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Gemeinderat Marquartstein

„Wir dürfen nicht knausern“ - Beim neuen Bebauungsplan legt sich die Gemeinde sich ins Zeug

Misch-, Wohn- und Gewerbegebiet: So stellt sichder Bebauungsplan „Am Sportplatz“ dar.Gemeinderat Marquartstein
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Misch-, Wohn- und Gewerbegebiet: So stellt sichder Bebauungsplan „Am Sportplatz“ dar.Gemeinderat Marquartstein
  • VonManfred Peter
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Beim Bebauungsplan „Am Sportplatz“, der als Wohn-, Misch- und Gewerbebiet festgelegt ist, entstand beim Punkt „Schaffung von Stellplätzen in Einbeziehung des angedachten Parkdecks“ sei der jüngsten Gemeinderatssitzung eine lebhafte Diskussion.

Marquartstein - Derzeit ist angedacht, dass dort Stellplätze erworben werden können, wenn auf der eigenen Parzelle zu wenige Plätze entstanden oder vorhanden sind.

Der Gemeinderat Franz Aigner (BfM) sieht eine Eigentumsform mit vielfältigen Eigentümern durch den Verkauf der Stellflächen äußerst kritisch und befürchtet, dass das Projekt Parkdeck zu einem nicht handelbaren Objekt werden könnte.

Photovoltaik integrieren

„Aus verschiedenen Erfahrungen von Eigentümergemeinschaften kann man ja sehen, dass es äußerst schwierig ist, Mehrheiten etwa für Renovierungen der Gebäude zu bekommen“, so Aigner. Seiner Ansicht nach solle jeder die erforderlichen Stellplätze auf der eigenen Parzelle haben. Aigner stellte jedoch auch klar, dass er das Gesamtkonzept befürworte.

Gemeinderat Hubert Götschl (BfM) sieht in der Schaffung eines Parkdecks den Vorteil, dass auf dem Dach eine Photovoltaikanlage errichtet werden könnte und so auch Energie und Landemöglichkeiten für die E-Mobilität geschaffen würde.

Gemeinderat Hell meinte, dass er es positiv sehen würde, die nötigen Stellplätze für das Wohnprojekt Maro in einem Parkstadel zu schaffen, wie es bei der Exkursion des Gemeinderates im Sommer 2020 nach Weyarn zu sehen gewesen war.

Den Stellplatzbedarf sieht Gemeinderat Josef Moritz (CSU) in der Realität wesentlich höher, als es auf den ersten Blick erkennbar sei. Bei Wohnungen und Gewerbe sei mit Kunden und Besuchern zu rechnen, die alle einen Parkplatz benötigen. „Hier dürfen wir nicht knausern!“, sagte Moritz. Weiter führte er an, dass ihm auf dem geplanten Gelände ein Spielplatz fehle.

Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) führte an, dass der Gedanke, ein Parkdeck zu errichten, aus dem Planungsworkshop gekommen sei, der im Sommer 2020 durchgeführt worden war. Anfänglich sei die Idee aus der Grundplanung gewesen, weniger Stellflächen auch den Parzellen zu machen und dafür eine zentrale Parkfläche zu schaffen, so Scheck. Im Weiteren schließe er sich den Äußerungen von Gemeinderat Hubert Götschl (BfM) an, dass in dem Gebiet allgemein Stellplätze geschaffen werden müssten, so Scheck.

Bebauungsplan beschlossen

Die Vergabe der Parzellen müsste sicher mit dem Erwerb von Stellplätzen im Parkdeck verbunden werden, sagte Scheck. Auch könne man bei der Ausführung des Parkdecks flexibel sein und abwarten welche Ansiedlung kommen werde. Dabei würde sich zeigen, welcher Bedarf an Stellplätzen sich ergeben habe.

Die Aufstellung des Bebauungsplans „Am Sportplatz“ wurde einstimmig beschlossen. Im Zusammenhang mit den beiden Bebauungsplänen war auch der Flächennutzungsplan zu ändern und die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung wurde ebenso einstimmig beschlossen.

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