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Standort- und Kostenfrage

Zu viele offene Fragen: Grassauer Gemeinderat vertagt Antrag zu E-Ladestationen

Eine Ladestelle für E-Autos befindet sich seit Kurzem auf dem Aldi-Parkplatz in Grassau. Hier darf das E-Fahrzeug während des Einkaufs kostenlos geladen werden.
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Eine Ladestelle für E-Autos befindet sich seit Kurzem auf dem Aldi-Parkplatz in Grassau. Hier darf das E-Fahrzeug während des Einkaufs kostenlos geladen werden.
  • VonTamara Eder
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In Grassau soll es zwei öffentliche Elektro-Ladestationen für Autos geben. Das haben die Gemeinderäte der Unabhängige Grassauer Liste (UGL) in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung beantragt. Das Gremium hat mit einer Gegenstimme beschlossen, erst die Finanzierung sowie die Standortfrage zu klären.

Grassau – Die Antragsteller verwiesen auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, wonach sich die Bundesregierung verpflichtet, die CO²- Emissionen in den nächsten Jahren drastisch zu reduzieren. Um den Temperaturanstieg zu begrenzen, müsse auch der Straßenverkehr einbezogen werden.

Säulen bei Aldi und VW-Händler

„Eine Umstellung auf E-Mobilität ist das erklärte Ziel der bayrischen Staatsregierung “, sagte Dr. Winfried Drost (UGL). Hierfür sei die Errichtung von zusätzlichen Ladepunkten eine zwingende Voraussetzung. In Grassau existiere keine öffentliche Ladesäule. Somit hätten auch Mieter von Etagenwohnungen keine Möglichkeit ihr Fahrzeug zu laden. Auch für Besucher und Touristen stelle dies ein Hindernis dar.

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Bürgermeister Stefan Kattari (SPD ) verwies auf einen ähnlichen Antrag der UGL von 2018, der mehrheitlich abgelehnt wurde. „Zudem gibt es zwei öffentliche Ladepunkte, einen beim Aldi-Markt und einen weiteren beim VW-Händler“, sagte Kattari.

Ladestation beim Biomassehof

Mehdi Akbari (UGL) fügte an, dass auch beim Biomassehof eine Ladestation sei, die jedoch privat betrieben werde. Auch wenn der Betrieb von E-Fahrzeugen ein kleiner Schritt sei, so sei dies doch die Zukunft, erklärte Akbari. Er betonte, dass es gute Förderprogramme gebe.

Dr. Winfried Drost (UGL) entgegnete, dass die Ladestationen am Discounter nur während des Einkaufs genutzt werden könnten und der Biomassehof abends zugesperrt werde. „Gäste und Besucher haben daher keine Möglichkeit, ihr Auto zu laden“, sagte der Gemeinderat. Laut Drost gibt es Förderungen bis zu 80 Prozent für Ladestationen.

Gemeinde soll nicht zuständig sein

Tom Hagl (CSU) betonte, dass Bürger nicht für die Kosten von Ladestationen aufkommen sollten. Die Bereitstellung sei Aufgabe der Energieversorger oder der Automobilindustrie. Auch Thomas Hofmann (AE) sah dies nicht in Gemeindehand. „Der Einzelhandel und die Gastronomie sollten sich hier engagieren“, sagte er.

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Der Bürgermeister erklärte, dass eine Ladesäule mit bis zu 80 Prozent gefördert werde, jedoch mit maximal 4000 Euro. „Eine Ladesäule mit Abrechnungssystem kostet allerdings rund 10 000 Euro, sodass rund 6000 Euro bei der Gemeinde verbleiben“, sagt er. Für ihn sei wesentlich, dass der Strom nicht verschenkt werde. Entscheidend für die Akzeptanz sei auch der Standort.

Reifinger See als Standort?

Tom Hagl (CSU) schlug vor, die Wohnungsbaugesellschaft, die viele Wohnungen im Siedlungsbereich vermietet, zu fragen, ob diese Ladepunkte für die Mieter bereitstellen könne. Ein möglicher Standort für eine Ladestation sei, so Sepp Grießenböck (FW), der Parkplatz am Reifinger Badesee. Wenn die Kosten für die Ladesäule durch den Stromverkauf getilgt würde, sei das eine „sinnvolle Sache“

Der Gemeinderat einigte sich mit einer Gegenstimme Dr. Winfried Drost darauf, den Punkt zu vertagen. Vorab sollen die Kosten, ein möglicher Standort und das Abrechnungssystem ermittelt werden.

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