News-Ticker zur Corona-Pandemie

Merkel grundsätzlich offen für Anwendung von russischem Impfstoff - Corona-Spürhunde für Veranstaltungen?

Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag, 2. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 86,5, Landkreis Rosenheim 72,3, Landkreis Traunstein 95,3, Landkreis Berchtesgadener Land 190,7, Landkreis Mühldorf 137,2, Landkreis Altötting 104,0 (Quelle/Stand: RKI, 2. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2744, Landkreis Rosenheim 10.026, Traunstein 6900, Berchtesgadener Land 3930, Mühldorf 4172, Altötting 3567 (Quelle/Stand: RKI, 2. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 50, Landkreis Rosenheim 399, Traunstein 180, Berchtesgadener Land 88, Mühldorf 107, Altötting 148 (Quelle/Stand: RKI, 2. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 57.981 Todesfälle in Deutschland (10.496 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.35 Uhr - Merkel grundsätzlich offen für Anwendung von russischem Impfstoff

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich grundsätzlich offen für die Anwendung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V auch in Deutschland gezeigt. Jeder Impfstoff sei in der EU willkommen, aber zugelassen werde er nur, wenn er der zuständigen EU-Behörde EMA die notwendigen Daten vorlege, sagte Merkel am Dienstag in der ARD-Sendung „Farbe bekennen“.

Russland strebt eine Registrierung des Impfstoffs in der EU an. Merkel sagte, jeder, der sich mit den Daten um eine Zulassung bemühe, sei „herzlich willkommen“. Merkel: „Ich habe mit dem russischen Präsidenten genau darüber gesprochen.“

Nach Kritik an fehlenden belastbaren Studien hatten russische Forscher weitere Details zu dem Corona-Impfstoff Sputnik V veröffentlicht. „Wir haben heute gute Daten gelesen auch von dem russischen Impfstoff“, sagte Merkel. Nach den neuen Daten hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Die Ergebnisse wurden am Dienstag im medizinischen Fachblatt „The Lancet“ publiziert.

Update, 18.23 Uhr - Corona-Spürhunde für Veranstaltungen?

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will sich am 3. Februar an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover über Einsatzmöglichkeiten von Corona-Spürhunden informieren. Im Sommer 2020 veröffentlichte ein Forscherteam unter Leitung der Hochschule eine Studie, für die Spürhunde der Bundeswehr auf Sars-CoV-2 trainiert worden waren. Bereits nach einem einwöchigen Training konnten die Hunde demnach von 1012 Speichel- oder Atemwegssekret-Proben 94 Prozent korrekt identifizieren.

Etwa in Helsinki und Dubai kamen Corona-Spürhunde schon am Flughafen zum Einsatz. An der hannoverschen Klinik für Kleintiere soll es am Mittwoch um den Einsatz bei Veranstaltungen gehen.

Update, 16.50 Uhr - Drei weitere Todesfälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern sechs weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich keine Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 3.930 (Meldestand RKI: 2. Februar, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 190,7 (Stand: 2. Februar, 0 Uhr).

Seit der letzten Meldung wurden dem Gesundheitsamt drei weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Dabei handelt es sich um eine Frau im Alter von 83 Jahren und zwei Männer im Alter von 83 und 90 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 88.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 41 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden fünf Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-Corona-Fälle.

Update, 16 Uhr - Ladensterben in Bayerischen Innenstädten: Verband übt massive Kritik an Regierung

Die Corona-Pandemie hat das Leben in den Innenstädten größtenteils zum Erliegen gebracht. Die Bayerischen Innenstädte werden nicht am Virus sterben, sondern an mangelnder finanzieller Unterstützung der von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen sowie an der unveränderten Perspektivlosigkeit von Seiten der Regierung. Dieser Meinung ist der Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern AKCS.

Mit deutlicher Kritik an der Wirtschaftspolitik der Bayerischen Staatsregierung melden sich die Bayerischen Innenstadtverantwortlichen nun zu Wort.

