News-Ticker zur Corona-Pandemie

Keine Trendwende: Merkel dämpft Erwartungen - kommen weitere Maßnahmen? Traunstein neuer Hotspot

Kanzlerin Angela Merkel (CDU)
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  • Markus Zwigl
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit über neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (11. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 311,6, Landkreis Rosenheim 287,0, Landkreis Traunstein 382,9, Landkreis Berchtesgadener Land 141,6, Landkreis Mühldorf 227,0, Landkreis Altötting 242,1 (Quelle/Stand: RKI, 11. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1332, Landkreis Rosenheim 4723, Traunstein 2830, Berchtesgadener Land 1504, Mühldorf 1516, Altötting 1273 (Quelle/Stand: RKI, 11. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 209, Traunstein 95, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 11. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 11.767 Todesfälle in Deutschland (3018 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19 Uhr- Keine Trendwende: Merkel dämpft Erwartungen - kommen weitere Maßnahmen?

Wenige Tage vor neuen Bund-Länder-Gesprächen zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland gibt die Bundesregierung noch keine Entwarnung. Angesichts von bundesweit fast 18 500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sei es zu früh, von einer Trendwende zu sprechen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag den Fernsehsendern RTL und ntv.

Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich aber in den vergangenen Tagen deutlich reduziert. „Es steigt noch, aber es steigt weniger stark.“ Auch Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sprach von einer positiven Tendenz. „Aber ob das jetzt der Wellenbrecher war, wird sich noch zeigen müssen.“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte im ARD-“Morgenmagazin“: „Die Zahlen, die wir jetzt haben, reichen bei weitem nicht aus. Wir haben maximal eine leichte Seitwärtsbewegung erreicht.“

Die seit Anfang vergangener Woche geltenden Einschränkungen wie das Verbot von Restaurantbesuchen und touristischen Übernachtungen hat aus Sicht der Regierung damit noch nicht zum erwünschten Rückgang der Infektionszahlen geführt. Über die Frage, ob weitere Maßnahmen notwendig sein könnten, wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Montag beraten und ein Zwischenfazit des Teil-Lockdowns ziehen.

Merkel rechnet damit, dass die zweite Welle das Land noch länger beschäftigt. Man müsse davon ausgehen, dass die zweite Welle härter sei als die erste, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Veranstaltung der „Wirtschaftsweisen“. Die zweite Welle falle in eine schlechtere Jahreszeit, nämlich in die Wintermonate. „Das heißt, sie wird uns noch den ganzen Winter beschäftigen“, sagte Merkel - auch wenn es positive Botschaften bezüglich der Entwicklung von Impfstoffen gebe.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte, er hoffe, dass Deutschland um Weihnachten und den Jahreswechsel herum „in einer epidemiologisch besseren Situation“ sei. „Und das geht nur mit Disziplin.“ Seehofer warnte, man dürfe nicht nachlassen mit der Begründung, der Anstieg der Infektionszahlen sei nicht mehr so dynamisch. „Unterschätzen Sie nicht bei schweren Erkrankungen mit Covid-19, dass viele der schwer Erkrankten lebenslang Folgeschäden haben.

Update, 18 Uhr - Nach Rosenheim und Berchtesgadener Land: Traunstein absoluter Corona-Hotspot - auch Landrat Walch besorgt

Der Landkreis Traunstein ist mit einem Rekordwert von Sars-CoV-2-Infektionen weiter Corona-Hotspot. Am Mittwochnachmittag meldete neben dem Landratsamt auch das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 416,20 - der höchste bisher aus Bayern bekannt gewordene Wert. Das Landratsamt Traunstein nannte das Infektionsgeschehen „dynamisch, diffus und flächendeckend“

Landrat Siegfried Walch (CSU) sprach schon am Vortag in einem Facebook-Video von einer „galoppierenden Aufwärtsbewegung“. Bereits am Dienstag hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche bei 377,9 gelegen. Walch sagte, das sei der „absolute Höchststand, den der Landkreis jemals zu verzeichnen hatte“.

Als Gründe für die hohen Zahlen führte Walch unter anderem die geografische Lage an. Der Landkreis Traunstein sei von Hotspot-Gebieten umgeben gewesen oder noch umgeben, darunter das Berchtesgadener Land, Rosenheim und Salzburg. „Es war völlig klar, dass das auch zu uns rüberschwappt.“ Walch mahnte die Menschen, sich an die geltenden Corona-Einschränkungen zu halten. „Die Sache müssen wir ernst nehmen“, sagte er auch mit Blick auf die Lage in den Kliniken, wo die Zahlen der Covid-19-Patienten zeitverzögert stiegen.

