News-Ticker zur Corona-Pandemie

Zentralrat der Juden: Corona-Leugner auf Demos relativieren Holocaust

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„Querdenker“ protestieren gegen die Corona-Maßnahmen
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (23. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 236,0, Landkreis Rosenheim 253,2, Landkreis Traunstein 271,3, Landkreis Berchtesgadener Land 156,7, Landkreis Mühldorf 233,9, Landkreis Altötting 266,3 (Quelle/Stand: RKI, 23. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1565, Landkreis Rosenheim 5836, Traunstein 3763, Berchtesgadener Land 1801, Mühldorf 1990, Altötting 1778 (Quelle/Stand: RKI, 23 November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 221, Traunstein 105, Berchtesgadener Land 34, Mühldorf 32, Altötting 59 (Quelle/Stand: RKI, 23 November, 0 Uhr)
  • Mindestens 14.112 Todesfälle in Deutschland (3440 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.01 Uhr - Zentralrat der Juden: Corona-Leugner auf Demos relativieren Holocaust

 Bei Demonstrationen der Organisation „Querdenken“ ist es aus Sicht des Zentralrats der Juden in Deutschland mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen.

Seit Monaten müsse man mitansehen, wie bei den „Demonstrationen der Corona-Leugner die Schoa relativiert und deren Opfer sowie Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hemmungslos instrumentalisiert werden“, sagte Präsident Josef Schuster am Montag der Zeitung „Main-Post“.

„So wie die Demonstranten keine Rücksicht auf die Gesundheit anderer Bürger nehmen, so haben sie auch keinen Respekt vor NS-Opfern. Das ist ein widerliches Schauspiel“, kritisierte Schuster.

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer „Querdenken“-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. Scholl war im Jahr 1943 vom NS-Regime zum Tode verurteilt und im Alter von 21 Jahren hingerichtet worden.

In einem Video von der Kundgebung, das bei Twitter bis Montag mehr als zwei Millionen Mal angeklickt wurde, spricht die Frau von einer kleinen Bühne zum Publikum. „Ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten hier aktiv im Widerstand bin, Reden halte, auf Demos gehe, Flyer verteile und auch seit gestern Versammlungen anmelde“, sagt sie.

Der Vergleich schlug hohe Wellen, Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) twitterte: „Wer sich heute mit Sophie Scholl oder Anne Frank vergleicht, verhöhnt den Mut, den es brauchte, Haltung gegen Nazis zu zeigen.“

Update, 19.49 Uhr - Verschärfte Sicherheitsbestimmungen in Haag – Vier Patienten Covid-positiv getestet

Nachdem am 23. November vier Patienten der Station „H3” des InnKlinikums Haag positiv auf COVID-19 getestet wurden, hat das Haus die Sicherheitsbestimmungen für den betroffenen Bereich der Klinik verschärft.

Es sind zwar weiterhin Besuche nach den bekannten Regelungen möglich, jeder Besucher wird aber vorab durch das InnKlinikum Haag mit einem Antigen-Schnelltest untersucht. Nur bei einem negativen Ergebnis ist der Besuch gestattet. Diese Regel gilt zunächst für eine Woche.

Die betroffenen vier Patienten wurden inzwischen zur weiteren Versorgung ins InnKlinikum Mühldorf verlegt. Wie sich die Patienten infiziert haben, wird derzeit ermittelt.

Eine Ansteckung durch das Klinikpersonal ist nach derzeitigem Erkenntnisstand unwahrscheinlich, weil die Mitarbeiter des InnKlinikum Haag nun seit drei Wochen in Folge einer Reihentestung unterzogen werden und dabei kein positiver Fall aufgetreten ist.

Ebenso werden Patienten im Rahmen des Hygienekonzepts engmaschig auf COVID-19 getestet. Hierbei sind die vier positiven Fälle bei den Patienten aufgetreten.

Pressemitteilung InnKlinikum Altötting und Mühldorf 

Update, 18. 29 Uhr -  Bewohner der Asylunterkunft Traunstein positiv auf COVID-19 getestet

Bei einem Bewohner der Asylunterkunft Traunstein wurde aufgrund von Krankheitsanzeichen durch einen niedergelassenen Arzt am 19. November ein Abstrich auf SARS-CoV-2 durchgeführt. Am späten Nachmittag des 20. Novembers wurde dem Gesundheitsamt Traunstein der positive Befund entsprechend der Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes übermittelt.

