Wildverbiss geht immer weiter zurück

Gstadt – Der Wildverbiss an den Bäumen in Gstadts Wäldern geht immer weiter zurück. Reif ist seit 17 Jahren Vorstand.

Zu diesem Ergebnis kommt das neue Gutachten, das Jagdvorstand Hans Reif in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft im „Chiemseewirt“ bekannt gab.

Er freute sich, dass die beiden Reviere Gstadt-Nord und Gstadt-Süd zwar langsam, aber stetig auf dem Weg der Besserung seien. Der Wildverbiss gehe zurück, Bäume könnten ohne Schädigung aufwachsen.

Der Verbiss im Revier Gstadt-Nord sei im aktuellen Gutachten mit „tragbar“ eingestuft, der in Gstadt-Süd mit „zu hoch“. Allerdings sei auch bei letzterem Revier eine langsame Verbesserung erkennbar.

Weitere Freude bereitete die Erfüllung der Abschusszahlen für Rehwild. So haben die Jäger in beiden Revieren den dreijährigen Abschussplan, der 145 Stück Rehwild für jeden Jagdbogen aufweist, zu 100 Prozent erfüllt, im Revier Gstadt-Süd sogar um 18,6 Prozent übererfüllt. Um noch eine Verbesserung beim Wildverbiss zu erzielen, war sich die Genossenschaft einig, den Abschussplan 2016 bis 2019 je Revier um fünf Stück Rehwild auf 150 zu erhöhen.

Die Pacht der Jagd in Gstadt-Süd läuft in diesem Jahr aus. Dr. Fritz Iller beantragte eine Verlängerung. Die Jagdgenossen waren einstimmig mit einer Verlängerung auf drei Jahre zu den gleichen Bedingungen einverstanden. Die schriftliche Abstimmung ergab 22 Ja-Stimmen der Jagdgenossen, die zusammen 383,2 Hektar an Waldbesitz aufweisen. Die Genossen stimmten auch deshalb gerne zu, da es Dr. Iller, seit acht Jahren Jagdpächter, mit seinem Team gelungen sei, den Wildverbiss immer weiter zu verringern.

Während es für Gstadt-Süd einen Pächter gibt, betreibt die Genossenschaft das Revier Gstadt-Nord im fünften Jahr in Eigenwirtschaft. Die Verwertung des Wildes obliegt so der Genossenschaft. Es bestand Einverständnis, das auch für dieses Jagdjahr die bisherigen Jäger Hans-Jörg Kißling, Rainer Babel und Max Schinner angestellt werden. Aber auch sie sollen mehr Tiere schießen. Sie erhalten einen sogenannten Begehungsschein, der bisher 250 Euro im Jahr kostete. Der Tarif wurde auf Wunsch der Versammlung für jeden Jäger auf 200 Euro erhöht. Die Jäger erhalten allerdings 50 Euro wieder zurück, wenn sie mindestens in einem Jahr 15 Rehe erlegen.

Von einem guten Stand der Finanzen berichtete Kassier Alois Daxenberger. Die Jagdgenossen waren sich einig, den Pachtschilling nicht wie sonst üblich an die Waldbesitzer auszuzahlen, sondern anzusparen. Es könne sich ein größerer Wildschweinschaden ergeben, für den die Genossenschaft haften müsse. Einen solchen Schaden habe es zwar im vergangenen Jahr nicht gegeben, aber ein totes Wildschwein, ein Frischling mit 18 Kilogramm, sei am Chiemsee zwischen Gollenshausen und Mitterndorf gefunden worden, sagte Reif.

In der Diskussion forderte Revierförster Ulli Guggenberger die Waldbesitzer auf, auf einen Befall durch den Borkenkäfer zu achten. th

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