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Pläne stößen auf Skepsis

Zweifel an bezahlbarem Wohnraum auf dem „Filitz-Gelände“ in Ruhpolding

Bürger der Gemeinde Ruhpolding informieren sich vor Ort im Beisein von Bürgermeister Justus Pfeifer (links) über die Pläne für das „Filitz-Gelände“
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Bürger der Gemeinde Ruhpolding informieren sich vor Ort im Beisein von Bürgermeister Justus Pfeifer (links) über die Pläne für das „Filitz-Gelände“
  • VonManfred Peter
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Bezahlbarer Wohnraum in einer Gegend wie dem Chiemgau, das klingt interessant. In Ruhpolding ist dies angekündigt, aber kommt das auch so?

Ruhpolding – Die Entwicklung des sogenannten „Filitz-Geländes“ in Ruhpolding hat schon bislang Stoff für intensive Diskussionen geliefert. Auch während einer Informationsveranstaltung vor Ort wurde deutlich: Es herrscht Skepsis unter den Bürgern mit Blick auf die Pläne der Kommune für das Areal.

Auf dem knapp 1,5 Hektar großen Gelände soll wieder Gewerbe ansiedeln, aber ebenso günstiger Wohnraum mit rund 40 Wohnungen entstehen. Hinzukommen soll zudem eine Einrichtung für betreutes Wohnen mit 20 Einheiten. „Mit der Bebauung soll die Fläche aus dem Winterschlaf geholt und für die Gemeinde Ruhpolding nutz- und belebbar gemacht werden“, sagte Bürgermeister Justus Pfeifer (CSU) während der Informationsveranstaltung.

Dem Einwand eines Teilnehmers entgegnete Bürgermeister Pfeifer, dass der Preis für Wohnraum auf dem Areal deutlich unter den üblichen Preisen liegen werde. Auch Handwerker könnten sich dort ein Eigenheim leisten. Doch auch von anderen Teilnehmern waren Zweifel an dieser Annahme zu hören.

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Auf dem Gelände sollen gewerbliche Bestandsbauten wieder genutzt werden. Dem soll sich eine Wohnbebauung in nordöstlicher Richtung mit drei Gebäuden anschließen. In Richtung Seehauser Straße ist mehr Gewerbe vorgesehen, wobei der jetzige Getränkemarkt bleiben soll, wie Planer Jurina schilderte. Das betreute Wohnen ist in Winkelform mit vier Geschossen vorgesehen und soll im Hangbereich an die Wohnbebauung anschließen. Rathauschef Pfeifer betonte an dieser Stelle, die neuen Giebelhöhen würden die Höhen des umliegenden Bestandes nicht überragen.

Investor soll Wohnungen erst Ruhpoldingern anbieten

Dem Investor für die Wohnungen will die Gemeinde auferlegen, die Wohnungen zunächst Ruhpoldingern anzubieten und erst später im gesamten Landkreis Traustein zu vermarkten, wie der Rathauschef erläuterte. Wie viele von den geplanten 40 Wohnungen das Wohnbauwerk kaufen werde, hänge wiederum dessen Finanzsituation ab, so Pfeifer. Das bereute Wohnen wiederum will der Bürgermeister im Grundbuch festschreiben lassen.

Für die Wärmeversorgung möchte Ruhpolding das Gelände an das örtliche Nahwärmenetz anschließen. Während der Übergangszeit, bis das Heizwerk saniert ist, soll eine mobile Lösung aushelfen.

Ein Grünstreifen zwischen dem bestehenden Getränkemarkt und der geplanten Erschließungsstraße soll künftig der Schneeablage dienen. Einwänden, die beabsichtigte Höhe von 10,5 Metern einiger der geplanten Gebäude gefährde das Ortsbild, entgegnete Jurina: „Derzeit lautet allerorten die Vorgabe der Behörden nachzuverdichten.“ Und der Bau in die Höhe sei eben auch eine Form der Nachverdichtung. Man habe jedoch bei den Planungen darauf geachtet, dass den Anliegern mit ihren Häusern keine Nachteile entstünden. Wenn alles gut laufe, soll das notwendige Baurecht Ende des Jahres in trockenen Tüchern sein.

Erhalten bleibe jedoch der anschließende Grünstreifen über zehn Meter zur bestehenden Bebauung. Zum einen, damit ausreichend Abstand zu den Nachbargrundstücken und den eventuell neu entstehenden Gebäuden bleibe.

Aber auch, damit die Gemeinde bei künftigen Projekten weiter östlich ungehindert eine Erschließung realisieren könne.

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