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Siegsdorfer Schule lädt ein

Willkommensgruppe für ukrainische Kinder

Unter den Geflüchteten aus der Ukraine sind auch viele Kindergarten- und Schulkinder
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Unter den Geflüchteten aus der Ukraine sind auch viele Kindergarten- und Schulkinder
  • VonFranz Krammer
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Die Grund- und Mittelschule Siegsdorf veranstaltete kürzlich ein Treffen, bei dem Spaßangebote, aber auch eine Schulhausführung auf dem Programm standen. Denn 22 Flüchtlingskinder sind Teil der Willkommensgruppe, in der sie Deutsch lernen und den Schulalltag kennenlernen.

Siegsdorf – Unter dem Motto „Sport verbindet“ wurden die neuen ukrainischen Schüler zu einem ersten Treffen an die Grund- und Mittelschule Siegsdorf eingeladen. Hierfür wurde in der neuen Markus-Eisenbichler-Sporthalle ein Parcours aufgebaut, der zum Austoben animierte.

Manche Kinder brachten ihre Eltern und Geschwister mit, denen in einer Führung das Schulhaus gezeigt wurde. Seit Kurzem werden 22 ukrainische Kinder in einer „Pädagogischen Willkommensgruppe“ unterrichtet. Diese Gruppe soll Schülern zwischen zehn und 16 Jahren den schulischen Alltag sowie Deutschkenntnisse näherbringen.

In der Willkommensgruppe arbeiten neben zwei ukrainischen Erzieherinnen und Lehrern auch ehrenamtliche Kräfte, die den Deutschunterricht unterstützen. Mit Eifer wurde ein eigener Raum für die Willkommensgruppe hergerichtet und Material zum Deutschlernen organisiert.

Die Einrichtung einer Willkommensgruppe wird hauptsächlich von der Schule in Kooperation mit dem Schulamt gestemmt. Durch das Engagement der ehrenamtlich Tätigen, dem Verein „Siegsdorfer helfen“ sowie der Schulfamilie konnte die Willkommensgruppe realisiert werden.

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Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm berichtete in diesem Zusammenhang von derzeit knapp 90 ukrainischen Kriegsflüchtlingen in der Gemeinde, überwiegend Frauen mit Kindern, die in 17 Unterkünften eine Bleibe finden. Knapp die Hälfte davon kommt im ehemaligen Gasthof Forelle und im Marienheim Eisenärzt unter, der Rest in privaten Unterkünften.

Die dezentrale Unterbringung mache es allerdings schwierig, Nachrichten zu übermitteln und mit den Flüchtlingen in Kontakt zu treten. Im Gasthof Forelle wurde dazu kürzlich ein Treffen mit den Flüchtlingen organisiert, wobei Kontakte ausgetauscht wurden. Es hat sich bereits ein Helferkreis gebildet, der Deutschkurse organisiert und Kinderbetreuungsmöglichkeiten schafft.

Kamm bestätigte die bürokratischen Hürden, die es der Schulleitung fast unmöglich machen, vom Schulamt zusätzliche Stunden für die Betreuung zu bekommen. Er sprach allen Lehrkräften, Helfern und Übersetzern den Dank der Gemeinde aus und war sich sicher: „Wir sind auf einem guten Weg“. PW