Update, 17 Uhr - Traunstein meldet bayernweiten Höchststand: 7-Tage-Inzidenz über 400 - 165 Neuinfektionen

Das Landratsamt Traunstein meldet am Mittwoch erneut alarmierende Zahlen. Mit Stand 15.30 Uhr stieg die 7-Tage-Inzidenz auf 416,20 - bayernweit mit Abstand der höchste Wert. Am Mittwochmorgen lag dieser laut RKI noch bei 382,90. Seit gestern Nachmittag wurden demnach dem Gesundheitsamt 165 Neuinfektionen gemeldet. „Der massive Anstieg der positiv Getesteten ist nach wie vor auf die umfangreiche Testung im Bereich der direkten Kontaktpersonen zurückzuführen“, so die Ausführungen des Landratsamtes.

Im Landkreis Traunstein werden insgesamt 95 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankungen gezählt. Es liegen insgesamt 2955 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1740 Personen.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 48 Covid-19-Patienten behandelt, davon 38 auf der Normalstation und zehn auf der Intensivstation.

Update, 16.21 Uhr - Wie kam Covid-19 trotz negativen Corona-Tests auf Krankenschein?

Er hatte einen negativen Coronatest, und doch stand auf dem Totenschein eines demenzkranken Raublingers am Ende Covid-19. Der 90-Jährige war beim ersten Lockdown im Frühjahr ins Krankenhaus gekommen und starb dort einen einsamen Tod, wie seine Tochter nun gegenüber den Heimatzeitungen berichtet.

Die Frau, selbst Juristin, musste in einem langen Kampf durchfechten, dass die Diagnose Covid-19 wieder vom Totenschein verschwindet. Als Coronatoter ist der Mann allerdings nicht in die Statistik eingegangen, wie das Klinikum Mühldorf auf Anfrage beteuert.

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Update, 15.19 Uhr - 17 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land berichtet in der täglichen Pressemitteilung zur aktuellen Corona-Situation von 17 weiteren bestätigten Corona-Fällen. Bei zwei Infizierten handelt es sich um Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet.

Damit gibt es landkreisweit derzeit insgesamt 226 bestätigte Corona-Fälle, 268 direkte Kontaktpersonen befinden sich im Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes Berchtesgadener Land in häuslicher Quarantäne. Von 28 stationär behandelten Corona-Patienten werden sechs intensivmedizinisch betreut.

Update, 14.19 Uhr - Spahn offen für Ausweitung von Maskenpflicht an Schulen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich offen dafür gezeigt, zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an Schulen auszuweiten. Man solle mit allen möglichen Maßnahmen dafür sorgen, Schulen und Kitas offenzuhalten, sagte er jetzt in der Sendung „Frühstart“ der Fernsehsender RTL und n-tv. Maskentragen im Unterricht sei nicht schön. „Die Alternative ist in vielen Regionen, Schulen schließen. Und ich bin sehr sicher, wenn die Wahl ist Maske tragen oder keine Schule, dann lieber Maske tragen“, so Spahn.

Update, 13.38 Uhr - 33 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf

In den letzten 24 Stunden sind laut Mühldorfer Landratsamt 33 bestätigte Corona-Neuinfektionen dazu gekommen (Stand Mittwoch, 11. November, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 354 aktive Fälle, davon werden 15 Personen stationär behandelt, darunter zwei Patienten auf Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt laut Landratsamt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 239,1 (RKI: 227,0/Stand 11. November).

Update, 12.42 Uhr - Polizei beendet große Party auf Spielplatz

Etwa 50 Jugendliche haben trotz explodierender Corona-Zahlen in Lappersdorf (Landkreis Regensburg) in der Oberpfalz eine große Party auf einem Spielplatz gefeiert. Beim Eintreffen mehrerer Polizeistreifen seien sie sofort in alle Richtungen geflüchtet, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Obwohl es erst etwa halb vier am Dienstagnachmittag war, ließen die Feiernden bei ihrem jähen Aufbruch hochprozentigen Alkohol auf dem Spielplatz zurück. 

Wodka, Jägermeister - solche Sachen“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Einige Jugendliche konnten die Beamten noch in der Nähe des „Tatorts“ dingfest machen. Ihnen drohen nun Bußgelder und Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Update, 11.33 Uhr - Fast 9000 Neuinfektionen: Zahlen in Österreich explodieren

Trotz Lockdowns steigen die Corona-Zahlen in Österreich weiterhin rasant. Innerhalb nur einer Woche sind in Österreich 30.208 aktive Coronavirus-Fälle dazugekommen. Im Spital werden derzeit 2755 Covid-Patienten behandelt, 473 Patienten liegen auf der Intensivstation. 230 Menschen sind in der vergangenen Woche an den Folgen ihrer Covid-Erkrankung verstorben.

