Wieder ein bärenstarker Jahrgang am Ludwig-Thoma-Gymnasium

Die Freude ist riesengroß bei den 18 Jahrgangsbesten am Ludwig-Thoma-Gymnasium. Berger
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Die Freude ist riesengroß bei den 18 Jahrgangsbesten am Ludwig-Thoma-Gymnasium. Berger

42 Abiturienten erreichen einen Schnitt mit einer eins vor dem Komma, davon schaffen 18 die Note 1,5 oder besser. Die Besten der Besten erzählen, was sie in Zukunft vorhaben.

Von Martin Tofern

Prien – Das Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) ist schon ein Phänomen: In diesem Jahr haben 102 Schüler ihr Abitur gebaut, 42 davon haben dabei im Abgangszeugnis bei der Note eine Eins vor dem Komma erreicht. Davon haben wiederum 18 Schüler einen Schnitt zwischen 1,0 und 1,5 geschafft. Waren es im vergangenen Jahr noch neun junge Männer und acht junge Damen, so haben in diesem Jahr die Damen die Oberhand. Gerade mal vier männliche Schüler gehören zu den 18 Besten.

Für den Schulleiter, Oberstudiendirektor Andreas Schaller, liegt die hohe Zahl von Einserschülern neben der Begabung jedes Einzelnen vor allem an den engagierten Lehrern und Eltern. „Die Eltern haben trotz Corona die Ruhe behalten und waren ein starker Rückhalt der Schule“, sagt Schaller stolz. Dass die Eltern besonderen Druck auf ihre Kinder ausgeübt hätten, glaubt er nicht. „Entweder ist bei einem Schüler das Interesse da oder eben nicht“, erklärt Schaller. Die Chiemgau-Zeitung hat inder Mensa des LTG mit den Jahrgangsbesten über ihre Pläne gesprochen.

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Die Beste der Besten ist Anna Ganter (18, Prien). Sie hat in allen Fächern die Höchstzahl von 15 Punkten erreicht, außer in Latein mit 14 Punkten. Sie will Chemische Biotechnologie an der TU München oder Straubing studieren. Zuvor allerdings war eine Zeit in Ecuador geplant und zwar im Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst der Erzdiözese München und Freising. Das muss wegen Corona allerdings warten.

Katharina Klotz (17, Eggstätt) erklärt lachend, dass sie sich über die 1,0 nicht beschweren könne. Sie will erst einmal „ein Gap-Jahr“ einlegen inklusive Auslandspraktikum in Politik oder Wirtschaft. Anschließend will sie Philosophie, Politik und VWL in England oder Irland studieren.

Paul Stattrop (18, Prien) ist über seine 1,0 „unglaublich glücklich.“ Dabei sei er die Prüfungen entspannt angegangen. Er plant ein Praktikum in England und zuvor den Test für medizinische Studiengänge (TMS).

Sophia Stuhlreiter (18, Höslwang, Schnitt 1,1) ist „total zufrieden“. Sie will Medizin studieren, aber zuvor ein Praktikum im Krankenhaus in Prien oder Rosenheim machen und vielleicht auch eine Ausbildung zur Sanitäterin. Studieren will sie auf jeden Fall in Bayern.

Jasmin Ramoser (18, Bad Endorf, 1,1) freut sich über ihr gutes Abi, will sich jetzt aber erst einmal orientieren. Sie will ein Soziales Jahr beim TSV Bad Endorf, wo sie schon länger Trainerin für Gerätturnen ist. Beim TSV will sie helfen, die Homepage zu erneuern.

Annelie Arndt (18, Prien, 1,1) hat mit einem so guten Ergebnis nicht gerechnet. Eigentlich wollte sie im Herbst ins Ausland gehen. Weil das wegen Corona schwierig ist, will sie in der Hotellerie jobben und sich fürs Medizinstudium bewerben.

Ole Schröder (18, Höslwang, 1,1) hat mit einem so guten Abschneiden nicht gerechnet. Er will gleich studieren, entweder Wirtschaftsingenieurwesen oder Chemie oder Physik. „Das Ausland hat sich mit Corona ja erst mal erledigt.“

Andreas Weiser (18, Rimsting,1,2) will gleich mit dem Informatik-Studium an der TU München beginnen. „Weil es mir gefällt und weil gern programmiere.“ Bis das Studium beginnt, will er noch „ein bisschen auf den Berg gehen.“

Alina Senger (17, Rimsting, 1,2) will ab Herbst BWL studieren. „Ich will Controller werden. Mein Vater macht etwas Ähnliches“. Sie mag Mathe und will zwischendrin ein Auslandssemester einlegen.

Mathhias Hoff (17, Rimsting, 1,3) hat mit so einer guten Note gerechnet. Er will Geschichte studieren, „das ist seit der Unterstufe meine Leidenschaft.“ Anschließend will er als Journalist oder Lehrer arbeiten.

Saskia Weigand (18, Bad Endorf, 1,3) hat im Internet eine gute Idee für ein Freiwilliges Soziales Jahr gefunden: Sie will ein Jahr in einer Behinderteneinrichtung in Holland arbeiten. Anschließend steht das Studium des Chemieingenieurwesens auf dem Programm.

Julia Maier (18, Aschau, 1,3) hat nicht mit dem Ergebnis gerechnet. „Man macht sich zu viele Gedakten.“ Sie will sich für ein Medizinstudium bewerben. Falls das nicht gleich etwas wird, will sie ein Praktikum bei einem Orthopäden absolvieren.

Sarah Puchert-Schwab ((18, Bad Endorf, 1,4)will im Herbst gleich mit dem Studium loslegen. Sie will in Ravensburg Messe-, Kongress- und Eventmanagement studieren. Bis dahin sind kleinere Urlaube geplant.

Maria Leisl (19, Eggstätt, 1,4) will auf Lehramt studieren und zwar in den Fächern Deutsch, Englisch oder Geschichte. Eigentlich wollte sie zunächst mit Freunden verreisen, stattdessen will sie jobben.

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Lena Schneider, (18, Rimsting, 1,4) will ab September ein Bundesfreiwilligenjahr in der Romed-Klinik in Prien absolvieren. Dabei will sie herausfinden, „ob Medizin wirklich etwas für mich ist.“ Danach will sie in Augsburg oder München Medizin studieren.

Anna Unterreitmeier (18, Bad Endorf, 1,4) will ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Krankenhaus absolvieren und danach in Wien Psychologie studieren: „Ich finde die Stadt sehr schön und will mal etwas weg von hier.“

Alexandra Häringer (17, Prien, 1,4) will in München BWL studieren, das Berufsziel ist allerdings noch ungewiss. „Ich will schauen, wo es mich hintreibt“, erklärt sie.

Helena Cebulla (18, Rimsting, 1,5) will in Wien oder Berlin Psychologie studieren. „Psychologe ist mein Traumberuf und Empathie ist eine meiner Stärken“, sagt sie. Ansonsten will sie „das Leben auf sich zukommen lassen.“

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