News-Ticker zur Corona-Pandemie

Verliert Italien erneut die Kontrolle? Fast 600 Tote an einem Tag - weiter extrem hohe Zahlen in der Region

Ein Patient liegt auf der Intensivstation des Krankenhauses „Ospedale di Circolo e Fondazione Macchi di Varese“ im Krankenbett.
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Ein Patient liegt auf der Intensivstation des Krankenhauses „Ospedale di Circolo e Fondazione Macchi di Varese“ im Krankenbett.
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  • Markus Zwigl
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit über neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (10. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 299,0, Landkreis Rosenheim 302,3, Landkreis Traunstein 377,9, Landkreis Berchtesgadener Land 142,5, Landkreis Mühldorf 253,7, Landkreis Altötting 234,9 (Quelle/Stand: RKI, 10. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1294, Landkreis Rosenheim 4633, Traunstein 2744, Berchtesgadener Land 1469, Mühldorf 1491, Altötting 1243 (Quelle/Stand: RKI, 10. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 209, Traunstein 94, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 10. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 11.506 Todesfälle in Deutschland (2953 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.35 Uhr - Verliert Italien erneut die Kontrolle? Fast 600 Tote an einem Tag

In Italien ist die Zahl der Corona-Toten innerhalb eines Tages mit fast 600 auf den höchsten Wert seit über einem halben Jahr gestiegen.

Binnen 24 Stunden registrierten die Gesundheitsbehörden nach Angaben vom Dienstag 580 Covid-19-Opfer. Damit starben in dem Land mit rund seinen 60 Millionen Einwohnern seit Februar insgesamt 42 330 Menschen im Zusammenhang mit der Viruskrankheit. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Dienstag bei knapp 35 100 Fällen in 24 Stunden. Bei der Gesamtzahl der Ansteckungsfälle wird somit die Marke von einer Million in Kürze erreicht werden. 

Seit Freitag versucht die Regierung, die steigenden Infektionswerte mit neuen Maßnahmen einzudämmen. Für die Bürger gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. Außerdem schränkt Rom zum Gesundheitsschutz in immer mehr der 20 Regionen derzeit die Bewegungsfreiheit der Menschen weiter ein.

Update, 18.35 Uhr - Todesfall im Kreis Traunstein - weiter hohe Inzidenzen im Raum Rosenheim

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein wurden 59 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Zudem ist ein 61-jähriger Mann mit einer bestätigten Covid-19-Infektion verstorben, womit die Zahl der Todesfälle nach Angaben des Landratsamtes auf insgesamt 95 steigt. 49 Covid-19-Patienten werden im Landkreis Traunstein derzeit stationär behandelt, zehn davon auf der Intensivstation.

Das Rosenheimer Landratsamt meldet zum 9. November 24 Uhr für die Stadt drei und für den Landkreis 56 Neuinfektionen. Die 7-Tage-Inzidenz steigt im Landkreis leicht auf 302,68 und sinkt in der Stadt leicht auf 297,4. Insgesamt wurden laut Landratsamt seit Pandemiebeginn in Stadt und Kreis Rosenheim 5.924 Personen positiv auf das Coronavirus getestet.

Update, 18.04 Uhr - Aktuelle Corona-Zahlen aus den Kreisen Mühldorf und Altötting

Im Landkreis Mühldorf am Inn gibt es 34 neue Corona-Fälle, wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung vom Dienstag berichtet. Ein positiv getestetes Kind besucht den Städtischen Kindergarten Mühldorf, weshalb sich die entsprechende Gruppe bereits in Quarantäne befindet.

Derzeit gibt es landkreisweit 345 aktive Fälle, von welchen 19 Personen stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Drei Patienten davon werden intensivmedizinisch betreut.

Das Landratsamt Altötting meldet am Dienstag für den Landkreis 44 neue Corona-Fälle. Insgesamt liegen derzeit 311 aktive Fälle vor. Seit Pandemiebeginn wurden im Landkreis 1301 Personen positiv getestet.

