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Viele Fragen auf der Bürgerversammlung

Wohnungen und Kurzzeitpflege im Gasthof zur Post in Grabenstätt

Der seit rund vier Jahren geschlossenen Gasthof zur Post in Grabenstätt.
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Der seit rund vier Jahren geschlossenen Gasthof zur Post in Grabenstätt.
  • VonMarkus Müller
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Seit rund vier Jahren steht der Gasthof zur Post in Grabenstätt leer, nun will ein Investor übernehmen. Damit ist die Zeit als Gasthaus offenbar endgültig vorbei. Luftfilter für die Schule wird es in Grabenstätt nicht geben. Diese und mehr Themen wurden bei der Bürgerversammlung angeschnitten.

Grabenstätt – Eine schriftliche Eingabe und zahlreiche vor Ort gestellte Fragen gab es in der Bürgerversammlung in der Grabenstätter Turn- und Mehrzweckhalle. Zuvor hatte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW) auf wichtige Beschlüsse, Baumaßnahmen und Veranstaltungen in seinen ersten knapp eineinhalb Amtsjahren zurückgeblickt.

Investor steht in den Startlöchern

Peter Stein wollte wissen, was mit dem Gasthof zur Post passiere, der seit einigen Jahren geschlossen ist. Man sei frühzeitig mit dem langjährigen Eigentümer, einer Rosenheimer Brauerei, in Kontakt getreten und froh, dass nun der Verkauf an einen Investor anstehe, erklärte dazu Bürgermeister Wirnshofer. Das neue Gebäude werde eine ähnliche Form aufweisen wie der jetzige historische Bau.

Sicher sei, dass keine Wirtschaft mehr eröffnen werde. Vielmehr sollen dort laut Wirnshofer Wohnungen, eine Kurzzeitpflege und eine Gewerbeeinheit untergebracht werden. Als Gemeinde erhoffe man sich davon eine weitere Belebung des Marktplatzes.

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„Die alten Gebäude kommen weg und es sollen dort innerhalb von sechs Jahren rund 60 Wohnungen entstehen“, beantwortete Wirnshofer eine Frage von Agathe Heigermoser zum Areal der abwandernden Firma Schuster Hoteleinrichtungen.

Sie erkundigte sich auch zum aktuellen Sachstand beim Bauvorhaben in der Poststraße, wo es nach Angaben des Rathauschefs eine Umplanung gebe – mehrere Stellplätze statt Tiefgarage. Die Frage von Peter Stein, wie lange die Sanierungsmaßnahmen an der Pfarrkirche noch andauern würden, konnte der Bürgermeister wegen fehlender Zuständigkeit der Gemeinde nicht beantworten.

Verkehrslärm von der Staatsstraße ein Ärgernis

Franz Unterholzner aus Hirschau beschwerte sich in seiner schriftlichen Eingabe über die „enorme Lärmbelästigung“, die von der nahen Staatsstraße 2096 ausgehe. Er fordert einen so genannten Flüsterasphalt für die viel befahrene Straße. Wirnshofer erwiderte, dass das Staatliche Bauamt Traunstein über den Straßenbelag entscheide. „Wir werden die Thematik aber auf der nächsten Verkehrsschau ansprechen“, versprach das Gemeindeoberhaupt.

Zu Unterholzners Frage, ob man den Feldweg zwischen der Einmündung Hirschau West und Hirschau Süd zu einer allgemein befahrbaren Straße mit Einmündung in die Staatsstraße ausbauen könnte, meinte er: „Dieser Weg ist nicht für den allgemeinen Straßenverkehr vorgesehen“.

Lichtverschmutzung angemahnt

Peter Stein fragte an, ob es notwendig sei, den Parkplatz hinter dem Probenheim des Musikvereins nachts so stark zu beleuchten: „Eine Verbesserung der Lichtverschmutzung würde hier der Umwelt, den Menschen und Tieren zugutekommen“. Sicherheit gehe zwar vor, doch man schaue, was man machen könne, versprach der Bürgermeister. Hinsichtlich der Reduzierung der Lichtverschmutzung sei in der Gemeinde schon einiges geschehen.

Simone Heid regte an, dass die Gemeinde einen Parcours für BMX-Räder anlegen lassen könnte, ähnlich des Pumptracks in Chieming, um den Kindern noch mehr Bewegung zu ermöglichen. Man werde sich mit der Thematik in der Verwaltung und im Gemeinderat beschäftigen, so der Bürgermeister.

Annette Maaßen wünschte sich auf der freien Grünfläche in der Wohnsiedlung an der Meckenheimer Straße einen Spielplatz. Man plane dort „keinen Spielplatz“, weil es nur rund 100 Meter davon entfernt bereits einen solchen gebe, erinnerte Wirnshofer.

Man habe sich aber bereits Gedanken über eine vielseitig nutzbare „Spielwiese“ gemacht. Für Ballsportarten wie Volleyball sei das „traumhafte Sportgelände des TSV Grabenstätt“ zu empfehlen.

Keine Luftfilter für die Schule vorgesehen

Auf Maaßens Anfrage, ob die Gemeinde für die Grundschule Luftfiltergeräte anschaffen werde, meinte Wirnshofer, dass der Gemeinderat nach den getätigten Investitionen – unter anderem für das digitale Klassenzimmer – mehrheitlich entschieden habe, dies nicht zu tun.

„Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht, aber wir wollen alle, dass die Schulen und Kindergärten offenbleiben“, versicherte der Rathauschef.

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