„Niemand kann verstehen, warum sich die Menschen am Samstag durch volle Supermärkte am Stadtrand drängen müssen, aber die Innenstadtunternehmen, trotz bester Hygienekonzepte, geschlossen bleiben müssen“, so Klaus Stieringer vom Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern AKCS e.V

+++ ovb24.de hat zu diesem Thema einen Extra-Beitrag verfasst +++

Update, 15.35 Uhr - 31 Neuinfektionen und zwei Todesfälle im Kreis Traunstein

Wie das Staatliche Gesundheitsamt in Traunstein in einer Pressemitteilung bekannt gab, haben sich seit der letzten Aussendung 32 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Derzeit gebe es in dem Zuständigkeitsbereich Traunstein 1117 aktive Corona-Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 95,3. Zwei weitere Personen sind in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Dabei handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 94 und 97 Jahren. Insgesamt liegt die Zahl der in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorbenen Personen nun bei 182. Seit Beginn der Pandemie haben gab es im Kreis Traunstein 6928 bestätigte Fälle.

Update, 14.50 Uhr - Drei weitere Todesfälle in Mühldorf - 26 Bewohner in Altenheim positiv getestet

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn sind drei weitere Personen verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 1. Februar gibt es sechs neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 2. Februar, 0 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Ein Ausbruchsgeschehen ist im Seniorenzentrum Sonnengarten in Mühldorf zu verzeichnen. Dort wurden insgesamt 26 Bewohner und zehn Mitarbeiter positiv getestet. Die entsprechenden Wohnbereiche wurden isoliert. innsalzach24.de hat mit den Behörden über den Vorfall gesprochen (Plus-Artikel).

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 216 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 2. Februar, 0 Uhr) bei 137,2.

Update, 14.10 Uhr - Corona-Ausbruch in Schön Klinik in Bad Aibling

In der Schön Klinik in Bad Aibling-Harthausen sind vier Patienten positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das gab Pressesprecherin Claudia Rieling am Montag (2. Februar) bekannt. Zwei weitere positiv getestete Patienten seien zur Behandlung in die Klinik aufgenommen worden. „Die Lage ist stabil. Sie war und ist jederzeit unter Kontrolle. Unser Infektionsschutz-Management hat in allen Fällen sofortige Maßnahmen ergriffen. Alle positiv getesteten Patienten sind auf unserer speziellen Corona-Isolationsstation räumlich getrennt von den anderen Patienten untergebracht und werden dort von einem eigenen Team betreut“, so Rieling auf Anfrage von mangfall24.de.

Darüber sei eine wiederholte Testung aller Mitarbeiter und Patienten der betroffenen Stationen erfolgt, um weitere Infektionen zu verhindern. „Um unsere besonders schwer betroffenen Patienten zu schützen haben wir alle notwendigen Maßnahmen und darüber hinaus vergangene Woche ein Besuchsverbot für das ganze Haus verhängt“, sagte die Pressesprecherin der Schön Klinik.

Da seit Samstag (30. Januar) keine neuen Fälle mehr aufgetreten seien, hätte das Besuchsverbot seit gestern bereits wieder etwas gelockert werden können. „Einzelne Besuche sind bei Patienten, für deren Therapieerfolg ein Besuch besonders wichtig ist, unter Einhaltung strenger Hygieneauflagen ab sofort wieder erlaubt.“

Laut Rieling sei die Klinik bisher „dank umfassender und konsequenter Hygienemaßnahmen bislang sehr gut durch diese Pandemie gekommen.“ Die aktuelle schnelle Reaktion würden bestätigen, wie gut die Abläufe funktionieren und helfen, einen größeren Ausbruch zu verhindern.

