Sport im Lockdown

Besondere Vereinsmeisterschaft: Zwölf Monate, zwölf Wettbewerbe beim TSV Chieming

Bei den Frauen setzte sich Lucie Schrobenhauser mit den meisten Unterarmstützen durch.
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Bei den Frauen setzte sich Lucie Schrobenhauser mit den meisten Unterarmstützen durch.

In den Sportvereinen ist es coronabedingt sehr still geworden. Den Triathleten des TSV Chieming hat das so ganz und gar nicht gepasst. Sie haben deshalb kurzerhand eine Vereinsmeisterschaft der etwas anderen Art ins Leben gerufen.

Von Steffi Brenninger

Chieming – „Alle Mitglieder des TSV können daran teilnehmen“, informiert Triathlon-Abteilungsleiter Florian Fritzenwenger. „Damit wollen wir in der Zeit ohne Wettkämpfe und Treffen die Kommunikation untereinander aufrechterhalten.“

Allgemeine Fitness ist jetzt gefragt

Es wird insgesamt zwölf Wettkämpfe in zwölf Monate geben. Fritzenwenger verspricht, dass die „Challenges“ nicht triathlon-spezifisch sein werden, damit auch wirklich jeder mitmachen kann. Welche Wettkämpfe es genau geben wird, will er aber noch nicht verraten. „Man soll sich nicht gezielt darauf vorbereiten können“, sagt er. „Das Ganze soll spontan sein und fit sollten die Sportler ja eh alle sein, weil sie jetzt halt daheim weitertrainieren.“

Die Disziplinen bleiben vorerst geheim

Es könnte beispielsweise einmal eine Hula-Hoop-Challenge geben oder den Wettkampf, wer in einer Woche am meisten Laufeinheiten vorweisen oder Höhenmeter sammeln kann. „Ich glaube, dass das durchaus spannend werden kann und dabei auch ganz witzige Sachen dabei rauskommen können“, freut sich Fritzenwenger schon auf die kommenden Wettkämpfe, die die Triathlonabteilung über ihre Social-Media-Kanäle ankündigen wird.

Wenig Vorgaben und Regeln

Wichtig ist ihm, dass die Wettkämpfe möglichst mit wenig Vorgaben und Regeln abgehalten werden. Der Spaß soll dabei im Vordergrund stehen. Nur eines müssen die Sportler nach der absolvierten Aufgabe liefern: Einen Beweis, dass sie auch wirklich mitgemacht haben.

Unterarmstütz-Challenge in der Arbeitspause

Die Challenge für den Januar ist bereits absolviert. Die Sportler mussten dabei einen Unterarmstütz, auch Plank genannt, machen. Gewonnen hat, wer die Übung am längsten durchführen konnte. Bei den Frauen setzte sich Lucie Schrobenhauser durch. Sie schaffte starke 5:17 Minuten. Auch Leoni Rusin wollte bei der Challenge unbedingt mitmachen und stoppte die Zeit kurzerhand in einer ihrer Arbeitspausen mit.

Simon Manteufel hat am Ende bei den Männern die Nase vorn

Bei den Männern gab’s ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Simon Manteufel und Stefan Ehehalt. Am Ende setzte sich Manteufel knapp mit 10:35 Minuten vor Ehehalt mit 10:17 Minuten durch. Die beiden Sieger bekamen jeweils selbstgestaltete Holzpokale. Zudem werde es am Ende der Vereinsmeisterschaft auch einen Meistpreis geben, kündigt Florian Fritzenwenger an.

Der Chieminger Triathlet Simon Manteufel freute sich über den Januar-Pokal.

Auch über den Saisonverlauf der Abteilung in diesem Jahr haben sich die Triathleten schon konkret Gedanken gemacht. Ende März/Anfang April möchte man gerne einen Benefizlauf veranstalten. „Den Erlös wollen wir dann zu 100 Prozent an einen guten Zweck spenden“, informiert Fritzenwenger. Jeder soll für sich eine gewisse Strecke laufend zurücklegen und pro zurückgelegten Kilometer einen Euro spenden.

TSV Chieming hofft auf Ligabetrieb

Was die Triathlon-Saison betrifft hoffen die TSV-Athleten auf deutlich mehr reguläre Wettkämpfe wie im Corona-Jahr 2020. Dort fanden ja kaum Triathlon-Rennen aufgrund der Corona-Pandemie statt. Auch der komplette Ligabetrieb musste abgesagt werden.

TSV schickt Männermannschaft in die Bayernliga

„Seitens des Verbands gibt es jetzt aber deutliche Signale, dass er alle Hebel in Bewegung setzen will, damit in diesem Jahr wieder Wettkämpfe stattfinden können.“ Der TSV wird dabei wieder seine Männer-Mannschaft in der Bayernliga starten lassen. Auch die im vergangenen Jahr neugegründete Frauen-Mannschaft soll endlich ihre Premiere in der Bayernliga feiern. „Coronabedingt ist uns unsere Frauen-Mannschaft aber leider wieder etwas auseinandergebrochen“, erzählt Florian Fritzenwenger. „Deshalb haben wir jetzt eine Startgemeinschaft mit Memmingen gegründet.“

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