News-Ticker zur Corona-Pandemie

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fünf Corona-Toten im Klinikum Schongau

Bild aus einer Klinik
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Symbolbild: 37 Patienten werden in Kliniken des Landkreises Traunstein behandelt.
  • Martin Weidner
    vonMartin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit über neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (6. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 280,1, Landkreis Rosenheim 266,3, Landkreis Traunstein 235,7, Landkreis Berchtesgadener Land 209,6, Landkreis Mühldorf 200,2, Landkreis Altötting 178,4 (Quelle/Stand: RKI, 6. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1223, Landkreis Rosenheim 4286, Traunstein 2327, Berchtesgadener Land 1412, Mühldorf 1338, Altötting 1105 (Quelle/Stand: RKI, 6. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 208, Traunstein 93, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 6. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 11.096 Todesfälle in Deutschland (2851 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.05 Uhr - Wegen positiven Corona-Tests: Prozess nach Anschlägen auf „Charlie Hebdo“ verzögert sich weiter

Wegen mehrerer Corona-Infektionen zieht sich die Fortsetzung des Prozesses um den islamistischen Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ weiter hin. Mit einer Wiederaufnahme am kommenden Donnerstag oder Freitag sei wohl nicht zu rechnen, teilte die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft am Freitagabend mit. Zuletzt waren drei Angeklagte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aufgrund der Gesundheitsempfehlungen müsse nun weiter abgewartet werden. Außerdem stünden noch die neuen Testergebnisse der Angeklagten aus, die bei ersten Tests ein negatives Ergebnis erhalten hatten.

Der Prozess hatte Anfang September unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in Paris begonnen. Vor einem besonders zusammengesetzten Gericht für Terrorfälle wird seitdem eine mehrtägige Anschlagsserie aufgerollt, bei der im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet wurden. Von den Anschlägen war nicht nur die Redaktion von „Charlie Hebdo“ betroffen, sondern auch ein koscherer Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

Den 14 Angeklagten wird vorgeworfen, bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen zu haben. Drei von ihnen sind flüchtig. Im Gericht galt wie überall in Paris Maskenpflicht. Der Prozess gilt als historisch, eigentlich sollte er bis Ende kommender Woche dauern. Dieser Zeitplan dürfte nun nicht mehr zu halten zu sein.

Update, 19.15 Uhr - Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fünf Corona-Toten im Klinikum Schongau

Im Zusammenhang mit Corona-Todesfällen im Klinikum Schongau in Oberbayern ermittelt die Staatsanwaltschaft München II. In den vergangenen Tagen waren fünf ältere Patienten in Schongau gestorben, die sich im Krankenhaus mit dem Virus angesteckt hatten, teilte der Geschäftsführer der Krankenhaus-GmbH Weilheim-Schongau, Thomas Lippmann, am Freitag in einer telefonischen Pressekonferenz mit.

Es habe sich bei den Verstorbenen um zwei Patienten im Alter von über 90 Jahren und zwei weitere im Alter von mehr als 80 Jahren gehandelt, jeweils mit erheblichen Organerkrankungen. Der fünfte Todesfall sei ein Patient im Alter von mehr als 70 Jahren mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung.

In dem Krankenhaus waren Ende Oktober Dutzende Corona-Fälle festgestellt worden, alle 600 Mitarbeiter hatten sich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Diese laufe nun aus. Dennoch werde es vorerst keinen Regelbetrieb in Schongau geben. Der Aufnahmestopp für Regelpatienten bestehe weiter, Ausnahme seien positiv auf Corona getestete Patienten. Derzeit lägen 29 Covid-Patienten in Schongau, davon vier auf der Intensivstation. Keiner dieser Intensivpatienten habe sich in Schongau infiziert.

Wie es zu dem Coronaausbruch kam, war zunächst unklar. Die Abschlussfahrt von Krankenpflegeschülern nach Berlin sei nicht ursächlich gewesen, sagte Krankenhaus-Chef Lippmann. Alle Teilnehmer der Reise seien noch am Tag der Rückkehr Schnelltests unterzogen worden, alle seien negativ gewesen.

Die Klinikleitung habe Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei von sich aus über die Todesfälle informiert und um Ermittlungen gebeten. Man wolle größtmögliche Transparenz. Nur so könne Vertrauen in das Krankenhaus wieder aufgebaut werden, sagte Lippmann.