„Die Schlaganfallversorgung der Klinik war und ist jederzeit ungefährdet, Patienten der neurologischen Frühreha werden jederzeit aufgenommen und auch Operationen finden wie geplant statt.“ 

+++ ovb24.de wird zu diesem Thema in einem ausführlichen Artikel berichten +++

Update, 13 Uhr - Die Pressekonferenz im Stream:

Update, 13.35 Uhr - Piazolo hofft ab Mitte Februar auf möglichst viel Wechselunterricht

Ab Mitte Februar hofft Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) auf die Rückkehr von „möglichst vielen Schülern“ in den Wechselunterricht. „Es ist das Ziel, ab 15. Februar wieder deutlich mehr Schüler in die Klassenzimmer zu bringen“, sagte er am Donnerstag in München. Im Fokus stünden dabei die jüngeren Schüler, bei denen die Betreuung zu Hause besonders intensiv sei. Er wisse aus vielen Gesprächen, dass sich die Schulfamilie nach einer belastbaren Perspektive, nach Planungssicherheit sehne. Leider lasse das Infektionsgeschehen derzeit keinen Präsenzunterricht für alle zu.

„Aber wir wollen rasch, möglichst schon ab Mitte Februar, möglichst viele der übrigen Schülerinnen und Schüler zumindest für einen Wechselunterricht wieder in die Schulen holen“, sagte Piazolo. Er verwies darauf, dass es zuvor noch einen Bildungsgipfel mit allen Beteiligten geben werde. So gut der Distanzunterricht auch sein mag, er könne Präsenzunterricht nie gleichwertig ersetzen, da es auch um soziale Kontakte der Kinder gehe. Diese seien „wahnsinnig wichtig“.

Update, 13.30 Uhr - Freistaat finanziert Zusatz-Schulbusse bis zu den Sommerferien

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen finanziert die Staatsregierung zusätzliche Schulbusse nun bis zum Beginn der Sommerferien. Für das entsprechende Sonderprogramm werden weitere 20 Millionen Euro bereitgestellt. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Damit übernimmt der Freistaat weiterhin hundert Prozent der Kosten, die den Kommunen für die Bereitstellung zusätzlicher Schulbusse entstehen. Bislang waren in diesem Jahr 20 Millionen Euro, aber nur für die Zeit bis zu den Osterferien, vorgesehen gewesen.

Man wolle für Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler sorgen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Videoschalte des Kabinetts in München. Das gelte vor allem vorausschauend für die Zeit, wenn es wieder mehr Präsenzunterricht geben werde. Man lasse die Kommunen mit dieser Aufgabe und den Kosten nicht alleine.

Schon im vergangenen Jahr griff der Freistaat den eigentlich für die Finanzierung der Schulbusse zuständigen Kommunen unter die Arme, um auf dem Schulweg Ansteckungsrisiken zu reduzieren. Mehrere hundert sogenannte Verstärkerbusse waren im Herbst zeitweilig im Einsatz.

Update, 13.20 Uhr - Holetschek: „Priorisierung wird mit Sicherheit eine Rolle spielen“

In Bezug auf Impfstoff gab Gesundheitsminister Holetschek zu Wort: „In Zuge der Impfstoffverordnung des Bundes wird das Thema Priorisierung mit Sicherheit eine Rolle spielen.“

Zu den geplanten Lockerungen im Nachbarland Österreich wollte sich der CSU-Politiker nicht äußern: „Das Modell Österreich erlaube ich mir nicht zu kommentieren.“ Nur soviel wollte sich der Minister entlocken lassen: „Österreich ist schon oft einen Schritt voraus gewesen und dann zwei zurückgegangen.“

Update, 13.13 Uhr - Piazolo: Größtmögliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen

Zum Thema Schulen nahm Kultusminister Piazolo (Freie Wähler) Stellung: „Wir haben größtmögliche Sicherheitsvorkehrungen in den Schulen getroffen.“ Man blende die schwierige Lage an den Hotspots nicht aus und stehe im Austausch mit den dortigen Gesundheitsämtern. An die Lehrkräfte seien bereits bis zu 500.000 FFP2-Masken ausgeteilt worden. Einen besonderen Dank richtete der Minister an diese.

