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Wohncontainer für Obdachlose in Prien: Zwölf neue, statt der acht alten

Die Wohncontainerfür Obdachlose am Wertstoffhof reichen nicht mehr. Die Gemeinde will deshalb aufstocken. Berger
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Die Wohncontainerfür Obdachlose am Wertstoffhof reichen nicht mehr. Die Gemeinde will deshalb aufstocken. Berger

Der Markt Prien wird die Containeranlage, die am Bauhof als Wohnunterkunft für Obdachlose steht, durch eine neue, größere ersetzen.

Prien – Das hat der Bauausschuss in jüngster Sitzung beschlossen. Statt der bisher acht Container werden es dann zwölf sein, die zweigeschossig angeordnet sind.

„Prien ist zum Handeln verpflichtet“

Die derzeit acht Container sind belegt, und weiterer Bedarf ist da. Daran ließ Bürgermeister Jürgen Seifert (Parteifreie) keinen Zweifel. Er berichtete, dass in der Ferienzeit kurzfristig zusätzlicher Bedarf entstanden war und ein Ersatzcontainer aufgestellt werden musste. „Prien ist zum Handeln verpflichtet“, so Seifert. Allerdings werde die Container-Erweiterung eine „kostspielige Geschichte, weil man die alten Container nicht weiter nutzen kann.

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Warum dies so ist, erklärte Bauamtsleiter Thomas Lindner. Da die bestehenden Container keine Feuerwiderstandsdauer aufweisen, sei eine Aufstockung aus baurechtlicher Sicht nicht möglich. Daher müssen die acht Container rückgebaut und zwölf neue mit der Feuerwiderstandsdauer F30 gebaut werden. Der Standort bleibe gleich, allerdings zweistockig, anders gehe es wegen der nötigen Abstandsflächen auf diesem Grundstück nicht.

Bürgermeister Seifert verteidigt Container-Lösung

Dem könne sie nicht zustimmen, meinte Eva Munkler (Bürger für Prien). Ihre Erfahrung als frühere Sozialreferentin sei, dass die Menschen in solchen Anlagen oft für Jahre leben, auch wenn diese nur für den kurzfristigen Aufenthalt gedacht seien. Durch die Aufstockung lebten die Bewohner auf noch engerem Raum zusammen, worin sie Konfliktpotenzial für Ärger sehe. Lieber, so meinte sie, solle man andere Wohnmöglichkeiten schaffen, die menschenwürdiger sind als solche „Blechkästen“.

Eine Formulierung, die Seifert nicht gerne hörte. Solche mobilen Container seien dafür bestimmt und auch geeignet für den Aufenthalt von Menschen, erklärte er. Seit Jahren würden Priener Schüler und Vorschulkinder darin unterrichtet und betreut. „Solange wir keine andere gemeindeeigene Wohnmöglichkeit vorhalten können, ist das immer noch das Beste“, so der Bürgermeister.

Erweiterung der Container am Priener Bauhof

„Die Bauausschusssitzung ist hierfür vielleicht nicht das richtige Gremium“, riet Gunter Kraus (CSU), die Diskussion über die beste Wahl der Unterbringung zu beenden. Dem schloss sich Alfred Schelhas (SPD) an. Die Wohnumstände in solchen Containern seien nicht unzumutbar. „Ich bin ausgesprochen dafür“, so Schelhas. „Wir haben gar keine andere Wahl“, sprach sich auch Anton Schlosser (CSU) für die Erweiterung der Container am Bauhof aus.

Die Entscheidung fiel mit einer Gegenstimme von Eva Munkler.

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