News-Ticker zur Corona-Pandemie

Nun doch: Maskenpflicht für Grundschüler ab morgen in München - auch im Unterricht

Symbolbild: Maskenpflicht an Grundschulen
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Symbolbild: Maskenpflicht an Grundschulen
  • Martin Weidner
    vonMartin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit über neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (8. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 289,5, Landkreis Rosenheim 261,4, Landkreis Traunstein 285,4, Landkreis Berchtesgadener Land 217,1, Landkreis Mühldorf 233,9, Landkreis Altötting 219,7 (Quelle/Stand: RKI, 8. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1256, Landkreis Rosenheim 4449, Traunstein 2414, Berchtesgadener Land 1463, Mühldorf 1416, Altötting 1201 (Quelle/Stand: RKI, 8. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 208, Traunstein 93, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 8. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 11.289 Todesfälle in Deutschland (2913 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.29 Uhr - Corona-Demo zum „Weltfrieden“ in München friedlich verlaufen - Gefälschte Atteste und fehlende Masken

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Am Sonntag, 8. November, gegen 16.30 Uhr, fand am Münchner St.-Pauls-Platz eine Versammlung mit dem angezeigten Thema Weltfrieden statt. An dieser nahmen in der Spitze 190 Personen teil. Die Versammlung wurde zuvor beim KVR als zuständige Versammlungsbehörde angezeigt und durch diese genehmigt.

Während der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Versammlungsteilnehmern größtenteils eingehalten werden konnte, hielten sich nicht immer alle Teilnehmer an die angeordnete Maskenpflicht. Sie wurden mehrmals durch den Versammlungsleiter und die Polizei zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung aufgefordert. Die Meisten kamen dieser Aufforderung nach. Trotzdem mussten über zehn Teilnehmer wegen fehlender Mund-Nasen-Bedeckung oder falschen Attesten angezeigt werden. Sie erhielten anschließend einen Platzverweis.

Bei einem Teilnehmer wurde zudem ein mitgeführtes Taschenmesser festgestellt. Dies stellt eine Straftat nach dem Versammlungsgesetz dar. Als dieser von der Versammlung ausgeschlossen wurde, mussten einzelne Teilnehmer, die sich mit ihm solidarisierten, durch die Einsatzkräfte weggeschoben werden. Die Münchner Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen zu den Verstößen.

Gegen 19 Uhr beendete der Versammlungsleiter die Versammlung. Rund 150 Polizeikräfte betreuten die Veranstaltung.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Update, 21 Uhr - Nun doch: Maskenpflicht für Grundschüler ab morgen in München - auch im Unterricht

Grundschüler in München müssen nun doch auch Maske im Unterricht tragen. Eine von der Stadt beantragte Ausnahmeregelung lehnte die Regierung von Oberbayern zusammen mit dem Gesundheitsministerium ab. „Vor dem Hintergrund des insbesondere im Regierungsbezirk Oberbayern aktuell sehr hohen, diffusen und weiter ansteigenden Infektionsgeschehens, (...) erscheint eine umfassende Maskenpflicht jedenfalls für die nächsten drei Wochen im gesamten Schulbereich geboten“, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntagabend mit.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte zuvor erklärt, dass von mehr als 47.000 Münchner Grundschülern nur neun infiziert gewesen seien – und davon hätte sich keiner in der Schule angesteckt. Daher hatte er die Maskenpflicht am Platz aufgehoben. Im Schulhaus galt sie jedoch.

Update, 20.01 Uhr - Trotz Verbot: „Querdenken“-Bewegung demonstriert spontan mit 200 Teilnehmern in München

Knapp 200 Menschen der „Querdenken“-Bewegung haben am Sonntag in München spontan gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Die Veranstalter meldeten nach dem Verbot der eigentlich geplanten Demonstration eine neue Veranstaltung mit 50 Teilnehmern an, die von der Stadt genehmigt wurde. Wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte, waren etwa 150 Polizisten im Einsatz

Dem Sprecher zufolge wurden Maskenpflicht und Mindestabstand weitestgehend eingehalten, weshalb die Demonstration trotz der Vielzahl an angemeldeten Teilnehmern nicht beendet werden musste. Jedoch kam es zu vereinzelten Anzeigen und Platzverweisen. Zuvor war die für Sonntag mit 120.000 Teilnehmern geplante Demonstration von der Stadt verboten worden, was der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigt hatte.

Update, 18.46 Uhr - Innenminister Wöller nach „Querdenken“-Demo: „Die größte Corona- Party mit über 20.000 Teilnehmern“

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Corona-Demo der Initiative „Querdenken“ am Samstag in Leipzig deutlich kritisiert. Keiner in der sächsischen Regierung und auch der überwiegende Teil der Menschen in Deutschland habe Verständnis für diese Art von Demonstrationen, „für Leichtsinnigkeit und Hybris in einer Zeit, in der ein offener Blick zeigt, welche Gefahren das Virus hat“, sagte er am Sonntag in Dresden.

