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GEMEINDERAT SIEGSDORF

Ziele: Jugendtag und Handwerkertag

Ein positives Fazit der Jugendarbeit in der Gemeinde Siegsdorf zogen Jugendbeauftragte Karin Neumann und die Mitarbeiter der Jugendsozialarbeit an Schulen (JAS) in ihrer Bilanz des Jahres 2015 vor dem Siegsdorfer Gemeinderat.

Siegsdorf – Gemeinderätin Karin Neumann, die seit vielen Jahren sehr erfolgreich als Jugendbeauftragte die Jugendarbeit koordiniert, unterstützt und lenkt, bekam unter dem Beifall ihrer Kollegen ein dickes Lob von Bürgermeister Thomas Kamm für ihren verantwortungsvollen und ganz und gar nicht selbstverständlichen Einsatz.

Neumann lobte anfangs die ausgezeichnete Akzeptanz und Unterstützung ihrer Arbeit bei allen an der Jugendarbeit Beteiligten und stellte besonders die Zusammenarbeit mit dem Jugendförderverein, mit Peter Heistracher, dem Leiter von OGS und Jugendtreff, sowie den Vereins-Jugendvertretern heraus.

Zentrale Themen ihrer Arbeit waren wie immer die Unterstützung des Jugendtreffs, der von circa 30 bis 40 Jugendlichen regelmäßig genutzt wird, das Organisieren und Betreuen der alkoholfreien Cocktailbar der Gemeinde, die Unterstützung bei Veranstaltungen wie Kinderfasching, Jugenddisco, Jugendband-Festival sowie die Leitung der Ferienaktionswochen „Sommerkinder 2015“ im evangelischen Gemeindehaus. Außerdem fanden wieder zwei Treffen mit den Jugendleitern der Vereine statt, bei denen es um Themen wie das Ferienprogramm, die Veranstaltung „Lauf für´s Leben“, die Aktionsnacht und die Lichterfeste im Kurpark und die bessere Vernetzung und Informationsaustausch untereinander ging.

Das ganztägige Betreuungsangebot „Sommerkinder“ zur Entlastung berufstätiger Familien in der Ferienzeit nutzten insgesamt 58 Kinder aus Siegsdorf und den Nachbargemeinden, beide Wochen im August 2015 waren voll ausgebucht.

In der ersten Septemberwoche konnte erstmals das integrative Zirkusprojekt „Firananda“ umgesetzt werden, bei dem mit Unterstützung von Gemeinde, Jugendförderverein, den Trägern der Jugendhilfe KoniS und der Mittelschule Siegsdorf 40 Kinder und Jugendliche mit Benachteiligung und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gemeinsam invier Workshops gemeinsam Theater, Jonglage, Akrobatik und Beatboxen erarbeiten konnten. Eine sehr gelungene Vorführung am letzten Tag ließ über das Ergebnis staunen.

Für das laufende Jahr soll wieder ein Zirkusprojekt angestrebt werden, eventuell in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, die auch in die Vorbereitung der Jugenddisco mit eingezogen werden könnten. In Zusammenarbeit mit den Vereinen soll erneut ein Vereins-Jugendtag angestrebt werden und die Gemeinde hat sich für das EU-Förderprogramm YSAM beworben.

Einzelfallhilfe für etwa 80 Schüler

Die Sozialpädagogen Stefan Stieglhofer und Johanna Stenger von KoniS stellten sich und ihre Arbeit an der Grund- und Mittelschule ebenfalls dem Gemeinderat vor.

Derzeit wird an der Schule an etwa 80 Schülern die sogenannte „Einzelfallhilfe“ durchgeführt. Bei der durch Gespräche mit Kindern und Eltern Lösungen für Schwierigkeiten und Problemen gesucht werden.

In Zusammenarbeit mit den Kindergärten und dem Altenheim werden die Jugendlichen in Projekte einbezogen mit Kompetenztraining von Frau Wolkersdorfer. Eine speziell dafür geschulte Praktikantin betreut seit Herbst neun jugendliche Flüchtlinge an der Schule, fünf von ihnen konnten bereits in normale Klassen integriert werden.

Zu Fragen aus dem Gremium zur Schweigepflicht bei sozialer Betreuung und dem Trend zur Häufigkeit von Betreuungen betonte Stieglhofer, das Vertrauen gegenüber den Kindern sei oberstes Gebot, habe aber seine Grenzen bei Fremdgefährdung. Die meisten betreuten Kinder kämen aus Familien, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt sei.

Auf eine weitere Nachfrage bestätigte Stieglhofer, dass alle Schulabgänger im Herbst 2015 einen Lehrplatz gefunden hätten oder eine weiterführende Schule besuchten. Die Anregung, in der berufsvorbereitenden Ausbildung einen „Handwerkertag“ zu organisieren, wurde positiv aufgenommen. Gemeinderat Manfred Hobmeier bot dazu eine Unterstützung in der Vorbereitung durch die Handwerksbetriebe der Gemeinde an.

Bürgermeister Thomas Kamm lobte abschließend die hervorragende Arbeit der Sozialbetreuer an der Schule, die stets offen und ehrlich mit der Schulleitung und der Gemeinde kommunizieren. fkr

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