News-Ticker zur Corona-Pandemie

Mahnender Appell von Bund und Ländern: Das solltet Ihr jetzt beachten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erläutert auf einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt gemeinsam mit Markus Söder (CSU, r), Ministerpräsident von Bayern, und Michael Müller (SPD, l), Regierender Bürgermeister von Berlin, die Ergebnisse ihres vorangegangenen Gesprächs. Merkel hatte sich in einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erläutert auf einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt gemeinsam mit Markus Söder (CSU, r), Ministerpräsident von Bayern, und Michael Müller (SPD, l), Regierender Bürgermeister von Berlin, die Ergebnisse ihres vorangegangenen Gesprächs. Merkel hatte sich in einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten.
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (16. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 196,7, Landkreis Rosenheim 229,6, Landkreis Traunstein 340,6, Landkreis Berchtesgadener Land 121,8, Landkreis Mühldorf 218,3, Landkreis Altötting 220,6 (Quelle/Stand: RKI, 16 November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1415, Landkreis Rosenheim 5175, Traunstein 3299, Berchtesgadener Land 1601, Mühldorf 1715, Altötting 1479 (Quelle/Stand: RKI, 16. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 212, Traunstein 97, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 29, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 16. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 12.547 Todesfälle in Deutschland (3144 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.36 Uhr - So wollen Bund und Länder die Pandemie ausbremsen

Noch gibt es von Seiten der Regierung keine rechtlichen Verschärfungen, aber Bund und Länder appellieren an die Menschen folgende Verhaltensregeln dringend umzusetzen:

  • Private Zusammenkünfte mit Bekannten und Verwandten sollen sich auf „einen festen weiteren Hausstand“ beschränken, das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Auf private Feiern sollen Bürgerinnen und Bürger verzichten.
  • Bürger werden angehalten, auf „nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren“ zu verzichten und öffentliche Verkehrsmittel möglichst zu meiden.
  • Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten die Möglichkeit nutzen, sich von ihrem Arzt telefonisch krankschreiben zu lassen. Mit diesem sollten sie auch klären, ob ein Test erforderlich ist.
  • Besonders gefährdete Menschen sollen zum Schutz vor dem Coronavirus von Dezember an 15 vergünstigte FFP2-Masken erhalten. Das ergebe rechnerisch eine Maske pro Winterwoche. Wer genau profitiert, soll noch geklärt werden - generell gelten Alte, Kranke oder Menschen mit Vorerkrankungen als besonders gefährdet.
  • Besuche bei gefährdeten Menschen sollte man nur dann unternehmen, wenn alle frei von Krankheitssymptomen sind und sich in den Tagen zuvor „keinem besonderen Risiko“ ausgesetzt haben, so der Appell.
  • Da eine vollständige Nachverfolgung von Kontakten oft nicht möglich ist, sollen bei Ausbrüchen in einem Cluster - wie beispielsweise Schulen oder Unternehmen - Maßnahmen wie eine Quarantäne auch ohne positives Testergebnis angeordnet werden.
  • Wie es mit den Schulen weitergeht, wollen Bund und Länder am 25. November beraten - auch schon mit Blick auf Dezember und Januar. Dann soll es auch um die Reduzierung von Ansteckungsrisiken in Schulen gehen. Diese sollen offen bleiben.

Update, 20.07 Uhr - Vorerst keine neuen Regeln: Mahnender Appell von Bund und Länder

Bund und Länder appellieren nach ihrer Videokonferenz am Montag nochmal ausdrücklich an die Vernunft der Bevölkerung. Alle Bürger sollten gänzlich auf private Feiern verzichten. Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten ausdrücklich auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden. Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. Noch sei dies eine Mahnung.

Sollten diese Empfehlungen nicht umgesetzt werden und die Infektionszahlen nicht weiter sinken, so müsse man die Regeln gegebenenfalls nächste Woche noch einmal deutlich verschärfen, erklärten Merkel und Söder am Montagabend in Berlin nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder im Einklang.

Weiter sollen Bürger auch auf nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren verzichten, außerdem auf Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr. Besonders gefährdete Menschen sollen mit günstigen FFP2-Masken vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus bewahrt werden. Über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen insgesamt 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können, teilte Merkel mit. Die Kosten dafür trägt der Bund.

