News-Ticker zur Corona-Pandemie

Alle aktuellen Zahlen aus der Region - Acht Patienten und ein Mitarbeiter in RoMed-Klinik erkrankt

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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (18. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 190,4, Landkreis Rosenheim 237,6, Landkreis Traunstein 296,6, Landkreis Berchtesgadener Land 135,0, Landkreis Mühldorf 214,0, Landkreis Altötting 217,0 (Quelle/Stand: RKI, 18. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1453, Landkreis Rosenheim 5342, Traunstein 3397, Berchtesgadener Land 1655, Mühldorf 1773, Altötting 1525 (Quelle/Stand: RKI, 18. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 221, Traunstein 100, Berchtesgadener Land 32, Mühldorf 30, Altötting 58 (Quelle/Stand: RKI, 18. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 13.119 Todesfälle in Deutschland (3262 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.09 Uhr - Acht Patienten und ein Mitarbeiter in RoMed-Klinik erkrankt

Nachdem festgestellt wurde, dass es auf zwei Normalstationen im Haus fünf Covid-Infektionen gibt, wurde organisiert, dass alle Mitarbeiter und Patienten getestet werden. Die Testungen von Pflegekräften, Ärzten, Reinigungspersonal, Physiotherapeuten, Diabetesberatern laufen derzeit und sollen bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Die Klinikhygiene ist in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

Bei den bisherigen Testergebnissen stellte sich heraus, dass insgesamt acht Patienten und ein Mitarbeiter von den zwei Stationen positiv sind (Stand 18. November, 17 Uhr). Die infizierten Patienten konnten teilweise in häusliche Quarantäne entlassen werden bzw. wurden auf die separaten Covid-Stationen im RoMed Klinikum Rosenheim verlegt.

„Wie es zu den Infektionen kam, ist noch nicht vollständig geklärt. Eine Möglichkeit: Obwohl jeder Patient bei Aufnahme getestet wird, kann dieser infiziert sein, aber aufgrund geringer Viruslast das Testergebnis negativ sein. Das bedeutet, dass ein vermeintlich negativ Getesteter tatsächlich positiv ist - ein ernsthaftes Problem“, berichtet RoMed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram. Deshalb werden die Hygiene- und Schutzmaßnahmen weiter verschärft. Beispielsweise werden Patienten künftig während ihres Aufenthaltes erneut getestet.

Zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern werden auch Patienten ab sofort bei sogenannten sehr patientennahen Pflegemaßnahmen wie z. B. Körperpflege statt eines einfachen Mund-Nase-Schutzes eine FFP2-Maske – welche auch den Träger schützt – bekommen. Damit mehr Abstand gewahrt werden kann, werden im räumlich eher beengten Haus 5 die Drei-Bett-Zimmer künftig mit maximal zwei Patienten belegt.

Die im Moment nicht belegbaren Betten werden nach Möglichkeit innerhalb des Klinikums kompensiert, sodass die Notfallversorgung weiter gewährleistet ist. Planbare Eingriffe werden zum Teil jedoch verschoben.

Pressemeldung RoMed Klinikum Rosenheim

Update, 19 Uhr - Zahlen aus der Region

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 17. November, 38 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 18. November 8 Uhr).

Darunter ist jeweils ein Kind, das die Grundschule Mühldorf bzw. den Kindergarten St. Peter und Paul in Mühldorf besucht, die entsprechende Klasse bzw. KiGa-Gruppe befindet sich in Quarantäne.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 301 aktive Fälle, davon werden 19 Personen stationär behandelt, drei davon auf Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 221,8.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1.346 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 296,6.

Seit der letzten Pressemitteilung am 17. November sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 99 Neuinfektionen eingegangen. Ermittlungen und Kontaktaufnahmen werden an sieben Tagen die Woche durchgeführt. Nach wie vor gilt: Das aktuelle Infektionsgeschehen im Landkreis Traunstein ist dynamisch, diffus und flächendeckend.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 80 COVID-19-Patienten behandelt, davon 67 auf der Normalstation und 13 auf der Intensivstation.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 35 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Dabei handelt es sich bei sechs Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden.

