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X-Alps gastieren in Marquartstein - Das härteste Abenteuerrennen der Welt

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Ein X-Alps-Gleitschirm über der Kampenwand mit Aschau im Hintergrund.
  • VonLudwig Flug
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Der Internationale Gleitschirm-Wettbewerb Red Bull X-Alps soll im Juni starten. Für die 33 Athleten, die die Alpen zu Fuß und per Flug überqueren, ist es das herausfordernste Rennen überhaupt. Das Besondere: Als offizielle Wendepunkt fungiert dieses Mal Marquartstein. In der Gemeinde hofft man, alles wie geplant durchführen zu können.

Marquartstein –Im Juni dieses Jahres wird Marquartstein – sofern die Corona-Lage es zulässt – im Fokus der Fliegerwelt stehen, wenn überall um den Globus Flugsport-Enthusiasten die zehnte Auflage des internationalen Gleitschirm-Wettbewerbs X-Alps an den Bildschirmen verfolgen. Ausgerichtet wird das luftige Sektakel traditionell von Red Bull.

33 Weltklasseathleten aus 17 Nationen, darunter drei Frauen, liefern sich ausschließlich zu Fuß und mit dem Gleitschirm ein mindestens 1.238 Kilometer weites „Rennen“ durch die Alpen. Wer gewinnen will, den führt die Route nach Marquartstein.

Inoffizielle Weltmeisterschaft

Hier befindet sich der Pflicht-Wendepunkt Chiemgau-Achental, wo die Teilnehmer mit einer Unterschrift ihre Ankunft bestätigen werden. Dieser offizielle „Turnpoint“ ist jedes Mal ein anderer; die Gemeinden müssen sich darum bewerben und dann auch als Sponsor auftreten.

Dazu hatte sich nun Marquartstein entschlossen. Einer, der dies besonders unterstützt, ist Bürgermeister Andreas Scheck: Er ist selbst begeisterter Gleitschirmflieger und Vorsitzender des Verwaltungsrates des Achental Tourismus.

„Es ist mir ein besonderes Vergnügen und eine Ehre zugleich, 33 Ausnahmesportler bei uns in Empfang nehmen zu dürfen. Unser Tal ist dem Gleitschirm-Sport eng verbunden und wir sind sehr glücklich, als Destination an diesem Rennen beteiligt zu sein.“

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Aufmerksamkeit über Bayerns Grenzen hinaus

Arne Wehrlin, Mitgründer des Marquartsteiner Gleitschirmherstellers Skywalk freut sich ebenso: „Das gerade zu unserem 20-jährigen Firmenjubiläum der Standort im Fokus all derjenigen steht, die sich unserem Sport verschreiben, ist ein wunderbares Geburtstagsgeschenk.“ Stolz ist auch Dr. Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung für den Landkreis Traunstein, „eine international viel beachtete Sportveranstaltung der Extraklasse zu uns zu holen.“

„Mit dieser großartigen Veranstaltung werden wir weit über die Grenzen des Freistaates Aufmerksamkeit für das Achental generieren und die Ausnahmesportler, sofern es die Umstände zulassen, mit einem Fest für Einheimische und Gäste ehren“, hofft Elisabeth Keihl, Vorsitzende des Achental Tourismus.

Die Red Bull X-Alps gelten als eines der härtesten Abenteuerrennen der Welt.

Fans auf der ganzen Welt verfolgen Rennen

Für Gleitschirmflieger hat es den Status einer inoffiziellen Weltmeisterschaft. Seit 2003 findet das Rennen alle zwei Jahre statt. Die Veranstalter laden dazu die weltbesten Gleitschirmflieger ein. Sie bestreiten den Wettkampf ausschließlich mit dem Gleitschirm oder zu Fuß. Ihr Weg führt über imposante Gipfel bis in den hochalpinen Raum.

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Um ihr Ziel zu erreichen, müssen die Athleten Europas höchste Gebirgszüge zwischen dem nördlichen und südlichen Alpenrand mehrmals überqueren. Neben technischer Ausrüstung ist einziges Hilfsmittel der Athleten ihr Supporter, also ihr Unterstützer. Er begleitet sie mit einem Fahrzeug, versorgt seinen Piloten und berät zu Strategie und Wettervorhersage. Mit Spannung verfolgen begeisterte Fans überall in der Welt die Sportler digital, sehen Fotos und Videos im Internet.

Von Salzburg zum Montblanc

2019 gewann der Schweizer Christian Maurer das Rennen zum sechsten Mal in Folge. Auf der von ihm gewählten, 1979 Kilometer weiten Strecke legte der Ausnahmeathlet 1.559 Kilometer mit dem Gleitschirm zurück und benötigte von Salzburg bis Monaco insgesamt neun Tage, drei Stunden und sechs Minuten.

Die zehnte Ausgabe startet in Salzburg am Sonntag, 20. Juni. Nach dem Salzburger Gaisberg, Wagrain-Kleinarl und Kitzbühl ist Marquartstein der vierte Wendepunkt. Über den Mont Blanc geht es zurück nach Zell am See in Österreich. Die Athleten durchqueren Deutschland, die Schweiz, Frankreich und Italien.

Nicht jeder Athlet wird das Ziel erreichen. Auch wann die Sportler in Marquartstein eintreffen, lässt sich vorab nicht auf die Stunde festlegen.

Keine Frage der Kosten

Die Gemeinde Aschau im Chiemgau hatte es abgelehnt, heuer als Wendepunkt-Standort für die X-Alps zu dienen. Der Grund: Kosten von und 37.000 Euro (wir berichteten lokal). Marquartstein, so Bürgermeister Scheck, leiste keine Sponsorenzahlungen. Vielmehr sei das Ganze eine Kooperation unter Führung der Firma Skywalk mit Achental Tourismus und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Traunstein.

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