Update, 17.25 Uhr - Corona-Eilantrag gegen Maskenpflicht an Schulen abgelehnt

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) lehnte heute einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht an Schulen in Bayern ab. Die von ihren Eltern vertretenen Antragstellerinnen, zwei in Bayern lebende Grundschülerinnen, sowie ihr Vater verfolgten im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes das Ziel, den Vollzug der Achten Bayerischen Infektionsschutz- maßnahmenverordnung vom 30. Oktober 2020 (8. BayIfSMV) einstweilen auszusetzen, soweit diese die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) auf dem Schulgelände vorsehe.

Die Maskenpflicht sei bei summarischer Prüfung eine verhältnismäßige Schutzmaßnahme zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus, so der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in seiner Entscheidung. Weil Schüler wegen der Schulpflicht das Tragen einer MNB nicht vermeiden könnten, verlange der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz jedoch, dass ihnen während Pausen im Freien und unter Einhaltung des Mindestabstands eine Tragepause ermöglicht werde.

Eine verfassungskonforme Auslegung der Regelungen der 8. BayIfSMV mache diese Ausnahme von der Maskenpflicht, die bei Grundschülern auch von Kinder- und Jugendmedizinern gefordert werde und im neuen Rahmenhygieneplan für Schulen angesprochen sei, erforderlich. Gegen den Beschluss des BayVGH gibt es kein Rechtsmittel.

Update, 16.33 Uhr - Freistaat Bayern gewährt „Okotber-Hilfe“ für Berchtesgadener Land

Wie bereits Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Mittag in der Pressekonferenz mitteilte, werden die bereits vor dem 2. November von einem regionalen „Lockdown“ betroffenen Betriebe im Berchtesgadener Land eine außerordentliche Wirtschaftshilfe durch den Freistaat Bayern erhalten.

Geplant ist, dass die betroffenen Betriebe bei Erfüllen der Voraussetzungen bis zu 38 Prozent zusätzlich zur November-Hilfe über die bayerische „Lockdown-Hilfe“ erhalten.

Update, 16.02 Uhr - Zwei neue Todesfälle im Landkreis Berchtesgadener Land

Wie das Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, gibt es im Landkreis zwei neue Todesfälle in Verbindung mit dem Corona-Virus. Dabei handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 88 und 90 Jahren. Damit sind seit Pandemiebeginn im Berchtesgadener Land laut Angaben des Landratsamtes insgesamt 32 positiv auf das Corona-Virus getestete Personen verstorben.

Seit der gestrigen Meldung des Landratsamtes sind 14 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle gemeldet worden. Von den aktuell 228 Infizierten im Landkreis werden derzeit 23 Covid-19-Patienten stationär in Kliniken behandelt, fünf davon auf der Intensivstation.

Update, 15.13 Uhr - Corona-Fälle in KiTa Herz-Jesu Garching sowie in Gemeinschaftsunterkunft Burghausen

Wie das Landratsamt Altötting mitteilt, wurde eine Mitarbeiterin der Garchinger KiTa Herz-Jesu positiv auf das Corona-Virus getestet. Insgesamt wurden 18 Personen als Kontaktperson der Kategorie I ermittelt. Diese Personen wurden unter häusliche Quarantäne gestellt und werden am Donnerstag durch das Gesundheitsamt Altötting getestet.

Zudem wurde ein Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft Burghausen positiv getestet .Hier wurden insgesamt 64 Personen als Kontaktperson der Kategorie I ermittelt und unter Quarantäne gestellt. Die Abstriche erfolgen noch am Dienstag durch das Gesundheitsamt Altötting.

Update, 14.50 Uhr - Landkreis Altötting verkürzt Dauer von Distanzunterricht

Wegen eigenen Angaben zufolge sinkenden Corona-Fallzahlen befristet der Landkreis Altötting die Regelungen zum Distanzunterricht vom vergangenen Freitag nun bis zum Ende dieser Woche. Somit gilt der Distanzunterricht an allen öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen sowie der Fach- und Berufsoberschule ab der Jahrgangsstufe 11 sowie an allen von der Allgemeinverfügung betroffenen sonstigen öffentlichen und privaten beruflichen Schulen statt der ursprünglich geplanten drei Wochen nur bis einschließlich Freitag, 13. November. Ab Montag, 16. November, soll der Unterricht im Präsenzbetrieb fortgesetzt werden.