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt aktuell bei 135. Aktuell gibt es 215 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Seit der gestrigen Meldung wurde ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen 87-jährigen Mann. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 33.

Im Landkreis Berchtesgadener Land sind aktuell folgende Schulen und Kindertagesstätten von Quarantäne-Maßnahmen mit unterschiedlichem Wirkungsgrad betroffen (Wichtiger Hinweis: Konkrete Informationen erhalten betroffene Eltern und Schüler/-innen von der jeweiligen Einrichtungsleitung):

  • Grundschule Freilassing
  • Mittelschule Bad Reichenhall
  • Mädchenrealschule Franz-von-Assisi, Freilassing
  • Karlsgymnasium Bad Reichenhall
  • Rottmayr-Gymnasium Laufen
  • Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land, Freilassing
  • Städtischer Kindergarten Bad Reichenhall
  • Kindertagesstätte Schönau a. Königssee

Im Landkreis Rosenheim wurden am 17. November insgesamt 96 neue Fälle gemeldet, in der Stadt 27. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt im Landkreis bei 236,87, in der Stadt bei 190,4.

Update, 17.47 Uhr - Medical Park Kronprinz in Prien Empfängt wieder Patienten

Nach einem Corona-Ausbruch im Medical Park Kronprinz in Prien, darf die Reha-Klinik nun wieder Patienten empfangen. Voraussetzung ist, dass die noch ausstehenden 15 Tests negativ ausfallen. Die ersten 30 ausgewerteten Tests der neuen Reihentestung fielen alle negativ aus. Bereits am Mittwoch reisten die ersten Patienten an. Bei einer Reihentestung wurde bei einigen Mitarbeitern Ende Oktober eine Infektion festgestellt, weitere Angestellte und Patienten wurden daraufhin positiv getestet. Es gab einen Aufnahmestopp, die Klinik fuhr den Betrieb herunter.

Update, 16.54 Uhr - Traunsteins Landrat Walch mit Blick auf Intensivkapazität: „Erreichen langsam die Grenze“

Siegfried Walch, Landrat des Landkreises Traunstein, hat sich am Mittwoch per Facebook-Video an die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis gewandt und über die aktuelle Corona-Lage gesprochen.

In seinen Ausführungen erklärt Walch, dass die 7-Tage-Inzidenz zum Glück wieder deutlich gesunken und weiter rückläufig sei. „Das darf uns freuen, aber es ist noch keine Entwarnung“, so Walch. Es zeige nur, dass „wir als Gemeinschaft auf dem richtigen Weg sind“. 

Allerdings müsse man weiter zusammenhalten und die geltenden Regeln strikt beachten. Denn mit Blick auf die Intensivkapazität, erreiche man „langsam die Grenze“.

Update, 15.45 Uhr - Bundestag beschließt Änderungen am Infektionsschutzgesetz 

Die Reform des Infektionsschutzgesetzes hat die erste Hürde genommen. Im Bundestag stimmte eine Mehrheit von 415 Abgeordneten am Mittwoch für die Reform, um die Corona-Maßnahmen künftig auf eine neue rechtliche Grundlage zu stellen.

236 stimmten dagegen, 8 enthielten sich, wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) mitteilte.

Update, 15.05 Uhr - Corona-Ausbruch im RoMed-Klinikum Rosenheim - sechs positive Fälle

Corona-Ausbruch am RoMed-Klinikum in Rosenheim: Am Standort Rosenheim ist es im Betthaus V zu einem Corona-Ausbruch gekommen – nur wenige Tage nach Bewältigung des Ausbruchsgeschehens im Krankenhaus Bad Aibling. 

Betroffen sind im aktuellen Fall fünf Patienten und ein Mitarbeiter, die laut Klinikleitung bereits isoliert sind. Die Schließung der Station ist nicht notwendig. Gleichzeitig werden die Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen im Klinikum Rosenheim weiter verschärft.