Kretschmer kündigte eine Aufarbeitung des Geschehens an. „Denn das, was da passiert ist, ist in höchstem Maße eine Gefährdung nicht nur derjenigen, die dort waren, sondern von uns allen.“ Natürlich werde für jeden Teilnehmer, der sich auf der Demo in Leipzig infiziert habe, ein Krankenwagen und ein Krankenbett bereitstehen. Aber diese Plätze würden dann Menschen fehlen, die unschuldig sind: „Ich möchte noch einmal appellieren: Die Gefahr ist real. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern und auch auf den Intensivstationen nimmt zu.“

Laut Innenminister Roland Wöller (CDU) hat das Geschehen in Leipzig ein fatales Signal gesendet: „Es ist mir unverständlich, dass mitten in einer sich verschärfenden Corona-Pandemie eine Versammlung von über 16.000 Teilnehmern in der Innenstadt von Leipzig genehmigt werden kann. Die Veranstalter und Teilnehmer haben schon im Vorfeld klar gemacht, dass sie keine Masken tragen und keinen Mindestabstand einhalten wollen.“ Bei solchen Teilnehmerzahlen sei eine wirksame Kontrolle durch die Polizei unmöglich. Eine gewaltsame Auflösung einer friedlichen Demonstration habe aber nicht zur Debatte gestanden.

„Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat mit seiner Entscheidung, die Großdemonstration mitten in Leipzig zuzulassen, die größte Corona-Party mit über 20.000 Teilnehmern genehmigt“, sagte Wöller. Dies sei aus Sicht des Infektionsschutzes unverantwortlich. Dass es auch anders gehe, zeige Bayern, wo Großkundgebungen in München per Gericht untersagt wurden.

„Die Vorgänge in Leipzig sind also mit Ansage erfolgt“, erklärte Wöller. Die Polizei habe mit einem Großaufgebot von 2700 Beamten den überwiegend friedlichen Verlauf gewährleistet und gewalttätige Auseinandersetzungen verhindert. Man werde den Einsatz kritisch auswerten, und auch der Innen- und Rechtsausschuss des Landtages werde sich damit befassen: 

„Wir werden diese Vorgänge zum Anlass nehmen, die Einschränkungen für Versammlung in der Corona-Schutzverordnung juristisch zu überprüfen“, kündigte Wöller an. Jetzt der Polizei vorzuwerfen, sie habe versagt, sei „unsachlich und völlig abwegig“. Die Bekämpfung des Corona-Virus lasse sich nicht durch die Polizei und schon gar nicht auf deren Rücken bekämpfen, sondern nur durch Vernunft und Rücksicht.

Update, 17.43 Uhr - 30 neu gemeldete Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Seit der letzten Meldung vom Samstag teilt das Gesundheitsamt Altötting 30 neue bestätigte SARS-Cov-2-Fälle im Landkreis mit. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigten Corona-Fälle im Bezirk Altötting steigt damit auf 1043. Sieben der 30 gemeldeten Fälle stammen aus dem Stadtgebiet Altötting. Die restlichen 23 aus dem übrigen Landkreis.

Update, 16.40 Uhr - Maskenpflicht in der Grundschule: Auch in München noch keine klare Linie

Zwar fängt diesen Montag die Schule nach den Herbstferien wieder an - doch ob nun in München auch eine Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht gilt oder nicht, ist noch unklar. Eigentlich gilt diese ab Montag in ganz Bayern und für alle Schüler, unabhängig von den Corona-Fallzahlen. München geht aber einen Sonderweg und hat eine Verlängerung einer Ausnahmegenehmigung beantragt, wonach Grundschüler am Platz keine Maske tragen müssen. Derzeit gebe es dazu noch keine Entscheidung, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Sonntag in München. Bei der Stadt war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte am Freitag erklärt, dass von mehr als 47.000 Münchner Grundschülern nur neun infiziert gewesen seien – und davon hätte sich keiner in der Schule angesteckt. „Unser Verlängerungsantrag und die Begründung entsprechen unserer Ausnahmegenehmigung, der das Gesundheitsministerium letzte Woche noch zugestimmt hat. Die Situation an den Grundschulen hat sich in der Ferienwoche nicht verändert – da sollte eine sachgerechte Entscheidung im Sinne unserer Grundschüler eigentlich nicht besonders schwierig sein.“

Update, 15.43 Uhr - Bayerns Test-Strategie auf dem Prüfstand - „Für Corona gibt es keine Blaupause“

Angesichts von Engpässen in Laboren prüft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die landesweite Teststrategie. „Wir müssen jetzt sehen, ob bei steigendem Testaufkommen die Kapazitäten weiter ausreichen“, sagte er dem „Spiegel“. In Bayern kann sich anders als in anderen Bundesländern jeder ohne Anlass kostenlos testen lassen - allerdings meldeten Labore und Ärzte zuletzt Engpässe.