Update, 14.12 Uhr - Zusätzliche Corona-Hilfen für Rosenheim und BGL

Landkreise und Städte im Freistaat, in denen der „Lockdown light“ wegen hoher Corona-Zahlen bereits vor dem 2. November, sollen eine zusätzliche finanzielle Förderung erhalten. Betroffen sind unter anderem die Landkreise Berchtesgadener Land (ab 20. Oktober) und Rottal-Inn (ab 27. Oktober) sowie die Stadt Rosenheim (ab 30. Oktober).

„Abhängig von der Dauer der Maßnahmen wird die November-Hilfe um bis zu gut 38 Prozent aufgestockt“, sagte Wirtschaftsminister Aiwanger bei der Pressekonferenz am Mittag und erneute damit das Versprechen von Ministerpräsident Söder, das dieser in diesem Zusammenhang bereits letzte Woche abgegeben hatte. Zudem werden auch die Kredit- und Eigenkapitalhilfen über die LfA Förderbank entsprechend verlängert. Insgesamt stehen 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung.

Um an die zusätzlichen Hilfsgelder zu gelangen, müssen die Unternehmen zunächst die reguläre November-Hilfe beantragen und dann einen zweiten Antrag für die Periode im Oktober stellen. Geprüft werden soll das Ganze von der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Die Pressekonferenz der Staatsregierung:

Update, 13.42 Uhr - CO2-Ampeln für alle bayerischen Klassenzimmer

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) ging noch einmal auf die Anstrengungen ein, die unternommen würden, um den Schulbetrieb in Bayern weiterhin aufrechterhalten zu können. Neben der Umsetzung der Hygienekonzepte seien die sogenannten „Team-Lehrkräfte“ ein wesentlicher Baustein des Konzeptes. Rund 800 Vollzeitkräfte unterstützen derzeit die Lehrkräfte vor allem im Distanzunterricht. Diese Maßnahme soll weiter - auch mit mehr Personal - ausgebaut werden. Dafür will die Staatsregierung nochmal 20 Millionen Euro bereitstellen.

Darüber hinaus sollen alle Klassenzimmer in Bayern mit sogenannten CO2-Ampeln ausgestattet werden. Überall, wo kein Stoßlüften möglich ist, soll es außerdem mobile Luftreinigungsgeräte geben. Für diese Maßnahmen werden mindestens 37 Millionen Euro bereitgestellt, sagte Piazolo.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für Piazolo der Religionsunterricht. Um die Gruppen von Schülern in Corona-Zeiten möglichst homogen (also ohne Wechsel) halten zu können, habe sich die Staatsregierung mit der evangelischen und katholischen Kirche auf einen „temporär kooperativen Religionsunterricht“ verständigt. Auch der Ethik-Unterricht soll in dieses Konzept eingearbeitet werden. An der Maskenpflicht - auch in Grundschulen - will die Staatsregierung nach den bisherigen Regelungen festhalten.

Update, 13.32 Uhr - Impfzentrum für jeden Landkreis?

Wie Huml weiter ausführte, soll in jedem Landkreis in Bayern ein Impfzentrum entstehen - ähnlich der bisherigen Testzentren. Außerdem soll es zusätzlich mobile Impfteams geben, die vor allem auch in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern zum Einsatz kommen sollen. Huml appellierte abschließend: „Bleiben wir weiter geduldig und lassen Sie uns die getroffenen Maßnahmen weiter zuverlässig umsetzen!

