So wollen die Bernauer Trachtler Lust machen, beim Gaufest mit ihnen zu feiern

Die Stimmung ist bestens am Gipfelkreuz des Sulten– das gilt für die Filmszene wie auch für die Dreharbeiten, die schon Ende Oktober stattfanden. Jetzt ist das Video der Trachtler online und wirbt in den sozialen Medien für das Gaufest in Bernau. weingartner

Die Liebe zur Natur und zur Heimat, Zusammenhalt und Freundschaft. Das alles spiegelt sich wider in dem Video, mit dem der Bernauer Trachtenverein für das Gaufest wirbt. Die griabigen, im Kampenwandgebiet gedrehten Szenen machen Lust, vom 25. Juli bis 5. August mitzufeiern.

Bernau – Die ersten Sonnenstrahlen des Tages fallen auf ihre fröhlichen Gesichter. Früh sind sie losgeradelt, damit sie es rechtzeitig auf den Gipfel schaffen. An alles ist gedacht: Akkordeon, Biertragerl, Campingkocher, Brezen und Weißwürste. Es wird gelacht und erzählt. Die Stimmung könnte nicht besser, die Natur nicht schöner sein.

Auf Zusammenhalt und Gemeinschaft kommt es an

In Hanna Weingartners Kopf spielte sich schon der fertige Film ab, als ihr eines Abends spontan die Idee zum „Drehbuch“ kam. Um den Zusammenhalt und die Gemeinschaft sollte es gehen, das stand für die 22-Jährige fest. Denn das bedeutet es für sie, die selbst von Kindheit an bei den „D‘Staffelstoaner“ ist, zum Trachtenverein dazuzugehören.

Durch ein Praktikum in einer Traunsteiner Werbeagentur hatte Hanna ihre Leidenschaft fürs Filmemachen entdeckt. Sie hat dafür eigens an der BOS ihr Abitur nachgeholt, damit sie diesen Studienweg einschlagen kann. Und so bot sie sich an, einen Werbefilm für’s Gaufest zu machen.

Die Band-Zusage kommt beim Feiern auf dem Berg

Zügig stand das Konzept: Eine Gruppe junger Trachtler hat eine gute Zeit am Gipfel des Sulten, nördlich der Kampenwand. Dann klingelt eines der Handys – die letzte Barmusik, die noch fürs Gaufest gefehlt hat, sagt zu! Groß ist die Freude, und die jungen Leute brechen gleich auf, um beim Alten Wirt in Bernau vorbeizuschauen und den anderen Trachtlern, jung und alt, die dort zusammensitzen, davon zu erzählen.

Bulldog bringt Räder und Kamerausrüstung auf den Berg

Wie viel Arbeit, Planung und Zeitaufwand in der Umsetzung dieser Szenen steckt, erzählt die junge Filmemacherin im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Um 5 Uhr morgens ging es an einem schönen Herbsttag Ende Oktober von Gschwend aus mit zwei Autos und einem Bulldog auf den Berg. Jede Menge Ausrüstung war im Gepäck: Fahrräder – Drahtesel, keine Mountainbikes – einen Kocher, Würstel, Brezen, einen Kasten Bier, große Rucksäcke. Dazu kam noch die professionelle Ausrüstung für Film- und Tonaufnahmen von „Spreadfilms“, auf die Hanna nebst der Unterstützung ihrer Kollegen zurückgreifen durfte.

Wanderer stolpern ins Bild und staunen

Einen perfekten Herbsttag hatte sich die kleine Gruppe für den Dreh ausgesucht. Entsprechend viele Wanderer waren auch unterwegs. Immer wieder mal huschte einer durch Bild oder schaute neugierig, mit was für alten Fahrrädern die fesch rausgeputzten Dirndl und Buam da auf den Berg geradelt waren. Das hier ein Bulldog „Aufstiegshilfe“ geleistet hat, wird im Film ja nicht verraten. Für eine Szene wurde extra zum Felsturm des Staffelstein geradelt, schließlich ist der Verein ja nach ihm benannt.

Witze erzählt, damit das Lachen auf Kommando klappt

Begeistert ist die 22-Jährige, wie rund beim Dreh alles lief: „Das perfekte Wetter, zeittechnisch hat auch alles gut geklappt, das Bier hat scheinbar gut geschmeckt, und es war richtige gemütlich.“ Damit jeder der „Schauspieler“ es schafft, auf Kommando loszulachen, wurden die ganze Zeit über Witze erzählt. „Das Lustige war meist aber nicht der Witz an sich, sondern die kleinen Missgeschicke“, erinnert sich Hanna.

Für sie kam der größte Brocken Arbeit erst danach, beim Schneiden und Fertigstellen des Videos. Die schönen Aufnahmen vom Berg untermalte sie mit einem Lied von „Die Lungauer“, und im Abspann laufen alle Veranstaltungen des Gaufestes über den Bildschirm.

Der Urlaub fürs Gaufest ist gesichert

In ein paar Wochen, wenn das Gaufest beginnt, wird Hanna gerade nach Linz gezogen sein, wo sie noch ein Praktikum bei einer Firma für Sportfilme macht. Aber den Urlaub fürs Gaufest, den hat sie sich vorab gesichert.

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