Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Premiere am 27. Mai

Wie die „KunstZeit“ in Prien der Bahnhofshalle neues Leben einhaucht

Kunst statt Leere: An der Priener Bahnhofshalle stellen Künstler während der Priener „KunstZeit“ wechselnd ihre Werke aus.
+
Kunst statt Leere: An der Priener Bahnhofshalle stellen Künstler während der Priener „KunstZeit“ wechselnd ihre Werke aus.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
    schließen

Das Priener Sommerfestival „KunstZeit“ beginnt am Donnerstag, 27. Mai, heuer zum vierten Mal. In diesem Jahr sticht jedoch ein ganz besonderer Ausstellungsort ins Auge: die Priener Bahnhofshalle.

Prien – Im Neudeutschen spricht man gemeinhin von „Lost Places“, wenn es um Gebäude geht, die schon geraume Zeit leer stehen. Einem solchen verlassenen Ort will die Kuratorin des Priener Festivals „KunstZeit“, Ingrid Fricke, neues Leben einhauchen. Mit Kunst versteht sich.

Die Halle wurde ursprünglich von der Raiffeisengenossenschaft, später von der BayWa AG genutzt, wie Priens Bürgermeister Andreas Friedlich (FW) berichtet. Zuletzt habe die Halle, die sich seit gut zehn Jahren im Eigentum der Gemeinde befindet, eine Spedition genutzt. Seitdem stehe sie leer.

Rauer Charme der Halle

Kuratorin Ingrid Fricke ist anzumerken, dass sie bei so viel ungenutztem Raum inzwischen der Ehrgeiz gepackt hat. Denn der Ort scheint ihr für jene neun Künstler, die sie für die Aktion anwerben konnte, geradezu ideal: viel Fläche, hohe Wander, „Loftcharakter“, wie Fricke sagt.

Dabei hatte sie mitunter die Befürchtung, die Aussteller könnten ihr beim Anblick der inzwischen doch arg verstaubten Halle wieder abspringen. Aber das Gegenteil sei der Fall, gewesen, wie Fricke berichtet: „Die Kreativen zeigten sich begeistert von der Möglichkeit, einen Raum völlig frei nach ihren Vorstellungen zu gestalten.“ Der „raue Charme der Halle“, wie die Kuratorin es ausdrückt, mache Lust, ihn wie eine Bühne zu bespielen.

Im Innenbereich des Gebäudes gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für die Künstler, sich zu präsentieren.

Abwechselnd, teilweise an mehreren Terminen, sind die Künstler in der Bahnhofshalle zu Gast. Jeweils an den zehn Wochenenden des Sommerfestivals „KunstZeit“. Mit bringen sie wohlgemerkt nicht nur bildende Kunst. Auch Lichtinstallationen wie auch Performatives gibt es zu sehen. Und das immer im Dialog mit den Besuchern, wie Fricke betont.

Ein Platz der Begegnung

Denn die Halle soll ein Ort der Begegnung werden, ein Platz, an dem Kreative und Besucher miteinander ins Gespräch kommen können. Bei einigen der Projekte, welche die Bahnhofshalle während der diesjährigen „KunstZeit“ mit Leben füllen, ist das fast Bedingung. Dann, wenn aus drei gesprochenen Wörtern spontane Poesie entstehen soll. Ein Beispiel für eines der Angebote in der Halle. Zudem: Ein Kunstkollektiv lädt zur „Peep-Art-Show“ ein – Kunst betrachtet durch Gucklöcher, die in einem Halbkreis aufgereiht sind. Egal, was in der Bahnhofshalle ausgestellt wird, es soll hauptsächlich eines machen: neugierig.

Einen einzelnen der neun ausstellenden Künstler herausheben – das ist nicht unbedingt Sache der Kuratorin. Schließlich hat sie diese selbst ausgewählt und ist auf die Schöpfer der Bilder, Installationen und Performance-Kunst selbst zugegangen. Wichtig war ihr die Mischung: aus Männern und Frauen, aus Künstlern der Landkreise Rosenheim und Traunstein.

Pop-Up-Kunst am Bahnhof

Dennoch freut sich Fricke auf ganz besondere Momente in der Kunsthalle. Denn die Künstler hätten völlig freie Hand darin, wie sie den Raum nutzen.

„Dieser Wechsel macht die Kunsthalle zu einem Anziehungspunkt“, findet die Kuratorin. „Pop-Up-Kunst“ am Bahnhof, wie sie sagt. Dieser bietet sich für Fricke als Ort geradezu an. Menschen, die in Prien ankommen und gleich am benachbarten Busbahnhof auf die Kunsthalle stoßen.

Unkompliziert und spontan sollen die Besucher in die Halle strömen, ist Frickes Vorstellung. Sie ist davon überzeugt: „Ohne größere Schwelle werden sich dort interessante Begegnungen ergeben.“ Und auch Überraschungen seien zu erwarten, über welche sich Kuratorin Fricke selbstredend ausschweigt, um ebendiese unerwarteten Momente nicht zu verderben.

Mehr zum Thema

Kommentare