Update, 18.50 Uhr - 54 neue Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Seit der gestrigen Meldung teilte das Landratsamt Altötting am heutigen Freitag 54 neue bestätigte SARS-Cov-2-Fälle mit. Damit steigt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie gemeldeten Fälle auf insgesamt 1171.

Zwölf der neu gemeldeten Corona-Fälle stammen aus dem Stadtgebiet Altötting. Die restlichen 42 Fälle wurden aus dem Landkreis gemeldet.

Update, 17.27 Uhr - 100 Neuerkrankungen in Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 723 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 235,7.

Seit der letzten Pressemitteilung am 05. November sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 100 Neuinfektionen eingegangen. Ermittlungen und Kontaktaufnahmen werden durch das Gesundheitsamt Traunstein sieben Tage die Woche durchgeführt.

Es liegen somit insgesamt 2400 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1586 Personen (14 Personen mehr seit der Meldung vom 05.11.2020).

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 37 COVID-19-Patienten behandelt, davon 31 auf der Normalstation und sechs auf der Intensivstation.

Update, 17.14 Uhr - Bundesregierung stuft ganz Italien als Corona-Risikogebiet ein

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet ein. Zudem wurden am Freitag das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden sowie Dänemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und Färöer auf die vom Robert Koch-Institut (RKI) geführte Risikoliste gesetzt. Auch ganz Nordgriechenland und die Provinz um Athen sowie einzelne Regionen in Estland, Lettland, Litauen und Norwegen kommen hinzu.

Damit gibt es kein Land mehr in Europa ohne Risikogebiet. Bis auf zwei kleine Gemeinden in Österreich ist nun auch das komplette Grenzgebiet zu Deutschland in den neun Nachbarländern betroffen.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit bis zu 14 Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test davon vorzeitig befreien lassen.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Auch ein Großteil Deutschlands ist nach diesen Kriterien bereits Risikogebiet.

Update, 16.54 Uhr - Antrag abgeschmettert: Gericht verbietet „Querdenker“-Großdemo in München

Radikale Gegner der Corona-Maßnahmen sind mit ihrem Antrag für eine Kundgebung von 120 000 Demonstranten auf der Münchner Theresienwiese vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Von einer solchen Versammlung gingen „voraussichtlich infektionsschutzrechtlich nicht vertretbare Gefahren“ aus, teilte das Gericht am Freitag mit. Die Veranstalter können gegen den Beschluss Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einlegen.

Die „Querdenken“-Bewegung protestiert seit Monaten gegen die Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Am vergangenen Sonntag demonstrierten rund 2000 Menschen auf der Theresienwiese. Jetzt meldete die Initiative für kommenden Sonntagnachmittag eine Kundgebung mit bis zu 120 000 Menschen an, um „das Ende der Pandemie“ zu feiern. „Da schon im Antrag von den Querdenkern erklärt wurde, auf Masken und Abstand zu verzichten und gar zu Umarmungen aufgerufen wurde, haben wir einen negativen Bescheid erteilt“, sagte ein Sprecher des Münchner Kreisverwaltungsreferats.

Das Verwaltungsgericht bestätigte dieses komplette Verbot. Angesichts der Erfahrungen vergangener Versammlungen von Querdenker-Gruppen, der hohen Teilnehmerzahl und der ausdrücklichen Forderung „Keine Abstände, keine Masken“ wäre mit Corona-Infektionen zu rechnen, erklärten die Richter.

Die Querdenker beantragten außerdem, nächste Woche täglich von Montag bis Sonntag in München demonstrieren zu dürfen. Auch diesen Antrag lehnte die Stadt am Freitagnachmittag ab. Über den Eilantrag der Veranstalter dagegen wollte das Gericht noch am Freitag entscheiden.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte zuvor betont, die Einhaltung der Infektionsschutz-Verordnung habe „oberste Priorität und wird durch die Polizei zusammen mit den weiteren zuständigen Behörden konsequent überwacht“.

Update, 15.52 Uhr - Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März coronabedingt in Quarantäne

Seit Mittwoch, 4. November hat sich Oberbürgermeister Andreas März coronabedingt in Quarantäne begeben. Eine am gleichen Tag durchgeführte Testung erbrachte ein positives Ergebnis. Im Absprache mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt wurde die häusliche Quarantäne bis einschließlich Samstag, 14. November 2020 verhängt.

„Zum Glück habe ich nur leichte Erkältungssymptome. Es besteht nach Einschätzung des Gesundheitsamtes kein Grund zur Besorgnis. Ich fühle mich relativ fit und kann die Amtsgeschäfte von zuhause aus weiterführen. Zudem werde ich von meiner Frau und meinen Töchtern ‚mit Abstand‘ intensiv betreut“, so Oberbürgermeister März in einer ersten Stellungnahme.

