Wer zieht in privaten Neubau ein?

Das Areal hinter dieser Hecke an der Ecke Hochries-/Hochplattenstraße soll neu bebaut werden. Die heutigen Gebäude müssen dafür weichen.
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Das Areal hinter dieser Hecke an der Ecke Hochries-/Hochplattenstraße soll neu bebaut werden. Die heutigen Gebäude müssen dafür weichen.

Prien – Zum ersten Mal hat sich die Marktgemeinde ein Mitspracherecht bei der Vergabe von Wohnungen in einem privaten Wohn- und Geschäftshaus gesichert.

Zudem darf für die beiden Altenwohnungen nicht mehr als 9,50 Euro pro Quadratmeter als Miete verlangt werden.

So soll es in einem Vertrag für die geplante Bebauung an der Ecke Hochries-/Hochplattenstraße festgeschrieben werden. Bisher hatte der Markt Prien bei der Entwicklung von neuem Bauland die Möglichkeit, vom privaten Eigentümer 40 Prozent für sein Einheimischenmodel zu beanspruchen. Das nächste Projekt, wo die Regel angewendet wird, ist das Grundstück der ehemaligen Jugendherberge an der Ecke Carl-Braun-Straße/Birkenweg. Dort baut ein Bauträger drei Mehrfamilieenhäuser. Auf dem östlichen Teil entstehen zehn Reihenhäuser, die der Markt Prien im Einheimischenmodell nach einem festen Punktekatalog zu Preisen unter Marktwert verkaufen kann.

An der Ecke Hochries-/ Hochplattenstraße geht es nun zum ersten Mal um einzelne Wohnungen, für deren Vermietung sich der Markt Prien ein Vorschlagsrecht sichert. Es gehe darum, bei Flächenmehrung Wohnungen für die Allgemeinheit abzuschöpfen, erläuterte Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) auf Nachfrage der Chiemgau-Zeitung. Die geplanten Gebäude, deren genaue Situierung und Größe in einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgeschrieben werden, sind größer als der Altbestand, der abgerissen wird.

Für künftige, ähnlich gelagerte Fälle, in denen die Gemeinde vergleichsweise günstige Wohnungen in Neubauten vergeben kann, müsse sich der Marktgemeinderat noch einen Kriterienkatalog überlegen, so Friedrich.

ÖffentlicheFläche gesichert

Im Vertrag mit dem Bauherrn an der Ecke Hochries-/Hochplattenstraße wird zudem festgeschrieben, dass die Gemeinde über eine zusätzliche Fläche zwischen Neubauten und Straße verfügen kann. Wie diese genau genutzt werden soll, steht laut Alexander Zenk von der Bauverwaltung im Rathaus noch nicht fest. Bisher gibt es nur einen schmalen Gehweg. Das Neubauareal ist hinter eine hohen Hecke versteckt. Dirk Breitfuß

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