Personen mit Atemwegserkrankungen werden aufgerufen, zu Hause zu bleiben, bis die Symptome abgeklungen sind, und sich auszukurieren. Besuche bei älteren und besonders verletzlichen Personen sollen nur dann unternommen werden, wenn alle Familienmitglieder frei von jeglichen Krankheitssymptomen sind und sich in den Tagen zuvor keinem besonderen Risiko ausgesetzt haben.

Bund und Länder wollen demnächst auch einen Ausblick auf das weitere Vorgehen beim Corona-Krisenmanagement bis Anfang des neuen Jahres geben. Dies werde bei einer Konferenz am 25. November angestrebt. Zu 100 Prozent lasse sich die Entwicklung nicht voraussagen. Angestrebt werde aber Berechenbarkeit und Planbarkeit über Weihnachten und den Jahreswechsel hinaus. Der beschlossene Teil-Lockdown mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen läuft vorerst bis Ende November.

Merkel betonte, Kontaktbeschränkungen seien „das Erfolgsrezept“, um die Virus-Ausbreitung zu bremsen: „Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut für die Bekämpfung der Pandemie.“ Wichtig sei zudem, in Regionen mit hohen Fallzahlen stärker gegenzusteuern.

Update, 19.23 Uhr - Pressekonferenz nach Bund-Länder-Beratungen über Corona-Maßnahmen

Live-Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel im Anschluss an die Videokonferenz mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder über die aktuellen Corona-Maßnahmen:

Update, 19.21 Uhr - Bund und Länder appellieren: Keine privaten Feiern mehr 

Erste Ergebnisse der Videoschalte zwischen Länder-Chefs und Kanzlerin Merkel sind offenbar durchgesickert. Nach dpa-Informationen rufen Bund und Länder zum Eindämmen der Corona-Pandemie die Bürger auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Sie sollten gänzlich auf private Feiern verzichten, private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden.

Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. Auf diesen Appell verständigten sich nach dpa-Informationen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag in ihrer Videokonferenz.

Update, 18.35 Uhr - Merkel beharrt auf „Schnupfenquarantäne“

Seit 14 Uhr diskutieren die Länder-Chefs und Kanzlerin Merkel heftig über mögliche verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Angela Merkel soll laut übereinstimmenden Medienberichten vor allem auf eine Einführung der „Schnupfenquarantäne“ beharren.

Demnach sollen sich Menschen auch mit leichten Erkältungssymptomen sofort für fünf bis sieben Tage in häusliche Quarantäne begeben. Dieser Vorschlag stößt offenbar nicht nur beim Arbeitgeberverband sondern auch bei den Länder-Chefs auf ordentlich Kritik.

Während die Bundeskanzlerin generell weitere Verbote will, möchten die Ministerpräsidenten nur Empfehlungen erlassen.

Update, 17.54 Uhr - Weiter keine Einigung: Länder-Chefs zerrupfen Merkels Corona-Pläne

Sollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie schon jetzt die Auflagen verbindlich verschärft werden? Oder will man es zunächst bei Appellen an die Bürger belassen? Bei den Beratungen von Kanzlerin und Ministerpräsidenten ist dies ein großes Konfliktthema. Bund und Länder sind sich beim weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie uneins. Es heißt, dass die Vorstellungen des Kanzleramtes weit mit denen der Länder-Chefs auseinanderklaffen.

Bei der Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben die Ministerpräsidenten am Montag zum Teil versucht, die vom Bund vorgeschlagenen neuen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus zu entschärfen. In einer Beschlussvorlage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind wesentliche Vorschläge des Bundes nicht mehr enthalten oder nur noch als Appell und nicht mehr verpflichtend formuliert (siehe Update, 15.50 Uhr). 

So fehlt zum Beispiel, dass sich Kinder und Jugendliche nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen sollen. Auch wird nur noch an die Bürger „appelliert“, auf private Feiern gänzlich zu verzichten. Und während der Bund ursprünglich den Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestatten wollte, wird im Länder-Papier ebenfalls nur noch an die Bürger appelliert, sich so zu verhalten.