Sämtliche offiziellen Termine des Oberbürgermeisters werden in seiner Vertretung durch Rosenheims 2. Bürgermeister Daniel Artmann wahrgenommen. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes hat Oberbürgermeister März sämtliche für die nächste Woche (9 – 13. November) geplanten Sitzungstermine von Ausschüssen und Aufsichtsräten städtischer Tochtergesellschaften abgesagt.

Update, 15.15 Uhr - 30 Neuinfektionen in BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 30 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich fünf Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 1.434 (Meldestand: 6. November, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt aktuell bei 211,46.
 
Von den insgesamt 1.434 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 1.126 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 278 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Seit der gestrigen Meldung wurde ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 99-jährige Frau. Die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen erhöht sich somit auf 30.

Update, 14.33 Uhr - Erste bayerische Klinik schaltet zurück in Krisenmodus

Als erste Klinik in Bayern schaltet Landshut aufgrund gestiegener Covid-19-Patientenzahlen zurück in den Krisenmodus. „Seit Montag verzeichnen wir einen ständigen Zustrom an Corona-Patienten“, erklärt Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Momentan werden im Klinikum acht positive Fälle auf Normalstation und zwei Patienten auf der Intensivstation behandelt. Dazu kommen mehrere Verdachtspatienten. „Wir rechnen damit, dass die Patientenzahlen in den nächsten Tagen deutlich steigen. Die zweite Welle rollt und sie rollt heftiger auf uns zu als gedacht.“

Die bisherigen Kapazitäten für Covid-19-Patienten stoßen am Klinikum bereits an ihre Grenzen, deshalb müssen weitere Corona-Stationen eröffnet und Intensiv-Kapazitäten geschaffen werden. Der Regelbetrieb kann im Klinikum nicht weiter aufrechterhalten werden. Die Corona-Einsatzleitung des Klinikums hat deshalb am heutigen Mittwoch weitreichende Umstrukturierungen beschlossen. Ab Freitag werden elektive, also nicht dringliche Behandlungen abgesagt. Der Betrieb konzentriert sich wie im Frühjahr auf die Behandlung von Notfällen und Covid-19-Patienten.

Grundlage für die Umstrukturierungen ist eine neue Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern, die die bayerische Staatsregierung erlassen hat. Darin werden die Krankenhäuser angehalten, die stationäre Versorgung der Bevölkerung einschließlich der Behandlung von COVID-19-Patienten sicherzustellen. Verschiebbare Behandlungen sind ganz oder teilweise zurückzustellen, um Covid-19-Patienten behandeln zu können.

Update, 14 Uhr - Die Fallzahlen aus den Kreisen Mühldorf und Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 1161 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 838 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 57 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 266 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 5. November 58 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 6. November 2020, 8 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 1.345 bestätigte Fälle einschließlich der Korrektur von zwei zuvor positiv vermeldeten Fälle vor, davon sind insgesamt 1.041 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 205,4. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 277 aktive Fälle, davon werden dreizehn Personen stationär behandelt, einer davon auf Intensivstation.

Update, 13.21 Uhr - 873 Neuinfektionen binnen einer Woche im Raum Rosenheim

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 29. Oktober 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 873 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 5507 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 4284, Stadt: 1223).

Mittlerweile wurde bei mindestens 3322 Personen eine Genesung dokumentiert. 230 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 207, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 150 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 50 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich vier Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) liegt mit Stand 6. November (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 281,66, für den Landkreis Rosenheim bei 265,56.

Hier könnt Ihr den ganzen Lagebericht lesen.

Update, 13.11 Uhr - Schulen im Kreis Mühldorf bleiben weiter offen - auch nach den Herbstferien Präsenzunterricht für alle Klassen und Jahrgangstufen

Die Schulen im Landkreis Mühldorf a. Inn bleiben weiter offen. Entgegen anderslautender Meldungen wird der Präsenzunterricht wie bisher auch nach den Herbstferien für alle Schularten und alle Jahrgangstufen im Landkreis aufrechterhalten. Ausgenommen sind die Klassen, die sich aufgrund eines positiven Falles durch Anordnung des Gesundheitsamtes in Quarantäne befinden.

Die Sicherheitsstandards werden nochmals erhöht. Eine Durchmischung der Klassen ist, wo immer möglich, zu vermeiden. Der Sportunterricht wird bis auf weiteres ausgesetzt, Musikunterricht ist möglich mit Ausnahme von Gesang und das Spielen von Blasinstrumenten.

