News-Ticker zur Corona-Pandemie

Nach zahlreichen Klagen: Versicherung will Klarheit in Verträgen und bei Corona-Schließungen

Nach einer Vielzahl von Klagen wegen ausbleibender Zahlungen nach Betriebsschließungen will eine Versicherung nun klarere Grenzen in Verträgen
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Nach einer Vielzahl von Klagen wegen ausbleibender Zahlungen nach Betriebsschließungen will eine Versicherung nun klarere Grenzen in Verträgen
  • Martina Hunger
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  • Martin Weidner
    Martin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit über neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (4. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 206,1, Landkreis Rosenheim 205,1, Landkreis Traunstein 157,3, Landkreis Berchtesgadener Land 252,1, Landkreis Mühldorf 158,8, Landkreis Altötting 131,8 (Quelle/Stand: RKI, 3. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1104, Landkreis Rosenheim 3847, Traunstein 2065, Berchtesgadener Land 1319, Mühldorf 1196, Altötting 983 (Quelle/Stand: RKI, 3. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 206, Traunstein 89, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 3. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 10.812 Todesfälle in Deutschland (2843 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.46 Uhr - Versicherung will Klarheit in Verträgen: Eigentlich keine Zahlungen bei Corona-Schließungen

Nach zahlreichen Klagen zu den Kosten von Schließungen während der Corona-Pandemie will die Allianz ihre Verträge umstellen. Die Versicherung will die Bedingungen so ändern, dass künftig Fälle wie die generellen Schließungen während der Pandemie eindeutig ausgeschlossen sind, wie ein Sprecher am Mittwoch bestätigte. Seit dem 15. Oktober werden Kunden die neuen Verträge angeboten. Stimmen sie nicht zu, werden die laufenden Kontrakte zum Ende der Laufzeit gekündigt. „Wir kündigen nicht außerordentlich“, betonte der Sprecher. Zuvor hatten verschiedene Fachmedien berichtet.

Anlass der Umstellung sind zahlreiche Klagen gegen Versicherer nach den Schließungen von Hotels und Gaststätten während der Corona-Krise. Allein die Allianz sieht sich derzeit rund 140 solcher Streitigkeiten gegenüber. Sie betrachtet die Fälle als nicht abgedeckt, die Kläger sehen das anders. Vor Gericht wurden die Versicherungsbedingungen teilweise als zu unklar kritisiert - nicht nur bei der Allianz.

Die Versicherung will mit den neuen Bedingungen nun Eindeutigkeit schaffen. Auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft arbeitet an neuen Musterbedingungen, wie eine Sprecherin sagte. Eine Erkenntnis aus den aktuellen Auseinandersetzungen sei, „dass noch klarer kommuniziert werden muss: Was ist versichert und was ist nicht versichert?“

Die sogenannten Betriebsschließungsversicherungen seien relativ günstig - oft unter 100 Euro im Jahr - und nicht für Pandemien gedacht, sagte der Allianz-Sprecher. Wollte man diese mit absichern, müssten die Verträge sehr viel teurer sein.

Kritik an der Versicherungswirtschaft kam vom Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß. „Was nützt eine Versicherung, wenn sie sich im Ernstfall verabschiedet“, sagte er. „Gerade die Unternehmen der Gaststättenbranche und Hotels wollten durch ihre Betriebsschließungsversicherung Sicherheit schaffen und werden jetzt in dieser schwierigen Lage der Pandemie im Stich gelassen. So ein Verhalten ist einfach unanständig!

Update, 20.14 Uhr - Die gesammelten Fallzahlen und 7-Tages-Inzidenzen in der Region

Im Verlauf der letzten sieben Tage stieg die Gesamtzahl der seit Beginn der Corona-Pandemie positiv auf SARS-Cov-2 getesteten Personen in der Region von 9.197 auf 10.860 an. Die höchste Zahl an Neumeldungen erfolgte am heutigen Mittwoch, den 4. November mit 346 gemeldeten Neuinfektionen in der Region. Diese steigende Tendenz spiegelt sich in der Kurve der Neuinfektionen wider.

