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Er ruht auf der Fraueninsel

Werke des Großvaters fürs Priener Heimatmuseum

Bürgermeister Andreas Friedrich (von links) dankte Sylvia Roubaud im Beisein von Kultur-Referentin Karina Dingler und dem Großenkel des Künstlers, Manuel Fischer „für die großzügige Schenkung“.
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Bürgermeister Andreas Friedrich (von links) dankte Sylvia Roubaud im Beisein von Kultur-Referentin Karina Dingler und dem Großenkel des Künstlers, Manuel Fischer „für die großzügige Schenkung“.

Franz von Roubauds Enkelin Sylvia Roubaud übergibt dem Markt Prien eine Ölskizze und eine Studie des Künstlers. Prinzregent Luitpold hatte von Roubaud 1889 zum außerordentlichen Professor ernannt und ihm den Adelstitel verliehen.

Prien – Anlässlich der Sonderausstellung mit Zeichnungen des international bekannten Künstlers Franz von Roubaud (1856 in Odessa bis 1928 in München) im Heimatmuseum übergab dessen Enkelin, die Malerin Sylvia Roubaud, zusammen mit ihrem Sohn Manuel Fischer zwei Arbeiten ihres Großvaters.

Franz von Roubaud wuchs als Sohn französischer Eltern in Odessa auf, erinnerte Museumsleiter Karl Aß mit Blick auf die Vita des Künstlers. An der Münchner Akademie der Bildenden Künste studierte von Roubaud in den Jahren 1877/78 bei Karl Theodor von Piloty, Otto Seitz und Wilhelm von Diez und im Privatatelier des polnischen Historien-Malers Józef Brandt. Unter dessen Einfluss widmete er sich laut Aß in Folge fast ausschließlich der Darstellung kaukasischer Reiterszenen.

Er starb in München

Das Leben der Tscherkessen und Kosaken waren die Themen seiner Bilder. Prinzregent Luitpold ernannte ihn 1889 zum außerordentlichen Professor und verlieh ihm den Adelstitel. Die Hauptwerke Roubauds, drei Kriegspanoramen, angekauft von Zar Nikolaus II., befinden sich in Russland: die Erstürmung der Bergfeste Achulgo (1890), die Verteidigung Sevastopols (1903) sowie die Schlacht bei Borodino (1912).

Lesen Sie auch: Künstlerin Sylvia Robaud eröffnet neues Atelier in Prien

Roubaud war von 1903 bis 1912 auch ordentlicher Professor an der Akademie von St. Petersburg. Seit 1887 lebte der Künstler in München, wo er 1928 verstarb.

Grab auf der Fraueninsel

1903 erwarb der Künstler in Hochstätt bei Rimsting ein heute noch bestehendes Landhaus.

Sein Grab befindet sich auf der Fraueninsel im Chiemsee. Bereits zur Gründung des Priener Museums hatte Roubaud 1915 sein bekanntes Gemälde „Prinzregent Luitpold mit seiner Schwester Erzherzogin Adelgunde“ nach Prien geschenkt.

Die Ölskizze vom Chiemsee sowie eine Bleistiftstudie zu einem seiner bekannten Schlachtenbilder bereichern nun die Priener Kunstsammlung um weitere wichtige Arbeiten.Karl Aß

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