Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Zahl der Arbeitslosen deutlich geringer

Traunstein - Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein beträgt im April vier Prozent, 0,8 Prozent weniger als im März. 3490 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 446 Menschen weniger als vor einem Jahr und 660 weniger als im März. Das bedeutet - im Hinblick auf die Zahl der Menschen ohne Job - einen Rückgang um 11,3 Prozent zum Vorjahr und um 15,9 Prozent verglichen mit März.

Nach dem gestern veröffentlichten Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Traunstein sank die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk insgesamt um 0,9 auf 4,1 Prozent, das sind 5 442 Menschen. Im Vergleich zum März sind 1211 Men-schen, das sind 18,2 Prozent und im Vergleich zum April des Vorjahres 622 oder 10,3 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffene Arbeitnehmer.

"Seit Beginn der Wirtschaftskrise liegt die Arbeitslosenquote das erste Mal deutlich unter dem Vorjahresniveau. Diese erfreuliche Entwicklung darf natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir immer noch zirka 1680 Kurzarbeiter im Bezirk haben", analysiert Anette Farrenkopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein.

Unter den 5442 Menschen sind 375 Arbeitslose jünger als 25 Jahre, darunter 62 unter 20 Jahre. In diesen beiden Gruppen ist der stärkste Rückgang zu beobachten. Bei den unter 25-Jährigen sind es im Vormonatsvergleich 36,5 Prozent und in der Untergruppe der 15- bis 20-Jährigen 40,4 Prozent weniger. Auch im Vorjahresvergleich ist mit minus 41,5 Prozent beziehungsweise 266 jungen Menschen weniger eine erfreuliche Entwicklung genommen.

Mit einer Arbeitlosenquote von 2,1 Prozent in dieser Altersgruppe nimmt Traunstein gemeinsam mit Freising bundesweit den Spitzenplatz ein. "Wir setzen auf Beratung, Qualifizierung und bleiben dran. Dieses Ernstnehmen spüren die Jugendlichen. Am 11. Mai ist der 'Tag des Ausbildungsplatzes'. Wir werden Arbeitgeber besuchen und um Chancen für unsere Jugendlichen werben. Unsere guten Ergebnisse motivieren uns", engagiert sich Farrenkopf.

1881 Gemeldete ohne Job sind zwischen 50 und 65 Jahre alt. Darunter sind 1197 arbeitslose Menschen älter als 55 Jahre. Insgesamt 276 (12,8 Prozent) konnten sich im April abmelden. Farrenkopf: "Das Umdenken, wie wertvoll die Erfahrungen der Älteren sind, setzt nur sehr zögerlich ein. Vereinzelt fragen Arbeitgeber erfreulicherweise gezielt nach Mitarbeitern in dieser Altersgruppe."

3273 Menschen haben im April ihre Arbeitslosigkeit beendet, so viele wie schon seit April 2005 nicht mehr; damals waren es 3533. "Dies zeigt uns, dass sich die wirtschaftliche Lage in der Region zu entspannen beginnt", heißt es dazu von Anette Farrenkopf, "es wäre allerdings verfrüht, von einem tragfähigen Aufschwung zu sprechen. Viele Arbeitnehmer werden über Zeitarbeitsfirmen eingestellt, weil die Arbeitgeber die Dauerhaftigkeit der momentan guten Auftragslage nicht abschätzen können".

Der Stellenbestand im April zeigt 1452 Angebote, sieben weniger als im März. 655 Stellen wurden an den Arbeitgeberservice neu gemeldet; das sind 31 weniger als im Vormonat, allerdings 104 oder 18,9 Prozent mehr als im April des Vorjahres. Der Agenturbezirk Traunstein profitiert vom vorgezogenen Saisonbeginn im Hotel- und Gaststättenbereich.

Im Landkreis Traunstein allein haben derzeit 89 Betriebe mit 1354 Mitarbeitern Kurzarbeit angezeigt. Die endgültige Zahl kann sich nach Beendigung des Abrechnungszeitraumes noch stark verändern. "Wir sind froh, dass die Arbeitgeber dieses Instrument umsichtig nutzen. Der Rückgang der Kurzarbeit ist ein positives Signal", bilanziert Farrenkopf. re

www.chiemgau24.de/tipps

Kommentare