Fallzahlen der letzten Woche in der Region

In ganz Ober- und Niederbayern stieg die Gesamtzahl der Corona-Fälle von 53.081 Fällen am 28. Oktober auf 62.490 Fälle am heutigen 4. November an. In der grafischen Darstellung ist auch hier eine zunehmende Zahl täglicher Neuinfektionen zu erkennen.

Fallzahlen der letzten Woche in Ober- und Niederbayern

Im Landkreis Rosenheim ist die 7-Tage-Inzidenz wieder auf 220 angestiegen während sie im Stadtgebiet auf aktuell 212 gesunken ist. Nach dem Extremwert von 270, welcher noch vor sieben Tagen im Berchtesgadener Land berechnet wurde, ist die Inzidenz hier nun auf 233,2 gefallen. Eine weniger positive Entwicklung zeigt sich im Landkreis Altötting, wo die Inzidenz langsam aber sicher weiter steigt. Aktuell liegt die 7-Tages-Inzidenz hier bei 136,3. Im benachbarten Landkreis Mühldorf verhält es sich ähnlich: dort wurde der Wert aktuell auf 195 berechnet. Auch im Landkreis Traunstein entwickelt sich die Inzidenz nach oben - die 7-Tages-Inzidenz stieg auf 185,5.

7-tage-Inzidenzen der letzten Woche in der Region

Update, 19.07 Uhr - Grundtenor des Schulgipfels: Weniger Inzidenzwert, mehr Einbindung örtlicher Gesundheitsämter

Statt starrer Inzidenzwerte entscheiden künftig die örtlichen Gesundheitsämter über Distanzunterricht oder Schulschließungen während der Corona-Pandemie in Bayern. Der eigentlich geltende Stufenplan, der schon seit Wochen immer stärker aufgeweicht wurde, um den Unterricht in den Schulen trotz hoher Infektionszahlen zu ermöglichen, wird mehr oder weniger offiziell ad acta gelegt. Dies berichteten übereinstimmend mehrere Teilnehmer des Schulgipfels, zu dem die Staatskanzlei am Mittwochnachmittag eingeladen hatte.

Bislang galten bei mehr als 35 beziehungsweise 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche offiziell noch klare Vorgaben bezüglich Maskenpflicht, Mindestabstand und dem daraus folgenden Wechsel in den Distanzunterricht, von denen nur unter bestimmten Bedingungen Abstand genommen werden sollte. Doch nachdem die Werte in weiten Teilen Bayerns inzwischen weit über 100 liegen, sollen nun die Gesundheitsämter vor Ort nach einer einheitlichen, aber an die örtlichen Gegebenheiten angepassten Linie entscheiden, wie in der jeweilige Infektionslage vorzugehen ist.

Breiter Konsens in der Runde war nach Teilnehmerangaben, dass dies kein normales Schuljahr sein könne und der Lehrplan entsprechend angepasst werden müsse. Auch müsse der Leistungsdruck durch Notenerhebungen abgefedert werden.

Update, 18.30 Uhr - 30 neue Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Seit dem gestrigen Dienstag meldete das Landratsamt Altötting 30 neue bestätigte SARS-CoV-2-Fälle. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie mit dem Corona-Virus infizierten Personen auf insgesamt 1035.

Fünf der neu gemeldeten Fälle stammen aus dem Stadtgebiet Altötting, der Rest aus dem Landkreis.

Update, 18.10 Uhr - 28 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land - 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 28 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich drei Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 1.367 (Meldestand: 04.11.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt nach Berechnungen des Gesundheitsamts aktuell bei 233,18.
 
Von den insgesamt 1.367 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 1.050 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 289 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 343 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 23 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt. Davon werden vier Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 16.49 Uhr - Lage in Kliniken im Raum Rosenheim spitzt sich weiter zu

Die Lage in den Kliniken in der Region Rosenheim spitzt sich weiter zu. Insgesamt befinden sich aktuell (Stand 4. November) im Romed-Klinikverbund 47 Covid-Patienten in Behandlung, davon einer auf der Intensivstation. Seit Wochenbeginn werden in den Romed-Kliniken aufschiebbare Behandlungen zurückgefahren, um für eine zweite Welle gewappnet zu sein.

Weitere Informationen zur Lage in den Krankenhäusern im Raum Rosenheim findet Ihr auf ovb-online.de (hinter Bezahlschranke).