Seit dem Nachmittag beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten in einer Videoschalte über das weitere Vorgehen in der Pandemie im November. In der Runde wurde nach dpa-Informationen Kritik an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) laut, der den ursprünglichen Beschlussvorschlag des Bundes an die Teilnehmer verschickt hatte. In der Videokonferenz wurde darüber diskutiert, ob künftig zunächst die Länder einen eigenen Beschlussvorschlag vorlegen sollten, den dann der Bund kommentieren könne. Bislang war es bei den Beratungen in der Corona-Krise immer umgekehrt gewesen. Ein abgestimmtes Länderpapier hatte es vorab noch nicht gegeben.

In den Verhandlungen ging es auch um die Frage, inwieweit die weitergehenden Kontaktbeschränkungen nur appellativen oder aber verpflichtenden Charakter haben sollen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte nach dpa-Informationen, Kontaktbeschränkungen könnten sehr helfen, die Infektionszahlen zu senken. Man habe schon im März gesehen, dass sie ein sehr bewährtes Mittel seien. Wichtig sei die Geschlossenheit der Runde. „Wir müssen gemeinsam ausstrahlen: Die Lage ist ernst“, wurde Laschet zitiert. Auch Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) sprach sich demnach für verbindliche Verschärfungen bei Kontakten aus.

Als möglich wurde es bezeichnet, dass sich die Runde Mitte kommender Woche erneut zusammenschaltet. Dann soll darüber beraten werden, ob die Ende November auslaufenden Kontaktbeschränkungen im Rahmen des aktuellen Teil-Lockdowns verlängert oder sogar verschärft werden.

Anders als in der Ursprungsfassung des Bundes verschwand bei den Ländern auch der Punkt Schulen praktisch vollends aus dem Entwurf. War dort ursprünglich unter anderem noch die Forderung nach einer Maskenpflicht für alle Schüler und Lehrer im Unterricht und auf dem Schulgelände enthalten, heißt es in der Länderfassung nur noch, dass die Offenhaltung von Schulen und Betreuungseinrichtungen im Präsenzunterricht „eine hohe politische Priorität“ habe. 
Vor der Videoschalte hatte der Bund sein Papier schon zweimal entschärft.

Update, 17.13 Uhr - Corona-Ausbruch im BRK-Seniorenheim Haiming und im Seban-Dönhuber-Haus Neuötting

Ende letzter Woche wurde ein Bewohner sowie eine Mitarbeiterin des BRK-Seniorenheims Haiming positiv auf das Corona-Virus getestet. Mittlerweile hat sich das Infektionsgeschehen ausgeweitet, insgesamt sind dort 16 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Eine weitere Reihentestung aller Bewohner und Mitarbeiter wird am morgigen Dienstag durchgeführt.

Im Seban-Dönhuber-Haus Neuötting wurden ebenfalls acht Bewohner sowie ein Mitarbeiter positiv per Schnelltest auf das Corona-Virus getestet. Eine Reihentestung aller Bewohner und Mitarbeiter wird am Mittwoch durchgeführt. In beiden Einrichtungen gilt ein Besuchsverbot.

Zudem wurde an der Kindestagesstätte Reischach ein Kind positiv getestet. Insgesamt wurden elf Personen als Kontaktpersonen I ermittelt. Auch eine Schülerin der Comenius-Schule Töging hat ein positives Testergebnis erhalten. 12 Mitschüler und vier Lehrkräfte (drei davon aus anderen Landkreisen) wurden als Kontaktpersonen I ermittelt.

Und ebenfalls an der Nikodem-Caro-Grundschule Garching wurde ein Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet. Hier wurden insgesamt 43 Personen als KPI ermittelt.

Update, 16.54 Uhr - 60 Covid-Patienten im Kreis Traunstein in Kliniken

Seit Sonntag sind beim Gesundheitsamt Traunstein 155 Neuinfektionen eingegangen. Laut Landratsamt liegt die 7-Tage-Inzidenz damit bei 340,60.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 60 Covid-19-Patienten behandelt, davon 48 auf der Normalstation und 12 auf der Intensivstation.

Update, 16.23 Uhr - Mehrere Klassen im Kreis Mühldorf unter Quarantäne

Dem Gesundheitsamt Mühldorf wurden seit Sonntag 16 neue Corona-Fälle bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 224,4. Insgesamt liegen 309 aktive Fälle vor.

Zudem wurden eine Klasse an der Wirtschaftsschule Gester, zwei Klassen an der Realschule Waldkraiburg und eine Kombiklasse an der Grundschule Polling aufgrund jeweils eines positiven Falls unter Quarantäne gestellt.

