Landkreis Mühldorf am Inn

Das Landratsamt Mühldorf am Inn meldet einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit einer bestätigten Covid-19-Infektion. Zudem gibt es im Vergleich zum Vortag 18 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis.

Sechs weitere positive Fälle ergaben sich aus einer Reihentestung unter Mitarbeitern im Schlachthof Waldkraiburg.

58 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes Traunstein gingen seit 4. Januar 58 neue Corona-Infektionen ein. Landkreisweit gelten unterdessen mindestens 3944 Personen als genesen - 77 Personen mehr als am Vortag.

In den Kliniken des Landkreises Traunstein werden derzeit 63 Covid-19-Patienten behandelt, 53 davon auf der Normalstation und zehn auf der Intensivstation.

41 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Das Landratsamt Berchtesgadener Land vermeldet seit gestern 41 neue Corona-Infektionen. Aktuell gibt es damit im Landkreis 239 aktive Fälle.

Außerdem gibt es landkreisweit zwei weitere Todesfälle, dabei handelt es sich um zwei Männer im Alter von 78 beziehungsweise 87 Jahren. In den Krankenhäusern des Berchtesgadener Landes werden derzeit 54 Covid-19-Patienten stationär behandelt, drei davon werden intensivmedizinisch betreut.

Pressemitteilungen der zuständigen Landratsämter

Merkel-PK im Live-Stream

Update, 19.45 Uhr - So soll es beim Thema Impfen weitergehen

„Wir haben uns sehr lange mit dem Thema Impfen beschäftigt, richtigerweise“, sagt Merkel. Der Impfstoff sei der Weg zu einem Leben ohne pandemiebedingte Einschränkungen. Man habe zusammen mit den 16 Bundesländern festgehalten, dass der europäische Weg mit der Impfstoffbeschaffung „richtig und wichtig“ sei, sagt Merkel. „Wir wollen keine nationalen Alleingänge.“ Wenn ein Nachbarstaat zu kurz kommt beim Impfstoff, sei auch Deutschland wieder gefährdet.

Im ersten Quartal wolle man sich weiter auf die priorisierten Gruppen zum Impfen fokusieren. Merkel betont noch einmal, es sei sehr erfreulich, dass noch 2020 die ersten Impfungen stattfinden konnten. „Vielleicht ist manchmal dadurch schon die Erwartung erzielt worden, dass wir schon so viel Impfstoff haben, wie wir brauchen“. Das werde sich wohl erst im zweiten Quartal ändern – „wenn es bei den Zulassungen so läuft, wie wir voraussehen. Wir wissen noch nicht wann. Wir werden sicherstellen, dass dann, wenn Impfstoff da ist, dieser auch verimpft werden kann.“ Den Zulassungsbehörden könne hier nicht vorgegriffen werden. Die Bundeskanzlerin geht davon aus, dass im zweiten Quartal mehr Impfdosen zur Verfügung stehen werden. Die Europäische Union habe mehr Impfdosen bestellt, als notwendig wären, um alle Menschen in der EU zu impfen.

Update, 19.19 Uhr - Söder: „Zusätzliche Regeln für die Unvernünftigen!“

Abschließend bat Söder die Menschen darum, nicht davon auszugehen, dass ab dem 1. Februar alles vorbei und die Pandemie besiegt sei. „Ich rate uns dringend, uns keine falschen Hoffnungen zu machen“, so Söder, der sich von der Verlängerung des Lockdowns allerdings „erhebliche Verbesserungen“ erhofft. Nichts desto trotz werde man in den nächsten Monaten mit dem Virus „klug umgehen und leben müssen“, hieß es.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir Corona im Laufe des Jahres überwinden können“, machte der Ministerpräsident jedoch auch Hoffnung und bat die Menschen weiterhin um Geduld und Verständnis. Abschließend hatte er noch eine Botschaft für diejenigen, die alle Maßnahmen in Frage stellen: „Für einige, die nicht so gut mitmachen, gibt es jetzt noch einige zusätzliche Regeln. Das sollen die Vernünftigen jetzt aber nicht als Strafe verstehen, sondern vielmehr geht es darum, die Vernünftigen vor den Unvernünftigen zu schützen.“

Update, 19.12 Uhr - Söder: „Machen keine Experimente, sondern setzen auf Sicherheit!“