Der betroffene Teilbereich der Unterkunft ist derzeit mit 67 Personen belegt. Es wurden noch am 20. November bis in die Nacht alle weitere Maßnahmen gemeinsam mit der Regierung von Oberbayern (Betreiber der Asylunterkunft) in die Wege geleitet. Die positiv getestete Person wurde bereits am Abend des 20. Novembers in eine dafür extra ausgelegte Asylunterkunft verlegt.

Entsprechend der einheitlichen Vorgaben durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflegen wurden für die derzeit vor Ort befindlichen Mitbewohner des Teilbereiches eine Quarantänemaßnahme als Kontaktpersonen der Kategorie 1 ausgesprochen. Die Bewohner wurden von Koordinatoren der Regierung von Oberbayern hierüber informiert.

Vonseiten des Betreibers werden für die Zeit der Quarantänemaßnahmen die ärztliche Versorgung und die Verpflegung (durch Catering) sichergestellt. Durch das Gesundheitsamt wurde für den 24. November eine Reihentestung für die Mitbewohner und das Personal (Securitykräfte, Verwaltung und Betreuung) vor Ort organisiert.

Die Reihentestung führt der örtliche Kreisverband des BRK durch, die Proben werden am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit untersucht.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 17.42 Uhr - Seit Samstag 60 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag 60 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt.

Dabei handelt es sich bei 12 Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 1.830 (Meldestand: 23.11.2020, 10 Uhr).

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Bayern (LGL) aktuell bei 186 (Stand: 23.11.2020, 8 Uhr).

Update, 17.05 Uhr - Fünf Todesfälle im Kreis Traunstein

Über des Wochenende wurden dem Gesundheitsamt Traunstein 128 Neuinfektionen im Landkreis gemeldet. Damit liegen aktuell 1388 aktive Corona-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Landratsamt bei 271,3.

Zudem wurden dem Gesundheitsamt fünf weitere Todesfälle gemeldet. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer (65 und 80 Jahre alt) und drei Frauen (80, 89 und 91 Jahre alt). Bei allen wurde eine Covid-19-Infektion diagnostiziert. Damit sind im Landkreis Traunstein mindestens 109 Menschen mit bzw. an einer Covid-19-Erkrankung verstorben.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 81 Covid-19-Patienten behandelt, davon 68 auf der Normalstation und 13 auf der Intensivstation.

Update, 15.52 Uhr - Massentest in Südtirol: Landeshauptmann spricht von „außergewöhnlichem Ergebnis“

Ein dreitägiger Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol hat große Resonanz gefunden und mehr als 3000 Infektionen ans Licht gebracht. Bis Sonntagabend ließen in der kleinen Alpen-Provinz mehr als 343 000 Bürger und Bürgerinnen einen kostenlosen Abstrich machen. Wie die Behörden mitteilten, erhielten nach Abschluss der zentralen Phase bis 20 Uhr insgesamt 3185 Teilnehmer (0,9 Prozent) ein positives Corona-Resultat.

Danach war geplant, dass die Südtiroler noch für weitere 72 Stunden bei Ärzten und an einigen anderen Orten an der Aktion teilnehmen können. Die Landesregierung wollte so die zweite Corona-Welle schneller brechen: Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollten entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. Landeshauptmann Arno Kompatscher sprach am Abend von einem „außergewöhnlichen Ergebnis“

In der Provinz Bozen-Südtirol, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Behörden wollten mit „Südtirol testet“ etwa 350 000 Menschen erreichen.

Der Erfolg eines Massentests hängt nach Einschätzung von Experten stark von einer hohen Teilnahmequote ab. Kritiker bemängelten, dass die Resultate von Antigen-Schnelltests nicht verlässlich genug seien. Forderungen nach einer Übernahme der Massentests für Deutschland hält Eugen Brysch, Vorstand der Stiftung Patientenschutz, für „Strohfeuer“. „Denn Infektionsgrundschutz, Kontaktdokumentation und laborgestützte PCR-Test können so nicht ersetzt werden“, erläuterte er der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Es bestehe vielmehr die Gefahr, dass infizierte Menschen sich wegen eines negativen Tests in Scheinsicherheit wiegen würden.

Kompatscher hatte am Samstag eingeräumt, der Massentest sei “kein Allheilmittel und auch nicht die Lösung des Problems“. Aber die Aktion könne helfen, „den Lockdown zu verkürzen“.