Update, 15.50 Uhr - Zoff um Beschränkungen: Länder-Chefs zerlegen Merkels Beschlussvorlage

Die Länder wollen die vom Bund vorgeschlagenen neuen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus entschärfen. In einer Beschlussvorlage der Länder, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind wesentliche Vorschläge des Bundes nicht mehr enthalten oder nur noch als Appell formuliert. So fehlt zum Beispiel, dass sich Kinder und Jugendliche nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen sollen. Auch wird nur noch an die Bürger „appelliert“, auf private Feiern gänzlich zu verzichten. 

Seit dem Nachmittag beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten in einer Videoschalte über das weitere Vorgehen in der Pandemie im November. 

Anders als in der Ursprungsfassung des Bundes verschwindet auch der Punkt Schulen im Länderpapier praktisch vollends aus dem Entwurf. War dort ursprünglich unter anderem noch die Forderung nach einer Maskenpflicht für alle Schüler und Lehrer im Unterricht und auf dem Schulgelände enthalten, heißt es in der Länderfassung nur noch, dass die Offenhaltung von Schulen und Betreuungseinrichtungen im Präsenzunterricht „eine hohe politische Priorität“ habe. 

Zuvor hatte der Bund sein Papier schon entschärft. Danach sollten die Länder nur noch bis zur kommenden Woche einen Vorschlag vorlegen, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich weiter reduziert werden können. Auch dazu steht im Länderpapier nichts.

Update, 15.13 Uhr - Innklinikum Mühldorf meldet zwei Todesfälle am Wochenende

Wie die Innkliniken Altötting und Mühldorf mitteilen, befinden sich derzeit 23 Covid-Patienten in Mühldorf und vier Covid-Patienten in Altötting in Behandlung. Jeweils vier Patienten müssen beatmet werden. In Mühldorf befinden sich zudem zehn weitere Patienten mit Verdacht auf eine Covid-Erkrankung in Behandlung.

Am vergangenen Wochenende starben zwei Menschen im Klinikum Mühldorf an bzw. mit Cvid-19. Am Samstag starb ein 83-jähriger Mann aus dem Landkreis Altötting und am Sonntag ein 83-jähriger Mann aus dem Landkreis Mühldorf.

Update, 14.02 Uhr - Auch US-Konzern Moderna legt positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer für Europa relevanter Hersteller vielversprechende Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung von Moderna am Montag. Zudem wurde bekannt, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren zu dem Moderna-Impfstoff beginnt, das eine vergleichsweise rasche Zulassung zum Ziel hat.

Die EU-Kommission verhandelt derzeit nach eigenen Angaben mit dem US-Konzern über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen. Ein Vertrag ist aber noch nicht geschlossen. Vor einer Woche hatte bereits der Mainzer Hersteller Biontech zusammen mit dem US-Konzern Pfizer bekanntgegeben, dass ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bieten soll.

Die Phase-III-Studie zum RNA-Impfstoff mRNA-1273 von Moderna umfasst insgesamt 30.000 Probanden. Die Hälfte davon hat den Impfstoff erhalten, die andere Hälfte fungiert als Kontrollgruppe und bekommt ein Placebo-Mittel. Insgesamt erkrankten bislang 95 Studienteilnehmer an der Krankheit Covid-19. Davon entfielen nur 5 Fälle auf die tatsächlich geimpften Probanden, 90 Fälle wurden in der Kontrollgruppe diagnostiziert. Daraus errechnet sich eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent. Dabei geht es darum, inwieweit der Impfstoff die Krankheit verhindern kann. Daten, zu welchem Grad mRNA-1273 eine Ansteckung verhindert, gibt es bislang nicht. Für den vollen Impfschutz sind zwei Dosen in zeitlichem Abstand notwendig. Moderna will in den kommenden Wochen eine Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelagentur FDA beantragen. Auch Anträge bei Zulassungsbehörden anderer Länder seien geplant.

Update, 13.11 Uhr - Vorerst kein Beschluss zu schärferen Corona-Auflagen für Schulen

Bund und Länder werden bei ihren Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Montag voraussichtlich noch keine schärferen Schritte für die Schulen beschließen. Nach einer geänderten Vorlage des Bundes für die Videokonferenz sollen die Länder bis zur kommenden Woche einen Vorschlag vorlegen, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich weiter reduziert werden können. Das geänderte Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Im ursprünglichen Papier des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Montagnachmittag waren dagegen auch für die Schulen schärfere Maßnahmen vorgesehen.