Die Mindestabstände müssen grundsätzlich eingehalten werden. Das gilt insbesondere auch für die Pausen und den Pausenverkauf. Darüber hinaus gelten die Regelungen des Rahmen-Hygieneplanes für Schulen. Da der Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer nicht überall eingehalten werden kann und der Präsenzunterricht beibehalten werden soll, besteht weiterhin eine umfassende Maskenpflicht für alle Jahrgangsstufen. Dies gilt auch für die Mittagsbetreuung, Ganztagesangebote und in Horten.

Bei leichten Erkältungssymptomen müssen Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben. Der Schulbesuch ist erst nach Vorlage eines Negativtests und bei weiterführenden Schulen zusätzlich 24 Stunden Symptomfreiheit möglich.

Update, 12.45 Uhr - Neue Regeln für Pendler und Grenzgänger in BGL - Diese Regeln gelten ab Montag

Am kommenden Montag, 9. November 2020 tritt die neue Einreise-Quarantäne-Verordnung (EQV) des Freistaats Bayern in Kraft. Demnach müssen sich Personen, die sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, unverzüglich nach der Einreise in häusliche Quarantäne begeben und sich für einen Zeitraum von 10 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort häuslich absondern. Es besteht außerdem die Verpflichtung, unverzüglich das zuständige Landratsamt zu kontaktieren und auf die Pflicht zur häuslichen Absonderung hinzuweisen. 

Über alle weiteren Maßnahmen informiert ovb24.de in einem eigenen Beitrag.

Update, 12.15 Uhr - Ab Jahrgangsstufe 11 im Landkreis Altötting Distanzunterricht - Landrat Schneider: „kompletten Schul-Lockdown verhindern“

Als viele Nachbarlandkreise schon mit hohen Zahlen an Neuinfektionen zu kämpfen hatten, befand sich der Landkreis Altötting auf der damaligen „Corona-Ampel“ noch lange im grünen Bereich. Doch auch im Landkreis steigen die Zahlen seit einigen Wochen in rasantem Tempo. Vor rund eineinhalb Wochen, am 28. Oktober, betrug der 7-Tages-Inzidenzwert des Landkreises schon 78,9, am heutigen Freitag liegt dieser Wert bereits bei 178,4. Alleine am gestrigen Donnerstag kamen 82 neue Fälle hinzu.

Die Tendenz ist weiterhin klar steigend. Diese dramatische Entwicklung führte jüngst zur folgenden Entscheidung: An allen öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen sowie der Fach- und Berufsoberschule ab der Jahrgangsstufe 11, darüber hinaus jahrgangsunabhängig an allen sonstigen öffentlichen und privaten beruflichen Schulen mit Ausnahme der Schulen des Gesundheitswesens und der staatlichen Wirtschaftsschule findet ab dem 9. November bis einschließlich 27. November Distanzunterricht statt.

Landrat Erwin Schneider: „Mir ist bewusst, dass diese Entscheidung viele Schüler ,Lehrkräfte und Eltern vor große Herausforderungen stellt. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass wir nach den Herbstferien an unseren Schulen nicht zur Tagesordnung übergehen können. Die Zahlen sprechen eine überdeutliche Sprache. Mein großes Ziel ist es, einen kompletten „Schul-Lockdown“, wie in Rottal-Inn und Berchtesgadener Land jüngst geschehen, mit allen Mitteln zu verhindern. Ich hoffe sehr und bin zuversichtlich, dass uns dies mit dieser Entscheidung zum Distanzunterricht gelingen wird.“

Update, 11.47 Uhr - Über 200 Menschen mit von Nerzen stammender Corona-Variante infiziert

In Dänemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit einer ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Variante des Coronavirus infiziert. Das teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Freitag mit. 200 der Fälle wurden in der Region Nordjütland nachgewiesen. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bereits in 216 Zuchtanlagen gefunden.

Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land - etwa 15 bis 17 Millionen Tiere - getötet werden sollen. Das sogenannte Cluster-5-Virus sei von den Tieren auf Menschen übertragbar, so das SSI. Es sei zwar wohl nicht gefährlicher, aber es bestehe das Risiko, dass die derzeit entwickelten Impfstoffe weniger gut gegen diese Variante wirken.