Update, 16.26 Uhr - Rosenheimer Gastronomen mit kreativem Protest gegen „Lockdown light“

Das öffentliche Leben in Deutschland ist seit der Verkündung des „Lockdown light“ wieder massiv eingeschränkt. Bei den Rosenheimer Gastronomen gibt es deshalb verschiedene Formen des Protests – darunter auch überraschende.

Unter anderem haben die Besitzer des Gasthauses „Zum Augustiner Bräu Rosenheim“ mit ihren Angestellten das Bild „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci nachgestellt, um nachdrücklich auf die angespannte Lage aufmerksam zu machen.

Weiteres zu den Protestaktionen der Rosenheimer Gastronomen lest Ihr auf ovb-online.de (hinter Bezahlschranke).

Update, 16.04 Uhr - Corona-Ausbruch in RoMed-Klinik Bad Aibling weitet sich aus

Der Corona-Ausbruch am Krankenhaus Bad Aibling weitet sich aus: Eine Reihentestung ergab sechs weitere positive Fälle unter den Mitarbeitern. Das bestätigte eine RoMed-Sprecherin auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen (hinter Bezahlschranke). Damit steigt die Gesamtzahl der infizierten Mitarbeiter auf 17 an. Sie befinden sich allesamt in häuslicher Quarantäne. Überdies sind neun Patienten betroffen.

Update, 15.50 Uhr - 110 Neuinfektionen im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 621 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 185,5. Seit der letzten Pressemitteilung am 3. November sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 110 Neuinfektionen eingegangen. Ermittlungen und Kontaktaufnahmen werden durch das Gesundheitsamt Traunstein durchgeführt. Generell ist festzustellen: Das aktuelle Infektionsgeschehen im Landkreis Traunstein ist dynamisch, diffus und flächendeckend.

Es liegen somit insgesamt 2235 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1523 Personen (13 Personen mehr seit der Meldung vom 3. November).

Bei einem 87-jährigen verstorbenen Mann ist eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 91 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor .Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 33 COVID-19-Patienten behandelt, davon 28 auf der Normalstation und fünf auf der Intensivstation behandelt.

Update, 15.14 Uhr - Christkindlmarkt in Bad Aibling abgesagt

Die Stadt Bad Aibling sagt aufgrund der aktuellen Lage auch ihren Christkindlmarkt ab, der heuer erstmal am Irlachweiher im Kurpark stattfinden sollte. Ganz ausfallen soll die weihnachtliche Stimmung in der Kurstadt allerdings nicht. Bürgermeister Stephan Schlier und das Stadtmarketing erarbeiten gemeinsam einen Plan für „Weihnachten in der Stadt.“ Möglich sei es eventuell, Verkaufsstände und Buden mit Schmankerln „to go“ dezentral in Bad Aibling zu verteilen.

Update, 14.46 Uhr - Die Fallzahlen aus dem Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 3. November 56 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 4. November 2020, 8 Uhr).

Zum großen Teil handelt es sich um Kontaktpersonen bereits bekannter positiv bestätigter Personen. Ein positiv bestätigter Schüler besucht das Gymnasium Gars, die entsprechende Klasse sowie eine weitere Klasse aufgrund klassenübergreifenden Unterrichts stehen unter Quarantäne.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 281 aktive Fälle, davon werden 13 Personen stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 190,7.

Update, 13.55 Uhr - Tschechisch-Bayerische Grenze bleibt offen

Bayern und Tschechien sind sich laut eines Berichts des BR einig, die Grenzen offen zu lassen. Bayerns Ministerpräsident Söder und sein tschechischer Kollege Babiš wollen trotz steigender Zahlen nicht, wie im Frühjahr, die Grenzen schließen. Das solle vor allem den Berufspendlern dienen, so Söder.

Update, 12.21 Uhr - Mehrere Corona-Fälle: Schlachthof in Furth im Wald außer Betrieb

Aufgrund mehrerer positiver Corona-Tests ist die Produktion am Dienstag im Schlachthof in Furth im Wald im Landkreis Cham vorübergehend eingestellt worden. Das hat der Geschäftsführer Markus Fischer dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage bestätigt. Wie viele Beschäftigte positiv getestet wurden, gebe die Vion Food Group aus Datenschutzgründen generell nicht bekannt, so der BR weiter.