Update, 13.29 Uhr - 50-Millionen-Euro-Rettungsschirm für Tagespflegeeinrichtungen

Von der aktuellen Corona-Situation seien besonders Einrichtungen in der Tagespflege betroffen, so Gesundheitsministerin Melanie Huml. Daher werde für diese Einrichtungen ein Rettungsschirm in Höhe von 50 Millionen Euro aufgespannt, um Schließungen vorzubeugen.

Update, 13.20 Uhr - Zusätzliche Hilfen für von vorzeitigem Lockdown betroffene Betriebe

Wirschaftsminister Hubert Aiwanger machte den vom Lockdown betroffenen Betrieben weitere Hoffnung bezüglich finanzieller Hilfen. Auch speziell Firmen aus dem Berchtesgadener Land, welche aufgrund des vorzeitigen landkreisweiten Lockdowns bereits früher Einbußen bei den Einnahmen zu verzeichnen hatten, sollen von der Erweiterung der sogenannten „November-Hilfe“ profitieren können.

Unterdessen werden auch die vom Freistaat Bayern bereits gestellten Unterstützungsmaßnahmen bis Mitte nächsten Jahres fortgeführt, so Aiwanger.

Update, 13.13 Uhr - Antigen-Schnelltests sollen PCR-Tests entlasten

Derzeit arbeite man an einer Lösung, um die PCR-Testkapazitäten weiter zu entlasten. Eine Möglichkeit dabei wäre der Einsatz von Antigen-Schnelltests, welche laut Herrmann beispielsweise vor allem bei Grenzpendlern durchgeführt werden könnten.

Zudem appellierte der Staatsminister auch an die Bevölkerung, da es offenbar Menschen gebe, welche sich täglich in Testzentren auf Corona testen ließen. Dies sei „unsinnig und völlig übertrieben“, so Florian Herrmann.

Update, 13 Uhr - Teststrategie im Freistaat bisher gut aufgegangen

Staatsminister Dr. Florian Herrmann eröffnet die Pressekonferenz und weist nochmals ausdrücklich auf die nach wie vor hohen Corona-Zahlen in Bayern hin. Derzeit könne man eine steigende Auslastung der Betten mit Beatmungsmöglichkeit beobachten, auch aufgrund dessen müsse man die beschlossenen Maßnahmen des „Lockdown-Light“ auch weiter konsequent umsetzen.

Die Teststrategie im Freistaat sei laut Herrmann bisher gut aufgegangen. Auch wenn die Labore teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen seien, würden die Testergebnisse meist zuverlässig und innerhalb von 48 Stunden bei den getesteten Personen ankommen.

Update, 11.45 Uhr - Kabinett tagt - Pressekonferenz um 13 Uhr

Seit dem Vormittag tagt in der Staatskanzlei in München einmal mehr das bayerische Kabinett. Im Mittelpunkt stehen diesmal die Corona-Teststrategie im Freistaat und die Auszahlung von Hilfsgeldern für vom Teil-Lockdown betroffenen Branchen. Um 13 Uhr wollen dann Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie Kultusminister Michael Piazolo (beide Freie Wähler) in einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Beratungen informieren.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 11.01 Uhr - Österreich begrenzt Ladenöffnungszeiten

Österreich geht in der Pandemie-Bekämpfung jetzt sogar noch einen Schritt weiter und begrenzt im Rahmen des Lockdowns die Ladenöffnungszeiten. Demnach müssen sämtliche Geschäfte dann um 19 Uhr schließen - eine Stunde, bevor die nächtliche Ausgangssperre in Kraft tritt. Die entsprechende Verordnung wird am Mittwoch, 11. November, um 0 Uhr in Kraft treten, wie das zuständige Gesundheitsministerium in Wien nun mitteilte.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Tankstellen, Automaten sowie Verkaufsstellen in Bahnhöfen und Flughäfen, die eine Verkaufsfläche von nicht mehr als 80 Quadratmeter haben. „Durch diese Einschränkung der Öffnungszeiten soll gewährleistet werden, dass Einkäufe rechtzeitig vor Beginn der Ausgangsbeschränkung erfolgen, so dass dem Verordnungsziel einer größtmöglichen Reduktion der Mobilität in den Abend- und Nachtstunden bestmöglich Rechnung getragen werden kann“, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung weiter.