Grund für den Rückzieher ist offenbar der massive Widerstand aus mehreren Bundesländern. Wie „Bild“ berichtet, habe es Krach in der Video-Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums gegeben, da die Verschärfung der Schul-Maßnahmen nicht zuvor mit den Länder-Chefs abgesprochen worden wäre. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) kritisierte nach BILD-Informationen, dass es bis Sonntagabend keine konkreten Schul-Verschärfungen gegeben habe. Er verstehe nicht, „wie und warum diese Beschlussvorlage zustande kam“ – und forderte vom Kanzleramt eine Erklärung. „Die Menschen verlieren das Vertrauen“, wenn man mit immer neuen Ideen komme, sagte er hinter verschlossenen Türen – und griff damit Angela Merkel direkt an.

Update, 12.33 Uhr - Söder: Corona-Verschärfungen für Wirtschaft wären zu früh

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegen neue Einschränkungen für die Wirtschaft wegen der anhaltenden Corona-Pandemie ausgesprochen. Vor den Bund-Länder-Beratungen am Montag sagte er auf einer Konferenz des CDU-Wirtschaftsrats: „Eine weitere Verschärfung für die Wirtschaft - ich glaube, das wäre jetzt an der Stelle zu früh und auch falsch, ein solches Signal zu senden.“ Zugleich plädierte der CSU-Chef dafür, Schulen weiterhin so lange wie möglich offen zu lassen - aber eine deutschlandweit einheitliche Maskenpflicht einzuführen.

Söder sprach sich auch für eine Corona-Steuerreform aus: Unternehmenssteuern und Energiesteuern müssten gesenkt werden, um Deutschland wettbewerbsfähig zu machen. Dadurch seien dann auch weniger Unternehmen auf staatliche Hilfe angewiesen. Die Mehrwertsteuersenkung über den Jahreswechsel hinaus zu verlängern dagegen sei nicht nötig, da ja ab Januar der Solidaritätszuschlag für die meisten Bürger wegfalle.

Update, 11.59 Uhr - Lockdown-Strafenkatalog in Österreich: Bis zu 1450 Euro Strafe bei Verstößen

Österreich muss ab Dienstag für drei Wochen in den zweiten Corona-Lockdown. Zur Eindämmung der hohen Ansteckungszahlen, die die Intensivstationen an ihre Grenzen bringen, schließen ab Dienstag die meisten Geschäfte, Schulen stellen auf Fernunterricht um. Das Verlassen von Haus oder Wohnung ist wie bereits zu Beginn der Pandemie im Frühjahr nur aus bestimmten Gründen erlaubt, darunter Grundbedürfnisse, Arbeit und ausdrücklich auch Erholung im Freien - aber höchstens mit einzelnen „engsten“ Freunden oder Verwandte. „Meine eindringliche Bitte für die nächsten Wochen ist: Treffen Sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der Ankündigung am Samstag.

Am Montag kündigte Innenminister Karl Nehammer für den harten Lockdown verschärfte Polizei-Kontrollen an. Zuerst würden die Beamten „immer der Dialog und Deeskalation“ suchen und erst dann würden sie strafen, so Nehammer.  Nehammer sagt, dass die Polizei Verstöße rigoros strafen werde, wenn das Verständnis der Maßnahmen ausbleiben. Eine fehlende Maske kostet demnach laut Lockdown-Strafenkatalog 25 Euro. Hält man den Sicherheitsabstand nicht ein, kann die Polizei 50 Euro an Strafe verhängen. Kommt es zu einer Anzeige drohen bis zu 1450 Euro Bußgeld.

Update, 11.28 Uhr - Weiterhin fünf Hotspots in Österreich mit Inzidenz über 1000

Kurz vor dem erneuten Lockdown in Österreich sind die Corona-Zahlen weiterhin besorgniserregend. In Österreich sind in 24 Stunden 5278 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die 7-Tage-Inzidenz in Österreich beträgt aktuell 543,4 (Ages, Stand 15. November, 14 Uhr). Die am stärkten betroffenen Bundesländer sind Vorarlberg (Inzidenz 803,7), Oberösterreich (Inzidenz 736,8), Tirol (Inzidenz: 672) und Kärnten (Inzidenz: 618,6).

