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Das sind die Pläne

Wird Herrenchiemsee bald zum UNESCO-Weltkulturerbe?

Gemeinsam mit Linderhof und Neuschwanstein soll Herrenchiemsee ausgezeichnet werden.
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Gemeinsam mit Linderhof und Neuschwanstein soll Herrenchiemsee ausgezeichnet werden.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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  • Heidi Geyer
    Heidi Geyer
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Die Pyramiden von Gizeh, Venedig und Machu Picchu: Echte Hochkaräter haben den Titel als UNESCO Weltkulturerbe bekommen. Auch der Verein „Freunde von Herrenchiemsee“ hofft auf eine erfolgreiche Bewerbung. Woran es aktuell hakt und warum Parkplätze damit zu tun haben.

Herrenchiemsee – 471 Mitglieder haben sie. Und sie alle eint die Begeisterung für die Insel: Der Verein „Vereinigung der Freunde von Herrenchiemsee e.V.“ konnte jüngst wieder seine Mitgliederversammlung in der Schlosswirtschaft auf der Herreninsel durchführen.

Diese eröffnete der Vorsitzende Dr. Friedrich von Daumiller mit dem Hinweis, dass der Verein im Vorjahr das 60-jährige Bestehen feiern konnte und sagte dazu: „Das schönste Geburtstagsgeschenk, das man unserem Verein zu seinem Jubiläum machen konnte, war die Wiederöffnung des Inseldoms im August 2021 durch den Bayerischen Staatsminister für Finanzen und Heimat Albert Füracker.“

Die angebotenen Führungen werden inzwischen durch die Öffentlichkeit gerne und zahlreich angenommen, berichtete der Vorsitzende. Das Interesse am restaurierten Inseldom habe auch das Vereinsleben im vergangenen Jahr geprägt.

Prominente Unterstützung

Von Daumiller wies darauf hin, dass es auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gewesen sei, der noch als Finanzminister dazu aufgefordert hatte, den Dom zu Herrenchiemsee möglichst breiten Bevölkerungskreisen wieder zugänglich zu machen. Denn organisatorisch zählt die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung zum Aufgabengebiet des bayerischen Finanzministeriums. In diesem Zusammenhang dankte er Konstantin Buchner von der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung Herrenchiemsee und dessen Mitarbeiterinnen Rosina Wagner und Claudia Wohlfeil für stets gute Terminabstimmungen und Führungskoodinierungen zum Inseldom.

Von Daumiller kündigte zudem Großes an: Denn Herrenchiemsee soll auch Welterbe der UNESCO werden. Derzeit zählen 51 Natur- und Kulturerbestätten in Deutschland darunter. Neben Architektur und künstlerischen Meisterwerken, sind auch Kulturlandschaften und Parks, aber auch besondere Naturgebiete darunter. „In ihrer Gesamtheit zeugen sie von der Vielfalt des Natur- und Kulturerbes in Deutschland“, beschreibt die UNESCO den Sinn des Welterbes.

Gemeinsame Bewerbung

Wobei Herrenchiemsee nicht alleine den Titel holen soll. „Es ist geplant, im Jahr 2024 den Antrag auf Aufnahme der drei Königsschlösser Linderhof, Neuschwanstein und Herrenchiemsee in die Welterbeliste bei der UNESCO einzureichen“, so von Daumiller. Federführend sei dabei das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, mit dem der Verein aktuell in guten Gesprächen sei. „Derzeit fehlt lediglich noch die Zustimmung der Gemeinde Schwangau, deren Sorgen die Parkplatzkapazitäten sind“, sagte der Vorsitzende.

In den weiteren Tagesordnungspunkten informierten der Zweite Vorsitzende Dr. Wolfgang Berka über jüngste Forschungen zu Balustraden und Skeletten sowie Schatzmeisterin Charlotte Münck zu den Finanzen, deren Ordnung von Michaela Leidel und Horst Kramer bestätigt wurde.

Bei den Neuwahlen der Vorstandschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Wittmann gab es keine Veränderungen. Von Daumiller, Berka und Münck sowie Schriftführer Helmut Eberl wurden in ihren Ämtern bestätigt. Im Beirat bleiben wie bisher Bernhard Greimel, Andreas Hauptmann, Andrea Hübner und Prof. Dr. Manfred Treml. Neu sind Insel-Bürgermeister Armin Krämmer und Priens Bürgermeister Andreas Friedrich, die ihre Vorgänger ablösen, sowie Ute Gladigau anstelle von Bettina von Seyerl. Michaela Leidel und Horst Kramer wurden als Kassenprüfer bestätigt.

Jahrestag des Verfassungskonvents

Neben einem dreibändigen Buch, das sich mit der Archäologie und Geschichte von Kloster und Stift Herrenchiemsee beschäftigt, plant der Verein eine eventuelle Studienfahrt nach Salzburg im Herbst, einen Vortrag von Architekt Albert Eichinger zur Dom-Restaurierung sowie die kommende Mitgliederversammlung. Anlässlich des 75-jährigen Jahrestags des Verfassungskonvents soll am 17. Juni 2023 die Professorin Ursula Münch zu einem Festvortrag zum Thema „Herrenchiemsee als demokratischer Erinnerungsort“ geladen werden.

Ehrengäste der Versammlung der „Freunde von Herrenchiemsee“ waren unter anderem Adolf Dinglreiter als Ehren-Landesvorsitzender des Bayernbundes, Alt-Bürgermeister Florian Hoffmann von Rimsting, Zweiter Bürgermeister Michael Anner von Prien sowie Bundesbank-Vizepräsident a.D. Dr. Franz-Christoph Zeitler.

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