„Corona kommt immer wieder zurück“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Zu der beschlossenen Grundkonzeption gäbe es keine bessere Alternative, betonte der CSU-Politiker. „Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung“, so Söder, der zugleich vor einer hohen Dunkelziffer über die Feiertage an Weihnachten und zum Jahreswechsel warnte: „Wir müssen daher eher davon ausgehen, dass in den nächsten Tagen die Zahlen noch wachsen!“

„Es wäre falsch, jetzt frühzeitig abzubrechen“, so der bayerische Landeschef, der in diesem Zusammenhang die gefährliche neue Virus-Mutation ansprach. „Wir machen keine Experimente, sondern setzen auf Sicherheit“, sagte Söder zur Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns. Je intensiver das jetzt erledigt werde, desto nachhaltiger könnte am Ende die Wirkung sein, betonte Söder, der die andauernde Schließung von Schulen und Kitas als „sehr schwere Entscheidung“ bezeichnete. In Bayern soll für schulpflichtige Kinder eine Not-Betreuung eingerichtet werden.

Update, 19.07 Uhr - Müller: „Maßnahmen nicht ohne, aber zwingend nötig“

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach von einer „schweren Ministerpräsidentenkonferenz“ und sagte, dass die getroffenen Maßnahmen „nicht ohne“, aber „zwingend nötig“ seien, um die Pandemie im weiteren Jahresverlauf meistern zu können. Neben den Einschränkungen seien die Impfungen eine zweite wichtige Säule, die bei der Bekämpfung helfen sollen.

Deswegen sei es besonders wichtig gewesen, diese Thematik ausführlich zu erläutern und die Planbarkeit für die nächsten Monate sicherzustellen. „Wir sind gut vorbereitet in den Ländern. Wenn jetzt auch die Impfstoff-Lieferungen bestätigt werden, haben wir einen weiteren wichtigen Baustein“, so Müller, der ein entschlossenes Handeln für die nächsten Wochen forderte: „Es ist jetzt nicht die Zeit für Halbherzigkeit. Aber wir werden diese Krisensituation gemeinsam meistern.“

Update, 19.02 Uhr - Schulen und Kitas bleiben bis 31. Januar dicht

Schulen und Kitas bleiben ebenfalls bis mindestens 31. Januar geschlossen. Merkel sprach von einer „harten Entscheidung“, allerdings sei diese angesichts der aktuellen Situation unumgänglich. Eltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht arbeiten können, sollen ein zusätzliches Krankentagegeld beziehen können - jeweils 10 Tage pro Elternteil.

Auch bei Reiserückkehrern werden die Zügel angezogen. Bei der Einreise aus Risikogebieten wird ab sofort eine „Doppelteststrategie“ gefahren. Bei der Einreise muss direkt ein erster Test absolviert werden. Danach muss der Betroffene verpflichtend für fünf Tage in Quarantäne, ehe ein Freitesten durch einen zweiten negativen Test möglich wird. Abschließend betonte die Kanzlerin, dass der nächste Bund-Länder-Gipfel am 25. Januar stattfinden soll. 

Update, 18.55 Uhr - Bewegungsradius in Hotspots wird eingeschränkt

Zudem wird die sogenannte 15-Kilometer-Regel eingeführt. Dies bedeutet, dass in Corona-Hotspots (Inzidenz über 200) die Bewegungsfreiheit der Bürger weiter eingeschränkt wird. Der Radius um die eigene Wohnung darf nur verlassen werden, wenn ein triftiger Grund vorliegt. „Tagestouristische Ausflüge“ seien dabei definitiv kein triftiger Grund, betonte die Bundeskanzlerin ausdrücklich.

Update, 18.51 Uhr - Kontaktbeschränkungen werden weiter verschärft

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte zu Beginn der Pressekonferenz, dass es weiterhin das erklärte Ziel sei, auf eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50 zu kommen. Dies sei angesichts der neuen Virus-Mutation besonders herausfordernd, aber zwingend notwendig, um die Nachverfolgung der Infektionsketten zu gewährleisten und das Gesundheitssystem zu entlasten. 

