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Ausblick auf den Sommer

„Zu drei Vierteln ausgebucht“: Warum der Urlaub im Chiemgau nach wie vor hoch im Kurs steht

Die Chancen stehen gut, dass auch in diesem Sommer viele deutsche Familien mit Kindern am Chiemsee ins Wasser springen werden.
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Die Chancen stehen gut, dass auch in diesem Sommer viele deutsche Familien mit Kindern am Chiemsee ins Wasser springen werden.
  • Heidi Geyer
    VonHeidi Geyer
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Auch in diesem Jahr rechnen die Tourismus-Verantwortlichen für den Chiemgau mit einer guten Sommersaison. In diesem Sommer will der Verband Chiemsee-Alpenland-Tourismus jedoch einen besonderen Schwerpunkt setzen.

Bernau/Rimsting/Breitbrunn – Der Chiemgau startet in den dritten Corona-Sommer. Zumindest hoffen das viele Vermieter und Tourismus-Verantwortliche, wenn sich damit der Trend zum „Urlaub dahoam“ wiederholen sollte. Trotz der Folgen des Ukrainekriegs sind die Aussichten gut.

„Wir sind schon zu drei Vierteln ausgebucht“, sagt Gabriele Oberloher. Sie ist seit einigen Wochen Leiterin der Tourist-Info Rimsting. „Eigentlich sieht‘s ganz gut aus“, sagt sie im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Wie schon in den Vorjahren seien große Ferienwohnungen heiß begehrt. Aber auch von den Hotels gebe es gute Rückmeldungen.

Überwiegend Gäste aus Deutschland

Überwiegend seien es Urlauber aus Deutschland, die nach Rimsting kommen. Und zur Freude vieler Vermieter bleiben sie meist auch länger: „Nicht der Kurzurlaub für wenige Tage, sondern meiste eine oder sogar zwei Wochen wird in Rimsting gebucht“, sagt die Tourismusleiterin.

Heimische Kultur und Brauchtum erleben

Für den Herbst haben sich in Bernau schon viele Stammkunden angekündigt, berichtet die örtliche Tourismus-Chefin Anja Abel. „Es freut uns besonders, dass unsere Vereine und wir als Tourist-Info in diesem Jahr endlich wieder größere Veranstaltungen durchführen können und unsere Gäste so heimische Kultur und Brauchtum wieder live miterleben können“, so Abel. So seien ein mehrtägiges Open-Air-Kino, ein Street-Food-Festival und verschiedene Konzerte und Führungen geplant, außerdem planen die Vereine Dorffeste und Aufführungen.

Viele Menschen erinnern sich noch an die langen Staus aus den vergangenen beiden Corona-Sommern. Das hat man auch in Bernau erkannt, daher gebe es seit heuer den Bernauer Urlaubsbegleiter, einen Reiseführer im handlichen Pocket-Format, der den Gästen auch abseits der beliebten Stellen Tipps geben soll.

CAT setzt auf sanften Tourismus

In Summe ist Abel ebenso wie ihre Rimstinger Kollegin äußerst zuversichtlich: „Urlaub im eigenen Land steht immer noch hoch im Kurs und das Streben nach Sicherheit gerade in Krisen- und Kriegszeiten ist groß.“ Viele Unterkünfte seien schon im Frühjahr gut gebucht und auch für die Sommermonate erwartet Abel wieder eine sehr hohe Auslastung der Unterkünfte.

Beim Chiemsee Alpenland Tourismus-Verband (CAT) setzt man auf ein Thema, das vielen Gästen am Herzen liege, so Sprecherin Patrizia Scravaglieri.

„Wir setzten mit einer groß angelegten Nachhaltigkeitsinitiative verstärkt auf einen sanften Tourismus, nicht zuletzt um dem hierzu steigenden Bewusstsein beim Gast Rechnung zu tragen“, sagt Scravaglieri.

Zu der Kampagne zähle die Bewerbung des ÖPNV und der öffentlichen erreichbaren Ausflugsziele in der Region. Denn so schön der Andrang für viele Gastgeber in den vergangenen Sommern war, vielen Einheimischen war es zu viel des Guten.

Nicht erst seit der mit dem Ukrainekrieg folgenden Energiekrise ist das Thema in den Fokus vieler Menschen gerückt.

Eine Folge von Corona-Pandemie und Weltpolitik mag aber auch sein, dass das Bedürfnis vieler Menschen nach Erholung groß ist.

„Neben unseren klassischen Zielgruppen wie Natur- und Aktivurlauber fällt auch auf, dass einige auch die Entspannung und die bewusste Auszeit suchen“, sagt die Sprecherin.

Familienurlaub wieder hoch im Kurs

Wobei auch der klassische Familienurlaub wieder sehr im Fokus stehe, sogar im Gruppenbereich: „Das beobachten wir auch bei den Anfragen, denn hier werden aktuell viele Familienfeiern und Hochzeiten nachgeholt.“

Insgesamt ist das Resümee beim CAT ein sehr optimistisches. „Die Saison läuft bisher gut an“, berichtet Scravaglieri. Und es bleibt beim Trend zum „Urlaub dahoam“: „Der Schwerpunkt der aktuellen Buchungen liegt bei deutschen Gästen.“

In Breitbrunn scheint der Andrang so groß zu sein, dass die Leitungen nicht stillhalten. Trotz mehrfacher Anrufe gelang es den OVB-Heimatzeitungen nicht, dort jemanden zu erreichen.