Bayern sei ein Transitland, daher sei die offensive Teststrategie nützlich gewesen. „Der Staat mutet den Bürgern viel zu, daher ist der kostenlose Test ein Service für die Bürger. Besorgte Menschen in Bayern haben das Angebot gern angenommen. Aber wir werden sehen, wie sich die Kapazitäten in den kommenden Wochen entwickeln“, so Söder. „Jetzt müssen wir sehen, wie wir die nationale Teststrategie weiterentwickeln.“ Wichtig sei, dass Deutschland gemeinsam handle. Wie das konkret aussehen soll, sagte Söder nicht. Ein Regierungssprecher betonte, dass Tests in jedem Fall in Bayern weiterhin kostenlos bleiben werden.

Gesundheits-Staatssekretär Klaus Holetschek (CSU) kennt die Kapazitätsprobleme. „Ich bin über Videokonferenzen ständig im Austausch mit den Laboren. 79 private und klinische Labore in Bayern melden uns zudem ihre Zahlen. Es stimmt, dass einige tatsächlich an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt sind“, sagte er dem „Münchner Merkur“. „Es gibt aber in Bayern auch Labore, die noch Kapazitäten frei haben.“

Man wolle erst einmal an den Tests festhalten. „Wir werden diesen Weg jetzt weitergehen. Gleichzeitig schreiben wir unsere Teststrategie aber auch ständig fort und bleiben natürlich auch im Austausch mit den Laboren“, sagte Holetschek. „Für Corona gibt es keine Blaupause. Wir sind in einem Prozess, in dem wir flexibel reagieren müssen.“

Die Frage ist auch, wann der neue Teil-Lockdown Früchte trägt und die Infektionszahlen zurückgehen. Derzeit liegen die meisten Landkreise und Städte in Bayern über dem dunkelroten Warnwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Den höchsten Wert hatte am Samstag laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit mehr als 300 die Stadt Augsburg. In Altersheimen verbreitete sich das Virus auch wieder. In Ochsenfurt bei Würzburg starb eine zweite infizierte Bewohnerin.

Bayern will den Einsatz neuer Antigen-Schnelltests stark ausweiten. Sämtliche 96 Landkreise und kreisfreien Städte Bayerns sollen mit den Schnelltests beliefert werden, die innerhalb von circa 15 Minuten ein weitgehend verlässliches Ergebnis liefern sollen.

Söder zeigte sich zuversichtlich, dass die derzeitigen Maßnahmen Wirkung zeigen. „Der Lockdown light wird wirken. Die Medizin ist bitter, aber notwendig. Ich hoffe, die Dosis reicht“, sagte der CSU-Chef der „Rheinischen Post“. Geduld sei allerdings nötig. „Wir brauchen mindestens zwei Wochen, um den Erfolg der Maßnahmen bewerten zu können.“

Update, 14.15 Uhr - Lockdown light und die Partys: Polizei löst in Bayern am Wochenende zahlreiche Feiern auf

Am ersten Wochenende des neuen Teil-Lockdowns hat die Polizei in Bayern mehrere Partys aufgelöst. In Schweinfurt mieteten sich zehn Jugendliche zum Feiern ein Hotelzimmer. Als die Party aufgelöst wurde, sei von Beamten zudem Marihuana sichergestellt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. 

Im niederbayerischen Passau wurde die Polizei in der Nacht zum Sonntag wegen Ruhestörung gerufen. In einer Wohnung fanden die Beamten drei Menschen aus unterschiedlichen Haushalten, drei weitere konnten laut Polizeiangaben unerkannt flüchten. Eigentlich dürfen sich nach den neuen Corona-Auflagen nur Menschen aus zwei Hausständen treffen.

Bei einem Einsatz im unterfränkischen Roden (Landkreis Main-Spessart) ertappte die Polizei in der Nacht zum Sonntag zehn Menschen, die sich gemeinsam in einem Wohnhaus aufhielten.

Im Landkreis Kitzingen fand die Polizei neun Jugendliche feiernd im Keller eines Sportheims. Da laut Polizeiangaben auch Drogen konsumiert wurden, müssen sich die Jugendlichen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Infektionsschutzgesetz verantworten. Die Polizei beendete zudem in Sulzbach am Main im Landkreis Miltenberg eine Feier in einer Gartenlaube. Wie ein Sprecher mitteilte, feierten dort fünf Menschen aus unterschiedlichen Haushalten, sie wurden angezeigt. 