Die fortgesetzte Nerzzucht stelle während einer anhaltenden Corona-Pandemie ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit dar, warnte das Gesundheitsinstitut. Eine hohe Anzahl von Nerzfarmen habe mehr Infektionen beim Menschen zur Folge und eine hohe Zahl infizierter Nerze erhöhe das Risiko für Virusmutationen, gegen die die derzeit entwickelten Impfstoffe eventuell nicht schützten.

In sieben Regionen in Nordjütland sind die Menschen nun aufgefordert, in ihren Kommunen zu bleiben. Der öffentliche Nahverkehr wird ab Montag eingestellt. Restaurants, Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen schließen. Betroffen von den Beschränkungen sind die Kommunen Hjørring, Frederikshavn, Brønderslev, Jammerbugt, Thisted, Vesthimmerland und Læsø.

Update, 11.24 Uhr - „Seeon-Seebruck schmeckt guad“ - Gemeinde unterstützt Gastronomie

Unter dem Motto „Seeon-Seebruck schmeckt guad“ unterstützt die Gemeinde alle Gastronomiebetriebe vor Ort aufgrund der aktuellen Herausforderungen rund um die Corona-Pandemie. Die Verantwortlichen in der Tourist-Information haben zusammen mit dem Gemeindeoberhaupt einige Maßnahmen geplant.

Das gesamte gastronomische Angebot während dem derzeitigen Corona-Lockdown wurde gesammelt und auf einer eigens eingerichteten Seite auf der Homepage der Gemeinde gelistet. Interessierte können sich nun so auf einem Blick über das Abhol- und Lieferangebot der Wirte informieren.

Zur weiteren Unterstützung startet ab Samstag bis Mitte Dezember die Aktion Stempelpass bei der sich zehn Wirte beteiligen. Wer mindestens fünf Stempel von verschiedenen Lokalen gesammelt hat, gibt seinen Pass im Rathaus ab und kann an der Verlosung teilnehmen.

Update, 10.44 Uhr - Spahn rechtfertigt Corona-Maßnahmen: „Bittere Medizin“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts weiter stark zunehmender neuer Corona-Infektionen die bundesweiten Einschränkungen im November gerechtfertigt. Dies sei erneut „eine bittere Medizin“, sagte der CDU-Politiker am Freitag im Bundestag. Sie bringe Härten und Verzicht für Hunderttausende Bürger. Wie in der ersten Phase der Pandemie im Frühjahr gelte es nun aber wieder, die Kurve abzuflachen und das Gesundheitssystem zu schützen. Wenn die Intensivstationen überfüllt seien, sei es zu spät. Spahn betonte, das Krisenmanagement orientiere sich nicht nur an den Infektionszahlen.

In Deutschland sind erstmals mehr als 20.000 Neuinfektionen innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter meldeten 21.506 neue Fälle, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen bekannt gab. Am Freitag vor einer Woche waren es noch 18.681 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gewesen.

Update, 10.15 Uhr - Corona-Infektion an der Sprache erkennen? Bayerische Forscher feilen an App

Noch klingt es kurios: Eine App soll eine Corona-Infektion an der Stimme eines Erkrankten erkennen - zumindest, wenn es nach Forschern des Universitätsklinikums Augsburg geht. „Die App könnte in Echtzeit Daten über Bewegungs- und Ausbreitungsmuster von Corona-Infizierten darlegen“, sagt Björn Schuller, Leiter der Studie an der Universität Augsburg.

Seit März arbeitet Schuller mit seinem Team an der Spracherkennungs-App und wertete zunächst Daten aus dem chinesischen Wuhan aus. Seitdem das Virus verstärkt auch Deutschland erreicht hat, sprechen auch Probanden aus Augsburg einen Text mit vielen Vokalen in ein Handy. Die Sprachmuster werden mit Stimm-Mustern von Personen mit und ohne Corona-Infektion mittels tiefer neuronaler Netze verglichen. „Die Sprache ist hier quasi das neue Blut - wir verwenden es zur Analyse, brauchen es aber auch dringend als Spende, um unsere Systeme für Alle verbessern zu können“, sagte Schuller.

