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Gemeinderat stimmt zu

Zwei Millionen Euro für die die Schlechinger Grundschule

Die Schlechinger Grundschule ist an ihre Grenzen gestoßen, auch nagt der Zahn der Zeit an der Innenausstattung.
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Die Schlechinger Grundschule ist an ihre Grenzen gestoßen, auch nagt der Zahn der Zeit an der Innenausstattung.
  • VonSybilla Wunderlich
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Die Kinderzahlen und Betreuungsangebote steigen, der Zahn der Zeit nagt am Inventar. Die Gemeinde Schleching kommt nicht umhin, ins Schulhaus zu investieren. Sogar eine zentrale Lüftungsanlage dürfte kommen.

Schleching – Die notwendigen Erweiterungsmaßnahmen für die Grundschule in Schleching waren Thema auf der letzten Gemeinderatssitzung. Der Gemeinderat stimmte der Planung der Intec Architektur GmbH, vorgestellt von Toni Entfellner grundsätzlich und einhellig zu. Die Kostenschätzung liegt derzeit bei zwei Millionen Euro netto.

Schon im Sommer wurde im Gemeinderat über die räumlichen Probleme in der Schule und bei der Mittagsbetreuung gesprochen. Bürgermeister Josef Loferer (CSU) beauftragte einen Planer, der inzwischen seine Ausarbeitung schon im Vorfeld mit Bürgermeister Loferer, Geschäftsstellenleiter Thomas Holzner, Lehrerinnen und Rektor sowie Elfie Bachmann (UBS) vorgestellt hat.

Die Schülerzahlen für die nächsten Jahre wurden anhand der vorliegenden Geburtenzahlen ermittelt, daraus ist ersichtlich, dass sich der künftige Bedarf an einem weiteren Klassenzimmer auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Auch der Trend für eine offene Ganztagsschule, also eine Mittags- und Nachmittagsbetreuung, wurde bei der Planung berücksichtigt.

Schall kann gut entkoppelt werden

In der Diskussion taten sich etliche Fragen an den Planer auf. So wollten Stefan Mix (CSU) und Felix Laubhuber (SPD) wissen, wie es sich mit dem Schall vom oberen Turnraum zu den darunter liegenden Klassenräumen verhält. Die Antwort vom Planer war, dass es gut möglich sei, den Schall zu entkoppeln.

Andi Hell (UBS) befürwortete es, dass das Thema des Schulumbaus nun angegangen wird und sah es als Investition in die Zukunft für die Kinder und damit gut angelegt. Er erkundigte sich nach den staatlichen Fördermöglichkeiten. Entfellner empfahl, mit der Regierung Oberbayern Kontakt aufzunehmen und signalisierte dafür seine Hilfe.

Elfie Bachmann (UBS) führte unter anderem noch das Argument der Entlastung des Kindergartens wegen der Ganztagsbetreuung an, diese findet jetzt noch in den Räumen des Kindergartens statt. Sie sah im neuen Turnraum Möglichkeiten für Veranstaltungen und schlug weiter vor, ein stimmiges Farbkonzept von einer Fachfirma zu berücksichtigen. Dem stimmte der Planer zu und zeigte sich offen für gestalterische Fragen von professionellen Firmen.

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Michael Scheck (CSU) fragte nach der Möglichkeit für Rollstuhlfahrer, wie sie in das neue Stockwerk gelangen können.

Entfellner meinte dazu, dass es kein Problem sei, dafür einen Treppenlift zu integrieren. Zu den jetzt vorhandenen Treppen hatte er noch die Information, dass sie nicht im Normbereich liegen, sondern die einzelnen Stufen zu hoch sind und damit gerade für Kinder schwieriger zu bewältigen. Hier soll ebenfalls Abhilfe geschaffen werden. Remigius Bauer (parteilos) wollte wissen, ob der jetzige Probenraum der Musikkapelle Schleching, der im Schulgebäude untergebracht ist, bestehen bleiben kann, was der Planer mit einem kurzen „ja“ beantworten konnte.