Weiterhin liegt in fünf österreichischen Bezirken der 7-Tage-Inzidenz-Wert inzwischen über 1000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Die am stärksten betroffenen Corona-Hotspots und die jeweilige 7-Tage-Inzidenz im Überblick (Covid-19 Dashboard Österreich):

  • Rohrbach (Oberösterreich): 1372
  • Schwaz (Tirol): 1291
  • Urfahr-Umgebung (Oberösterreich): 1081
  • Ried im Innkreis (Oberösterreich): 1029
  • Völkermarkt (Kärtnen): 1005
  • Tamsweg (Salzburg): 962
  • Dornbirn (Vorarlberg): 947
  • Eferding (Oberösterreich): 946
  • Perg (Oberösterreich): 897

Update, 10.58 Uhr - Altöttinger Landratsamt meldet 17 neue Fälle

17 neue Corona-Fälle gibt es aktuell im Landkreis Altötting (Stand 15.11., 16.30 Uhr), das teilt soeben das Landratsamt mit. Sechs Fälle fallen demnach auf die Stadt Burghausen. Je zwei Fälle wurden in Burgkirchen, Emmerting und Garching gemeldet. Je ein Fall verzeichnete das Landratsamt in Tyrlaching, Kastl, Tüßling, Töging und Winhöring.

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt laut Landratsamt für den Landkreis Altötting am 16.11.2020: 232,2.

Update, 10.18 Uhr - Söder: „Inzidenzwert von 50 bleibt das Ziel“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die 16 Regierungschefs der Länder werden sich am Nachmittag zusammenschalten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat davor die Corona-Maßnahmen als wirksam bezeichnet. Am Ende sei die entscheidende Frage allerdings nicht, ob die Maßnahmen wirken, sondern wie nachhaltig, betonte er im Interview auf Bayern 2: „Also: Wie weit kommen wir runter. Fakt ist, wir müssen eigentlich auf die berühmte Zahl 50 der Inzidenzwerte, denn nur dann lässt sich auf Dauer Corona eindämmen und durch die Gesundheitsbehörden nachverfolgen. Da sind wir noch weit entfernt davon.“

Zudem möchte der Ministerpräsident ein Auf-und-Ab wie in Österreich vermeiden: „Ich bin für einen klareren und härteren Kurs, weil sie auch langfristig wirken müssen. Wir können kein ständiges Auf-und-Ab oder Vor-und-Zurück machen. Man sieht an Österreich, welche Wirkung das hat.“ 

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder plädiert dafür, über alternative Unterrichtsformen nachzudenken, um Schulen und Kitas in der Corona-Krise so lange wie möglich geöffnet halten zu können. Dazu gehöre etwa auch die Möglichkeit eines Wechselunterrichts, sagte Söder am Montag im ZDF-“Morgenmagazin“. „Der eine Teil wird via Internet zu Hause beschult, der andere in der Schule.“ Auch die Leistungsanforderungen müssten anders formuliert werden. Es könne nicht sein, dass den Schülern genau dieselben Schulaufgaben und Klausuren gestellt würden wie in anderen Zeiten, mit einem durch die Pandemie erhöhten Notendruck. „Es wird kein normales Schuljahr werden, aber es soll ein faires Schuljahr werden“, sagte Söder.

Update, 9.50 Uhr - Trotz Corona: 50 Personen feiern an Münchner „Hotspot“

Am Wedekindplatz in München haben etwa 50 Menschen trotz der Anti-Corona-Regeln ohne Mindestabstände und Masken gefeiert. Auch Alkohol wurde getrunken. Anwohner informierten die Polizei, die die Ansammlung in der Nacht auf Samstag auflöste. Der Wedekindplatz wurde neben anderen beliebten Münchner Partyorten im September von der Stadt als „Hotspot“ definiert. Seitdem gilt dort ein nächtliches Alkoholverbot.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, waren bei einer ersten Überprüfung der Lage keinerlei Verstöße gegen die Corona-Richtlinien festgestellt worden. Eine Streife habe aber wenige Stunden später festgestellt, dass die Gruppe auf circa 50 Personen angewachsen sei und Infektionsschutzregeln nicht mehr befolgt würden. Um einen weiteren Zuwachs zur feiernden Gruppe zu verhindern, wurden nach Angaben der Polizei weitere Streifen hinzugezogen, die die anwesenden Personen kontrollierten. Es seien Platzverweise gegen noch anwesende 35 Personen ausgesprochen worden. Zudem seien elf Verstöße gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angezeigt worden.