Der harte Lockdown wird bis 31. Januar verlängert, erklärte Merkel. Zudem gibt es einige Verschärfungen, unter anderem weitere Kontaktbeschränkungen. Private Zusammenkünfte werden dahingehend beschränkt, dass man sich ab sofort nur noch mit einer haushaltsfremden Person treffen darf. Das ist die Rückkehr zu der Maßnahme, die bereits im März/April gegolten hatte. Betriebskantinen werden geschlossen. Auch die großzügigen Home-Office-Regelungen sollen weiterhin genützt werden.

Update, 17.45 Uhr - 15-Kilometer-Radius: Diese Karte zeigt, was noch erlaubt ist

Inzwischen ist durchgesickert, dass sich Bund und Länder beim Gipfel mit Kanzlerin Merkel (CDU) darauf geeinigt haben, dass in Landkreisen/Städten mit hohen Corona-Infektionszahlen weitere Maßnahmen zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort ergriffen werden sollen. Gelten solle dies für Hotspots mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern - sofern kein triftiger Grund vorliegt. Tagestouristische Ausflüge sollen demnach keinen triftigen Grund darstellen, hieß es.

Ihr wollt wissen, wo ihr dann theoretisch noch hin dürftet? Auf der Seite https://www.calcmaps.com/de/map-radius/ kann man sich ganz einfach den erlaubten Bereich anzeigen lassen. Einfach oben in die Zeile Straße, Postleitzahl und Wohnort eintippen und beim Reiter „Radius“ die entsprechende Kilometerzahl auswählen.

Update, 16.53 Uhr - Bund begründet Lockdown-Verschärfung mit Virus-Mutation

Der Bund begründet die von seiner Seite geplanten Verschärfungen der Corona-Regeln mit der Sorge vor der Ausbreitung von mutierten und damit möglicherweise noch ansteckenderen Varianten des Virus. Ziel sei es, „den Eintrag und die Verbreitung von Virusvarianten mit eventuell ungünstigeren Eigenschaften möglichst weitgehend zu begrenzen“, hieß es dazu in der Beschlussvorlage.

Komplette Reiseverbote und eine Abriegelung der Grenzen wie im Frühjahr sind jedoch offenbar nicht geplant. Im Zweifel werde die Bundespolizei die Einhaltung der besonderen Einreisebestimmungen jedoch verstärkt kontrollieren, hieß es.

Update, 16.26 Uhr - Bayern bezweifeln Wirksamkeit von Corona-Regeln

Die große Mehrheit der bayerischen Bürger betrachtet einer aktuellen Umfrage zufolge die derzeitigen Corona-Maßnahmen als wenig wirkungsvoll. Mit dem noch vor Weihnachten beschlossenen harten Lockdown werde man „die Lage weiterhin nicht in den Griff bekommen“, sagten 72 Prozent der vom GMS-Institut für den Fernsehsender Sat.1 Bayern Befragten. Nur 24 Prozent erwarten einen Erfolg. Zwei Drittel der Befragten im Freistaat sagten, sie hätten inzwischen den Überblick über die Corona-Vorschriften verloren. Ebenfalls zwei Drittel erklärten sich bereit, sich impfen zu lassen - nur knapp ein Drittel will das nicht.

Für den „17:30 Sat1 Bayern Wählercheck“ hatte GMS vom 29. Dezember bis 4. Januar telefonisch 1005 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger befragt. Demnach sagten 77 Prozent, eine Teilnahme an Protesten gegen die Corona-Politik könnten sie sich nicht vorstellen. Dagegen sagten 67 Prozent der AfD-Wähler und 25 Prozent der Grünen-Wähler, sie könnten sich das vorstellen.

Update, 15.31 Uhr - 74 Corona-Patienten an InnKlinikum-Standorten

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit 74 Corona-Patienten stationär behandelt - 22 in Mühldorf, 25 in Burghausen und 27 in Altötting. 12 Personen davon liegen auf einer Intensivstation, wovon wiederum neun Betroffene auch beatmet werden müssen. Dies teilte das InnKlinikum mit (Stand: 5. Januar, 10 Uhr). Weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag wurden nicht gemeldet.