Update, 14.08 Uhr - Söder stellt sich hinter Neufassung des Infektionsschutzgesetzes

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich hinter die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes der Bundesregierung gestellt. „Dass heute im Bundestag und Bundesrat das neue Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht wird, ist eine ganz wichtige Weichenstellung, weil es nämlich eine gesetzliche, verbesserte und breitere parlamentarische Legitimation setzt für entsprechende Maßnahmen, die die Länder treffen“, sagte Söder am Mittwoch in München. Er sei überzeugt, dass es einer „breiteren gesetzlichen Basis“ bedürfe, um die zeitlich beschränkten Verordnungen im Einzelfall zu legitimieren.

Das ist für Corona da, für nichts anderes und insofern unterstützen wir das so ein bisschen auch, dass wir an der Stelle alle gefordert sind“, betonte Söder. Im Bundestag soll am Mittag über die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes abgestimmt werden, am Nachmittag sollte der Bundesrat folgen. Ziel der Änderung ist es vor allem, bislang von der Regierung per Verordnung erlassene Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gesetzlich zu untermauern. So soll mehr Rechtssicherheit geschaffen werden.

Update, 13.12 Uhr - Söder will „nationale Hotspot-Stategie“ und kündigt nächste Schritte an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert im Falle einer Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember auch eine Verlängerung der finanziellen Hilfen für Betroffene. Es müsste dann nicht nur November-, sondern auch Dezember-Hilfen geben, sagte Söder am Mittwoch in München. Dabei machte er erneut deutlich, dass Lockerungen der Corona-Beschränkungen aus seiner Sicht noch unrealistisch sind. Man dürfe eine beginnend erfolgreiche Therapie nicht zu früh abbrechen - es müsse austherapiert werden.

Söder sagte, es sei zwar gelungen, die Corona-Welle zu brechen. „Der exponentielle Anstieg ist gebremst“, sagte er. „Aber es geht nicht wirklich runter.“ Bei den Beratungen von Bund und Ländern in der kommenden Woche müsse man deshalb ein Stück weit berechnen, wie lange es dauere, bis man den Wert von maximal 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erreiche. Dann müsse man eine Strategie entwickeln, mit welchen Maßnahmen man diesen Wert erzielen wolle.

Söder sprach sich insbesondere für eine „nationale Hotspot-Strategie“ aus. Bereits am Dienstag hatte er beispielsweise Verschärfungen der Anti-Corona-Maßnahmen an den Schulen für bestimmte Klassenstufen und speziell in Regionen mit dramatischen Corona-Zahlen angedeutet.

Kommende Woche wollen zunächst die Länder untereinander und dann zusammen mit dem Bund entscheiden, ob der bis Monatsende befristete Teil-Lockdown in den Dezember verlängert und noch verschärft wird. Für Donnerstag kommender Woche kündigte Söder eine Kabinettssitzung zur Umsetzung der erwarteten Bund-Länder-Beschlüsse an, und für Freitag kommender Woche eine neuerliche Sondersitzung im Landtag.

Update, 12.27 Uhr - Maskenkontrolle in München läuft aus dem Ruder

Am Dienstagmorgen (17. November) gegen 9.30 Uhr trafen Beamte der Münchner Bundespolizei den Deutschen, schlafend und ohne erforderliche Mund-Nasen-Bedeckung, am S-Bahnsteig des Münchner Hauptbahnhofes an. Als die Bundespolizisten ihn aufforderten seinen Mund und seine Nase zu bedecken, lief der Wohnsitzlose unvermittelt davon, konnte durch die Beamten jedoch angehalten werden. Nachdem er sich weigerte den Polzisten seinen Namen zu nennen, entschied die Streife ihn zur Identitäsfeststellung zur Wache zu bringen. Dagegen wehrte sich der Mann so vehement, dass er durch die Beamten zu Boden gebracht und fixiert werden musste. Dabei verletzte sich ein 22-jähriger Bundespolizist an der Hand.

Auch auf der Dienststelle verhielt sich der Mann unkooperativ und verweigerte die Mitwirkung an allen polizeilichen Maßnahmen. Gegen ihn bestehen bereits drei Aufenthaltsermittlungen wegen ähnlich gelagerter Fälle. Aufgrund dessen entschied die Staatsanwaltschaft München I, den Mann dem Richter vorzuführen. Den Mann erwartet nun ein Verfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der Beamte begab sich zur Untersuchung seiner Hand in ein Münchner Krankenhaus und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.