Im Moment komme die App nach Angaben der Universität und des Universitätsklinikums auf eine Trefferquote von über 80 Prozent. Dennoch wolle man zunächst weitere Daten sammeln. Ziel sei es, die Spracherkennungs-App auf den öffentlichen Markt zu bringen. „Natürlich steht die Privatsphäre und Ethik dabei stets an erster Stelle.“ 

Bevor die Anwendung auf den Endgeräten genutzt werden kann, gibt es aber Hürden zu überwinden: Pro Land sei nur eine offizielle App bei Anbietern wie Google Play erlaubt, erklärte Schuller. „Somit müssten wir es in der offiziellen App integrieren oder als allgemeinere Gesundheitsanalyse-Applikation bewerben.“

Update, 9.20 Uhr - Inzidenzen steigen weiter - drei weitere Tote in Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 6. November).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen sind in allen Städten und Landkreisen unserer Region im Vergleich zum Vortag wieder gestiegen. Den größten Sprung nach oben machte dabei der Landkreis Altötting um über 40 Zähler von 136,3 auf eine 7-Tage-Inzidenz von 178,4. Auch in der Stadt Rosenheim stieg der Wert um über 30 Punkte deutlich. Mit einem Wert von 280,1 ist nun sogar die 300er-Marke nicht mehr weit entfernt.

Die 200er-Marke „gerissen“ hat nun der Landkreis Mühldorf. Dort stieg der Wert allerdings nur minimal von 199,4 auf 200,2. Steigerungen meldeten auch die Landkreise Rosenheim (von 246,8 auf 266,3), Traunstein (von 207,5 auf 235,7) und Berchtesgadener Land (von 207.7 auf 209,6). Zudem gibt es drei weitere Todesfälle in der Region - einen im Landkreis Rosenheim und zwei im Landkreis Traunstein.

Update, 9.04 Uhr - Nächster Corona-Rekord in den USA - über 120 000 neue Fälle

Die USA haben am zweiten Tag in Folge eine Rekordzahl neuer Corona-Fälle verzeichnet. Am Donnerstag (Ortszeit) wurden 121.888 Neuinfektionen bekannt, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. Erst am Vortag war mit 102 831 Fällen erstmals die Marke von 100.000 neu registrierten Infektionen innerhalb eines Tages überschritten worden. Am Donnerstag kamen den Zahlen zufolge 1210 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus hinzu.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 9,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nahezu 235.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Update, 7.58 Uhr - Polizei beendet Studenten-Party in Rosenheim

Anwohner beschwerten sich am Donnerstagabend, 5. November, bei der Polizei über eine laute Feier in der Küpferlingstraße in Rosenheim. Als die Beamten gegen 21 Uhr vor Ort eintrafen, konnten sie tatsächlich eine Zusammenkunft von zehn Personen feststellen. Da die Schüler und Studenten, alle im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, verschiedenste Haushalte haben, leitete die Polizei entsprechende Bußgeldverfahren ein. Die Party wurde beendet.

Update, 7.03 Uhr - Studie belegt: Hohe Dunkelziffer in München bei erster Welle

Eine großangelegte Münchner Antikörper-Studie hat eine hohe Dunkelziffer von Infizierten bei der ersten Corona-Welle entdeckt. Der Untersuchung mit rund 3000 Münchner Haushalten zufolge hatten bis Anfang Juni rund 1,8 Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen das Virus entwickelt. Das sei viermal mehr als der Anteil der damals nachgewiesenen Infektionen, teilten die Forscher der Infektions- und Tropenmedizin der Uniklinik München jetzt mit.

Die Sterblichkeit der Infizierten lag demnach bei 0,76 Prozent - und damit um ein Vielfaches über der für saisonale Grippeinfektionen, wie die Wissenschaftler um Studienleiter Michael Hölscher erläuterten. Die Münchner Studie habe für Deutschland eine höhere Bedeutung als Untersuchungen lokaler Ausbrüche, sagte Hölscher bei der Vorstellung der Ergebnisse. 25 Teams waren rund zwei Monate unterwegs gewesen, um gut 5300 Freiwilligen ab 14 Jahren Blut abzunehmen.

Erstmals mehr als 20.000 neue Corona-Fälle binnen eines Tages

Erstmals sind in Deutschland mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 21.506 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand: 6. November, 0 Uhr). Am Freitag vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 18.681 gelegen. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 619.089 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 166 auf insgesamt 11.096 (News-Ticker Donnerstag, 5. November).

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht bei 0,79 (Stand: 5. November; Vortag: 0,81). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa acht weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Um in eine kontrollierbare Lage zu kommen, müsste die Reproduktionszahl längere Zeit deutlich unter 1 liegen, bei 0,7 oder noch niedriger.

Das RKI gibt auch ein sogenanntes Sieben-Tage-R an, der das Geschehen von vor acht bis 16 Tagen zeigt. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt er bei 0,93 (Stand: 5. November), also ebenfalls leicht unter 1.

mw/fgr/dpa

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