Wind der Veränderung weht durchs Annette-Kolb-Gymnasium

Stolz sind Oberstudienkoordinator Thomas Dietersberger (links) und Schulleiter Bernd Amschler (rechts) auf die hervorragenden Leistungen von (ab Zweiter von links) Felix Thiele, Johanna Mayer, Lea Zucker und Marie Aicher, die das AKG alle mit der Traumnote 1,0 verlassen. wittenzellner

Alleine vier Mal die Traumnote 1,0, 16 Mal ein Abschluss mit 1,5 oder besser und viele weitere ausgezeichnete Abschlüsse – die 71 Abiturienten am Annette-Kolb-Gymnasium zeigten sich notentechnisch und mit einer würdigen Verabschiedungsfeier wieder von ihrer besten Seite.

Traunstein– „Jetzt müssen wir unseren eigenen Weg gehen“, stellten die beiden Moderatoren der Verabschiedungsfeier, Luisa Meier und Henrik Oback, fest. Oberstudiendirektor Bernd Amschler stellte seine Festrede unter den Scorpions-Klassiker „Wind of change“ (Wind der Veränderung). Dieses Lied, dieses Statement wolle er dem Abiturjahrgang mitgeben. „Aufbruch, Bewegung, Freiheit, liebe Abiturienten, das ist es, was sich mit dem Abitur auch verbindet, für jeden persönlich, aber auch in eurem Umfeld“, betonte er.

In Zeiten des Umbruchs Kontakte wichtig

Der Schulleiter sprach von einer Gesellschaft im Umbruch, von neuen Herausforderungen, denen sich die Menschen, und gerade auch die Absolventen gegenüber sehen und von der Fridays for Future-Bewegung. In Zeiten gravierender Veränderungen sei es wichtig, sich an einer Konstante festzuhalten.

Die scheidenden Abiturienten ermutigte er, die Zukunft mit einer guten Portion „Selbstvertrauen, Optimismus und Ausdauer“ mitzugestalten und Verantwortung auch gegen Widerstände zu übernehmen.

Die einen bauen Mauern, die anderen Windmühlen

Die Schule hätte ihnen als Rüstzeug dazu einiges mitgegeben, manches aber auch nicht. Sie seien nun aufgefordert, in der Zukunft Veränderungen zu übernehmen und mitzugestalten. Wenn der „Wind of Change“ wehe, dann bauten die einen Mauern, die anderen Windmühlen. „Entscheidet euch für das Richtige! Ich wünsche euch eine glückliche Hand bei eurem Tun und euren Entscheidungen.“

„Ihr befindet euch an eurem Meilenstein eures Lebens“, so Elternbeiratsvorsitzender Stefan Hartmann. Auf die weiteren Meilensteine, die nun warten, sollen dieAbiturienten unerschrocken und mutig darauf zugehen. Gleichzeitig ermutigte er sie, mit vollem Einsatz in den nächsten Abschnitt ihres Lebens zu gehen: „Tut was ihr tut mit Herzblut, Engagement und Überzeugung!“.

Generation „vielleicht“

Einen Blick zurück und einen Blick nach vorne gab es von Paula Germayer und Florian Bonhoff. Sie seien in ihrer Schulzeit mehrfach vor größeren Entscheidungen gestanden, die manchmal auch erst unter Druck zustande gekommen sind. Sie sprachen vor dem Hintergrund der oftmals gezeigten Entscheidungslosigkeit der „Generation vielleicht“. Der „bunte Haufen“ wie sie ihre Abiturkollegen bezeichneten, hätten viel von den Lehrern gelernt, diese aber des Öfteren auch von den Schülern, etwa bei der Frage „Was ist Instagram?“.

Eltern habe „das Ruder auf Abiturkurs“ gehalten

Oberstudienkoordinator Thomas Dietersberger dankte den Eltern für die Mithilfe in einer „sehr herausfordernden schulischen Zeit“. Sie hätten mit zum Erfolg beigetragen, „das Ruder auf Abiturkurs zu halten“. Sowohl in den Gesamtheit der Topleistungen wie auch im Gesamtschnitt schneide das AKG mit einem Notenschnitt von 2,19 besser als der bayerische Durchschnitt (2,29) ab.

Einzeln nahmen die Abiturienten ihre Zeugnisse entgegen – begleitet von ihren Bildern und „ihrer“ Musik, sowie jeder Menge Emotionen und meist lauter, aber manchmal auch stiller Freude über den persönlichen Erfolg.

16 mit Schnitt von 1,5 oder besser

16 schafften einen Schnitt von 1,5 oder besser. Die Besten des AKG sind: Johanna Mayer, Marie Aicher, Lea Zucker, Felix Thiele (alle 1,0), Nikolas Rösch (1,1), Lea Kraller, Kathrin Will (beide 1,2), Mahdi Safazade, Markus Schlemmer, Philipp Wefels (alle 1,3), Julia Maier, Elisabeth Kaindl, Lisa Lämmel, Laura Fritzenwenger (alle 1,4), Hannah Hees, Emma Griesbeck (beide 1,5). Studienförderungen und weitere Preise gingen an Abiturienten mit besonderen schulischen Leistungen.

Wie gewohnt wurde die Verabschiedungsfeier – nach der für die Abiturienten – noch lange nicht Schluss mit feiern und ausgelassener Stimmung war – mit viel Musik untermalt.

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