Update, 14.58 Uhr - Weitere Corona-Fälle an Schulen und Kitas im Kreis Altötting

Am vergangenen Freitag wurde ein Corona-Fall aus dem Montessori-Kindergarten Neuötting gemeldet, berichtet das Altöttinger Landratsamt in einer aktuellen Mitteilung von Montag (23. November). Nun wurde eine zweite Mitarbeiterin positiv auf das Corona-Virus getestet, mittlerweile wurden weitere 25 Kinder (davon 21 aus dem Landkreis Altötting) sowie 6 Mitarbeiter (davon 5 aus dem Landkreis Altötting) als Kontaktpersonen der Kategorie I ermittelt.

An der Landwirtschaftsschule Töging erhielt eine Schülerin aus einem Nachbarlandkreis ein positives Abstrichergebnis. 19 Schüler (davon 5 aus dem Landkreis Altötting) sowie eine Lehrkraft gelten als Kontaktperson 1. An der Franz-Xaver-Gruber-Mittelschule in Burghausen wurde ein Schüler positiv getestet. In diesem Fall wurden 16 Schüler sowie drei Lehrkräfte als Kontaktperson 1. ermittelt.

Eine Schülerin des Kurfürst-Maximilian-Gymnasium erhielt ebenfalls ein positives Testergebnis. Die Ermittlungen aller Kontaktperson 1 sind noch nicht abgeschlossen. Zudem wurde eine Mitarbeiterin des Kindergartens St. Hedwig in Burghausen positiv getestet. Hier wurden 12 Kinder sowie drei Mitarbeiterinnen als Kontaktperson 1 ermittelt.

Update, 14.22 Uhr - 28 neue Corona-Fälle im Kreis Mühldorf, ein weiterer Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 22. November gibt es 28 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 23. November 2020, 8 Uhr). 

Unter den heute (23. November) neu und gestern vermeldeten Fällen befinden sich auch jeweils 

  • zwei Schüler der Mittelschule Waldkraiburg (2 Klassen),
  • drei Schüler des Beruflichen Schulzentrums (3 Klassen),
  • drei Schüler der Berufsschule 1 (3 Klassen),
  • vier Schüler der Grundschule Mettenheim (3 Klassen),
  • sechs Schüler der Mittelschule Mühldorf (5 Klassen).

Die entsprechenden Klassen befinden sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 418 aktive Fälle, davon werden 30 Personen stationär behandelt, 2 davon auf der Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Mühldorfer Landratsamt zum Stichzeitpunkt bei 240,8.

Update, 13.58 Uhr - Christkindlmarkt Traunreut 2020 fällt aus

Bis jetzt haben wir gehofft, dass es doch anders kommen könnte und in Traunreut als weihnachtliche Vorfreude für unsere Bürgerinnen und Bürger ein kleiner Christkindlmarkt möglich sein würde”, Bürgermeister Hans-Peter Dangschat.

Leider betreffen nun die aktuellen Fakten auch den Traunreuter Christkindlmarkt, der für dieses Jahr jetzt leider abgesagt werden muss. Dabei hat das Traunreuter Stadtmanagement nach den laufenden Gegebenheiten ein kluges Veranstaltungs- und Hygienemanagement erarbeitet, das es auch in dieser schwierigen Situation noch möglich gemacht hätte, etwas Abwechslung anzubieten.

„Die Gesundheit unserer Stadtgemeinde geht aber selbstverständlich vor. Hoffen und freuen wir uns auf einen Christkindlmarkt im kommenden Jahr“, so Dangschat.

Ausführliche Informationen findet Ihr im Extra-Artikel von chiemgau24.de zur Absage des Christkindlmarktes.

Update, 13.26 Uhr - 230 Verstöße: Gehörig Corona-Ärger in Niederbayern

Alle Hände voll zu tun in Sachen Corona hatte die niederbayerische Polizei am Wochenende. Zwischen Freitag, 20. November, und Sonntag, 22. November, mussten die Dienststellen im Regierungsbezirk insgesamt rund 230 Verstöße gegen die geltenden Regeln feststellen. Zahlreiche Personen mehrerer Haushalte hatten sich auch dieses Wochenende wieder getroffen, um zusammen zu feiern.

In Plattling (Landkreis Deggendorf) kontrollierte die Polizei am Samstagabend mehrere Jugendliche, die am Rennbahnweg Alkohol tranken. Ein 16-Jähriger zeigte sich bei der Kontrolle uneinsichtig, beleidigte die Beamten und leistete zudem noch Widerstand. Der Jugendliche wurde an seine Eltern übergeben. In Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn) wurde ebenfalls am Samstagabend eine Party mit mehreren Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, die sich in einem Schrebergarten getroffen haben, aufgelöst. Gegen alle Anwesenden wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.