Am Dienstag wurden 6.120 neue Fälle registriert. Negative Spitzenreiter im Infektionsgeschehen sind weiterhin Oberösterreich und Tirol. Am Mittwoch droht nun ein neuer Negativ-Rekord. Wie der Corona-Monitor der Uni Wien berichtet, wurden innerhalb von 24 Stunden 8.905 Neuinfektionen registriert. Die Zahlen berufen sich dabei auf das Gesundheitsministerium.

Aufgrund der hohen Corona-Zahlen werden nun weitere Maßnahmen verhandelt. Im Raum steht unter anderem eine Schließung von Shopping-Zentren für vier Wochen. Die neuen Maßnahmen sollen am Samstag verkündet werden.

Update, 10.51 Uhr - Lehrerverband beklagt „Salami-Lockdown“ an Schulen

Mehr als 300.000 Schüler und bis zu 30.000 Lehrer befinden sich derzeit nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes (DLV) in Quarantäne. Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte der Präsident des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, der Bild-Zeitung: „Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown.“ Die Politik habe sich zurückgezogen, jetzt entschieden die Gesundheitsämter.

Die Corona-Maßnahmen in den Schulen gehen Meidinger nicht weit genug: „In fast allen Bundesländern wurden die Hygienestufenpläne, die in den Corona-Hotspots wieder auf halbierte Klassen setzten, außer Kraft gesetzt. Schulen sollen auf Biegen und Brechen offen bleiben.“ Er hoffe, dass generelle Schulschließungen vermeidbar seien, sagte Meidinger. „Dazu müssen aber bei exponentiell wachsenden Infektionszahlen die präventiven Vorsichtsmaßnahmen an Schulen hochgefahren werden“, fordert er. Dazu zähle neben der Maskenpflicht auch die vorübergehende Wiedereinführung der Abstandsregel, was halbierte Klassen und Wechselbetrieb bedeuten würde.

Update, 9.45 Uhr - Landrat Walch: „Müssen die Sache ernst nehmen!“

In Sachen 7-Tage-Inzidenz ist der Landkreis Traunstein (382,9) deutschlandweit trauriger Spitzenreiter. Am Dienstag hatte der Wert noch bei 377,9 gelegen. Landrat Siegfried Walch (CSU) hat sich deswegen an Dienstagabend mit einer neuen Videobotschaft an die Öffentlichkeit gewandt: „„Wir haben es ja in den letzten Botschaften schon wieder gesagt, dass der Landkreis in einer galoppierenden Aufwärtsbewegung mit einer exponentiellen Funktion drin ist. Hinzu kommt, dass wir geografisch bedingt auch noch von verschiedenen Hotspot-Regionen umgeben waren bzw. sind.“ Konkret nannte der CSU-Politiker dabei den Landkreis Berchtesgadener Land, den Raum Rosenheim sowie die österreichischen Bundesländer Tirol, Salzburg und Oberösterreich.

Von daher war es völlig klar, dass es auch zu uns rüber schwappt - und genau diese Situation haben wir jetzt“, so Walch weiter. Aktuell gibt es laut Walch im Landkreis Traunstein knapp 1000 aktive Fälle (994). Allerdings sind alleine im Verlauf der letzten Woche 525 Fälle dazugekommen. 49 Patienten werden derzeit in einer Klinik behandelt, zehn davon auf einer Intensivstation.

Walch hofft, dass der „Lockdown light“ in den nächsten Tagen Wirkung zeigt und die Zahlen sinken. Er appellierte in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich an die Bevölkerung: „Wir müssen die Sache ernst nehmen. (...) Wenn die Fallzahlen steigen, steigt auch die Zahl der schweren Fälle.“ Das Wichtigste sei nun, Infektionsketten durchbrechen und die Fallzahlen damit nachhaltig zu senken.

Update, 8.56 Uhr - Desinfektionsmittel-Spender löst Großeinsatz aus

In vielen Geschäftshäusern stehen seit Beginn der Corona-Krise Spender für Desinfektionsmittel. In München hat so ein Behältnis jetzt einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wie die Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt mitteilte, war am Dienstag im Treppenhaus eines Gebäudes für Fortbildungen in der Isarvorstadt der Desinfektionsmittel-Spender komplett abgebrannt. Ein Kursleiter konnte die Flammen zwar schnell löschen, “doch durch den verbrannten Kunststoff gab es eine enorm starke Rauchentwicklung”, berichtet die Feuerwehr auf ihrer Facebookseite.