Update, 8.55 Uhr - Söder verlangt einheitliche Corona-Schul-Regeln

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs an diesem Montag schärfere und einheitliche Regeln für die Schulen verlangt. „Ich werbe dafür, dass wir die Maskenpflicht überall einführen“, sagte Söder am Sonntag im Format „Die richtigen Fragen“ auf „Bild live“.

Wer Schule offen halten wolle, müsse auf Masken setzen, auch in der Grundschule. Man müsse „beim Thema Schule noch mal intensiv nacharbeiten“. Wenn es zu Wechselunterricht käme, vor allem für ältere Schüler, gehe es um die Frage: „Wie können wir dann das Digitalformat weiter gestalten?“

Update, 8.02 Uhr - Bund will Anti-Corona-Maßnahmen weiter verschärfen

Was hat der seit zwei Wochen geltende Teil-Lockdown im Kampf gegen die Corona-Pandemie bislang gebracht? Noch nicht genug, wie die weiter steigenden Infektionszahlen zeigen. Deshalb will Kanzlerin Merkel die Vorgaben nochmals verschärfen. Zum Eindämmen der Corona-Pandemie will der Bund über den geltenden Teil-Lockdown hinaus weitere strikte Kontakt- und Quarantänebeschränkungen durchsetzen.

In einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussvorlage für die Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Montag heißt es, ein großer Teil von Infektionen finde weiterhin im privaten Umfeld und außerhalb des öffentlichen Raumes statt. Deshalb komme es in dieser Phase der Pandemie darauf an, dass Bürgerinnen und Bürger “jenseits von Ge- und Verboten ihre privaten Kontakte in den kommenden Wochen noch einmal deutlich reduzieren”. In einer Video-Schalte der Staatskanzleichefs mit Kanzleramtsminister Braun war gestern nach Bild-Informationen von einem „Winter-Knigge” die Rede, der verschärfte Empfehlungen vorsieht (siehe Newsticker von Sonntag).

Unter anderem fordert der Bund: Auf private Feiern soll zunächst bis Weihnachten ganz verzichtet werden. Außerdem sollen sich Kinder und Jugendliche nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen. Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollen auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt sein und auf freizeitbezogene Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr sowie nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren soll gänzlich verzichtet werden.
Über die geplanten Anti-Corona-Maßnahmen hat rosenheim24.de einen Extra-Artikel verfasst.

Von der an die Beratungen anschließende Pressekonferenz mit Kanzlerin Merkel, Bayerns Ministerpräsiden Markus Söder und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller berichtet rosenheim24.de wie gewohnt live.

Update, 7.11 Uhr - Inzidenzen in der Region stabilisieren sich leicht

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen in Südostbayern scheinen sich etwas zu stabilisieren. Am Montagmorgen wurden von Seiten des Robert-Koch-Institutes (RKI) nur in einem Landkreis unserer Region eine Steigerung registriert - und zwar im Berchtesgadener Land. Hier stieg die 7-Tage-Inzidenz auf nun 121,8 (Vortag: 110,5). Leider vermeldete das RKI auch einen weiteren Todesfall im Berchtesgadener Land.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 16. November).

Auch im Landkreis Traunstein gibt es einen weiteren Todesfall zu verzeichnen. Die Gesamtzahl stieg damit auf 98. Die Inzidenz im Landkreis blieb stabil auf 340,6. Fallende Werte wurden aus der übrigen Region gemeldet: Stadt Rosenheim (von 206,1 auf 196,7), dem Landkreis Rosenheim (von 245,3 auf 218,3) und den Landkreisen Mühldorf (von 245,1 auf 218,3) und Altötting (von 224,2 auf 220,6) gemeldet. Nichts desto trotz bleibt die Lage weiter angespannt.

RKI meldet 10.824 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 6100 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 13.363 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 801.327 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 16. November., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 62 auf insgesamt 12 547Das RKI schätzt, dass rund 515.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,05). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen.

mh/fgr/dpa

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