Die positiven Fälle sollen im Rahmen freiwilliger Tests aufgetaucht sein. Seit der erneuten allgemeinen Zunahme der Corona-Infektionszahlen gebe es diese freiwilligen Tests im Schlachthof wöchentlich „für einen bestimmten Prozentsatz der Beschäftigten“.

Update, 11.01 Uhr - Bücherboten liefern in Traunstein Bücher nach Hause

Die Traunsteiner Stadtbücherei bietet einen neuen Service an: Bücherboten bringen in Coronazeiten bestellte Bücher, Musik und Filme kostenlos zu den Bestellern ins Haus. Die Bücherboten, die einen offiziellen Ausweis der Stadtbücherei bei sich tragen, sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Traunsteiner Stadtbücherei. Sie liefern nach persönlicher Terminabsprache.

Wer den Dienst in Anspruch nehmen will, braucht einen gültigen Leseausweis der Stadtbücherei Traunstein. In einem ersten Gespräch stellt der persönliche Bücherbote den Interessierten das Angebot vor und notiert sich die persönlichen Wünsche. Der Bücherbote besucht die Leser alle vier Wochen regelmäßig nach Absprache und bringt den gewünschten Lesestoff oder die bestellten Hörbücher mit. Außerdem nimmt er die Medienwünsche für das nächste Mal entgegen.

Die Idee der Traunsteiner Stadtbücherei, die hinter dem Service steckt, ist, immobilen Menschen Lesen und Leben zu liefern und auf diesem Wege Einsamkeit abzubauen. Es wird aber auch kontaktfrei ausgeliefert. Die Stadtbücherei Traunstein sucht noch nach ehrenamtlichen Bücherboten, die bei diesem Dienst mitarbeiten wollen.

Update, 10.07 Uhr - Italien verhängt nächtliche Ausgangssperre 

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch ein Dekret mit neuen Restriktionen im Anti-Corona-Kampf unterzeichnet. Demnach müssen die 60 Millionen Italiener nun wegen einer nächtlichen Ausgangssperre von 22 Uhr abends bis um 5 Uhr morgens zu Hause bleiben. Ausnahmen gibt es nur für dringende Wege wie etwa zur Arbeit oder zum Arzt. In Hochrisikozonen sind noch schärfere Teil-Lockdowns vorgesehen. Dort müssen viele Läden schließen und es gibt Reiseverbote, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch schrieb. Außerdem werden alle Museen des Landes geschlossen.

Die Verschärfung der Regeln soll am Donnerstag starten und zunächst vier Wochen lang bis zum 3. Dezember gelten. Über die Maßnahmen hatten die Medien in den Vortagen schon berichtet. Die Regierung wollte das Dekret im Laufe des Tages veröffentlichen. Zu den Maßnahmen gehört demnach auch ein neues Prinzip der Gefahrenbewertung, das Italien in drei Risiko-Zonen teilt. So will Rom gezielter auf regionale Unterschiede bei der Corona-Entwicklung eingehen. In den roten Zonen mit sehr hohem Corona-Risiko gehen die Verbote deutlich über die landesweiten Regeln hinaus. Nach ersten Berichten dürften die Lombardei und das Piemont im Norden sowie wohl Kalabrien im Süden zu solchen Hoch-Risiko-Zonen erklärt werden, schrieb die Zeitung „La Repubblica“.

Italien hatte am Dienstag rund 28.250 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Diese Zahl lag unter den Höchstwerten der Vorwoche von mehr als 30 000 Fällen am Tag.

Update, 9.04 Uhr - RKI mit Problemen: 17.214 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Beim RKI-Dashboard gab es am Morgen ein technisches Problem, das RKI hat die aktuellen Angaben nun zunächst auf einer Übersichtsseite zur Verfügung gestellt. Darauf basierend wurden die Angaben für Infektionen und Todesfälle nun korrigiert. Nach aktualisierten Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben die Gesundheitsämter in Deutschland 17.214 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 577.593 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 04.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 151 auf insgesamt 10.812. Das RKI schätzte am Dienstag, dass rund 371.500 Menschen inzwischen genesen sind - die Angabe für Mittwoch fehlte zunächst noch.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 0,94 (Vortag: 1,07). Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 0,98 (Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update, 8.28 Uhr - Generelle Maskenpflicht: Bis zu 25.000 Euro Bußgeld in Düsseldorf

Wer gegen die neue praktisch stadtweite Maskenpflicht in Düsseldorf verstößt, kann mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 25.000 Euro belegt werden. Das geht aus der Allgemeinverfügung vor, die Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt am Dienstagabend veröffentlicht hat.