Update, 13.06 - Herrmann: „Infektionslage weiter angespannt“

Zu Beginn der Pressekonferenz geht Staatskanzleiminster Herrmann auf das Infektionsgeschehen in Bayern ein: „Die Infektionslage bleibt weiter angespannt“ Eine Rückläufigkeit sei nur in kleinen Schritten zu erkennen. Alleine heute habe es in Bayern 120 Todesfälle gegeben. „Das Virus nimmt sich den Raum, wenn man es nur lässt.“ Das bedeute aber keinen Grund zur Panik. Man bleibe bei der Devise „Vorsicht und Umsicht“, so Hermann weiter.

Update, 12.30 Uhr - Corona-Mutation im Landkreis Altötting festgestellt

Wie einer Presseaussendung zu entnehmen ist, wurde bei einem Ehepaar aus dem westlichen Landkreis Altötting im Zuge eines Labortests eine Virusmutation nachgewiesen. Nach Erkenntnissen des Gesundheitsamtes in Altötting gibt es keinerlei Kontaktpersonen.

Das Ergebnis der weiteren Differenzierung (britische, südafrikanische oder brasilianische Mutation) werde derzeit noch ermittelt, so das Gesundheitsamt in der Mitteilung weiter.

Update, 12.15 Uhr - Bayerns Gesundheitsminister enttäuscht von Corona- „Impfgipfel“: „Wir brauchen viel Impfstoff“

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) zeigt sich enttäuscht von den Ergebnissen des Corona- „Impfgipfels“. Ihm fehle vor allem die Perspektive und Planbarkeit, sagte er am Dienstagmorgen in einem Gespräch mit dem inforadio Berlin Brandenburg. „Wir brauchen viel Impfstoff, der planbar und verfügbar ist“, betonte Holetschek. „Wir haben da noch nicht so viel erreicht, wie ich mir gerne vorgestellt hätte.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte nach dem „Impfgipfel“ in der ARD eingeräumt, dass Impfstoff im ersten Quartal knapp bleiben werde. Holetschek sagte zur derzeitigen Situation: „Wenn jemand vor einem Zentrum steht und wieder heimgeschickt wird, weil die Liefermenge nicht mehr zur Verfügung steht, dann ärgert es die Menschen.“ Deshalb wünsche er sich einen verlässlichen und nachhaltigen Plan, der über die nächsten Wochen hinausgehe. Nur so könne man verhindern, dass auf Lockerungen wieder Verschärfungen der Corona-Regelungen folgen.

Update, 11.36 Uhr - 56 Patienten stationär in InnKlinikum in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 56 Patienten im Zusammenhang mit Corona stationär behandelt - 24 in Mühldorf, 19 in Altötting und 13 in Burghausen. Zehn Personen davon müssen auf einer Intensivstation betreut und beatmet werden (Stand: 2. Februar, 8.45 Uhr).

Die Klinik meldete keine weitere Corona-Todesfälle.

Update, 10.57 Uhr - Österreich verschärft Einreise-Bestimmungen - Freitesten nicht mehr möglich

Österreich verschärft aus Sorge vor der Verbreitung der Coronavirus-Mutationen die Einreiseregeln. Künftig müssten alle Einreisenden, für die keine Ausnahme gelte, beim Grenzübertritt einen negativen Coronatest vorlegen. Obendrein sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten, ein Freitesten nach fünf Tagen sei nicht mehr möglich, sagte Innenminister Karl Nehammer am Dienstag in Wien.

Pendler müssten sich wie andere Einreisende auch nun online registrieren und einmal in der Woche einen negativen Coronatest vorlegen. Seit Beginn der Grenzkontrollen im Dezember seien drei Millionen Menschen überprüft worden, 200.000 seien in Quarantäne geschickt worden.