Update, 10.13 Uhr - Umfrage: Große Mehrheit der Bayern zweifelt an Corona-Strategie

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland zweifelt laut einer neuen Umfrage die große Mehrheit der bayerischen Bürger an der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen. Drei Viertel halten die bisherigen Maßnahmen für wenig oder gar nicht wirksam, wie das Umfrageinstitut GMS im Auftrag von Sat.1-Bayern ermittelt hat. Zudem glaubt fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) nicht, dass der bis Ende November angeordnete Teil-Lockdown reicht, um die Lage wieder in den Griff zu bekommen.

Drei Viertel der befragten 1000 bayerischen Bürger befürwortete zudem schärfere Kontrollen. Das beinhaltet sogar eine Mehrheit von 54 Prozent der AfD-Anhänger - obwohl gleichzeitig knapp zwei Drittel (63 Prozent) der AfD-Anhänger die Schutzmaßnahmen für übertrieben erklärten.

Die Umfrage förderte auch in anderer Hinsicht zutage, wie gespalten die Stimmung in der Bevölkerung in Hinblick auf die Pandemie ist. Einerseits zweifelt eine große Mehrheit an der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen, nahezu ebenso hoch ist jedoch die Zustimmung zur Linie der Staatsregierung: 72 Prozent sind mit deren Krisenmanagement und Maßnahmen grundsätzlich einverstanden.

Auffällig: Die größte Zustimmung findet der Kurs von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der CSU/Freie Wähler-Koalition bei den Anhängern der Freien Wähler mit 80 Prozent, gefolgt von Grünen-Wählern mit 77 Prozent. Die CSU-Wählerschaft dagegen ist mit 72 Prozent Zustimmung etwas zurückhaltender.

Update, 9.19 Uhr - Fast 700 Soldaten unterstützen bayerische Gesundheitsämter

In der Corona-Krise unterstützen 694 Soldaten die Gesundheitsämter in Bayern. Deutschlandweit hilft die Bundeswehr nach eigenen Angaben von Montag in 297 Gesundheitsämtern aus. 4412 Soldaten leisten dort Amtshilfe. Sie sollen bei der Nachverfolgung von Kontakten der Infizierten helfen. Im Landkreis Berchtesgadener Land beispielsweise versuchen Soldaten seit Ende Oktober, die Ursache für den massiven Anstieg der Corona-Zahlen vor Ort zu finden.

In Bayern half die Bundeswehr auch schon bei der Entnahme von Proben, in Senioren- und Pflegeheimen und bei der Produktion von Desinfektionsmittel. Zwar sind für den Katastrophenschutz und die Gesundheitsversorgung zunächst die Landkreise und die kreisfreien Städte verantwortlich. Doch bei Überforderung können sie um Amtshilfe bitten und sich dabei auch an die Bundeswehr wenden.

Update, 8.24 Uhr - RKI-Daten: Wert im Kreis Traunstein „schießt“ durch Decke

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 10. November).

Am Morgen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) auch die 7-Tage-Inzidenzen für alle deutschen Landkreise wieder aktualisiert. Dabei schoss der Wert im Landkreis Traunstein regelrecht durch die Decke: Die Inzidenz stieg laut RKI-Daten (Stand: 10. November, 0 Uhr) im Vergleich zum Vortag (285,4) um fast 100 Punkte auf 377,9. Damit ist der Kreis nun deutschlandweit trauriger Spitzenreiter (Platz 2 Augsburg 318,3; Platz 3 Bautzen 316,9). Es wurden laut den Daten binnen 24 Stunden über 200 neue Corona-Fälle registriert, die Fallzahl stieg von 2536 auf 2744. Zudem wurde aus dem Landkreis ein weiterer Todesfall bekannt.