Update, 14.25 Uhr - Beschlussvorlage durchgesickert

Jetzt sind weitere Details zur Beschlussvorlage durchgesickert, auf deren Grundlage Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder ihre Entscheidungen treffen werden. Bild live hatte zuerst darüber berichtet. Folgende Maßnahmen sind geplant:

  • Der harte Lockdown wird bis mindestens 31. Januar verlängert. Alle bisherigen Regelungen gelten demnach weiterhin.
  • Die Kontaktbeschränkungen werden noch einmal verschärft. Laut Beschlussvorlage soll man sich jetzt nur noch mit einer weiteren Person außerhalb des eigenen Haushaltes treffen dürfen.
  • In Landkreisen/Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von 200 und höher (Hotspots) KANN der Bewegungsradius der Menschen auf 15 Kilometer um den eigenen Wohnort herum eingeschränkt werden (Umgangsbeschränkung). Hierzu können die Länder gegebenenfalls gesonderte Verordnungen erlassen.
  • Für Alten- und Pflegeheime werden weitere besondere Schutzmaßnahmen getroffen. Angestellte und etwaige Besucher sollen mehrfach pro Woche getestet werden. Die Einrichtungen sind aufgerufen, diese Testungen zu gewährleisten, gegebenenfalls durch die personelle Unterstützung von Freiwilligen.

Update, 14.10 Uhr - 15-Kilometer-Regel sorgt für massiven Streit

In diesen Minuten sollen mit rund dreistündiger Verzögerung die Beratungen zwischen Kanzlerin Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder endlich beginnen. Massivster Streitpunkt ist dabei nach wie vor die geplante „Umgangsbeschränkung“, zu der nun weitere Details durchgesickert ist. Laut Bild-Zeitung ist die 15-Kilometer-Regel noch einmal leicht „entschärft“ worden - als dann diese bei einer Inzidenz von 200 oder höher in einer Stadt/in einem Landkreis nicht automatisch eingeführt wird, sondern von den Ländern eingeführt werden KANN. Gegenwind für die geplante Maßnahme kommt vor allem aus Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Update, 13.36 Uhr - Medien: Umgangsbeschränkung wird eingeführt

Laut einem Bericht der Bild-Zeitung ist es nun offenbar fix: Die Umgangsbeschränkung in Deutschland wird eingeführt - und zwar in einem Radius um 15 Kilometer um den eigenen Wohnort herum, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis/einer Stadt bei 200 oder höher liegt. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. In Kürze soll nach langen Vorberatungen auch der Bund-Länder-Gipfel per Videoschalte beginnen.

Update, 13.20 Uhr - Erneut arbeitsreicher Corona-Tag für Münchner Polizei

Im Zeitraum von Montag, 4. Januar, 6 Uhr, bis Dienstag, 5. Januar, 6 Uhr, führte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis rund 1300 Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Corona-Regeln durch. Es gab dabei 98 Verstöße, wobei in 34 Fällen die Ausgangssperre betroffen war.

Am Montagvormittag hatten sich gegen 10 Uhr 17 Personen im Bereich des Hofgartens eingefunden und hielten dort mit Flyern, Grabkerzen und Gesängen eine verbotene Versammlung ab, für die zuvor in Sozialen Netzwerken geworben worden war. Zudem hielten die Beteiligten sich die Beteiligten auch nicht an Abstands- oder Maskenregeln. Die Veranstaltung wurde von der Polizei aufgelöst. Alle Teilnehmer erhielten entsprechende Anzeigen.

In der Nacht auf Dienstag stoppte eine Polizeistreife dann gegen 1.15 Uhr ein Auto im Stadtteil Ramersdorf. Darin saßen vier Personen und rauchten Shisha. Die zwei Männer (jeweils 19 Jahre alt) und zwei Frauen (jeweils 18 Jahre alt) trugen alle keine Masken und stammten aus vier verschiedenen Haushalten. Dazu verstießen sie natürlich auch gegen die geltende Ausgangssperre. Auch in diesem Fall wurden alle Beteiligten entsprechend angezeigt.

Update, 12.16 Uhr - Auch Bayern offenbar für 15-Kilometer-Regel

Nun verdichten sich die Hinweise auf eine mögliche „Umkreisbeschränkung“, die offenbar Kanzlerin Merkel (CDU) unbedingt durchsetzen will. Laut Informationen der Bild-Zeitung wird derzeit hinter den Kulissen bereits darüber debattiert, nicht ob, sondern ab welchem Infektionsgeschehen (7-Tage-Inzidenz) die Beschränkung in Kraft treten soll. Wie es in dem Bericht weiter hieß, soll dieser Vorschlag vor allem von den Ländern Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern unterstützt werden.