Um möglichst jeden Grenzübertritt von Touristen zu verhindern, würden die Kontrollen in Skigebieten verstärkt, so der Innenminister. Zuletzt waren Fälle bekanntgeworden, dass sich Ausländer als Arbeitssuchende ausgegeben hatten, letztlich aber zum Skifahren gekommen waren. Die Strafen für die Verstöße gegen die Hygieneregeln würden deutlich erhöht. Das Nichttragen von FFP2-Masken oder ein Ignorieren des Mindestabstands koste nun jeweils 90 Euro, hieß es.

Von der ab 8. Februar geplanten Rückkehr zum Präsenzunterricht in den Schulen werden nach den Worten von Bildungsminister Heinz Faßmann nur Kinder profitieren, die sich auch testen lassen. „Wer nicht will, dass sein Kind getestet wird, der lässt es bitte zu Hause.“ Die häufigen Tests auf dem Schulgelände, die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske zumindest bei älteren Schülern und der Schichtbetrieb seien eine umfassende Vorsorge. „Was wir als Sicherheitsnetz gebaut haben, sucht seinesgleichen in Europa“, so der Minister.

Österreich lockert den Corona-Lockdown ab nächste Woche. Alle Geschäfte, die Friseure und auch die Museen dürfen öffnen. Es gelten strenge Hygieneregeln. Die geschlossene Gastronomie und die Hotellerie warten weiter auf eine Entscheidung.

Update, 9.47 Uhr - Sieben Todesfälle in der Region gemeldet - 7-Tage-Inzidenz in BGL steigt weiter

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 2. Februar 2021)

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen in der Region haben sich im Vergleich zum Vortag insgesamt leicht nach oben entwickelt. Laut den neuesten RKI-Daten (Stand: 2. Januar, 0 Uhr) stieg die Inzidenz in der Stadt Rosenheim leicht von 85,0 auf 86,5. Leicht gesunken ist der Wert dagegen im Landkreis Rosenheim (von 73,9 auf 72,3). Auch der Landkreis Mühldorf verzeichnete einen kleinen Abwärtstrend. So sank der Inzidenzwert dort ebenfalls leicht von 139,8 auf 137,2. Damit hat der Landkreis aber nach wie vor den zweithöchsten Wert in der Region.

Im Landkreis Traunstein hält sich die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner konstant bei 95,3. Dieser Wert war für den Chiemgauer Kreis auch schon am Montag (1. Februar) ausgegeben worden.

Laut Robert-Koch-Institut ist die 7-Tage-Inzidenz im Raum Altötting wieder auf über 100 gestiegen, und zwar von 94,2 auf 104,0.

Der hohe Inzidenzwert im Berchtesgadener Land hält sich dagegen weiter: Die Inzidenz stieg dort abermals von 187,9 auf 190,7. Erst gestern hatte das Gesundheitsamt im Berchtesgadener Land bekannt gegeben, dass rund ein Viertel aller Menschen im Landkreis, die in der vergangenen Woche positiv auf COVID-19 getestet wurden, bei Arbeitgebern im medizinischen oder klinischen Bereich beschäftigt sind. Insgesamt sei festzustellen, dass sich das Infektionsgeschehen mehr in die Betriebe und Unternehmen verlagere, so das Gesundheitsamt weiter.

Laut RKI wurden sieben Todesfälle in der Region gemeldet. Der Mittelwert in der Region liegt bei 114,3. Am Vortag hatte dieser noch 112,7 betragen.

Update, 7.54 Uhr - Münchner Virologin: Keine Panik wegen Corona-Mutationen

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer warnt vor Panikmache wegen Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Nach ersten Ergebnissen seien hierzulande höchstens zwei Prozent der zirkulierenden Viren entsprechend mutiert. „Also noch kein Grund zur Sorge. Aber man muss es halt im Auge behalten“, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und an der Technischen Universität München.