Update, 11.21 Uhr - Hotspot in Österreich meldet Inzidenz über 1500

Am zweiten Tag des erneuten Lockdowns in Österreich sind die Corona-Zahlen weiterhin besorgniserregend hoch, sinken jedoch bereits. In Österreich sind in 24 Stunden 4432 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die 7-Tage-Inzidenz in Österreich beträgt aktuell 522,9 (Ages, Stand 17. November, 14 Uhr). Die am stärkten betroffenen Bundesländer sind Vorarlberg (Inzidenz 748,1), Salzburg (Inzidenz 716,5) und Oberösterreich (Inzidenz 687,9).

Aktuell liegt in vier österreichischen Bezirken der 7-Tage-Inzidenz-Wert inzwischen über 1000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern; gestern waren es noch drei. Die am stärksten betroffenen Corona-Hotspots und die jeweilige 7-Tage-Inzidenz im Überblick (Covid-19 Dashboard Österreich):

  • Rohrbach (Oberösterreich): 1503
  • Schwaz (Tirol): 1283
  • Urfahr-Umgebung (Oberösterreich): 1096
  • Völkermarkt (Kärtnen): 1034
  • Ried im Innkreis (Oberösterreich): 917
  • St. Johann im Pongau (Salzburg): 908
  • Eferding (Oberösterreich): 907

Update, 10.46 Uhr - 70,2 Milliarden Euro: Bayern will Corona-Krise mit Rekordhaushalt trotzen

Ungeachtet der finanziellen Belastungen durch die Corona-Krise will die bayerische Staatsregierung im kommenden Jahr insbesondere in Bildung und Wirtschaft investieren. Unter anderem sollen 1250 neue Lehrerstellen geschaffen werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München an. Der Wirtschaftsetat erhöhe sich 2021 um rund 18 Prozent.

Das Kabinett hatte den Etat für 2021 in einer Videoschalte am Dienstagabend festgezurrt. Insgesamt summiert sich der Haushalt im kommenden Jahr auf 70,2 Milliarden Euro. Man werde aber über die bereits geplanten 20 Milliarden Euro hinaus keine zusätzlichen Schulden zur Bewältigung der Corona-Krise machen, betonte Söder. Zwei Milliarden entnimmt die Staatsregierung aus den Rücklagen, eine halbe Milliarde mussten die Ministerien an Einsparbeiträgen beisteuern.

Söder nannte den Haushalt ein solides Signal der Stabilität - und dennoch setze man notwendige Akzente. Der Etat solle das Land nicht in Narkose versetzen, sondern ein Aufbruchsignal sein, betonte der Ministerpräsident. Finanzminister Albert Füracker (CSU) sagte, der Haushalt sei stabil und solide „auch und gerade in der Krise“.

Update, 10.14 Uhr - Hunderte Demonstranten protestieren am Bundestag gegen Corona-Regeln

Mehrere hundert Menschen haben schon vor Beginn der Bundestagssitzung zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sie sich am Morgen rund um das abgesperrte Reichstagsgebäude und den Platz der Republik davor. Die Stimmung sei bislang ruhig, sagte ein Polizeisprecher.

Wie viele Demonstranten erwartet werden, ist unklar. Es könnten laut Polizei mehrere tausend bis mehr als zehntausend werden. Es gelten dabei Bestimmungen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Abstandhalten. 2000 Polizisten sind im Einsatz, darunter Unterstützung aus neun weiteren Bundesländern und von der Bundespolizei.

Mehrere angemeldete Demonstrationen direkt vor dem Reichstagsgebäude im sogenannten befriedeten Bezirk verbot das Bundesinnenministerium. Die Polizei sperrte den Bereich daher weiträumig ab. Im Internet kursierten aber zahlreiche Aufrufe, Demonstrationen nicht anzumelden, sondern spontan nach Berlin zu fahren und am Bundestag zu protestieren. Die Polizei sprach von einer „hohen Mobilisierung“.

Hier findet Ihr einen detaillierten Artikel zum Thema Das Corona-Gesetz im Schnellverfahren - darum geht‘s heute.