Auch im schwäbischen Nersingen (Landkreis Neu-Ulm) feierten sieben Menschen in einem Gemeinschaftsraum eine Party. Auch hier: Die Personen waren laut Polizei aus unterschiedlichen Haushalten, die Feier wurde aufgelöst.

Update, 12.51 Uhr - Bei Einreise nach Bayern: Quarantäne-Verordnung verschärft

Ab Montag, 9. November, 0 Uhr, gelten bei der Einreise aus ausländischen Corona-Risikogebieten nach Bayern verschärfte Quarantänevorschriften. Quarantänepflicht gilt dann im Grundsatz für alle bayerischen Rückkehrer, die sich länger als 24 Stunden in Tirol oder einem anderen Risikogebiet aufgehalten haben, ebenso für alle Ausländer, die länger als 24 Stunden in Deutschland bleiben. Bisher war die „Schonfrist“ doppelt so lang.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte, dass Fahrten zum Einkaufen oder Arztbesuche weiter möglich sein sollen: „Gleichwohl ruft das bayerische Gesundheitsministerium dazu auf, auf unnötige Reisen zu verzichten und Kontakte wo immer möglich zu beschränken.“ Zudem verwies die Ministerin auf die weiterhin bestehende regelmäßige Testpflicht für Grenzgänger. Das bedeutet, dass Pendler und andere Menschen, die von Berufs wegen in ein Nachbarland fahren, sich jede Woche testen lassen müssen.

Update, 11.43 Uhr - Corona-Fall in Kindergarten in Taufkirchen

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn wurden seit der letzten Meldung 27 neue bestätigte Corona-Fälle registriert (Stand: 8. November, 8 Uhr). Darunter ist ein Corona-Infektionsfall im Kindergarten Sonnenschein in Taufkirchen, die entsprechende Gruppe befindet sich in Quarantäne. Dies teilte das Landratsamt Mühldorf soeben mit.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn insgesamt 310 aktive Fälle, davon werden 15 Personen stationär in einem Krankenhaus behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum gemeldeten Stichdatum-/zeitpunkt laut Landratsamt bei 233,9.

Update, 10.48 Uhr - Polizei beendet verbotene „Veranstaltungen“

Am Freitagabend, 6. November, wurde eine Polizeistreife zu einer verbalen Streitigkeit nach Neufahrn (Landkreis Freising) beordert. Im Rahmen der Schlichtung wurde durch die Beamten festgestellt, dass der Kreis der Anwesenden fünf Hausstände umfasste. Die erlaubte Anzahl von zwei Hausstände war somit überschritten, weshalb die „Veranstaltung“ aufgelöst wurde und alle Beteiligten eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz erhielten.

Am Samstagabend, 7. November, gab es dann den nächsten Verstoß: In einer Shisha-Bar in Neufahrn wurde eine unerlaubte Feierlichkeit mit zwölf Gästen durch die Polizei aufgelöst. Auch hier gab es entsprechende Anzeigen für die Gäste und das Personal.

Update, 9.15 Uhr - Landkreis Traunstein nun das größte „Sorgenkind“

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 8. November).

Seit der letzten Meldung am Samstagvormittag haben sich die Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen für die Städte und Landkreise der Region unterschiedlich entwickelt. Größtes „Sorgenkind“ ist derzeit der Landkreis Traunstein, der im Vergleich zum Vortag laut Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) 99 neue Corona-Fälle verzeichnete. Deswegen stieg auch die 7-Tage-Inzidenz von 258,9 auf 285,4. Auch die Landkreise Mühldorf (von 220,9 auf 233,9) und Altötting (von 203,6 auf 219,7) meldeten Steigerungen.

Gesunken ist die 7-Tage-Inzidenz dagegen in Stadt (von 289,5 auf 269,1) und Landkreis Rosenheim (von 290,8 auf 261,4), die zuletzt knapp an der 300er-Marke dran waren. Auch im Landkreis Berchtesgadener Land (von 223,7 auf 217,1) sank der Wert. Weitere Todesfälle wurden in der Region glücklicherweise nicht gemeldet.

Behörden melden 16.017 neue Corona-Fälle

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Deutschland nun 16.017 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind rund 7000 Fälle weniger als noch am Tag zuvor, an dem mit 23.399 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden ein neuer Höchstwert erreicht worden war (News-Ticker Samstag, 7. November). 

An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 14.177 gelegen. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI insgesamt 658.505 Infektionen erfasst (Stand: 8. November, 0 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 63 auf insgesamt 11.289. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht bei 1,04 (Stand: 7. November; Vortag: 0,99). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa zehn weitere Menschen ansteckten. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/dpa

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