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Bauen und Wohnen auf dem Land

„Turm der Begegnung“: Mehrgenerationenhaus soll in Seeon-Seebruck entstehen

Angelehnt an die überlieferte Bautradition, soll auf dem Grundstück des ehemaligen „Klösterlichen Gerichtsdienerhauses“ in der Seestraße in Seeon ein Mehrgenerationenhaus mit einem „Turm der Begegnung“ entstehen. Das Modell wurde in der Gemeinderatssitzung präsentiert.
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Angelehnt an die überlieferte Bautradition, soll auf dem Grundstück des ehemaligen „Klösterlichen Gerichtsdienerhauses“ in der Seestraße in Seeon ein Mehrgenerationenhaus mit einem „Turm der Begegnung“ entstehen. Das Modell wurde in der Gemeinderatssitzung präsentiert.
  • vonGabi Rasch
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Ein ambitioniertes Bauprojekt in Seeon knüpft an die dortige klösterliche Bautradition aus dem 17. Jahrhundert an. Wo einst Bedienstete wohnten, sollen nun ein ambulanter Pflegedienst und 15 Wohneinheiten mehrere Generationen unter einem Dach ein Zuhause bieten. Ein erhaltener Turm soll Stätte für soziale Begegnungen werden.

Seeon-Seebruck – Ein zukunftsorientiertes Bauvorhaben in der Gemeinde Seeon-Seebruck ist ganz nach dem Geschmack des Gemeinderats: Auf einem bereits bebauten Grundstück werden 15 neue Wohnungen geschaffen, die nach Angaben der Bauherren ausschließlich vermietet werden sollen.

1637 erstmals urkundlich erwähnt

Über einen besonders reizvollen Charakter, angelehnt an die überlieferte Bautradition, verfügt ein Mehrfamilienhaus, das auf dem Platz des ehemaligen „Klösterlichen Gerichtsdienerhauses“ in der Seestraße in Seeon entstehen soll. Es soll ein Mehrgenerationenhaus werden. Der Gemeinderat segnete in seiner jüngsten Sitzung das aufwendige Projekt einstimmig ab.

Andreas Hartl von der gleichnamigen KG hat mit weiteren Mitstreitern aus Seeon das Grundstück erworben, um dem Platz mit historischer Bedeutung neuen Glanz zu verleihen. Das Gebäude ist 1637 als Hofmarkrichterhaus zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden. Später sollen darin Angestellte, etwa ein Gerichtsdiener des Klosters Seeon, gewohnt haben.

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Angelehnt an diese Historie sollen jetzt auf dem knapp 1.900 Quadratmeter großen Areal 15 Wohnungen und Räume für einen ambulanten Pflegedienstes entstehen. Das Konzept des Ensembles sieht auch einen „Turm der Begegnung“ vor. Dieser soll gemeinschaftlich für Treffen, zum Spielen, für Feierlichkeiten oder sonstige gemeinsame Aktivitäten genutzt werden. Nach den Vorstellungen des Architekten Rudolf Rechl wäre in diesem Turm auch ein Café für die Allgemeinheit vorstellbar.

Autos in die Tiefgarage

Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist nicht nur eine energieeffiziente Bebauung, sondern auch das Umfeld. „Es soll eine grüne Insel werden mit Wiesen und Obstbäumen sowie drei Brunnen und offenen Gehwegen, die in das dörfliche Leben mit eingebunden werden könnten“, so der Architekt. Um diesen offengestalteten grünen Charakter nicht zu beeinträchtigen, sollen die Autos in einer Tiefgarage untergebracht werden.

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Die naheliegende Lösung wäre gewesen, drei bis vier Wohnhäuser zu bauen, sagte Rechl. Es habe sich aber herauskristallisiert, dass dieses Grundstück ein wichtiger Platz für ein ortsprägendes Gebäude wäre.

„Das Ensemble soll keine Kopie einer historischen Bauweise werden, aber inspiriert von der Historie zeitgemäß umgesetzt werden“, erklärte Rechl den interessierten Gemeinderäten während der Sitzung.

Bau soll im Frühjahr 2022 beginnen

Die These des Ameranger Architekten, mit Neubauten überlieferte Bautraditionen zu pflegen, soll in naher Zukunft in die Tat umgesetzt werden. Zunächst muss aber erst das Genehmigungsverfahren im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens durchlaufen werden.

Wunsch des Architekten wäre, im Frühjahr 2022 mit dem Bau zu beginnen. Auch aus Sicht des Gemeinderats sollten dem Bauvorhaben keine Steine in den Weg gelegt werden. Das Projekt überzeugte alle Gemeinderäte: „Ich freue mich auf das Ensemble“, sagte Manuela Kral (CSU) und sprach damit für viele im Gremium.

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