Update, 9.18 Uhr - Niedrigster Inzidenzwert für ganz Bayern im Landkreis Kulmbach

Ein gelber Fleck in einer tiefroten Landkarte: Der einzige Landkreis in Bayern mit weniger als 50 Corona-Neuinfektionen in sieben Tagen auf 100.000 Einwohner ist zu Wochenbeginn Kulmbach gewesen. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete am Montag (8 Uhr) für die Region einen entsprechenden Warnwert von 48,91. Die Rückkehr zu einem Wert von unter 50 hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zum Ziel erklärt. Ab dann gilt ein Landkreis auch nicht mehr als Risikogebiet.

Die allermeisten Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern verzeichneten aber weiter Werte im dreistelligen Bereich. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz für den Freistaat lag laut LGL am Montag bei 183,84.

Update, 8.23 Uhr - Hohe Zahl von Corona-Toten durch Ausbrüche in Seniorenheimen

Eine in Bayern besonders hohe Zahl an Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus begründet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit den vielen Ausbrüchen in Senioren- und Pflegeheimen. Die Zahl der Todesfälle in der amtlichen Corona-Statistik stieg bis Dienstag (Stand: 8 Uhr) im Freistaat auf insgesamt 3193, wie das LGL mitteilte. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist diese Zahl im Freistaat nicht nur im Verhältnis zur Einwohnerzahl im Bundesländervergleich am größten, sondern auch absolut.

„In Bayern ereigneten sich insbesondere zu Beginn der Pandemie Ausbrüche in Alten- bzw. Pflegeheimen, so dass vermehrt vulnerable Personengruppen betroffen waren“, erklärte ein LGL-Sprecher. Aktuell nähmen auch im Freistaat die Erkrankungen unter älteren Menschen weiter zu. „Da diese häufiger einen schweren Verlauf durch Covid-19 aufweisen, kann ebenso die Anzahl an schweren Fällen und Todesfällen steigen“, hieß es.

Update, 7.33 Uhr - Aktuelle Inzidenzen aus den Landkreisen, 10 Todesfälle in der Region

Am Mittwochmorgen wurden von Seiten des Robert-Koch-Institus (RKI) in drei Landkreisen eine Steigerung der 7-Tage-Inzidenz registriert - und zwar im Landkreis Rosenheim, dem Kreis Altötting und dem Landkreis Mühldorf. Während die Steigerung im Landkreis Rosenheim noch moderat ausfiel (von 235,7 auf 237,6), stiegen die Inzidenzen in den Kreisen Altötting (von 208,0 auf 217,0) und im Kreis Mühldorf (von 189,9 auf 214,0) deutlich höher aus.

Leicht entspannt hat sich die Lage in puncto Inzidenzen in den restlichen drei Landkreisen/Kreisfreien Stadt der Region. Im Landkreis Traunstein sank die Inzidenz (von 322,0 auf 296,6). Ebenso in der Stadt Rosenheim (von 209,3 auf 190,4) sowie im Berchtesgadener Land (von 142,5 auf 135).

Jedoch stiegen die Todesfälle erschreckend an. Das RKI verzeichnete in der Region zehn weitere Todesfälle. Jeweils eine Person verstarb in den Kreisen Altötting und Mühldorf. Im Landkreis Traunstein wurden drei, im Kreis Rosenheim fünf Todesfälle verzeichnet. Damit starben im Zusammenhang mit Covid-19 in der Region so viele Menschen wie zuletzt am 12. Mai. In Ober- und Niederbayern sind es mit 39 so viele wie zuletzt am 17. April.

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 18. November).

Behörden melden rund 17.500 neue Corona-Fälle

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 17.561 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand: 18. November, 0 Uhr). Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 18.487 gelegen. Auch am Montag und Dienstag war der Wert niedriger als der Vorwochenwert (News-Ticker Dienstag, 17. November). Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 833.307 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 305 auf insgesamt 13.119. In Bayern kamen 71 weitere Todesfälle hinzu. Rund 546.000 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht bei 0,97 (Stand: 17. November; Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mh/dpa

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