Da andere Länder wiederum nur eine Verlängerung und keine Verschärfung wollen, könnte sich der Beginn des Bund-Länder-Gipfels, der zunächst von 11 Uhr auf 13 Uhr verlegt worden war, noch weiter nach hinten verschieben.

Update, 11.22 Uhr - Merkel will offenbar „Umkreisbeschränkung“

Kurz vor Beginn des Bund-Länder-Gipfels sickern nun weitere Details zu den (Vor-)Beratungen durch. Demnach soll Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unbedingt eine „Umkreisbeschränkung“ für Bürger in besonders betroffenen Kreisen/Städten durchsetzen zu wollen. Damit könnte der Bewegungsradius der Bürger zum Beispiel auf einen 15-Kilometer-Radius um den eigenen Wohnsitz herum eingegrenzt werden. Angedacht für diese Maßnahme ist laut einem Bericht von Business Insider angeblich ein Inzidenz-Wert von 100 oder höher. 

Damit würde der Bund die Mobilität der Bürger während des Lockdowns, der bis mindestens Ende Januar aufrechterhalten werden soll, massiv einschränken. So soll die Infektionsgefahr drastisch gesenkt werden. Wissenschaftler sollen sich bereits positiv über diese mögliche Maßnahme geäußert haben. Allerdings ist bei diesem Punkt wohl mit teils massiven Widerstand seitens der Länderchefs zu rechnen, hieß es im Vorfeld der Beratungen. Sollte diese Regel beschlossen werden, käme dies einem De-Facto-Reiseverbot für viele Bürger gleich.

Update, 11.06 Uhr - Ministerpräsidenten fordern noch schärfere Regeln

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich kurz vor dem Treffen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht nur für verlängerte, sondern auch schärfere Corona-Beschränkungen ausgesprochen: „Ich werde heute in der Ministerpräsidentenkonferenz auf der Seite derjenigen argumentieren, die sagen: Wir werden es noch viel schärfer und viel härter angehen müssen. (...) Ich habe lange gedacht, dass wir besser durch die Krise kommen.“ Aber da habe man sich getäuscht, so Ramelow weiter.

Nun kam Unterstützung von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Die Einschränkungen seien zwar massiv, „die Zahlen zeigen aber auch, dass es keine Entwarnung gibt und dass wir den Shutdown fortsetzen müssen“, sagte sie im ARD-Morgenmagazin. Auch angesichts der Virusmutation in Großbritannien zeigte sich Schwesig besorgt. Sollte die Mutation auch Deutschland erreichen, dann „müssen wir darüber sprechen, ob Kontaktbeschränkung weiter verschärft werden müssen“.

Update, 10.25 Uhr - Beginn von Bund-Länder-Gipfel auf 13 Uhr verschoben

Der Bund-Länder-Gipfel zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder beginnt zwei Stunden später als geplant. Er soll nun um 13 Uhr, statt um 11 Uhr starten. „Weitere vorbereitende Gespräche“ seien der Grund dafür, so ein Regierungssprecher. Medienberichten zufolge steht auch eine nochmalige Verschärfung des Lockdowns im Raum - welche Maßnahmen hinzukommen könnten, ist derzeit aber noch offen.

Update, 10.02 Uhr - Söder im Urlaub auf Borkum? „Bösartiger Unfug!“

Die Bayerische Staatskanzlei ist Posts und Vorwürfen in sozialen Medien entschieden gegenüber getreten, wonach Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über die Weihnachtsfeiertage mit seiner Familie angeblich im Urlaub auf der ostfriesischen Insel Borkum gewesen sei. „Das ist erneut eine absurde Verschwörungstheorie“, teilte ein Sprecher der Staatskanzlei in München mit. Der Ministerpräsident sei „an Silvester zu Hause in Nürnberg“ gewesen - „und überdies noch nie auf Borkum“.

Auch CSU-Generalsekretär Markus Blume twitterte: „Silvester auf Borkum!? So ein bösartiger Unfug wird von Verschwörungstheoretikern und Querdenkern verbreitet.“ Söder sei „in seinem ganzen Leben noch nicht auf Borkum“ gewesen. Auch Söder selbst teilte den Post anschließend auf seinen Social-Media-Kanälen und schrieb dazu „Fakten statt Fake News“.