Die Einsatzkräfte riefen Verstärkung und schickten Atemschutztrupps zur Menschenrettung ins Gebäude, da sofort bei Eintreffen der Kräfte klar war, dass sich noch Schüler im Gebäude aufhielten. Letztendlich konnten drei Schüler aus dem vierten Obergeschoss unverletzt ins Freie gebracht werden. Durch das beherzte Eingreifen des Kursleiters sowie einer geschlossenen Rauchschutztüre konnte bei diesem Einsatz Schlimmeres verhindert werden. Die Kripo will nun die Brandursache klären.

Update, 8.04 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Kreis Traunstein steigt nochmal

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 11. November).

Die Corona-Zahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen haben sich in den Städten und Kreisen der Region unterschiedlich entwickelt. Größtes Sorgenkind bleibt der Landkreis Traunstein, wo der Wert im Vergleich zum Vortag noch einmal um fünf Punkte von 377,9 auf 382,9 anstieg. Damit bleibt der Kreis deutschlandweit „Spitzenreiter“. Zudem wurde aus dem Landkreis Traunstein ein weiterer Todesfall gemeldet (jetzt 95 Tote). 

Über der 300er-Grenze liegt nun auch wieder die Stadt Rosenheim, für die jetzt ein neuer Höchstwert von 311,6 gemeldet wurde (Vortag: 299,0). Bereits am Montag hatte die Stadt die 300er-Marke überschritten (303,7). Unter diese Marke ist dagegen der Wert im Landkreis Rosenheim gesunken (von 302,3 auf 287,0). Fallende Werte meldeten auch die Landkreise Mühldorf (von 253,7 auf 227,0) und Berchtesgadener Land (von 142,5 auf 141,6). Im Kreis Altötting stieg die 7-Tage-Inzidenz leicht von 234,9 auf 242,1. Die durchschnittliche Inzidenz in der Region liegt derzeit bei 265,4 (Stand: 11. November, 0 Uhr; Vortag: 268,4).

Update, 6.48 Uhr - RKI meldet knapp 18.500 neue Corona-Fälle

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand: 11. November, 0 Uhr). Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag (News-Ticker Dienstag, 10. November). Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher (17.214). Der bisherige Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Insgesamt gab es in Deutschland bislang 705.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg seit der letzten Meldung um 261 auf insgesamt 11.767. Am Dienstag betrug diese Steigerung 154 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 454.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag bei 0,92 (Stand: 10. November; Vortag: 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Rund 47.000 Tests pro Tag - Bayerns Corona-Labore noch nicht am Limit

Die Corona-Testlabore in Bayern sind nach Angaben der Staatsregierung derzeit noch lange nicht am Kapazitätslimit. Im Mittel der vergangenen sieben Tagen seien 47.000 Tests täglich durchgeführt worden, die Gesamtkapazität im Land betrage 78.000 Tests, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Rund 40.000 Tests davon könnten in privaten Laboren, 38.000 Tests in kommunalen Testzentren erfolgen. Da die Zahl der Infektionen derzeit stark steige, steige in der Folge durch viele Nachverfolgungen der Kontaktpersonen auch die Zahl der Tests.

„Wir haben damit rechnerisch noch Kapazität nach oben“, sagte Herrmann. Gleichwohl sei das Gesundheitsministerium nun beauftragt worden, landesweit zu evaluieren, wo einzelne Labore überlastet seien. „Wir nehmen die Laborsorgen sehr ernst, wir wollen auch keine Überforderung der Labors haben.“

Herrmann betonte, dass Bayern anders als jüngst vom Robert Koch-Institut (RKI) empfohlen, seine Teststrategie nicht grundlegend verändern werde. Es werde aber geprüft, wo etwa die neuen Schnelltests künftig eingesetzt werden könnten und in welchen Regionen die Testzentren zusätzliche Unterstützung brauchen.

Das RKI hatte wegen der vielerorts in Deutschland bestehenden Überlastung von Testlaboren eine deutliche Einschränkung von Corona-Tests empfohlen. Auch Personen mit Krankheitssymptomen sollen demnach erst getestet werden, wenn sich der Zustand auch nach einer mehrtägigen Selbstisolation nicht verbessert hat.

mh/mw/mz/dpa

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