Eine Geschäftsfeier mit mehreren Personen wurde aufgrund der Corona-Einschränkungen am Samstagnachmittag in Eging am See (Landkreis Passau) aufgelöst. Ein 49-jähriger Mann aus dem Landkreis Freyung-Grafenau hatte dabei einen Pavillon mit Bierbänken und Stehtischen vor seinem Geschäft aufgestellt. Keiner der Teilnehmer hielt sich an die entsprechenden Abstände sowie an die Auflagen bezüglich Maskenpflicht. Es wurde dabei auch Alkohol konsumiert. Sämtliche Beteiligte zeigten sich äußerst uneinsichtig und teilweise aggressiv gegenüber den eingesetzten Beamten. Die Feier wurde aufgelöst, es gab Platzverweise und insgesamt elf Anzeigen.

Update, 12.33 Uhr - Maskenverweigerer rastet in München aus - und landet in Klinik

Am Samstag, 21. November, befand sich ein 24-jähriger Münchner im Sperrengeschoss des U-Bahnhofes am Sendlinger Tor in der Altstadt. Er trug dabei keine Mund-Nasen-Bedeckung. Eine Streife der U-Bahnwache wurde deswegen gegen 9.50 Uhr auf ihn aufmerksam und wollte ihn kontrollieren. Daraufhin schlug der 24-Jährige unvermittelt auf die Mitarbeiter ein und beleidigte sie mit abwertenden Begriffen.

Der 24-Jährige wurde am Boden fixiert und die Polizei zur Unterstützung hinzugezogen. Der Mann erhielt mehrere Anzeigen wegen Widerstands, Beleidigung, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Wegen seines auffälligen Verhaltens wurde er zur weiteren Behandlung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Update, 11.41 Uhr - Corona-Razzia zum 70. Geburtstag - Polizei sprengt Kaffeekränzchen

In Tschirn (Landkreis Kulmbach) kam es jetzt zu einer knallharten Corona-Razzia. Die Polizei sprengte in dem kleinen Dorf in Oberfranken ein „Kaffeekränzchen“, das eine Frau zum 70. Geburtstages ihres Freundes veranstaltet hatte. „Wir haben bei mir Kaffee getrunken, wie wir das jeden Tag machen. Meine Mutter war da, sie wohnt nur zwei Häuser weiter. Mein Freund hatte 70. Geburtstag, ich hatte deshalb einen Kuchen gebacken“, sagte Veronika Z. (57) nun der Bild-Zeitung. Darüber hinaus waren auch noch der Sohn ihres Partners und dessen Freundin zu Gast.

Wenig später folgte jedoch die böse Überraschung, als die Polizei an der Haustüre klingelte. Laut Corona-Regeln dürfen sich derzeit nur zehn Menschen aus zwei Haushalten treffen - bei der „Party“ waren jedoch Menschen aus fünf Haushalten vertreten. Von den Anwesenden muss jeder nun 400 Euro Strafe zahlen. Veronika Z. hat laut dem Bericht übrigens den Verdacht, dass sie von einem Nachbarn verpfiffen worden ist...

Update, 11.01 Uhr - Zwei Hotspots in Österreich mit Inzidenzen über 1000

Fast eine Woche seit Beginn des erneuten Lockdowns in Österreich sind die Corona-Zahlen weiterhin besorgniserregend hoch, sind jedoch bereits gesunken. In Österreich sind in 24 Stunden 5215 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die 7-Tage-Inzidenz in Österreich beträgt aktuell 471,9 (Ages, Stand 22. November, 14 Uhr). Die am stärkten betroffenen Bundesländer sind Salzburg (Inzidenz 725,3), Oberösterreich (Inzidenz 625,5) und Tirol 621,4.

Aktuell liegt noch in zwei österreichischen Bezirken der 7-Tage-Inzidenz-Wert inzwischen über 1000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Vor einer Woche waren es noch fünf Bezirke. Die am stärksten betroffenen Corona-Hotspots und die jeweilige 7-Tage-Inzidenz im Überblick (Covid-19 Dashboard Österreich):

  • Schwaz (Tirol): 1141
  • Eferding (Oberösterreich): 1139
  • Scheibbs (Niederösterreich): 948
  • Völkermarkt (Kärtnen): 914
  • Zell am See (Salzburg): 908
  • St. Johann im Pongau (Salzburg): 863
  • Rohrbach (Oberösterreich): 855

Update, 10.24 Uhr - Landkreis Altötting meldet 13 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 13 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 22. November, 24 Uhr). Seit Ausbruch der Pandemie stieg die Zahl in Stadt und Landkreis Altötting nach Angaben des Landratsamtes nun auf 1786 Fälle.