„Es kann schon sein, dass die Zahl der nachgewiesenen Varianten zunimmt, wenn man jetzt genauer hinschaut“, erläuterte die Virologin. Die Varianten B.1.1.7 aus Großbritannien und B.1.351 aus Südafrika seien ansteckender - aber nur bei direktem Kontakt ohne Schutz. „Auch die neuen Varianten können ja nur auf den Nächsten übertragen werden, wenn man sie lässt.“

Konsequente Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Masken würden alle Viren abhalten, selbst die neuen Varianten. „Und die Impfung wirkt auch“, erklärte Protzer. Damit der Impfstoff nicht mehr helfe, „müsste noch viel passieren, das halte ich für unwahrscheinlich.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Montag eindringlich zur Geduld gemahnt - auch deshalb, weil die britische Virusmutation immer stärker hierzulande nachgewiesen werde. „Es ist jetzt nicht die Zeit, über große Lockerungen zu reden - sondern lieber gründlich, länger, konsequent, dafür dann mit der größten Herausforderung durch sein.“

Update, 7.23 Uhr - Spahn sieht noch „harte Wochen der Knappheit“ beim Corona-Impfstoff

Trotz des angekündigten Nachschubs der Hersteller sieht Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) keine schnelle Entspannung bei den Corona-Impfstoffen. Beim „Impfstoff-Gipfel“ sei allen Teilnehmern klargeworden, dass es in diesem ersten Quartal bis in den April hinein noch „harte Wochen der Knappheit“ geben werde, sagte Spahn am Montagabend in den ARD-“Tagesthemen“. „Das lässt sich nicht schneller beschleunigen, übrigens auch mit Geld nicht“, hätten die Hersteller klargemacht. Geld sei nicht der begrenzende Faktor. Erst im zweiten Quartal werde es nennenswert mehr Impfstoff geben. (News-Ticker Montag, 1. Januar)

Die Hersteller produzierten gerade von der Hand in den Mund. „Die Rohstoffe kommen an, sie werden produziert, es geht direkt in die Auslieferung. Da ist kein Lagerbestand“, sagte Spahn. In einer solchen Phase könne jede kleine Pumpe, die ausfalle, gleich zu einer Verzögerung führen, die die Bürger sehr schmerzhaft erlebten, wenn Impftermine nicht angeboten werden könnten. Der Gesundheitsminister sagte, dass jeder, der geimpft werden wolle, im Sommer seine erste Impfung bekommen solle. Spahn erinnerte daran, dass etwa beim Astrazeneca-Impfstoff neun bis zwölf Woche bis zur zweiten Impfung vergehen sollen.

Der Minister machte deutlich, dass er wenig von einer erzwungenen Zusammenarbeit von Herstellern hält, um Impfstoff-Mengen zu steigern. „Es wird ja viel kooperiert und immer mehr kooperiert.“ Freiwillige Kooperationen und Technologie-Transfers seien besser als jeder Zwang. „Zwang in aller Regel kann nur so viel erreichen wie gute Kooperation“, sagte Spahn weiter.

Biontech-Chef Ugur Sahin sagte in den „Tagesthemen“, die Hersteller seien in einer Ausnahmesituation. „Wir sind selbst davon abhängig, dass die Zulieferer uns Materialien liefern“, erklärte er. „Wir haben auch keine vollen Lagerstätten. Alles, was wir produzieren, wird de facto sofort ausgeliefert.“ Wenn es zu einer Verzögerung komme wegen eines Problems, schlage das sofort durch. „Dementsprechend können wir gar nicht anders, als dass wir kurzfristige Veränderungen auch nur kurzfristig kommunizieren können.“

6114 Corona-Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6114 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 861 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6412 Neuinfektionen und 903 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 90. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.228.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 02.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 57 981. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 954 000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,88 (Vortag 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

dp

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