Container sind während des Umbaus nicht vorgesehen

Ob Container während des Umbaus für den Schulbetrieb vorgesehen sind, wollte Bauer noch wissen. Der Planer verwies darauf, dass das nicht vorgesehen sei. Er und Bürgermeister Loferer resümierten, dass alle Gewerke gut koordiniert werden müssen, was bei der Situation der Knappheit von Handwerkern und oft auch bei der Materialbeschaffung nicht einfach sein werde.

Es wäre wirklich nur der „Plan B“ und wenn es terminliche Umstände erforderten, müsste im Notfall ein Container aufgestellt werden. Auch ist noch die Sachlage bei der Erfüllung der Förderanträge zu berücksichtigen. Es wird Einschränkungen im täglichen Schulbetrieb geben, darin waren sich beide einig.

Zentrale Anlage für die Belüftung

Auch das Thema der „Belüftung “ sprach Bauer an. Der Planer vertrat die Meinung, dass eine gute Be- und Entlüftung langfristig mit einer zentralen Lüftungsanlage am besten wäre, was eventuell sogar preislich von Vorteil sein könnte. Bürgermeister Loferer bedankte sich bei Entfellner für die Hilfe zu richtungsweisenden Entscheidungen für die Schule.

Haus wird aufgestockt und innen saniert:

Planer Anton Entfellner aus Marquartstein stellte den Plan in der Gemeinderatssitzung in groben Zügen vor. Die Lösung zur Aufgabe einen zusätzlichen Klassenraum zu schaffen, sah er in der Aufstockung des jetzigen Schulhauses und neuer Raumaufteilung. So sollen im Erdgeschoss der jetzige Turnraum als weiterer Klassenraum und ein bislang ungenutzter Raum auf dem Flur als Büro für die Schulleitung umfunktioniert werden.

Eine gute Möglichkeit für die bessere Handhabung des Dual-Unterrichts, sah der Planer in der Schaffung von Verbindungstüren bei den Klassenzimmern. Das werde für die Lehrerinnen als auch für die Schüler eine erhebliche Verbesserung im praktischen Unterricht bringen. Für die Anforderungen des Brandschutzes auf den Fluren sei es wichtig, die Garderoben der Schüler in die Klassenzimmer zu integrieren.

Die Bodenbeläge aus den 60er Jahren sollen laut den Ausführungen des Planers ausgetauscht, ebenso nach und nach die alten Heizkörper und die Leuchtstoffröhren durch LED-Lampen ersetzt werden. Auch die sanitären Einrichtungen bedürfen zum Teil einer Verbesserung.

Räume für die Ganztagesschule im neuen Obergeschoss

Im neuen Obergeschoss wird ein Turnraum entstehen, ein weiterer Raum als Differenzierungsraum, zum Beispiel für Förderunterricht, ein Ruheraum und Räumlichkeiten für die offene Ganztagsschule. Nach Ende des Schulunterrichts, also am Nachmittag, stünden alle Räume für verschiedene Nutzungen zur Verfügung, erläuterte Entfellner. Zum Obergeschoss soll eine Außentreppe führen und oben eine Terrasse entstehen.

Die Umsetzung des Baus stellt sich der Planer im Fertigsystem vor, da es den Vorteil einer kürzeren Bauzeit bietet. Der Umbau soll in den Sommerferien stattfinden, um den Unterricht so wenig wie möglich zu belasten. Allerdings wird der Innenausbau zum Teil länger dauern, aber kann in den laufenden Unterricht integriert werden. Die gesamte Bauphase wird mit zirka einem Schuljahr veranschlagt.

Lüftungsgeräte:

In der gleichen Schlechinger Gemeinderatssitzung ging es in einem weiteren Tagesordnungspunkt um die Lüftungsgeräte für die Schule und die Kitas. Wie schon in der vorausgegangenen Diskussion zum Ausdruck kam (siehe Bericht), soll für die Schule im Rahmen der Erweiterungsmaßnahme ein Förderantrag für eine zentrale Anlage noch in diesem Jahr gestellt werden für alle Räumlichkeiten. Der Kindergarten und die Krippe bleiben bei den mobilen Luftreinigungsgeräten, da sie damit zufrieden sind. Es konnte auch dazu ein einstimmiger Beschluss gefasst werden.

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