Update, 9.50 Uhr - Corona auf Mallorca „außer Kontrolle“

Die Bewohner der Balearen mit der bei den Deutschen sehr beliebten Urlaubsinsel Mallorca werden wegen anhaltend hoher Corona-Zahlen auch in den nächsten Wochen strikte Einschränkungen ertragen müssen. Eine nennenswerte Lockerung der Auflagen sei bis Februar nicht zu erwarten, erklärte die Sprecherin der Regierung der spanischen Region, Pilar Costa, in Palma. „Vor allem auf Mallorca ist die Lage sehr negativ“, betonte sie. Auf der Hauptinsel sei die Pandemie „außer Kontrolle“, titelte die Zeitung „Diario de Mallorca“ am Dienstag.

Update, 9.23 Uhr - Auch zwei kleine Kinder im Kreis Altötting infiziert

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 13 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl seit Pandemie-Ausbruch auf 3002 Fälle (Stand: 4. Januar, 16.30 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befinden sich nach Angaben des Landratsamtes unter anderem auch zwei Kinder (2 und 5 Jahre alt) aus Pleiskirchen

Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis Altötting insgesamt 169 aktive Fälle - die meisten davon in Altötting (23), Burghausen, Garching/Alz (je 21), Neuötting und Töging (je 17). Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 96,0.

Update, 8.20 Uhr - 14 weitere Todesfälle in der Region gemeldet

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 5. Januar 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag eher moderat entwickelt. In der Stadt Rosenheim blieb die Inzidenz sogar konstant bei 163,6. Leichte Steigerungen wurden aus den Landkreisen Rosenheim (von 169,1 auf 173,0) und Altötting (von 90,6 auf 96,0) gemeldet. Auch im Landkreis Berchtesgadener Land stieg der Wert von 287,9 auf 293,6 - und nähert sich damit wieder der 300er-Marke. Fallende Inzidenzen wurden unterdessen aus den Landkreisen Traunstein (von 188,4 auf 186,7) und Mühldorf (von 150,2 auf 138,1) gemeldet.

Allerdings gibt es wieder hohe Todeszahlen aus der Region zu vermelden - alleine in den letzten 24 Stunden kamen 14 weitere Opfer hinzu. Neun davon meldete der Landkreis Rosenheim, zwei weitere wurden aus dem Landkreis Berchtesgadener Land gemeldet. Je ein Todesopfer meldeten die Kreise Mühldorf, Traunstein und Altötting.

Update, 7.15 Uhr - Bund-Länder-Gipfel startet am späten Vormittag

Zwischen Bund und Ländern herrscht weitgehend Einigkeit über eine Fortsetzung des Lockdowns mindestens bis Ende Januar. Ab dem späten Vormittag beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beim nächsten Bund-Länder-Gipfel über die genaue Ausgestaltung des weiteren Vorgehens. Im Anschluss werden Merkel, Berlins Regierender Bürgermeister Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse informieren.

Zwei Punkte sind vor Beginn der Beratungen allerdings noch strittig - es geht zum einen um das weitere Vorgehen an Schulen. Über ein mögliches einheitliches Konzept für die Schulen (und Kitas) hatten sich die Kultusminister der Länder bereits am Montag ausgetauscht. Zudem wird eine Diskussion über die Verzögerungen bei der Impfstoff-Beschaffung durch die Bundesregierung erwartet. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte Kritik diesbezüglich im Vorfeld zurückgewiesen: „Zuerst einmal ist es weiterhin aus meiner Sicht richtig, diesen europäischen Weg gegangen zu sein und zu gehen.“

Knapp 12.000 neue Fälle und fast 1000 weitere Todesopfer

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 11.897 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 944 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet (Stand: 5. Januar, 0 Uhr). Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch, 30. Dezember, erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten (News-Ticker Montag, 4. Januar).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.787.410 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 35.518. Alleine in Bayern kamen 238 neue Todesfälle im Vergleich zum Vortag hinzu (gesamt nun 7163). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.424.700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht bei 0,85 (Stand: 4. Januar; Sonntag: 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betonte, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.

mw/dpa

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