Die meisten Neu-Infizierten wurden am Sonntag aus Burghausen gemeldet (insgesamt neun). Derzeit gibt es insgesamt 386 aktive Fälle, die aktuelle 7-Tage-Inzidenz lag laut Angaben des Landratsamtes zum o.g. Zeitpunkt bei 255,6.

Update, 9.29 Uhr - Gesundheitsminister Spahn rechnet mit Impfungen noch im Dezember

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet noch in diesem Jahr mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus. „Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen“, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er habe die Länder gebeten, dass die Impfzentren Mitte Dezember einsatzbereit sein sollen. Das scheine zu klappen.

Auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) machte Hoffnungen auf Impfungen noch in diesem Jahr. „Wir haben die Vorbereitungen dafür getroffen, dass es noch im Dezember losgehen könnte“, sagte Scholz am Sonntagabend auf „Bild live“. Er glaube, es gehe „mit der Impfung schneller los, als wir vor einiger Zeit gedacht haben“, betonte der Vizekanzler.

Spahn zeigte sich optimistisch, dass es nicht bis Ende 2021 dauern werde, bis alle Bevölkerungsgruppen durchgeimpft sind. So benötige man für viele der voraussichtlichen Impfstoffe keine tiefe Kühlung. Sie könnten in normalen Arztpraxen gegeben werden. „Und dann geht es schnell: Vergessen wir nicht, dass jährlich in wenigen Wochen bis zu 20 Millionen Menschen gegen Grippe geimpft werden“, sagte Spahn.

Update, 8.27 Uhr - Steigende 7-Tage-Inzidenzen und ein Todesfall in der Region

Trotz des Wochenendes sind die meisten 7-Tage-Inzidenzen in der Region im Vergleich zum Vortag angestiegen. Einzige Ausnahmen sind das Berchtesgadener Land (von 172,8 auf 156,7) und der Kreis Traunstein (von 280,3 auf 271,3). Auch im Vergleich zum Vorwochen-Montag sind hier die Inzidenzen gesunken.

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 23. November).

In den übrigen Landkreisen/Kreisfreien Stadt Rosenheim sind die Inzidenzen angestiegen. In der Stadt Rosenheim stieg die Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche von 196,7 auf nun 236,0, im Landkreis Rosenheim von 229,6 auf nun 253,3. Auch im Landkreis Altötting ist ein Anstieg der Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche zu verzeichnen - von 220,6 auf jetzt 266,3. Im Kreis Mühldorf stieg die Inzidenz von 218,3 auf nun 233,9. Leider ist im Kreis Mühldorf auch eine Person verstorben.

Update, 7.24 Uhr - „Es wird kein Weihnachten, wie wir es kennen...“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ die Bürger in Sachen Corona zum Durchhalten aufgerufen: „Wir brauchen weiter Geduld und Disziplin, damit wir Weihnachten uns deutlich freier bewegen und feiern können. (...) Es wird kein Weihnachten sein, wie wir es normalerweise kennen.“ Söder geht davon aus, dass man die Feiertage zwar im Kreise der Familie verbringen könne, wenn auch „nicht unbedingt in der Großfamilie mit zwei-, dreihundert Leuten“, hieß es weiter. 

Zudem sprach der Ministerpräsident davon, dass der „Lockdown light“ am Mittwoch beim nächsten Bund-Länder-Gipfel nicht nur verlängert, sondern möglicherweise sogar verschärft wird. „Wenn wir jetzt auf diesem hohen Niveau der Infektionszahlen den Lockdown abbrechen und die Geduld verlieren, dann geht alles wieder von vorne los und wir landen am Ende bei noch härteren Maßnahmen als jetzt in Tschechien oder Österreich.“ Söder forderte deswegen vor allem für „Hotspots“, die Maßnahmen „deutlich zu vertiefen“. Söder: „Lieber jetzt einen längeren Lockdown als eine komplette Ausgangsbeschränkung über Weihnachten.“

RKI meldet „nur“ rund 10.900 neue Corona-Fälle

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden jetzt 10.864 neue Fälle bestätigt (Stand: 23. November, 0 Uhr). Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Test genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird (News-Ticker Sonntag, 22. November).

Das RKI zählt damit seit Beginn der Pandemie insgesamt 929.133 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg im Vergleich zum Vortag um 90 auf insgesamt 14.112. Rund 619.000 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht bei 1,03 (Stand: 22. November; Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mh/dpa

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