Zwei Römer-Kunstwerke für Seebruck

Mit der Herbstsonne um die Wette strahlten Künstler Hermann Hollweck (Mitte), Bürgermeister Martin Bartlweber (links) und der Koordinator des Kunstprojektes Matthias Ziereis von der Tourist-Information bei der offiziellen Übergabe der stählernen Römer-Kunstwerke „Prätorianerkopf“ (hier im Bild) und „Römerschiff“.
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Mit der Herbstsonne um die Wette strahlten Künstler Hermann Hollweck (Mitte), Bürgermeister Martin Bartlweber (links) und der Koordinator des Kunstprojektes Matthias Ziereis von der Tourist-Information bei der offiziellen Übergabe der stählernen Römer-Kunstwerke „Prätorianerkopf“ (hier im Bild) und „Römerschiff“.

Über ein neues Highlight kann sich Seebruck freuen: Der Künstler Hermann Hollweck leiht der Gemeinde zwei seiner Werke, die an die römische Vergangenheit anknüpfen. Dieses Ausflugsziel lohnt sich auch im Lock-Down.

Von Markus Müller

Seeon-Seebruck – Viele begeisterte Blicke haben die Mitte Oktober in Seebruck aufgestellten stählernen Römer-Kunstwerke Prätorianer-Kopf am Römergarten in der Ortsmitte und das Römerschiff im kleinen Kurpark östlich der Alz von Künstler Hermann Hollweck bereits auf sich gezogen. Der Künstler hat die beiden Werke an die Gemeinde Seeon-Seebruck ausgeliehen.

Zwei Jahre Leihgabe

Auch Fotoapparate und Smartphones kamen seitdem schon etliche Male zum Einsatz. Wer die beiden imposanten Meisterwerke noch nicht bestaunen konnte, muss sich aber keinen Stress machen, denn sie wurden von der Gemeinde Seeon-Seebruck für ganze zwei Jahre ausgeliehen. Auch in Corona-Zeiten können sie jederzeit besichtigt werden.

Lebensechtes Gesicht aus Stahl

Zur offiziellen Übergabe, die aufgrund der Corona-Auflagen im kleinsten Kreis stattfand, kam Schöpfer Hollweck aus der oberbayerischen Marktgemeinde Reichertshofen (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) nochmals mit seiner Frau nach Seebruck. Bürgermeister Martin Bartlweber dankte dem in Rente befindlichen gelernten Schlosser für die kostenlose leihweise Überlassung der Stahlskulpturen, für die man optimale Standorte gefunden habe. „Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert, wie es Hermann Hollweck gelungen ist, das Gesicht des Römers aus derart massiven Stahlplatten so lebensecht zu gestalten“, zeigte sich der Rathauschef beeindruckt von dem 3,8 Meter hohen Kunstwerk.

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Während das originalgetreu nachgebaute vordere Drittel eines Römerschiffes nach zweieinhalbjähriger Bauzeit erst vor Kurzem fertiggestellt wurde und nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird, hat der vor rund zweieinhalb Jahren vollendete, circa zwei Tonnen schwere Prätorianer-Kopf die letzten beiden Jahre den Römerpark im mittelfränkischen Ruffenhofen bereichert.

Im Radio von Römerregion gehört

Höher schlägt Hollwecks Künstlerherz immer dann, wenn er die großen Augen der Passanten sieht oder sogar anerkennende und lobende Worte vernimmt. „Erst heute habe ich wieder positive Resonanz von vorbeifahrenden Radfahrern bekommen“, so Hollweck, der im Radio auf die rings um den Chiemsee entstehende Römerregion aufmerksam geworden war.

Große Freude für Künstler und Besucher

Seebruck, der einstige Römerort Bedaium, war ihm aber bereits seit den 1970er Jahren ein Begriff, weil er am Nordufer des Chiemsees öfters seinen Urlaub verbracht hatte. Der Ort könnte nun für die nächsten beiden Jahre sogar seine zweite Heimat werden, denn: „Ich werde noch öfters kommen, um nach meinen Kunstwerken zu schauen.“ Je nach Witterung und Luftfeuchtigkeit würden sich diese ständig verändern, weiß er aus langjähriger Erfahrung zu berichten.

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Groß ist die Freude auch beim Koordinator des Kunstprojektes Matthias Ziereis von der Tourist-Information Seebruck. Als Museumspädagoge und begeisterter historischer Darsteller hat er nun – sobald es die Corona-Krise wieder zulässt – zwei weitere attraktive Punkte, die er mit seinen Besuchergruppen ansteuern kann.

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