Auch der Landkreis Rosenheim hat nun die 300er-Marke gerissen. Der Wert stieg um knapp zehn Zähler von 293,9 auf 302,3. Zudem wurde auch hier ein weiterer Todesfall gemeldet. Knapp unter die 300er-Grenze sank die Inzidenz in der Stadt Rosenheim (von 303,7 auf 299,0). Leicht fallende Werte meldeten auch die Kreise Mühldorf (von 256,3 auf 253,7) und Berchtesgadener Land (von 156,7 auf 142,5). Die Inzidenz im Landkreis Altötting blieb unverändert bei 234,9. Der Durchschnitt für die Städte und Kreise in der Region betrug 268,4 - und ist der höchste bislang jemals gemessene Wert.

Update, 7.38 Uhr - Zahl der neuen Corona-Fälle sind auf Vorwochenstand

Wie berichtet, wurden in Deutschland jetzt 15.332 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (siehe Update 6.53 Uhr). Das sind knapp 2000 Fälle mehr als am Montag, wie aus den Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) vom Dienstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Dienstag vergangener Woche ist der Wert nahezu identisch. Damals wurden 15.352 Neuinfektionen gemeldet. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden. Sonntags und montags sind die täglich vermeldeten Fallzahlen in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

Das RKI schätzt, dass rund 441.200 Menschen inzwischen in der Bundesrepublik bereits wieder genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht bei 0,98 (Stand: 9. November; Vortag: 1,01). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 98 weitere Menschen ansteckten. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter eins, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Update, 6.53 Uhr - Behörden melden 15.332 neue Corona-Fälle in Deutschland

Die zuständigen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt 15.332 neue Corona-Fälle in Deutschland binnen 24 Stunden gemeldet. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der bislang in der Bundesrepublik infizierten Personen auf 687.200 (Stand: 10. November, 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle stieg im Vergleich zum Vortag um 154 auf 11.506.

Ausführliche Informationen folgen in Kürze!

Kabinett diskutiert über Corona-Tests und Hilfsgelder

Die Corona-Teststrategie und die Auszahlung von Hilfsgeldern für betroffene Branchen des aktuellen Teil-Lockdowns stehen am Dienstag (10 Uhr) im Fokus der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Montag erklärt, dass er den neusten Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für die Corona-Tests ablehnend gegenübersteht. Das RKI hatte wegen der vielerorts in Deutschland bestehenden Überlastung von Testlaboren eine deutliche Einschränkung von Corona-Tests empfohlen. Auch Personen mit Krankheitssymptomen sollen demnach erst getestet werden, wenn sich der Zustand auch nach einer mehrtägigen Selbstisolation nicht verbessert hat.

Söder kritisierte, dass dadurch die Wirtschaft massiv gelähmt werde, weil Mitarbeiter ausfielen und zum anderen werde durch die fehlenden Tests auch die Sicherheit der Menschen gefährdet. Für Bayern kündigte er daher an, die bisherige Strategie mit kostenlosen Tests auch für Menschen ohne Symptome beibehalten und hier auch verstärkt auf die neuen Schnelltests zurückgreifen zu wollen. Zugleich solle aber auch darauf geachtet werden, ob es keinen Missbrauch der Tests gebe, weil sich manche Menschen mehrfach pro Woche testen ließen.

Bei den Ausgleichszahlungen an Unternehmen, etwa in der Gastronomie oder bei Hotels, die im aktuellen Teil-Lockdown im November sind, sieht Söder ebenfalls Handlungsbedarf für Bayern. So müssten etwa auch die Betroffenen in den Regionen berücksichtigt werden, die wegen der hohen Fallzahlen schon vor dem landesweiten Lockdown am 2. November ihre Geschäfte schließen mussten. Als Beispiele nannte Söder die Regionen Berchtesgadener Land und Rottal-Inn. Generell müsse überlegt werden, wie die Auszahlungen insgesamt beschleunigt werden könnten.

Um 12.30 Uhr ist eine Pressekonferenz zu den Ergebnissen der Kabinettssitzung mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (FW) angesetzt.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live.

mh/mw/dpa

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