Bislang galt die Maskenpflicht - wie in anderen Städten - in Düsseldorf nur für belebte Wege und Plätze. Die jetzt generelle Maskenpflicht, von der unter anderem Friedhöfe, Wälder und Parkanlagen sowie Rad- und Autofahrer ausgenommen sind, wird mit dem hohen Infektionsgeschehen begründet.

Mit Bezug auf das Infektionsschutzgesetz heißt es in der Verfügung, dass das vorsätzliche oder fahrlässige Weglassen einer Mund-Nasen-Bedeckung „mit einer Geldbuße bis zu fünfundzwanzigtausend Euro geahndet werden“ könne. In NRW kostet es bisher 150 Euro, wenn man zum Beispiel im Bus keine Mund-Nasen-Abdeckung trägt.

Update, 7.24 Uhr - Behörden melden rund 16.500 neue Corona-Fälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 16.498 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Stand: 4. November, 0 Uhr). Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 14.964 gelegen - das waren beinahe doppelt so viele wie am Mittwoch der Woche davor (News-Ticker Dienstag, 3. November). Insgesamt haben sich damit seit Beginn der Pandemie bundesweit 576.877 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert.

Widersprüchliche Angaben gab es am frühen Mittwochmorgen in Sachen der aktuellen Todesfälle (Anm. der Red.: Diese Angaben werden von der Redaktion nachgereicht).

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht bei 0,94 (Stand: 3. November; Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel knapp einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,98 (Stand: 3. November; Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Nach Kritik: Schulgipfel über Unterricht unter Corona-Bedingungen

Die Schulen in Bayern sollen unter allen Umständen so lange wie möglich offen bleiben - so lautet das Ziel. Die Vorgabe der Staatsregierung hat Folgen, und über die sind längst nicht alle glücklich. Ein Schulgipfel soll nun die Wogen glätten. Themen gibt es reichlich: Bei einem virtuellen Schulgipfel wollen Vertreter der Staatsregierung am Mittwoch (14 Uhr) mit Lehrern, Schülern und Eltern über die Situation an den Schulen sprechen. Schon im Vorfeld hatte es teils harsche Kritik der Verbände an der Schulpolitik in der Corona-Pandemie gegeben.

Zwar sind in dieser Woche gerade Herbstferien im Freistaat, doch danach sollen die Kinder und Jugendlichen trotz Teil-Lockdowns und Kontaktbeschränkungen wieder in ihre Klassenzimmer kommen - sofern nicht das Gesundheitsamt wegen eines konkreten Corona-Falles Quarantänemaßnahmen anordnet. Der Präsenzunterricht ganzer Klassen behagt - zumindest unter den aktuellen Bedingungen - vielen nicht.

So fürchten Lehrerverbände um die Sicherheit der Pädagogen und fordern von ihrem Dienstherrn die Bereitstellung von FFP2-Masken, die besser vor einer Ansteckung schützen als die Alltagsmasken. Auch Lüftungsgeräte für die Klassenzimmer sind ein Thema, ebenso der beständig drohende Distanzunterricht und dadurch provozierte geballte Anforderungen im Präsenzunterricht.

Neben den Lehrer- und Direktorenverbänden sind auch Eltern- und Schülervertreter zu dem Online-Gipfel eingeladen. Auch die kommunalen Spitzenverbände sollen dabei sein, ebenso wie Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler), Ministerpräsident Markus Söder, Staatskanzleichef Florian Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml (alle CSU).

Die Staatskanzlei als Gastgeber dämpfte im Vorfeld allzu hochfliegende Erwartungen an konkrete Ergebnisse. Der Schulgipfel sei ein „reines Arbeitstreffen“, sagte ein Sprecher. Entsprechend sei nicht geplant, die Öffentlichkeit inhaltlich über den Verlauf der Online-Veranstaltung zu informieren.

mh/mw/mda/fgr/jv/dpa

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